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Sauerteigzimtschnecken

In den letzten Wochen war bei uns Einiges los. Ich war zwei Mal krank, wir waren auf Kurzurlaub, den wir abbrechen mussten, der Ehemann war krank, die Kinder waren krank, der Kindergarten hat wieder anfgefangen, wir hatten andauernd Besuch, waren mal kurz in Österreich etc. etc. Kurz – ich hatte nicht sehr viel Zeit, um viel mit meinem Sauerteig zu machen (oder auch nur auf den Blog zu schauen!).

Seit ich meine Ebba zu Hause habe und versorge (ja, Sauerteig ist ein bisschen wie ein Haustier😉 ) backe ich ja regelmäßig Brot und Pancakes. Mein Brot wird jedes Mal etwas besser, weil ich einfach jetzt mehr Übung habe und schon weiß, was ich beim Backen beachten muss. Die Pancakes sind jetzt auch schon spitzenmäßig und ich werde bald das Rezept updaten, da ich doch ein paar Dinge jetzt anders mache als am Anfang.

Nun sind gerade meine Schwiegereltern zu Besuch und da mein Schwiegervater unglaublich gerne Zimtschnecken isst, wollte ich gerne welche backen. Nur hatte ich keine Germ mehr zu Hause, um die gewohnten Kanelbullar zu backen, und meine Kinder waren grad schlecht drauf und ich wollte mit zwei Zornpinkerl das Haus (und unseren großen Garten, in den ich sie schicken kann) eigentlich nicht verlassen. Aber Sauerteig, ja Sauerteig habe ich ja immer zu Hause! Und Zeit hatte ich auch! Eine perfekte Kombination also, um zu versuchen, die Zimtschnecken aus Sauerteig zu machen!

UND SIE SIND PERFEKT GEWORDEN!

Ich habe sie mittlerweile schon 3 Tage hintereinander gemacht und sie werden jedes Mal wieder unglaublich gut! Tja. *miraufdieschulterklopf* Langsam geht’s ja, das Backen mit Sauerteig!

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Sauerteigzimtschnecken

Zutaten (für 9 Stück)

Für den Teig:
150 g Weizensauerteig
200 ml Milch
40 g gesalzene Butter (ihr könnt natürlich auch ungesalzene Butter + ¼ TL Salz nehmen)
1 Ei (groß)
50 g Zucker
450 g Mehl

Für die Fülle:
100 g gesalzene Butter (ihr könnt natürlich auch ungesalzene Butter + ½ TL Salz nehmen)
6 EL Zimt
6 EL Zucker

Anmerkung zum zeitlichen Ablauf
Wenn ihr die Zimtschnecken zum Frühstück haben wollt, ist es am Besten, ihr füttert euren Sauerteig am Vortag zu Mittag an. (50 g Sauerteig + 50 g Mehl + 50 g Wasser) Dann habt ihr am späten Nachmittag/Abend dann den perfekten Sauerteig, um damit den Teig zu machen.
Am späten Abend/Nachmittag wird dann der Teig geknetet, um ihn dann 4-5 Stunden an einem warmen Ort gehen zu lassen. Er sollte seine Größe dann ungefähr verdoppelt haben.
Vor dem Schlafen gehen (bei mir ist das so um 11) wird der Teig ausgerollt, gefüllt, geschnitten und aufs Blech gesetzt.
Dann rastet der Teig über Nacht am Blech im Kühlschrank.
Am Morgen wird dann gebacken.

Zubereitung

Die Zubereitung der Zimtschnecken dauert bei mir ca. 18 Stunden vom Anfüttern des Sauerteigs bis zum Rausnehmen aus dem Ofen.

Schritt 1 – Stunde 0
Anfüttern des Sauerteigs. 50 g Sauerteig + 50 g Mehl + 50 g Wasser. An einem waren Platz rasten und sich für 5 bis 6 Stunden entwickeln lassen.

