Sauerrahmküchlein mit Himbeeren

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Frohen Nationalfeiertag liebe österreichische Landsleute! Bei uns hier ist heute ja normaler Arbeitstag, aber in Gedanken sind wir natürlich bei euch 😉

Das heutige Rezept hat nicht sehr viel mit Österreich zu tun, aber falls ihr ein last-minute Rezept braucht, weil ihr Besuch bekommt und noch nix gebacken habt, dann wären vielleicht diese Küchlein was für euch!

Manchmal geht alles schief bei mir. Da bekommt man Besuch, kauft alles vorher ein, ist sich sicher, dass noch Frischkäse und Butterkekse da sind… und bäm – der Frischkäse ist schimmlig und die Butterkekse sind weg. Tja.

Aber, wenn ich schon sonst nix bin, bin ich wenigstens relativ flexibel und deshalb hab‘ ich nur mit den Schultern gezuckt und im Kühlschrank gewühlt. Ich bin mit Sauerrahm wieder aufgetaucht. Dann hab‘ ich in unseren Oberschränken gewühlt und bin mit Vollkornknäckebrot zurückgekommen.

Und nachdem ich einige Zutaten zusammengeschmissen und gerührt habe, sind diese leckeren Sauerrahmküchlein, die ursprünglich eigentlich Käseküchlein werden sollten, entstanden. Gar nicht mal schlecht für eine Plan B- Mehlspeise! Nächstes Mal sind die dann mein Plan A!

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Sauerrahmküchlein mit Himbeeren

Zutaten (für 12 Stück)

150 g Knäckebrot
50 Butter
3 EL Zucker

300 g Sauerrahm
2 Eier
200 g Topfen
100 g Zucker

36 Himbeeren

Zubereitung

Eine Muffinform mit Papierförmchen belegen. Rohr auf 150 Grad vorheizen.

Das Knäckebrot mit einem Nudelholz gründlich zerbröseln. Die Butter schmelzen und mit dem zerbröselten Knäckebrot und dem Zucker vermischen. Dann auf die Muffinform aufteilen und gut festdrücken.

Im Rohr für 10 Minuten backen lassen.

Währenddessen in einer anderen Schüssel den Sauerrahm, die Eier, den Topfen und den Zucker zusammenrühren.

Wenn der Knäckebrotboden vorgebacken wurde, die Sauerrahmmischung auf die Muffinform aufteilen, je 2 Stück Himbeeren darauf verteilen und 20 Minuten im Rohr backen lassen.

Die Küchlein gehen im Rohr schön auf, fallen aber beim Abkühlen zusammen. Macht nix – schmecken trotzdem supergut!

 

Kosten pro Stück
– mit Preisen vom 25. Oktober 2015: ca. 0,37 €

 

 

Gutes für zwei: Muskatkürbis-Spalterbsendhal mit Staudenselleriegrün

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Ich wohne ja leider nicht mehr in Graz, fühle mich aber auch nach über einem Jahr in Schweden noch den Steirer FoodbloggerInnen zugehörig. Und eine davon, nämlich die Mitzia von cooknroll.at, bekommt nächstes Jahr Nachwuchs! Da freu‘ ich mich natürlich sehr darüber, weil ein Baby ist einfach immer eine wahnsinnig tolle Nachricht!!! Und da die Mitzia eine ganz Liebe ist, hat sie gleich ein Blogevent ausgerichtet. Ich wollte bei dem Event unbedingt mitmachen und habe aber erstmal sowas von spektakulär die Frist verpasst. Und dann – hat die Mitzi doch wirklich und wahrhaftig die Deadline nach hinten verschoben! Ja gibt’s denn sowas? Jetzt kann ich auch noch mitmachen!!!

Sie will schnelle Gerichte, durchaus ungewöhnlich gewürzt, mit Zutaten, die sie als Schwangere auch essen darf. Eh klar, oder? (Ich persönlich hab‘ mich ja nicht an alles gehalten, was da so empfohlen wird, aber das kann ja jede so halten wie sie will)

Also machte ich mich auf die Suche nach Rezepten und Inspiration und als ich letztens dann beim Kastl räumen auf Spalterbsen stieß und ich mir überlegt hab‘, was ich denn eigentlich daraus machen soll, kam mir die Idee mit dem „Dhal“. Dhal besteht ja eigentlich aus Linsen… aber als in Schweden lebende Österreicherin, darf ich mir so ein Sakrileg am Dhal hoffentlich erlauben.

