Was war also drin in der Schwedenbox?

Sie ist angekommen, die Schwedenbox, die ich zum 6. Bloggeburtstag verlost hatte.

Es hat etwas gedauert, bis ich alles zusammen hatte und zu guter Letzt habe ich dann noch etwas länger mit dem Verschicken gewartet, nämlich bis meine Eltern da waren. Die paar Tage waren auch schon egal. Sie haben nämlich die Box mit nach Österreich genommen und liebenswürdigerweise von dort verschickt – wir sind nämlich leider nicht Dagobert Duck und von Österreich aus ist Päckchen verschicken nämlich um die Hälfte billiger!

Letzte Woche hat mir Alexander dann geschrieben, dass er die Box bekommen hat! Noch vor Weihnachten – Juhuu!

 

Aber jetzt zum Inhalt. Was hat der liebe Alexander also bekommen?

schwedenboxVon der linken oberen Ecke im Uhrzeigersinn:

1. Knäckebrot: Klar, das muss in einem Paket aus Schweden einfach drin sein!

2. Mandelmassa: Damit wird unheimlich viel gebacken in Schweden! Ähnlich Marzipan, aber nicht das Selbe!

3. Mandel-Pepparkakor: Zu Weihnachten sind Pepparkakor einfach ein Muss hier in Schweden.

4. Julmust: Pfuuh. Dieses Getränk spaltet die Expat-Gemeinde. Manche mögen es, die meisten hassen es. Schmeckt wie eine Mischung aus Malzbier und Cola. Gewöhnungsbedürftig. Aber für Schweden zu Weihnachten unbedingt nötig! (Gibt’s auch zu Ostern, da hat es aber eine andere Verpackung ;-) )

5. Fiskbullar: Ganz ehrlich, ich weiß gar nicht, wie die schmecken, aber ich habe diese Fischbällchen schon oft in anderen Einkaufswägen gesehen.

6. Lindvalls Kaffe: Dieser Kaffee wird hier in Uppsala geröstet und wenn man südlich vom Bahnhof vorbei geht, muss man unweigerlich durch eine Kaffeeduftwolke durch. Die Schweden trinken unheimlich viel Kaffee!

7. Lördagsgodis: Die Kinder dürfen hier in Schweden nur samstags naschen. Und dann naschen sie solches Zeugs.

8. selbstgemachte Preiselbeer-Birnenmarmelade: Von Lingon aus dem Lunsen, neben unserem Haus.

9. Kardamom: Damit wird überraschenderweise EXTREM viel gebacken hier. Überall ist Kardamom drin! Echt jetzt!

10. Zimt: Das weiß jedes Kind, denke ich, dass die Schweden Zimt lieben.

11. Himbeermarmelade: Muss auch sein, nämlich zu Plätt und Pannkakor!

 

Alexander hat sich, so klang es zumindest in seinem Mail, sehr über das Paket gefreut und ich freu’ mich schon, wenn ich das nächste Mal wieder etwas verlosen kann!

Hej då!

Fröhliche Weihnachten!

Weihnachten2015

Meine Familie und ich wünschen der besten Leserschaft der Welt (zwar etwas verspätet, aber doch)

Fröhliche Weihnachten!

Küchenoptimierung – Der Plan

Lasst euch von meiner “neuen” Küche erzählen. Naja. Sie ist weder für mich noch für das 250 Jahre alte Haus, in dem wir leben, neu – aber ihr habt sie noch nicht so wirklich gesehen, also ist sie für euch halt noch “neu”. Wo war ich? Ach ja…

Lasst euch also von meiner Küche erzählen. (…das wird jetzt ein bisserl länger ;-) )

Diese Küche ist etwas größer als die in unserer Grazer Mietwohnung. Diesmal haben wir ungefähr 20 Mal so viel Raumgröße, die Küche wirkt alles in allem viel größer und wir haben Platz für einen großen Esstisch, aber Stauraum haben wir weniger. Außerdem ist die Küche auch unser Eingangsbereich, deshalb muss eine Garderobe Platz finden darin. Tja. Das ist leider so und machen kann ich auch nix dagegen, aber manche andere Sachen gehen mir sehr auf den Wecker in dieser Küche und die werden jetzt endlich geändert. Ratzfatz.
Eigentlich habe ich das schon seit ein paar Monaten geplant (die ersten Fotos für diesen Artikel entstanden im September!) aber ich brauch’ für solche Dinge immer ewig, da ich bei jeder Tätigkeit, die ich anfange, ca. drei Trilliarden mal von meinen Kindern unterbrochen werde, aber das ist auch sowas, was man halt nicht ändern kann… wo war ich? Ach ja. Der Geschirrspüler war verstopft, also mussten wir die halbe Küche zerlegen und das war sozusagen der Startschuss für die Küchenoptimierung.

