Nicht alltäglich: Rhabarber-Käsekuchen

Frohen Schwedischen Nationalfeiertag wünsche ich euch allen! Wir sind heute an der Ostsee! Bin schon gespannt, wie’s wird, ist nämlich das erste Mal, dass wir es schaffen ans Meer zu fahren, seit wir hier wohnen!

Wir können ja jetzt einen riesigen Garten benutzen und bei einem Gewächs, dass ich gleich ziemlich am Anfang, als der Schnee endlich weg war, entdeckt habe, hätt ich in die Luft springen können vor Freude: Rhabarber.

Ich muss glaub ich nicht dazu sagen, dass wir bis jetzt unseren eigenen Rhabarber aber sowas von ausgenutzt haben. Und ich werde jedes Grämmchen davon verkochen. Wenn ich schon keinen Bärlauch bekomme, dann wird wenigstens der Rhabarber „vergenusszwergelt“. So hab‘ ich auch diesen Kuchen ausprobiert. Schmeckt ungewöhnlich, sieht ungewöhnlich aus (eine Freundin hat ihn sogar als „hässlich“ bezeichnet) – ist aber sehr sehr lecker!

Das Originalrezept stammt aus dem Lea Heft „Backen nach Bildern“ Ausgabe 1/2014. Ein cooles Heft, muss ich sagen. Da sind viele tolle Backideen drinnen!

Hier also das Rezept:

Rhabarber-Käsekuchen

Zutaten

2 Bananen
½ Zitrone
85 g Knäckebrot
70 g Butter
50 g Mandelmehl
200 ml Sahne
50 g weiße Schokolade
5 g Kokosfett
5 Blatt Gelatine
300 g Frischkäse
200 ml Joghurt
1 Pck. Vanillezucker
6 EL Zucker
500 g Rhabarber
1 TL Speisestärke
1 TL Rote-Grütze-Pulver (Himbeergeschmack) Anmerkung: Das hatte ich nicht. Ich hab‘ dafür Tortengelee nach Packungsanweisung verwendet!

 

Zubereitung

Eine ø26 cm Springform vorbereiten, indem man sie mit Backpapier auslegt.

Die Bananen schälen und die Zitrone auspressen. Miteinander in einem höheren Gefäß pürieren.

Das Knäckebrot zerbröseln (ich mach‘ das immer mit einem Nudelholz). Die Butter bei mittlerer Temperatur verflüssigen und nach und nach die geriebenen Mandeln und die Knäckebrotbrösel dazugeben. Das Ganze auf den Boden der Springform gleichmäßig verteilen und andrücken. Danach in den Kühlschrank stellen.

Den Schlagobers steif schlagen und auch kühlen.

Die Schokolade mit dem Kokosett über Wasserbad schmelzen. Dann auf den Kuchenboden gießen und verteilen. Dann wieder in den Kühlschrank stellen.

Die Gelatine nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen.

Den Frischkäse mit dem Joghurt, dem Vanillezucker, 3 EL Zucker un der Hälfte vom Bananenpüree verrühren. Die Gelatine nach Packungsanleitung auflösen, in das restliche Bananenpüree rühren, dann unter die fertige Creme ziehen. Den geschlagenen Schlagobers unterheben.

Die Creme in die Springform füllen, anklopfen und alles 4 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Inzwischen den Rhabarber waschen, schälen und in gleichmäßig große Stücke schneiden. 250 ml Wasser mit 3 EL Zucker aufkochen und darin den Rhabarber für ein paar Minuten köcheln lassen. Dann abschöpfen.

Stärke, Rote-Grütze-Pulver und 2 EL Wasser verrühren, zum Rhabarbersud gießen und aufkochen. Auf lauwarm abkühlen lassen. Den Rhabarber unterheben. Anmerkung: Wie oben schon erwähnt, hatte ich kein Rote-Grütze-Pulver und habe dafür klares Tortengelee nach Packungsanweisung verwendet.

Vor dem Servieren auf den aus der Ringform gelösten Käsekuchen verteilen.

Kosten pro Stück (bei 12 Stück und Rhabarber aus dem Garten)
– mit Preisen vom 4. Juni 2014: ca. 0,54 €

Frustkuchen: Erdnuss-Cheesecake

Da wir die letzten 5 Tage ohne Internet auskommen mussten, hatte ich unerwarteterweise mal viel Zeit um zu putzen, zusammenzuräumen, zu kochen und zu backen. Aus lauter Frust über das lange Wochenende und die daraus resultierende Warterei auf die Techniker (Jaaaaa okaaaay, die dürfen auch mal frei haben – aber nicht dann, wenn mein Modem nicht funktioniert!!) habe ich einen sehr kalorienreichen Cheesecake gebacken. Das Rezept hab‘ ich von einer Freundin und sie hat es wiederum irgendwo aus den Weiten von chefkoch.de!

Die Erdnüsse sind in diesem Kuchen nur im Boden, das heißt die Käsemasse bleibt davon unberührt. Aber wenn ihr eine höhere Erdnussdosis haben wollt, könnt ihr natürlich auch noch eine Handvoll davon in die Käsemasse rühren!

Dieser Cheesecake schmeckt auf jeden Fall superlecker und ist leider unglaublich schnell aufgegessen!

Hier also zum Rezept für den

Erdnuss-Cheesecake

Zutaten

300 g Butterkekse
80 g Butter
100 g Erdnüsse (ungesalzen)

600 g Frischkäse
150 g Crème Fraîche
5 Eier
100 g Demerara Zucker (braun)
1 TL Vanilleessenz

Zubereitung

Das Backrohr auf 150°C vorheizen und eine Springform mit Backpapier auslegen.

Zerbröselte Butterkekse

Die Kekse zerbröseln und mit den gehackten Erdnüssen und der geschmolzenen Butter vermischen. Dann die Masse fest in die Springform drücken und für ca. 15 min im Rohr backen. Dann herausnehmen und abkühlen lassen.

Ungebackener Boden

Gebackener Boden

Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.

Dann in einer anderen Schüssel die Eidotter mit dem Zucker und der Vanille schaumig rühren, dann den Frischkäse und die Crème Fraîche unterrühren. Wenn alles gut vermischt ist, das Eiweiß (und falls gewünscht noch eine Hand voll Erdnüsse) vorsichtig unterheben.

Wer findet die Stelle, wo mein Sohn seine Finger in die Masse gepatscht hat? *hihi*

Die Käsemasse auf den vorgebackenen Boden gießen und für ca. 2 Stunden im Rohr backen lassen. Der Kuchen sollte hellbraun sein, wenn er aus dem Rohr kommt.

Ganz frisch ist der Kuchen recht fluffig, die käsige Konsistenz bekommt er erst nach dem Abkühlen, da sackt er zusammen und er schmeckt wie ein Käsekuchen schmecken soll – superlecker!

Kosten pro Stück (bei 12 Stück):
– mit Preisen vom 17.05.2013: ca. 0,97 €