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Schritt 2 – Stunde 5/6:
Butter schmelzen, zur Seite stellen und kurz abkühlen lassen.
In eine große Rührschüssel oder die Schüssel der Küchenmaschine das Mehl, das Ei, Zucker und die 150 g Sauerteig geben. Mit dem Handmixer oder eben der Küchenmaschine kneten und langsam die Milch einlaufen lassen. So lange kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist. (2-3 Minuten) An einem waren Platz für ca. 5 bis 6 STunde rasten lassen.

Schritt 3 – Stunde 11/12:

Die Fülle zubereiten, indem man die Butter schmilzt, vom Herd nimmt und einfach Zimt und Zucker einrührt. Zur Seite stellen.

Der Teig sollte seine Größe jetzt ungefähr verdoppelt haben. Vorsichtig aus der Rührschüssel nehmen und auf einem bemehlten Brett zu einem Rechteck ausrollen. Die Fülle darauf verstreichen und den Teig aufrollen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Teigrolle in 9 Teile schneiden und auf das Backpapier setzen. Flach drücken.

Ihr könntet sie jetzt auch schon backen, aber wenn ihr sie erst am nächsten Tag backen wollt, müsst ihr sie über Nacht in den Kühlschrank stellen! Falls ihr euer Blech nicht in den Kühlschrank bekommt (das geht bei mir, oh ja!), müsst ihr sie entweder noch als Rolle kühlen oder vielleicht auf einem Teller reinstellen und am nächsten morgen aufs Blech setzen. Einfacher ist aber, gleich aufs Blech.

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Schritt 4 – Stunde 17/18:

Rohr auf 200 Grad vorheizen. Die Zimtschnecken aus dem Kühlschrank nehmen.

Ein Ei in einer kleinen Schüssel verquirlen und damit die Zimtschnecken bestreichen.

Dann die Zimtschnecken ins Rohr schieben und für ca. 15 Minuten backen lassen. Dann rausnehmen, abkühlen lassen (zumindest bis sie lauwarm sind) und genießen!

SO. GUT!!!

Kosten pro Stück:
– mir Preisen vom 22. August 2016: ca. 0,34 €

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3 Zutaten Challenge: Veggie Curry mit Ingwer, Bulgur und Karfiol

Social Media bringt mich oft zum Lachen, Kopf schütteln und manchmal zum Verzweifeln. Kurz: Ich verstehe es einfach nicht.

Diesmal wollte ich die 3 Zutaten Challenge von meinen lieben Lesern auf facebook bestimmen lassen, aber – sagen wir es mal so – das ist ziemlich in die Hose gegangen! *lach* Vielleicht sind ja gerade alle auf Urlaub? (Wobei die Statistik ja etwas anderes sagt…) Keine Ahnung, auf jeden Fall hatte ich nur ein Kommentar, und zwar hat Julia kommentiert… und die hat ja schon eine Challenge bestimmt, also musste ich mir etwas einfallen lassen.

Gut, dass gerade eine Freundin bei uns zu Besuch ist, also habe ich einfach sie eingespannt😉

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Aber was ist denn die “3 Zutaten Challenge” überhaupt?

Um keine Entscheidungsschwierigkeiten zu haben beim Rezepte erfinden/kochen, bekomme ich einmal pro Monat 3 Zutaten vorgegeben von einer Person, die ich vorher darum gebeten habe. Ein Thema gibt es natürlich auch dazu.
Dann muss ich mir etwas einfallen lassen, kochen und fotografieren!

Diesmal hat sich unsere liebe Freundin Viola die Aufgabe ausgedacht. Viola ist Vegetarierin, Biologin und lebt in Wien. Die letzten Wochen hat sie mit einer Freundin auf den Lofoten verbracht und jetzt hat sie uns besucht. Gut, dass sie da war und mir die Aufgabe stellen konnte!

Welche Zutaten hat sie sich ausgesucht?