So. Jetzt seht euch aber erstmal eine unserer Problemzonen an. Damit ihr wisst, wovon ich überhaupt spreche. Zum Beispiel die Arbeitsflächen-Fenstersituation, die ihr im Bild unten bewundern könnt:

optimierung1

optimierung2

Oder die Arbeitsflächen, die anscheinend niemals gewachst oder sonstwie behandelt wurden. (Unser Vermieter hat unseren Teil des Hauses anscheinend als Werkstatt benutzt oder was weiß ich)

 

Was genau will ich also machen/ändern?

  • Ein Brett vor das Fenster montieren, damit nichts mehr runterfallen kann
  • Eine Möglichkeit finden, unsere Geschirrtücher aufzuhängen
  • Die Küchenarbeitsfläche abschleifen und einlassen
  • Den Küchentisch schleifen und streichen
  • Ein Mülltrennsystem schaffen
  • Den Kühlschrank ordnen und ein Ordnungssystem finden
  • Einen schmalen Schrank finden für das Eck neben dem Kamin
  • eventuell neue Griffe für die Küche finden
  • … es finden sich sicher mit der Zeit noch weiter Projekte ;-)

 

Ihr seht, ich habe viel vor.  Ein paar Vorhaben habe ich schon begonnen. Ein Brett zugeschnitten habe ich schon und abgeschliffen ist es auch schon. Jetzt muss ich nur noch Zeit zum Streichen finden. (Oder meine Prioritäten einfach anders setzen ;-) ) Haltet mir die Daumen!

 

Gibt’s in eurer Küche Stellen, die ihr gerne ändern möchtet?

 

——–

Pssst! Habt ihr gewusst, dass es Verkocht! auch auf facebook gibt? Nein?
Na dann rasch hier klicken und auf gefällt mir geklickt!

4. Adventsonntag: Knäck

IMG_2830

Eigentlich hatte ich heute etwas Aufwändigeres und weniger Schwedisches geplant. ABER. Erstens kommt es Anders. Und zweitens ist mein Geschirrspüler kaputt. Na gut… ich bin mir nicht sicher, ob er wirklich kaputt ist, aber er macht auf jeden Fall nicht mehr das, was er soll. *AAAAAAAAH* Das hat meinen ganzen Abend durcheinander gebracht. Und das Licht zum Fotografieren kann man zur Zeit auch vergessen… Aber genug von meinen Problemchen.

Es musste auf jeden Fall ein schnelles Rezept her. Und dieses schnelle Rezept ist eben “Knäck”. Knäck ist einfaches Karamell, (hier oben Kola genannt) das in kleine Förmchen gefüllt wird. Aus. Mehr is es nicht. Man kann allerhand ins Karamell geben. Nüsse, Schokolade, Gewürze. Alles ist erlaubt. Aber klassisch ist das Knäck ganz ohne alles. Ich habe zur Hälfte der Knäck gehackte Mandeln gegeben.

Das Einzige, das beim Knäck etwas dauert, ist, das Karamell auf Temperatur zu bringen. Aber wenn man das weiß, ist das ja auch kein Problem.

IMG_2827

Knäck

Zutaten (für ca. 60 Stück)

200 g Zucker
200 ml Schlagobers
200 ml heller Zuckersirup
1 EL Butter

Zubereitung

Alle Zutaten, außer der Butter, in einem relativ großen und dickwandigen Topf vermischen und so lange bei gelegentlichem Umrühren kochen lassen, bis die Masse 125 Grad erreicht hat. (Das kann, ganz nach Herd und Topf, ziemlich lange dauern!) Dann die Butter einrühren und in die Förmchen füllen. Abkühlen lassen.