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Hier also mein Rezept für

Muskatkürbis-Spalterbsendhal mit Staudenselleriegrün

(Einen längeren Namen hätte ich mir nicht mehr einfallen lassen können…)

Zutaten (für 2 Personen)

Öl
(Butter) Veganer lassen die natürlich weg 😉
1 Zwiebel
Ingwer (1 cm)
1 TL Koriandersamen
3 Kardamomkapseln
1 TL gemahlener Kurkuma
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Harissa
500 g Muskatkürbis
1 Dose Kokosmilch (300 ml)
200 g Spalterbsen
2 EL Erdnussbutter
Wasser
1 TL Salz (oder mehr)

Staudenselleriegrün (halt die Enden des Staudenselleries)
Sesam zur Dekoration

 

Zubereitung

Den Kürbis schälen, entkernen, in kleine Stücke schneiden. Den Zwiebel und den Ingwer schälen und ebenfalls klein schneiden. Dann Zwiebel und Ingwer in etwas Butter und Öl anbraten, die Koriander- und Kardamomsamen dazugeben und anschwitzen lassen. Dann den Kürbis dazu, umrühren, die gemahlenen Gewürze dazu und mit der Kokosmilch aufgießen. Aufkochen lassen.

Dann die Spalterbsen dazugeben und für ca. 20 Minuten köcheln lassen. Etwas Wasser dazugießen, falls das Dhal zu dick wird und die Erbsen noch nicht durch sind.

Wenn die Erbsen einigermaßen weich gekocht sind, aber noch einen leichten Biss haben (al dente halt), die Erdnussbutter unterrühren und das Ganze ausreichend salzen. (wirklich – dieser Dhal ist durch den Kürbis und die Kokosmilch eher auf der süßeren Seite, der ghört gscheit gsalzen!)

Ja und dann kann auch schon serviert werden! Noch geschwind das Staudenselleriegrün hacken und auf den Dhal streuen, eventuell noch ein paar Sesamsamen draufstreuen und ihr könnt auch schon essen! Supergut! Und falls ihr es noch schärfer mögt, könnt ihr noch mehr Harissa reinrühren oder streuen… kommt drauf an in welcher Form ihr es daheim habt.

 

Ich serviere Dhal meist mit Reis oder Couscous. Aber auch jegliches andere Getreide (oder Pseudogetreide) würde sich gut machen… nächstes Mal probier ich es mal mit Bulgur oder Buchweizen. Ach ja! Und da die Mitzia anscheinend auch so einen Mann wie meinen zu Hause hat – vermutlich wird ihm das als Hauptspeise nicht reichen. (Das heißt, satt ist er danach schon, aber zufrieden noch nicht) Machst ihm halt danach dann noch Palatschinken oder sowas… 😉

Tja, das war’s dann von mir – frohes „Baby-growing“ liebe Mitzia!

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Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 7.10.2015: ca. 2,4 €

Fischig: Schollenröllchen

Ich sag’s euch. Irgendwie hab‘ ich zur Zeit gerade multimediatechnisch ein schlechtes Chi oder was auch immer. Als erstes wollte unsere Tastatur vom iMac nicht mehr. Hat einfach den Geist aufgegeben. Also musste ich Ersatz besorgen. Ziemlich gleich danach hat dann die Mouse aber so richtig, richtig faxen gemacht. Aber nach zwei Mal Batterien wechseln (wieso 2 Mal? Keine Ahnung!) geht sie jetzt wieder.

Dazwischen waren andauern die Speicherkarten der Kameras voll, aber ich konnte sie nicht runter auf den Mac saugen, weil eben Tastatur und Mouse nicht funktioniert haben etc. etc. Aber jetzt! Jetzt geht alles wieder. Naja… bin gespannt, wie lange!

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Aber solange alles funktioniert, zeig‘ ich euch ein Fischrezept. Weil irgendwie hab‘ ich solche noch gar nicht auf dem Blog! Zeit wird’s! Weil Fisch ist etwas, das können die Schweden wirklich richtig gut. Sie sind ja kulinarisch nicht so richtig helle muss man sagen und auch das Service hinkt unglaublich dem österreichischen Standard hinterher, aber Fisch haben sie richtig guten! Am Samstag haben wir wieder welchen gekauft und diesmal ist es Scholle geworden. Die mach‘ ich eigentlich ja nicht so gerne… ich hab‘ da irgendwie die Erinnerung aus meiner Kindheit an fade und wässrig schmeckenden, panierten Fisch. Aber dieser hier… der ist wirklich WIRKLICH GUT!

Und der schwedische Västerbottenkäse passt auch sehr gut dazu. Schmeckt ähnlich dem Parmesan, den könnt ihr also auch dafür verwenden. Und dieses Gericht geht SO SCHNELL, das geht sogar mit raunzendem, herumkrabbelndem, sich-überall-hochziehendem Baby und unzufriedenem Kleinkind nebenbei.

Hier also die, von Schweden inspirierten

Schollenröllchen

Zutaten (für 2,5 Esser)

6 Schollenfilets
Salz
6 TL Frischkäse
6 TL geriebener Västerbottenkäse (oder Parmesan)
6 Zahnstocher

4 EL Semmelbrösel
Salz
4 EL geriebener Västerbottenkäse (oder Parmesan)
Dill

Zubereitung

Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen. Rohr auf 200 Grad vorheizen.

Die Schollenfilets waschen und trocken tupfen. Dann leicht salzen und in die Mitte jedes Filets einen Löffel Frischkäse und einen Löffel Västerbottenkäse (oder Parmesan) setzen. Dann die Filets aufrollen, mit je einem Zahnstocher fixieren und in die gebutterte Auflaufform geben.

Den Dill fein hacken. Die Semmelbrösel mit etwas Salz, dem Käse und dem Dill vermischen und je einen Löffel davon auf die Schollenröllchen geben.

Dann das Ganze bei 200 Grad für ca. 12-15 Minuten im Rohr backen lassen.

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Wenn ihr wollt, könnt ihr zum Ende hin noch etwas Gemüsebrühe oder Sahne in die Auflaufform gießen, dann habt ihr noch Sauce dazu!

Da wir einen 3jährigen zu Hause haben, mussten wir Nudeln dazu servieren *seufz* Ansonsten passen ganz toll Salzerdäpfel oder Petersilienerdäpfel dazu!

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Kosten pro Person:
– mit schwedischen Fischpreisen vom 12.09.2015: ca. 2,64 €

Preiselbeer-Birnenmarmelade

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Grüße aus dem schwedischen Herbst! Pünktlich am 1. September hat es bei uns abgekühlt, unsere Lindenbäume lassen die Früchte fallen und in der Früh zieht Nebel übers Land! Wahnsinn, wie schnell das jetzt gegangen ist!

Eines der schönsten Dinge des Herbstes sind, wie ich finde, die Heidelbeeren und die Preiselbeeren im Wald. Wir sind in der glücklichen Lage, nur 50 Meter in den Wald hineingehen zu müssen, um mit dem Pflücken beginnen zu können. Aber auch, wenn ihr die Beeren am Markt oder im Supermarkt kauft, lassen sich köstliche Dinge damit zubereiten!

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Hier ein, von der Nachbarin meiner Schwiegereltern inspiriertes, Marmeladerezept. Die Birnen gleichen das „Hantige“ der Preiselbeeren perfekt aus.

Preiselbeer- Birnenmarmelade

Zutaten (für ca. 6 x 250 ml Gläser)

500 g Preiselbeeren
300 g Birnen (geschält und entkernt)
250 g Zucker

Zubereitung

Die zu befüllenden Marmeladegläser waschen und zum Füllen vorbereiten.

Die Preiselbeeren waschen und abtropfen lassen. Die Birnen klein würfeln und mit den Preiselbeeren in einem Topf erhitzen und dabei immer mal wieder umrühren.

Wenn die Beeren und Birnen schön zerkocht sind, den Zucker einrühren und alles nochmal aufkochen lassen.

Jetzt kann man die Marmelade auch schon in die vorbereiteten Gläser füllen, zuschrauben und auf den Deckel gestellt abkühlen lassen!

Schmeckt toll zu Wild, Schnitzel, Köttbullar, Käse… zu was auch immer ihr wollt!

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Kosten pro Glas:
– mir Preisen vom 1. September 2015 (mit Preiselbeeren aus dem Wald): ca. 0,23 €

Leise backen: Graham-Apfelkuchen mit Spekulatius

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Habt ihr schon mal mit Grahammehl gebacken? Nein? Ich eigentlich bevor ich nach Schweden gekommen bin auch nicht. Aber da die Mehlsituation hier oben ganz anders ist als bei uns in Österreich, (Hier gibt’s keine Typen, ich musste mich durch alles durchprobieren) hab‘ ich einfach nach und nach alles ausprobiert, was es so im Angebot gibt. Und da es in meinem Supermarkt (der ein RIESIGER Supermarkt ist) nur ein einziges Vollkornmehl gibt (Waaaaaaas?) hab‘ ich natürlich auch Grahammehl ausprobiert. Warum ich das in Österreich nie gekauft hab‘, weiß ich nicht, ich mag es auf jeden Fall recht gerne!

Grahammehl ist eigentlich Vollweizenschrot und wie der Name „Schrot“ schon sagt, ist es ein recht grobes Mehl. Ich mische meisten Grahammehl und Weizenmehl oder ein anderes Mehl, aber bei diesem Kuchen hab‘ ich 100% Grahammehl verwendet, und es schmeckt „Bombe“, wie mein Bruder, der ja in Berlin lebt, zu sagen pflegt 😉 Und das Spekulatiusgewürz bringt noch eine winterliche Note dazu. Super!

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Hier also mein Rezept für

Graham-Apfelkuchen

Zutaten (für eine Kastenform)

250 g Grahammehl
200 g Zucker
1 TL Backpulver
½ TL Salz
1 TL Zimt
1 TL Spekulatiusgewürz

60 g Öl
2 Eier
130 Apfelmus
2 Äpfel

Zubereitung

Das Rohr auf 180°C vorheizen und eine Kastenform entweder befetten und bemehlen oder mit Backpapier auslegen.

Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.

Die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver und Gewürze) in einer Schüssel mit einem Schneebesen verrühren und nach und nach die feuchten Zutaten untermischen. Wenn eine schön homogene Masse entstanden ist, die Äpfel unterheben und alles in die Form füllen.

Bei 180°C ca. 45 min im Rohr backen.

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Kosten pro Kuchen:
– mit Preisen vom 23.09.2014: ca. 2,83

Aus dem Garten: Löwenzahnhonig und -gelee

Ich weiß, ich weiß – bei euch in Mitteleuropa hat die Löwenzahnzeit schon vor Wochen begonnen, hier in Schweden sind die Löwenzähne aber gerade erst so richtig losgestartet! Und da wir jetzt auch einen riesigen Garten benutzen können, wo auch so einiges an Löwenzahn wächst, musste ich natürlich sofort ein paar Dinge damit ausprobieren! So auch Löwenzahnhonig und Löwenzahngelee.

Das Gelee schmeckt herrlich würzig nach Löwenzahn und kühlt unglaublich toll im Mund. Echt, das hätt‘ ich nicht gedacht! Der Löwenzahnhonig ist nicht weniger würzig und ich persönlich kenne keinen Unterschied zum „normalen“ Honig. (Aber vielleicht haben andere Menschen bessere Geschmacksknospen als ich, wer weiß?) Für veganer sind dieser Honig (eigentlich is es ja ein Sirup) und natürlich auch das Gelee perfekt!

Die Zubereitung ist, wie man bei uns so schön sagt, watscheneinfach! Die ersten Schritte beider Rezepte sind genau gleich, nur der Zucker ist dann ein anderer bzw. kocht man den Löwenzahn viel länger als das Gelee. Okay, jetzt aber ab zu den Rezepten!

Löwenzahngelee

Zutaten (für ca. 1 Liter)

250 g Löwenzahnblüten (ihr könnt natürlich gerne auch mehr verwenden, dann wird das Gelee umso intensiver!)
1 Liter Wasser
500 g Einkochzucker mit Pektin (bei mir war das 1:2 Zucker)

Zubereitung

Die Blüten sammeln und mit einer Schere so viel vom Blütenboden (das Grüne) wegschneiden, wie möglich. Dann die Blüten in einen großen Topf oder in eine große Schüssel geben und das Wasser dazugeben. Das ganze ein paar Stunden stehen lassen.

Dann die Mischung für ca. 10 Minuten auf dem Herd aufkochen lassen. Abkühlen lassen und gut zugedeckt an einem kühlen Ort über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag das Wasser in einen Kochtopf abseihen. Die Blüten können jetzt weggeschmissen werden.

Nun das Löwenzahnwasser mit dem Gelierzucker aufkochen lassen. (Auf die Beschreibung des Gelierzuckers achten – bei mir waren das 5-10 Minuten köcheln lassen)

Tja, und dann kann das Gelee auch schon in die vorbereiteten Gläser abgefüllt werden! Wenn es gut geliert ist, kann man es auch schon am Brot genießen! Mmmmh! Lecker! Schmeckt total nach Frühling!

 

Löwenzahnhonig

Zutaten (für ca. 300 ml)

250 g Löwenzahnblüten (ihr könnt natürlich gerne auch mehr verwenden, dann wird der Honig umso intensiver!)
1 Liter Wasser
1 kg Zucker

Zubereitung

Die Blüten sammeln und mit einer Schere so viel vom Blütenboden (das Grüne) wegschneiden, wie möglich. Dann die Blüten in einen großen Topf oder in eine große Schüssel geben und das Wasser dazugeben. Das ganze ein paar Stunden stehen lassen.

Dann die Mischung für ca. 10 Minuten auf dem Herd aufkochen lassen. Abkühlen lassen und gut zugedeckt an einem kühlen Ort über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag das Wasser in einen Kochtopf abseihen. Die Blüten können jetzt weggeschmissen werden.

Nun das Löwenzahnwasser mit dem Zucker aufkochen lassen und so lange bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit eine honigartige Konistenz bekommen hat. (Es wird nicht ganz so dick wie Honig, aber wenn ihr euch einen ein bisschen flüssigeren Honig vorstellt, dann seid ihr bei der richtigen Konsistenzt) Das kann ganz schön dauern, also nicht die Geduld verlieren!

Wenn der Sirup die gewünschte Konsistenz erreicht hat, könnt ihr ihn auch schon in das vorbereitete Glas abfüllen, abkühlen lassen und genießen!

Schmeckt herrlich nach Frühling!

Kosten pro 250 ml Glas:
– mit Preisen vom 20. Mai 2014:
Löwenzahngelee: ca. 0,5 €
Löwenzahnhonig: ca. 1,5 €

Leise kochen: Veganer Schoko-Zucchinikuchen

Es war wieder mal Zeit, einen Kuchen zu backen. Und diesmal musste dieser Kuchen vegan sein, denn wir waren auf einer Geburtstagsfeier eingeladen, zu der von vegan essenden Menschen eingeladen wurde. „Ihr könnt gerne veganen Kuchen mitbringen“ stand auf der Einladung.

„Super“, dachte ich mir und „nichts leichter als das!“ Da ich schon oft vegan gebacken habe, war ich relativ selbstsicher, was das Backen betrifft. Mein Fehler war, dass ich mich natürlich nicht auf eines meiner bewährten Rezepte verlassen habe, sondern ein besonders gepriesenes Schokokuchen Rezept aus dem Internet nachbacken wollte.

Naja, der Kuchen war zwar nicht schlecht, extrem süß, aber relativ trocken und… naja. Unter „bestem Schokoladenkuchen der Welt“ stelle ich mir was anderes vor. Und ich weiß, wie vegane Kuchen schmecken können.
Ich brauche nicht zu erwähnen, dass das kein Kuchen zum Mitbringen war. NICHT zu empfehlen. Auch wenn andere Blogger anderen Meinung sind. Ich werde das Rezept sicher nicht mehr nachbacken. (Und verlinken tu ich es auch nicht… ist es echt nicht wert) Außer der Glasur, die ist echt nicht übel!

Nach diesem Semi-Desaster hab‘ ich natürlich Blut geleckt. Es muss doch möglich sein, diesen Kuchen auch nach meinen Ansprüchen umändern zu können.

Und das hab‘ ich dann auch gemacht. Dieser Kuchen ist schön saftig, schmeckt supergut und den kann man auch wohin mitbringen 😉

Hier also mein Rezept für

Veganer Schoko-Zucchinikuchen

Zutaten (für 1 Kastenform)

Für den Kuchen

300 g Weizenmehl, glatt
130 g Zucker
50 g Kakaopulver, ungesüßt
1,5 TL Natron
1/2 TL Salz

340 ml Pflanzenmilch (bei mir war’s Sojamilch)
75 g Pflanzenöl (ich habe Rapsöl verwendet)
1,5 TL Apfelessig

300 g geschredderte Zucchini

Für die Glasur

90 g Zucker
4 TL Margerine
2 EL Sojamilch
2 EL Kakaopulver, ungesüßt

Zubereitung

Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden. Das Rohr auf 180°C vorheizen.

Die trockenen Zutaten für den Teig in einer Schüssel zusammenmischen. Die flüssigen Zutaten in einer anderen Rührschüssel vermischen.
Den Zucchini schreddern.

 

Dann mit einer Spachtel alles zu einem schön glattem Teig verrühren.

Bei 180°C für ca. 1 Stunde backen lassen.

Dann den Kuchen aus dem Rohr nehmen und auskühlen lassen.

Für die Glasur in einem Kochtopf die Margerine zerlassen und mit den restlichen Zutaten verrühren. Einmal unter Rühren aufkochen lassen, dann etwas abkühlen lassen und nochmal gut rühren. Dann kann man auch schon damit glasieren!

Den Kuchen eventuell noch mit Nüssen oder Schokolade oder Kokos (oder was auch immer) verzieren, abkühlen lassen und es kann auch schon serviert werden!

Kosten pro Stück (bei 12 Stück):
– mit Preisen vom 1. April 2014: ca. 0,29 €