Karfiol – Bulgur – Ingwer

Und das Thema: Vegetarisches Curry

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Hier mein Rezept für

Blumenkohl Korma mit Bulgur

Zutaten (für 4 Personen)

Für die Currypaste
1 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Senfsamen
1 TL Pfefferkörner
3 Kardamomkapseln
1/2 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlener Kurkuma
1 TL Paprikapulver
1 großer Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 Daumengroßes Stück Ingwer
2 große Tomaten

Für das Curry
10 Kartoffeln
1 Kopf Karfiol (Blumenkohl)
5 Tomaten
4 EL Erdnussbutter
250 ml Joghurt

Salz, Öl
evt. Chili, Korianderblätter

Zubereitung

Für die Currypaste die Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen, Senfsamen in einer kleinen Pfanne ohne Öl anrösten, bis sie wunderbar riechen. Vom Herd nehmen und in einem Mörser mit den Pfefferkörnern und dem Inhalt der Kardamomkapseln gut zermörsern.

In einer Pfanne die geschnittenen Zwiebel und den gepressten Knoblauch mit etwas Öl anbraten. Den Ingwer grob schneiden und auch kurz mit anbraten. Wenn alles angebraten ist, die gemörserten Gewürze und den Zimt, Kurkuma und das Paprikapulver hineingeben und gut umrühren. Dann mit den geschnittenen Tomaten und einem Schuss Wasser ablöschen. Vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen.

Die Kartoffeln wenn nötig, schälen und in kleine Stücke schneiden. In einem Topf mit kochendem Wasser bissfest köcheln lassen. (Das hat bei mir mit den heurigen Kartoffeln ca. 5 Minuten gedauert) Dann mit einem Schaumlöffel die Kartoffelstücke aus dem Wasser und in eine Schüssel geben und dort ausdampfen lassen. Im gleichen Wasser dann den in Röschen zerteilten Karfiol (Blumenkohl) bissfest kochen. Nach auch ca. 5 Minuten mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und mit den Kartoffeln ausdampfen lassen.

Ca. 200 ml des Kochwassers zu der Currypaste geben und alles entweder im Standmixer oder mit dem Stabmixer pürieren.

Die pürierte Paste in die Pfanne zurückleeren, das Gemüse dazugeben und in der Currysauce fertig dünsten lassen. Falls die Sauce noch zu dick ist, noch etwas vom stärkehaltigen Kochwasser dazugeben. Gut umrühren und ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen. Die Erdnussbutter hineingeben und schmelzen lassen. Mit genug Salz würzen (ich habe überraschenderweise relativ viel gebraucht) und das Korma vom Herd nehmen.

Den Bulgur nach Packungsanweisung (bei mir war das 1 Teil Bulgur, 2 Teile Wasser plus Salz 12 Minuten köcheln lassen) zubereiten.

Das Joghurt in das etwas abgekühlte Korma mischen und noch einmal abschmecken. Falls ihr es scharf mögt, könnt ihr noch Chili, oder Chilisalz hineinmischen. Ich habe eine milde Kinderversion gemacht.
Die Tomaten noch klein schneiden und daruntermischen beziehungsweise darüber streuen. Eventuell noch mit Korianderblättern bestreuen und mit dem Bulgur servieren!

Schmeckt wirklich sehr gut!

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Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 30. Juli 2016: ca. 1,25 €

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Meine Top 5 Küchengeräte

Ich besitze nicht sehr viele Küchengeräte, da ich finde, man braucht eigentlich nicht sehr viele Dinge, um gut zu kochen. Aber dafür bin ich mit den Geräten, die in meiner Küche Platz finden dürfen, sehr zufrieden. Hier also meine Favouriten:

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1.) Handmixer

Der ist unumgänglich in jeder Küche. Letztes Weihnachten stand ich aber plötzlich ohne Handmixer da, weil beide Quirle kaputt waren, also brachte mir das Schwiegerchristkind einen Kenwood Handmixer*, den ich bei der Schwiegermutter schon lange Zeit bewundert habe. Dieses Ding ist wahnsinnig toll. Er wiegt zwar relativ viel, liegt aber dafür super in der Hand und die Quirle sind sehr stabil. Für mich ist er der Rolls Royce unter den Handmixern.