Falls ihr kein Thermometer habt, könnt ihr die Kugelprobe machen. Wenn ihr glaubt, dass das Karamell schon so weit ist (Nach 30 Minuten ungefähr könnt ihr mal probieren, aber vermutlich braucht es nochmal 20 Minuten ;-) ) gießt ihr einen Esslöffel der Masse in ein kleines Schüsserl mit kaltem Wasser. Wenn die Masse Kügelchen im Wasser bildet, ist es fertig. Wenn sie sich auflöst, nicht.

Nach dem Abkühlen sollte das Knäck nicht allzu weich sein und es sollte durch die dazugegebene Butter auch leicht aus der Form gehen. Hält sich angeblich 3 Monate lang… aber naja… so lange kann ich mir nicht vorstellen, dass irgend jemand Knäck aufbewahrt ;-)

Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 20.12.2015: 0,04 €

IMG_2817

3. Adventsonntag: Lussebullar

lussebullar4

Es geht weiter mit Safran, schwedischer Küche und Germteiggebäck. Ich verspreche, es gibt auch bald wieder mal nichtschwedische Rezepte, aber solange wir hier heroben wohnen, muss ich einfach alles Schwedische ausprobieren!

Heute ist Luciatag, da gibt es in ganz Schweden Luciasingen, es wird mit der Familie gefeiert und ganz klassisch gibt es da zur Fika die Lussebullar, die auch Lussekatter (Luciakatzen) genannt werden – das sind kleine gelbe S-förmige Germteiggebäcke, die eben zu Lucia gebacken werden.

Hier also das Rezept für

Lussebullar

Zutaten (für ca. 50 Stück)

1 g Safran
1 TL Zucker

500 ml Milch
200 g Butter
1 Hefewürfel, frisch
1 Prise Salz
1 Ei
180 g Zucker
900 g Mehl

Rosinen
1 Ei zum Anstreichen

Zubereitung

Den Safran mit dem Zucker zermörsern.

Die Milch auf dem Herd erwärmen (nur Handwarm!!) und die Butter darin schmelzen lassen. (Kleiner Tipp: Ein Drittel der Milch nicht mit erwärmen, falls die andere Milch zu warm werden sollte, kann man sie dann mit der kalten Milch ganz einfach abkühlen) Den Safranzucker darin auflösen und den Hefewürfel hineinbröseln und auflösen.

Dann in der Küchenmaschine mit den restlichen Zutaten für 5 Minuten (per Hand ca. 10 Minuten) kneten lassen, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Für 45 Minuten an einem warmen Ort (auf dem Kühlschrank zum Beispiel) gehen lassen.

lussebullar2

Dann den Teig in ca. 50 Teile teilen, rollen und s-förmig zusammensetzen.

Nochmal eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, dann die Rosinen auf die gerollten Enden setzen und mit Ei bestreichen.

Im Rohr bei 200 Grad 7-10 Minuten backen lassen.

lussebullar1Dann aus dem Rohr nehmen und bis zum Genießen ganz abkühlen lassen.

Schmecken leicht süß, etwas nach Safran und passen super zur Kaffeejause! Gutes Gelingen!

lussebullar3

Kosten pro Stück: (Das kommt natürlich ganz auf die Qualität eures Safrans an!)
– mit Preisen vom 13.12.2015: ca. 0,17 €

2. Adventsonntag: Safranstriezel mit Mandelmassa

safran

Safran ist hier in Schweden, neben Kardamom und Zimt, ein sehr beliebtes Gewürz. Ganz ehrlich habe ich in Österreich nicht sonderlich viel Safran gegessen… aber hier heroben wird zumindest zu Weihnachten recht viel damit gebacken.

Als ich vor ein paar Monaten von einer persischen Kollegin meines Mannes eine riesen Packung Safran geschenkt bekommen habe, wusste ich natürlich, dass ich damit zu Weihnachten etwas backen muss.

Geworden ist es ein Striezel und ich muss sagen, ich habe mich schon lange nicht mehr so gefreut über einen Germteig wie bei diesem Striezel. Diese gelbe Farbe hat mich soooowas von aufgeheitert, das war schon sehr lustig, diesen Striezel zu backen.

