Mein Résumé zum Zuckerfasten

39 Tage habe ich in der Fastenzeit wirklich streng Zucker gefastet. Ich durfte nur Dinge essen, die natürlicherweise Zucker enthalten, wie Früchte und Gemüse. Fruchtsaft habe ich nur getrunken, wenn er selbst gepresst war und sonst habe ich sehr sehr aufgepasst, dass nirgendwo Zucker zugesetzt war. Um mich wirklich vom Zucker und vom „Süß“Gusto zu trennen, habe ich auch auf künstliche Süßungsmittel wie Stevia (das mag ich sowieso nicht, war also nicht schwer), Birkenzucker, Honig etc. auch verzichtet.

Es war zwar ein Auf und Ab der Gefühle – Am Anfang war ich voller Motivation und bin mit einer Bombenstimmung in die ersten zwei Wochen, dann war mal kurz die Luft raus, aber als dann die Hälfte erreicht war, war die Motivation wieder da – aber generell kann ich sagen, dass ich durchaus mit einem guten Gefühl aus der Zeit raus gehe.

Erwartungen

Ich habe mir erwartet, viel mehr Energie zu haben, dass meine Haut klarer werden würde und ich etwas abnehmen würde. Ich habe mir vorgestellt, dass das Essen selber nicht so viele Probleme machen würde. Alles easy-peasy, nicht wahr?

Es war dann aber doch nicht ganz so, wie ich mir das Alles vorgestellt hatte. (Aber was ist schon so im Leben?)

Beim strengen Zuckerfasten muss man halt wirklich zu 98% alles selber machen. Fertigprodukte enthalten meistens irgendeinen Zucker, ob Glukose, Maltose, irgendein Zuckerextrakt, egal. Irgendwas ist immer drin. Sogar bei Lebensmitteln wie beim Brot muss man aufpassen, da die dort auch Maltoseextrakt mit reinschmeißen. Ich habe dann glücklicherweise ziemlich schnell eine Bäckerei gefunden, die keine Süßungsmittel im normalen Brot drin hat.

Was ich ziemlich schnell gemerkt habe, war, dass mein Energielevel soooo viel mehr ausgeglichener durchs Zuckerfasten! Ich bin so gut wie NIE mit den Kindern am Abend eingeschlafen, hatte sogar am Abend meistens noch genug Energie, um die Küche aufzuräumen oder andere haushalterische Sachen zu machen. Wow! Soooo toll! Und meine Laune war auch viel ausgeglichener.

Ich habe, vor allem bei Schlafmangel oder wenn ich zu wenig esse, oft Probleme mit Migräne. In dieser zuckerfreien Zeit, hatte ich irgenwie weniger oft meine Kopfwehattacken als sonst. Kommt mir halt vor. Kann auch natürlich von etwas Anderem kommen, aber das ist halt mein Eindruck gewesen.

Ich esse jetzt wieder viel mehr Obst! Statt zu irgend nem Schmarrn, wie Schokoriegel oder sowas, zu greifen, nehme ich mir bei konkretem Hunger schnell nen Apfel oder ne Banane und gut ist es!

Und zu guter Letzt, habe ich gemerkt, dass meine Verdauung ohne Zucker besser läuft, als mit.

Zucker zu essen, macht aus evolutionärer Sicht natürlich Sinn. Alles, was Süß geschmeckt hat, war meistens genießbar und alles was bitter war, eben nicht. Außerdem liefert Glukose schnelle Kalorien, was natürlich in der Steinzeit ganz praktisch war. Heute, bei Menschen mit Schreibtischjob und ohne viel Bewegung…nicht so wirklich.

Ich werde in Zukunft versuchen, weniger Zucker zu essen und vor allem auf Süßigkeiten zu verzichten. In den vergangenen zwei Wochen seit dem Fasten habe ich gemerkt, wie Müde ich schon wieder bin und wie unausgeglichen mein Energielevel und auch meine Stimmung wieder ist.

Würde ich wieder mal versuchen, streng auf Zucker zu verzichten? Hm…wahrscheinlich schon!

Hat von euch jemand auch auf Zucker verzichtet? Wie ist es euch ergangen?

Fastenvorsatz 2019

So, dieses Jahr wird wieder mal gefastet! Letztes Jahr war es mit der Verletzung meines Mannes zu der Zeit sooo turbulent, dass wir leider überhaupt nicht ans Fasten gedacht haben.

Dieses Jahr aber habe ich Großes vor. Ich werde Zucker fasten. Eigentlich kann ich nicht „werde“ sagen, denn jetzt mache ich es ja schon den zweiten Tag. Wie immer, bin ich spät dran mit der Ankündigung. *seufz*

Alles nicht erlaubt

Ich faste nicht nur Süßigkeiten, sondern wirklich jeglichen zugesetzen Zucker. Das heißt auch keinen Speck, der vorher in Zucker eingerieben wurde, kein halber Teelöffel Zucker in meinen Tee, und auch kein Honig, Ahornsirup oder sonstiger Süßkram ist erlaubt. Das Ziel ist eben, so wenig wie möglich zugesetzten Zucker zu konsumieren. Aber das gilt nur für mich, der Rest der Familie isst ganz normal weiter.

Tja, ich werde euch immer wieder mal von meinen Erfolgen und Schwierigkeiten berichten! Ich bin schon gespannt, wie es mir ergeht!

Fastet ihr? Wenn ja, was denn?

Fastenzeit 2017: Tag 31 – 45

Endspurt! Jetzt ist es vorbei… irgendwie ist es unglaublich langsam vergangen, aber im Nachhinein irgendwie auch wiederum schnell. (Zeit ist relativ)

31. Tag – Freitag

Frühstück: Müslibuffet mit Früchten, Joghurt, Milch etc.
Mittagessen: Gemüseeintopf mit Kartoffeln
Abendessen: Eierspeis mit Zwiebel
Zwischendurch: Joghurt, Brot mit Butter

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32. Tag – Samstag

Frühstück: Sonntagsfrühstück am Samstag – mit weichem Ei und allem möglichen… inklusive Schinken für die Kinder
Mittagessen: Spaghetti mit Spinat-Blauschimmelkäsesauce, Salat
Abendessen: Jause mit Käse, Brot, Gemüse etc.
Zwischendurch: Eis von der Eisdiele (Mozart und Snickers)

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33. Tag – Sonntag

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Frühstück: Plättar mit Marmelade
Mittagessen: Gebackener Karfiol (Blumenkohl) und panierte Champignons mit Salat
Abendessen: Käsetoast und Eierspeis mit Zwiebel
Zwischendurch: Apfel, Joghurt

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34. Tag – Montag

Frühstück: Grießbrei mit Kakao
Mittagessen: Kartoffeleintopf mit Majoran
Abendessen: Käsetoast und Eierspeis
Zwischendurch: Joghurt, Apfel

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35. Tag – Dienstag

Frühstück: Grießbrei mit Kakao
Mittagessen: –
Abendessen: Gemüsecurry mit Reis
Zwischendurch: Banane

36. Tag – Mittwoch

Frühstück: Grießbrei mit Kakao und Früchten
Mittagessen: Matar Paneer mit Reis und vorher indische Suppe (keine Ahnung welche das war)
Abendessen: Penne mit Tomaten-Mais-Bohnensauce
Zwischendurch: Apfel

37. Tag – Donnerstag

Frühstück: Porridge mit Früchten
Mittagessen: Gemüsepaella mit buntem Gemüse
Abendessen: Kohlrabi-Kartoffelcremesuppe, Vogerlsalat mit Feta und Ei
Zwischendurch: Bananenmilch, Banane, Laugenbreze

38. Tag – Freitag

Frühstück: Porridge mit Früchten
Mittagessen: Kartoffelgulasch
Abendessen: Kartoffelgulasch
Zwischendurch: Käsebrot mit Schwarzem Johannisbeergelee, Schwarztee

39. Tag – Palmsamstag

Frühstück: Breze, Wasser, Käse
Mittagessen: Semmelknödel mit Eierschwammerlsauce, Salat
Abendessen: Jause und Reste vom Mittagessen
Zwischendurch: Heidelbeerkuchen, Apfelstrudel, Schokomoussetorte

40. Tag – Palmsonntag

Frühstück: Sonntagsfrühstück mit Käse, weichem Ei und Plunderkipferl vom Bäcker
Mittagessen: Gemüsestrudel mit Knoblauchsauce und Kartoffeln
Abendessen: Gemüsestrudel
Zwischendurch: Mehlspeise (Bananenschnitten, Heidelbeertorte, Cremeschnitte)

41. Tag – Montag

Frühstück: Buttersemmel, Schwarztee
Mittagessen: Frühlingsrolle mit sweet-Chili Sauce
Abendessen: Spaghetti mit Bärlauchsauce
Zwischendurch: Bananenschnitte

42. Tag – Dienstag

Frühstück: Joghurt mit Banane und Kakao
Mittagessen:
Abendessen: Bärlauchknöpfli mit Tomatensauce
Zwischendurch: Steirerschnitte

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43. Tag – Mittwoch

Frühstück: Grießbrei mit Kakao, Schwarztee
Mittagessen: Bärlauchknöpfli mit einer winzigen Menge Tomatensauce (Reste)
Abendessen: Jause
Zwischendurch: Banane

44. Tag – Gründonnerstag

Frühstück: Joghurt mit Früchten
Mittagessen: Gemüsecurry mit Glasnudeln
Abendessen: Bärlauchcremesuppe, Brot
Zwischendurch: Joghurt, Banane

45. Tag – Karfreitag

Frühstück: Grießbrei mit Kakao, Schwarztee
Mittagessen: Spinat mit Spiegelei und Bratkartoffel
Abendessen: Jause mit Käse, Brot etc.
Zwischendurch: Germteig-Osterhasen mit Butter

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Fazit: Ein paar Tage länger als 40 Tag war es zwar, aber wir haben durchgehalten! Ich habe mir das ganze ganz ehrlich leichter vorgestellt. Da wir ja an 5 von 7 Tagen eh sowieso vegetarisch essen normalerweise, war mir nicht bewusst, wie sehr mir der „besondere“ Sonntagsbraten, oder die Bolognesesauce zwischendruch mal an einem Mittwoch fehlen würden.
Ich brauche noch ein bisschen mentale Vorbereitungszeit, aber irgendwann möchte ich mal eine Zeit lang vegan essen versuchen. Aber wie gesagt… nach den 45 Tagen vegetarisch brauche ich jetzt ein wenig Zeit, um mich darauf vorzubereiten. Vielleicht im nächsten Jahr zur Fastenzeit dann? 😉

Oh! Und das Süßfasten ist eigentlich relativ gut gegangen! Außer Eis aus der Eisdiele, dass wir im wunderschönen März (die drei Jahre im „eisdielenlosen“ Schweden haben uns ganz schön zugesetzt!) wirklich extrem genossen haben, hat mir Schokolade und Co gar nicht gefehlt. Ich habe auch nicht gesündigt und nur ab zu zu was gebacken (oder Pudding gemacht), um den Süßjieper etwas im Zaum zu halten. Aber auch das war vielleicht nur 4 Mal in der gesamten Zeit! Yay!

Frohe Ostern!

Hallihallo liebe LeserInnen!

Ich möchte euch hiermit ein wünderschönes Osterfest (falls ihr es feiert) wünschen, ansonsten einfach ein paar schöne freie Tage (falls ihr welche habt)

Eure Bernadette

germosterhasen

P.S.: Die Osterhasen sind nach einem Rezept von backebackekuchen.com gebacken – und sie sind suuuuuper geworden! Riesen Rezeptempfehlung!

P.P.S.: Ich habe ernsthaft vergessen, auf „publish“ zu klicken, also kommt der pünktlich geschriebene Eintrag ein bisschen zu spät. *kopfschüttel*