Preis: 99,99 €  (Stand 29. Juli 2016)

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2.) Küchenwaage

Auch so ein Ding, ohne dass man nicht auskommt. Im letzten Jahr aber habe ich zwei Küchenwaagen verschlissen. Jetzt durfte ich die Inateck Küchenwaage* testen und bin wirklich sehr zufrieden damit. Sie ist zwar klein, aber durch die zwei mitgelieferten Wiegeschalen kann man auch größere Schüsseln draufstellen. Sie wiegt sehr genau – sogar im Miligrammbereich! Meine alte Waage war da nicht so genau, das war immer ein Glückspiel, die richtigen Gramm zu erwischen! Und das Allerwichtigste: Man kann sie ausschalten! Sie hat zwar eine Schlaffunktion nach 3 Minuten, aber meine alten Waagen hatten einen unglaublich großen Batterieverbrauch dadurch. Nicht so bei der Inateck. Ich bin wirklich zufrieden damit!

Preis: 16,99 € (Stand 29. Juli 2016)

Die Küchenwaage von Inateck ist mir freundlicherweise (gerade rechtzeitig zur Marmeladenzeit!) zur Verfügung gestellt worden, und netterweise erhalten meine Leser mit dem Gutscheincode Waage036 15% Rabatt beim Kauf der Inateck Küchenwaage.

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3.) Küchenmaschine

Nicht wirklich essentiell, aber gut zu haben!

Zum 30er habe ich endlich eine Küchenmaschine bekommen. Mein Mann hat mich mit einer 900 Watt Küchenmaschine von Bosch* überrascht und es vergeht wirklich keine Woche, ohne dass sie zum Einsatz kommt. Außer dem Zitruspressaufsatz verwende ich auch wirklich jeden Aufsatz regelmäßig! Ob Teige kneten, Kraut schneiden, oder Fleisch faschieren… hab‘ ich alles schon gemacht

Preis: 219,95 € (Stand 29. Juli 2016)

Reiskocher

4.) Reiskocher

Auch nicht essentiell, aber da ich so zufrieden mit Unserem bin, muss er auf die Liste.

Mein Mann hat mir letztes Jahr aus Japan diesen Zojirushi Reiskocher* mitgebracht, weil unser alter sich schon aufgelöst hat. Für mich gibt’s keinen Weg zurück. Ein japanischer Reiskocher, oder keiner. Er kann so ziemlich alles. Von weißem Reis über braunen Reis, zu mixed Reis zu Reisporridge… Zeit einstellen etc… und er spielt Musik beim Starten und wenn der Reis fertig ist (sehr beliebt bei den Kindern!) – cooles Teil!
In Europa sind sie leider viel teurer, als in Japan, also wenn ihr, oder Bekannte mal nach Japan kommt, kauft ihn euch dort, oder lasst ihn euch mitbringen, das zahlt sich aus. Wir haben ein Viertel des Europapreises gezahlt!

Preis: 228,49 € (Stand 29. Juli 2016)

5.) Geschirrspüler

Mein absolutes „Muss-ich-haben-ohne-das-kann-ich-nicht-mehr-leben“ Gerät in der Küche, ist natürlich unser Geschirrspüler. Braucht man zwar nicht, um zu kochen, aber dafür für alles andere. 8 Jahre musste ich ohne Geschirrspüler leben, jetzt geht es nicht mehr ohne.
Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen.🙂

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Vollständigkeitshalber muss ich sagen, dass wir noch einen Smoothiemaker haben (mit dem ich sehr zufrieden bin, der aber nicht essentiell ist).
Mit unserer Eismaschine und dem Joghurtmaker bin ich leider nicht sonderlich zufrieden – diese zwei Maschinen werden wohl nicht mit umziehen Ende des Jahres.

Ohne welche Küchengeräte könntet ihr nicht sein?

 

Affiliate links sind mit einem Sternchen * gekennzeichnet.

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Königlich: Drottningsylt

Bei uns hat die Beerensaison letzte Woche so richtig angefangen, da bin ich natürlich gleich losgezogen und hab‘ fleißig gepflückt. Da wir aber einen kurzen Abstecher ins Heimatland machen mussten, bin ich bis gestern nicht zum Einkochen der Beeren gekommen und musste zwischenzeitlich einfrieren. Macht nix. Jetzt hab‘ ich es ja erledigt.

Die „Drottningsylt“, zu Deutsch „Königinnenmarmelade“, ist hier in Schweden natürlich sehr beliebt. Eh klar. Heidelbeeren und Himbeeren gibt es ja wie Sand am Meer und hat fast wirklich jeder im Garten und hinter seinem Haus verfügbar! Und auch ich LIEBE diese Mischung wirklich sehr! Sogar die Farbe gefällt mir außerordentlich gut.

Vielleicht wollt ihr sie ja auch probieren?

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Drottningsylt

Für 4 Gläser á 250 ml

Neumodische Version
500 g Heidelbeeren
500 g Himbeeren
500 g Einkochzucker

Altmodische Version
500 g Heidelbeeren
500 g Himbeeren
500 g Kristallzucker
250 ml Wasser

Zubereitung neumodische Version

Die Heidelbeeren und Himbeeren vermischen, in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dann den Einkochzucker dazugeben und nach Packungsangabe kochen lassen. (Bei mir waren das 5 Minuten) Gelierprobe machen. (1 EL der Mischung auf einen kalten Teller geben und warten, ob es geliert) Es sollte nicht total gelieren, sondern noch halb flüssig sein.

Jetzt kann auch schon in saubere Gläser eingefüllt werden. Gläser zuschrauben, auf den Kopf stellen und erkalten lassen.

Zubereitung altmodische Version

Den Zucker mit dem Wasser zu Läuterzucker kochen, und zwar so lange kochen, bis ein Tropfen des Läuterzuckers in kaltes Wasser getropft eine Kugel bildet und sich nicht gleich auflöst.

Die Beeren in einen großen Topf geben. Wenn die Zuckerlösung fertig ist, könnt ihr diese zu den Beeren gießen und dann so lange weiterköcheln lassen, bis die Marmelade geliert. Das kann relativ lange dauern. Bei mir dauerte es ca. 25 Minuten.
Wenn ihr denkt, dass es so weit sein könnnte, macht ihr die Gelierprobe (1 EL der Mischung auf einen kalten Teller geben und warten, ob es geliert) Es sollte nicht total gelieren, sondern noch halb flüssig sein.

Jetzt könnt ihr auch schon in saubere Gläser einfüllen. Gläser zuschrauben, auf den Kopf stellen und erkalten lassen.

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Kosten pro Glas:
– mit Beeren aus dem Garten und dem Wald
altmodische Version: ca. 0,3 €
neumodische Version: ca. 0,4 €

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Verkocht! im neuen Kleid

Seit ich Verkocht! vor 7 Jahren erstellt habe, habe ich am Design überhaupt nichts verändert. Grauer Hintergrund – Menü – Titelbild – 3 Spalten. Seit Anfang an immer gleich. Es war nicht so, dass ich nicht mit dem Gedanken gespielt habe, etwas zu ändern, aber ich habe nicht recht gewusst, was ich anders haben möchte.

In den letzten Monaten habe ich viel nachgedacht über meine Blogs (das habe ich euch schon erzählt) und das Erste, woran ich gedacht habe, war, hier das Design endlich zu ändern, da sich ja am Inhalt auch ein bisschen etwas ändert. Vermutlich eh nicht viel, da das Hauptaugenmerk eben auf Essen und Rezepten liegt, aber ein paar Kategorien werden doch dazukommen. Nur etwas klassischer, sauberer, und nicht so durcheinander wollte ich das Design schon gerne haben.

Ich denke, ich habe ein für mich passendes Blogkleid gefunden – es heißt Sela – ist responsive, das heißt es sollte gut auf dem Standcomputer aussehen, sowie auf dem Handy und ich finde es äußert hübsch!

Es sollte eigentlich schon jetzt alles funktionieren, nur manche Bilder sind noch zu klein, dass muss ich noch ändern. Auch die Zusatzfunktionen in der rechten Leiste brauchen noch ein bisschen. Bitte habt Geduld mit mir, bis ich alles gerichtet habe. Es sollte bald alles ganz toll aussehen.

Die Menü-Reiter findet ihr wie gewohnt oben, aber hier sind sie unter dem Titelbild. Die Rezept-Kategorien sind jetzt ein Drop-Down Menü in der rechten Spalte, das ist jetzt schon sehr viel aufgeräumter dadurch. Die Kommentar-Funktion findet man jetzt auch viel besser – nämlich links neben jedem Beitrag.
Ich hoffe, durch dieses Design meinem Blog einen aufgeräumteren Look geben zu können!

Ansonsten bleibt mir nur mehr zu sagen, dass ich hoffe, dass euch das neue Design gefallen wird  und ihr mir trotz der Veränderungen auch weiterhin treu bleibt!

Eure Bernadette

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 Bye Bye, altes Design!

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Schwedisch: Köttbullar

Köttbullar (gesprochen „Schöttbullar“) sind wohl DAS schwedische Gericht, gleich nach den Kanelbullar (Zimtschnecken), das jeder kennt. Jeder, der schon mal beim Möbelschweden war, hat sie wohl gegessen und obwohl sie dort nicht so besonders sind, habe ich noch nie jemanden getroffen, der sie nicht mag.

Man serviert sie normalerweise mit Kartoffeln (entweder als Püree oder als Bratkartoffeln), Erbsen, brauner Sauce und Preiselbeermarmelade.

Sie sind sehr einfach zuzubereiten, und schmecken selbst gemacht um 100 Mal besser als gekauft. (Die gekaufte Konsistenz ist einfach SO merkwürdig!) Beim Möbelschweden bekommt man 12 Stück, aber bei den selbst gemachten reichen 8 pro Person völlig. Außer ihr seid sehr große Esser, dann schafft ihr 12 auch😉

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Jetzt aber zum Rezept

Köttbullar (schwedische Fleischbällchen) mit Sauce

Zutaten (für ca. 32 Stück, das reicht für 4 Personen)

500 g faschiertes Schweinefleisch
500 g faschiertes Rindfleisch
1 Zwiebel
Salz, Pfeffer

1 Zwiebel
Mehl
1/4 l Wasser und Suppenwürze, oder 1/4 l Rinderfond
1/8 l Schlagobers
Salz

Zubereitung

Das Fleisch in eine Schüssel geben. Den Zwiebel dazureiben (reiben, oder vorher pürieren und dann dazugeben… macht keinen Unterschied) und mit genug Salz (ich gebe einen halben Esslöffel dazu) und Pfeffer würzen. Dann gut durchkneten. Entweder per Hand oder mit den Teighaken des Handmixers. So lange kneten/mixen, bis ein relativ homogener Fleischteig entstanden ist.

Dann mit einem Esslöffel kleine Portionen vom Teig abstechen. Wenn der Teig aufgeteilt ist, die Portiönchen mit der nassen Hand zu festen Kugeln formen.

Die fertigen Bällchen in einer eingeölten Pfanne von jeder Seite braun anbraten, dann aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller rasten lassen.

Für die Sauce den Zwiebel in der Pfanne anbraten, wenn er gebräunt ist, mit 2-3 EL Mehl stauben, gut umrühren, anschwitzen lassen und dann mit 1/4 l Wasser aufgießen. Mit dem Schneebesen das Mehl gut ins Wasser einrühren. Die Sauce sollte jetzt etwas eindicken. Jetzt die Sauce würzen und Schlagobers dazu. Wenn ihr Zwiebelstückchen in der Sauce mögt, dann könnt ihr sie jetzt auch schon so lassen, ansonsten macht ihr es so wie ich und püriert die Sauce nochmal schnell durch.

Die fertige Sauce nochmal aufkochen lassen – falls sie zu dick ist, noch etwas Wasser dazugeben und die Köttbullar darin fertig garen lassen. Bei mir dauert das meistens so 10-15 Minuten.

Dann kann auch schon mit Püree, Erbsen und Lingonsylt (Preiselbeermarmelade) serviert werden! Guten Appetit!

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Kosten pro Person:
– mir Preisen vom 14.07.2016: ca. 2,05 €

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Verreist: Unser Campingurlaub auf Åland

Wir wollten gerne wieder mal auf Urlaub fahren. So richtig Urlaub – also keinen Verwandtenbesuch, sondern ganz einfach wohin, wo wir nicht hin MÜSSEN. Natur, Wasser, Ruhe, Erholung. Nur unsere kleine Familie.

Eigentlich wollten wir nach Norwegen fahren. Wir hatten uns das recht schön vorgestellt – wir würden einfach die Nacht durchfahren und dann in der Früh in Trondheim ankommen. Aber dann kam unser Kurztrip zu Midsommar nach Dalarna und wir wurden wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Unser Jüngster HASST lange Autofahrten mit einer Inbrunst, dass es wirklich zum Fürchten ist. Länger als 1,5 Stunden geht nicht, wenn er mit im Auto ist. Auch wenn er die Hälfte der Strecke, oder sogar mehr, schläft. Hrmpf…

Glücklicherweise schlug mein Mann zu guter Letzt dann Åland vor. Das sind über 6700 finnische Inseln, also sogar ein Land, in dem wir noch nie gemeinsam waren, aber trotzdem wird auf den Inseln schwedisch gesprochen, was natürlich für uns super ist.

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Unsere Ålandtour    ©Google Maps

1. Tag: Uppsala – Grisslehamn – Eckerö

Also machten wir uns auf nach Grisslehamn zur Eckerö-Fähre. Dorthin fährt man von Uppsala aus nur eine Stunde, also sogar mit unserem kleinen Autohasser machbar.😉

Die Fähre selbst braucht zwei Stunden auf die Hauptinseln Ålands und ist voll mit Schweden, die Alkohol, Zigaretten und sonstiges Duty-free Zeugs am Schiff einkaufen und dann mit der selben Fähre wieder zurückfahren.

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Wir aber blieben dort. In Eckerö angekommen, suchten wir uns gleich ‚mal ein Kochplatzerl. Auf Steinen am Meer, aber dennoch irgendwie im Wald, wurden wir fündig. Dort konnten wir gleich beim Nudeln kochen unseren neuen Trangia-Sturmkocher ausprobieren. Wir haben uns statt dem Spiritusbrenner, einen Gasbrenner dazugekauft und sind wirklich sehr zufrieden damit! Wer mir auf instagram folgt, hat das sicher schon mitbekommen🙂

Die erste Nacht verbrachten wir am Campingplatz Hummelvik, einem relativ einfachen Campingplatz, der aber mit Sandstrand und Spielplatz alles hat, was man als Familie so braucht. Super!
Wir erkundeten noch etwas die Gegend, entdeckten eine åländische Midsommarstange und begeneten ein paar Jugendlichen mit Mopeds und Mopedautos. Die Finnische Landjugend halt😉

2. Tag: Eckerö – Mariehamn

Am nächsten Tag fuhren wir nach Mariehamn, der Hauptstadt von Åland. Wir schlenderten durch die Stadt, haben ein Eis gegessen und es würde ja noch einige Museen etc. geben, aber da das Wetter so wunderschön und heiß war, wollten wir schnell baden – also war unser nächstes Ziel der Gröna Uddens Campinplatz. Dort gibt es einen wunderbaren Sandstrand, an dem wir den Rest des Tages verbrachten.