Gefüllt ist er mit Zimt, Kardamom und Mandelmassa. Ich hab’ die Mandelmassa gerollt, somit hatten wir Mandelmassa-Überraschungs-pockets, aber man kann sie auch einfach draufreiben, dann verteilt sie sich natürlich besser.

safranslängd2

Safranstriezel mit Zimt, Kardamom und Mandelmassa

Zutaten

1/2 g Safran und 1 TL Zucker
250 ml Milch, lauwarm
25 g Germ
1 Prise Salz
50 g Zucker
1 Ei
75 g Butter, Raumtemperatur
6-8 dl Weizenmehl

Füllung

50 g Butter
2 EL Zucker
2 TL geriebener Zimt
1 TL geriebener Kardamom
100 g Mandelmassa (Marzipan)

Zubereitung

Den Safran mit dem Teelöffel Zucker gründlich zermörsern. Dann mit der lauwarmen Milch vermischen. Die Germ in die lauwarme Safranmilch bröseln und darin auflösen lassen. Dann den Rest der Zutaten dazurühren und für einige Minuten kneten.
Teig an einem warmen Ort für 45 Minuten gehen lassen. (Zb auf dem Kühlschrank)

Für die Füllung die Butter schmelzen und den Zucker und den Zimt einrühren. Abkühlen lassen.

Dann den Teig in zwei oder drei Teile (kommt drauf an wie ihr den Striezel flechten wollt!) teilen und jeden Teil länglich ausrollen. Mit der Butter-Gewürz-Mischung auf allen Teigen bestreichen. Die Mandelmasse zu langen Würstchen formen und am Rand jeder Teigplatte legen. Dann alle Teige einzeln aufrollen.

safranlängd

Striezel aus den aufgerollten Teigteilen flechten.

Ei mit Milch versprudeln und den Striezel damit bestreichen.

IMG_2424

Bei 180 Grad für ca. 30 Minuten im Rohr backen lassen.

Kosten:
– mit Preisen vom 3. Dezember 2015: ca. 11,25 € (Dieser Preis hängt natürlich EXTREM von der Qualität eures Safrans ab!)

1. Adventsonntag: Pepparkakor-Pfannkuchen

pepp_pann

Frohen 1. Advent!! Ich bin total baff, dass es schon so weit ist und wie immer etwas hinten mit meiner Planerei… aber was soll’s… zumindest hab’ ich noch ein Rezept geschafft für heute ;-)

__________________

Pfefferkuchen in der Form, in der es sie hier in Schweden gibt, kannte ich nicht, bevor wir rauf gezogen sind. Die sind nämlich ziemlich würzig… eigentlich sogar ein wenig scharf. Pfefferkuchen eben. Die Schärfe kommt aber nicht von Pfeffer, sondern vom Ingwer. Außerdem sind die Dinger hart und dünn, so in etwa wie bei uns der Spekulatius.

Mein Großer könnte diese süße Nascherei ja den ganzen lieben Tag essen, sogar schon zum Frühstück, aber das passt mir wiederum nicht… weil… Kekse zum Frühstück, das geht ja mal schon gar nicht. *hüstel* Nicht, dass ich das nicht auch schon mal gemacht hätte *hüstel* Deshalb gibt es bei uns die etwas gesündere Version in Form von kleinen Pfannkuchen zum Frühstück. Die sind an sich selber ja nicht süß, schmecken aber trotzdem recht weihnachtlich.

pepp_pann2

Pepparkakor-Pfannkuchen

Zutaten (für ca. 50 Mini-Pfannkuchen oder ca. 8 große Pfannkuchen)

150 g Mehl
1/2 TL Salz
1 EL Zucker
2 TL gemahlener Zimt
2 TL geriebener Ingwer
10 Gewürznelken, zermörsert
1 TL gemahlener Kardamom
300 ml Milch
2 Eier
25 g Butter

Öl

Zubereitung

Den Ingwer reiben, die Gewürznelken mörsern, die trockenen Zutaten alle dazumischen, dann die Hälfte der Milch und die Eier unterrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Dann erst den Rest der Milch drunter.

Die Butter schmelzen und zum Teig rühren.

Mit etwas Öl in einer Pfanne goldgelb ausbacken.

Schmecken total toll mit Preiselbeermarmelade oder wie ich sie gegessen habe, mit Cranberry-relish.

Kosten pro Person (bei 4 Personen):
– mit Preisen vom 29. Dezember 2015: ca. 0,48 €

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 891 Followern an

%d Bloggern gefällt das: