Klare Karottensuppe mit Polentatropferl

Hej hej aus Schweden! Meine Sommerpause hat doch ein bisschen länger gedauert, als gedacht. Wir waren ja 2,5 Wochen in Österreich und irgendwie konnte ich mich in der Zeit einfach nicht aufraffen, etwas zu kochen! Na gut, die unglaublich gute Küche unserer Verwandten und Freunde hat da natürlich auch mitgeholfen. Wir waren natürlich unglaublich oft irgendwo eingeladen und haben uns noch dazu an Leberkässemmeln und Co. gelabt. 😉

Aber jetzt bin ich wieder zurück und hoffe, euch wieder nette Rezept näherbringen zu können! Heute geht’s los mit einer Suppe. Jaaa, ich weiß, für den Sommer etwas untypisch, aber ich esse halt so gerne Suppe! Gut, dass auch mein Sohn gerne Suppe isst, sonst hätte ich ein kleines (großes) Problem. Aber Suppe geht bei ihm wie bei mir eigentlich immer!

So auch diese klare Karottensuppe, die schon lange in meiner „Das muss ich noch nachkochen“ Liste drin war. Sie ist nicht so schwer wie eine Cremesuppe wäre. Weil… ganz ehrlich, an warmen Sommertagen möchte man eher was anderes essen als eine warme Suppe. Aber diese Suppe, mit ihrem leicht süßlichem Geschmack und den zarten Polentatropferl drin… da kann, denk ich, keiner „Nein“ sagen! Außerdem ist bei uns jetzt gerade Karottenzeit… also ist diese Suppe geradezu eine ideale Sommersuppe!

Das Originalrezept hab‘ ich aus der Zeitrschrift essen&trinken spezial, Ausgabe 1/2013.

Hier meine Version davon:

Klare Karottensuppe mit Polentatropferl

Zutaten (für 4 Personen)

Für die Suppe
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
700 g Karotten
80 g Staudensellerie
200 g Lauch
6-8 EL Öl
2 Liebstöckelblätter
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 TL Salz
1 Lorbeerblatt
4 Stiele Thymian
1,5 l kaltes Wasser

Für die Polentatropferl
125 ml Milch
20 g Butter
50 g Polenta
2 Eigelb
6-8 Basilikumblätter

Zubereitung

200 g der Karotten schälen und in Würfel schneiden. Den Staudensellerie und den Lauch ebenfalls putzen und in feine Ringe bzw. Scheiben schneiden.

Zwiebel ungeschält in die Hälfte schneiden und in einem Suppentopf ohne Fett auf der Schnittfläche anbraten, bis er schön braun geworden ist. Den Knoblauch, auch ungeschält, mit einem Messer flach zerdrücken und kurz mitbraten lassen.

Dann das Öl, die Karotten, den Staudensellerie und den Lauch auch kurz mitbraten lassen und dann mit dem Wasser aufgießen.

Pfeffer etwas zermörsern und mit dem Salz, Thymian, Liebstöckel und Lorbeer auch mitköcheln lassen. Alles zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 45 min köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die restlichen Karotten schälen. 400 g davon mit einer feineren Reibe reiben und zur Seite stellen. Die restlichen 100 g der Karotten in dünne, lange Stifte schneiden.

Für die Polentatropferl die Milch und Butter zusammen aufkochen lassen. Mit einer kräftigen Prise Salz würzen, dann kann man auch schon den Polenta einrieseln lassen. Dann den Polenta so lange auf der ausgeschalteten Platte rühren, bis der Teig schön dick geworden ist.

Dann den Teig in eine Rührschüssel geben und nach und nach die Eigelb mit einem Mixer unterrühren.

Jetzt die Basilikumblätter fein schneiden und ebenfalls in den Teig einarbeiten.

Einen Topf mit Wasser erhitzen und wenn das Wasser siedet, den Teig mit zwei Löffeln nockerlartig ins Wasser tropfen lassen. Ca. 5 Minuten im siedenden Wasser ziehen lassen und dann herausnehmen.

Zurück zur Suppe! Die geriebenen Karotten zur Suppe geben, kurz aufkochen lassen und dann 15 Minuten ziehen lassen. Dann den Fond durch ein feines Sieb in einen anderen Topf gießen und das Gemüse gut ausdrücken.

Die Möhrenstifte im Fond aufkochen und die Suppe nach Geschmack mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Jetzt muss man nur noch die Polentatropferl in die Suppe geben und es kann auch schon serviert werden!

Bon appétit!

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 25. Mai 2014: ca. 1,64 €

Super fluffig: Grießnockerl

Zur Zeit ist gerade kitchncure auf thekitchn.com, das ist so eine Art gemeinsames Küche putzen über zwei Wochen lang, jeden Wochentag einen weiteren Schritt – bis die Küche blitzblank ist. Ich bin leider noch immer bei Schritt 2 „Declutter and clean pantry and food storage areas“ (Putze und Ordne alle Orte, an denen du Lebensmittel aufbewahrst) und versuche gerade, ältere Lebensmittel aufzubrauchen. Dazu gehörte auch ein Päckchen Nockerlgrieß, der schon über ein halbes Jahr lang in meinem Regal schlummerte und darauf wartete, endlich verkocht zu werden!

Tja, jetzt muss er nicht länger auf sein Schicksal warten, denn heute war es soweit: Es gab Grießnockerlsuppe! Sooo fluffige Nockerl hab ich noch nie zusammengebracht wie heute, ich sitz‘ noch immer mit stolzgeschwellter Brust herum und klopf‘ mir selber auf die Schulter. Sogar mein Sohn, sonst nicht so der große Esser, hat mit großer Begeisterung reingehauen!

Hier also das Rezept aus meinem Schulkochbuch für

Grießnockerl

Zutaten (für 14 Stück)

30 g Butter, weich
1 Ei
80 g Nockerlgrieß (das ist ganz feiner Grieß)
Prise Salz

Zubereitung

1 Stunde vor der Zubereitung, die Butter und das Ei aus dem Kühlschrank geben, Butter abwiegen und die benötigte Menge bei Raumtemperatur stehen lassen.

Wenn dann die Action los geht, die weiche Butter mit dem Mixer schaumig rühren, das Ei dazugeben und mitrühren. Dann den Grieß einrühren, salzen und für ca. 5 Minuten ziehen lassen.

Währenddessen die Suppe oder gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. (Ich koche die Nockerl immer gleich in der Suppe, dann nehmen sie den Suppengeschmack besser auf)

Nach dem Rasten des Teiges, mit zwei Teelöffeln Nockerl formen und gleich ins köchelnde Wasser oder in die Suppe geben und für 12 Minuten köcheln lassen. Nach den 12 Minuten aus dem Wasser geben, abtropfen lassen und weiter 8 Minuten in der heißen Suppe ziehen lassen. Wenn ihr die Nockerl, so wie ich, sowieso schon in der Suppe gekocht habt, einfach den Topf vom Herd nehmen und die Nockerl einfach weiter darin ziehen lassen.

Nach dem Ziehen kann man die Nockerl auch schon in einer klaren Suppe servieren! Grießig, fluffig, lecker!

Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 5.September 2013: ca. 0,17 €