3. Tag: Mariehamn – Herröskatans Fågeltorn – Bomarsund

Der dritte Tag führte uns am Vormittag ganz in den Süden, nämlich zum Herröskatans Vogelturm. Oh mein Gott, ist das ein wackeliges, filigranes Ding. So mulmig war mir noch nie auf einem Aussichtsturm. Ich bin heilfroh, dass wir da alle wieder heil runter gekommen sind! Darum gibt’s auch keine Fotos von da, ich hatte die Kinder immer an mich gekrallt und keine Hand frei um Fotos zu machen. Aber auch ohne Vogelturm war das Naturreservat wunderschön und wenn es nicht verboten wäre, auf Åland wild zu campen, wären wir sicher dort geblieben.

So aber machten wir uns nach dem Mittagessen auf in den Norden, zur Festung Bomarsund. Diese Ruine wurde vom russischen Zaren gebaut und noch vor der Fertigstellung 1884 von den Briten und Franzosen zerstört. Man sieht noch, wo die Kanonenkugeln eingeschlagen sind. Während meine Jungs im Meer herumgewatet sind, bin ich zwischen den Ruinenteilen herumgewandert.

Der Campingplatz Puttes Camping gleich neben der Festung war unser Ziel für die Nacht. Im dazugehörigen Café wollte ich auch endlich die åländischen Pannkakor essen, von denen ich gelesen hatte. Zur Vormittagsfika am nächsten Tag bekam ich sie dann auch. Sie waren echt gut – Rezept folgt!

4. Tag: Bomarsund – Kastelholm – Degersand – Eckerö – Grisslehamn – Uppsala

Auf dem Rückweg nach Eckerö zur Fähre fuhren wir noch kurz am mittelalterlichen Schloss Kastelholm vorbei. Darin befindet sich das kulturhistorische Museum Ålands. Gleich neben dem Schloss gibt es ein Freilichtmuseum, das super ausgesehen hat. Leider hatten wir aber keine Zeit mehr dafür. Beim nächsten Mal vielleicht dann!

Zum Mittagessen kochen fuhren wir dann noch kurz zum Degersand Strand, aber nach einem kurzen Plansch im Meer mussten wir dann auch schon zur Fähre und nach einer sehr ruhigen Fährfahrt und der anschließenden Stunde Heimfahrt, hatte uns auch schon der Alltag wieder!

Wir können Åland für Familien mit kleinen Kindern wirklich sehr empfehlen! Man fährt nirgendwo länger hin, überall gibt’s Spielplätze, Natur, Sandstrände etc., aber auch wenn man Museen oder andere kulturelle Dinge ansehen möchte, kommt man sicher nicht zu kurz! Falls ihr also einen Campingurlaub in Schweden oder Finnland plant, zwickt doch ein bisschen Zeit für die Ålandinseln ab. Wir wären gerne noch länger geblieben, um auf die außen gelegenen Inseln zu fahren. Wie gesagt – nächstes Mal.

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Kosten für:

Fähre:
Hin- und Zurück von Grisslehamn nach Eckerö mit Eckerö Linjen für 1 Auto, 2 Erwachsene und 2 Kinder (1 Jahr und 4 Jahre alt): 460 SEK


Übernachtung:
1 Zelt, 1 Auto, 2 Erwachsene und 2 Kinder (1 Jahr und 4 Jahre alt):
Hummelviks Camping: 15 €
Gröna Uddens Camping: 32 €
Puttes Camping: 12 €

– Essen:
Wir müssen sparen, daher haben wir eigentlich nie in Restaurants gegessen, sondern haben uns unser Essen selber mitgenommen und selbst gekocht. Die einzigen Essensausgaben, die wir hatten, waren für das ein- oder andere Eis.

Man bedenke, dass auf Inseln immer alles teurer ist, weil es eben mit dem Schiff oder dem Flugzeug angeliefert werden muss.