Baby-led weaning: Was braucht man eigentlich dafür?

Vor ein paar Wochen wurde ich kurz hintereinander zwei Mal gefragt, was man denn eigentlich wirklich alles fürs Baby-led weaning braucht.
Ich finde, das ist eine gute Frage und deshalb beantworte ich sie auch hier am Blog.

Was braucht man nun eigentlich alles wirklich fürs BLW?

Meiner bescheidenen Meinung nach, braucht man nicht sehr viel beim BLW.

Nur zwei einfache Dinge sind wichtig:

  • Hochstuhl evt. mit Sitzverkleinerer und Gurt zum Anschnallen

Der ist sehr wichtig. Das Kind muss ja beim Essen aufrecht sitzen und am Tisch mitessen und das geht am Besten in einem Hochstuhl*  (wir haben den Stokke Tripp Trapp) oder auf Papa oder Mamas Schoß.

tripptrapp

  • Lätzchen

Wir haben zwei abwaschbare Lätzchen* mit Auffangtasche und einige Stofflätzchen, die wir benutzen.
Im Sommer ist es am Besten, das Kind einfach nackig essen zu lassen ;-), dann kann es so viel herummantschen, wie es will!

IMG_4023

Und sonst?

Plastiklöffelchen, Plastikgeschirr, etc. sind meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig. Da ich gleichzeitig zum BLW auch einen eher „montessorilastigen“ Erziehungsstil habe, verwenden wir meistens normale kleine Kaffeelöffel und kleine Porzellanteller, oder ich lege unsoßiges Essen einfach auf den Tisch. Wir haben auch Plastiklöffel und „Kindergeschirr“, also Teller und Schüsseln aus Melamin*, geschenkt bekommen und natürlich verwenden wir das auch, aber notwendig ist es nicht unbedingt.

Ich bin keine pedantische Hausfrau, daher halte ich nichts von Plastikunterlagen unter dem Hochstuhl etc. Das bisschen Essen, das auf den Boden/Teppich fällt, habe ich noch jedes Mal wegwischen, wegputzen, wegsaugen oder wegschrubben können.

IMG_3833

Das war es meiner Meinung auch schon!

Gibt es etwas, das ihr für’s BLW unverzichtbar findet, oder das ich vergessen habe?

 

* Affiliate link

 

_____________________________________

Hier findet ihr noch weitere Artikel zu dem Thema:

BLW – Einführung
BLW – Wann anfangen? und Regeln
BLW – Was das Baby anfangs isst
BLW – Brei und Suppe
BLW – Unsere Erfahrungen
BLW- Fortsetzung und Brokkolikroketten
BLW – Was braucht man eigentlich dafür?

 

——

Psssst… habt ihr gewusst, dass es Verkocht! auch auf facebook gibt?
Nein? Na dann schnell auf diesen link geklickt!

Süßes für die Kleinsten: zuckerfreie Dattelkekse

IMG_3767

Dieses Rezept habe ich an Weihnachten 2012 zum ersten Mal gepostet und jetzt bin ich endlich dazugekommen, es zu überarbeiten und Fotos zu machen! Zu der Zeit hat mein erstes Baby gerade angefangen, mit Essen herumzumantschen 😉

Ursprünglich habe ich die Kekse gemacht, weil unsere Nichte damals 13 Monate alt war und Babies mit dem Alter ja noch nicht so viel Zucker essen sollte. (Haha, ja. Beim ersten Kind ist das noch sehr einfach, dann wird es schon etwas schwieriger! 😉 )

IMG_3741

Die Süße in den Keksen kommt allein von den Datteln, aber sie sind nicht so extrem süß, wie das manchmal bei Dattelgebäck sein kann. Ich würde es als „unaufdringliche Süße“ beschreiben. Der Babyschwede hat sie sehr gerne geknabbert und der kleine Herr hat sie fast inhaliert. Haben ihm wohl geschmeckt! 🙂
IMG_3763

Hier also das überarbeitete Rezept:

zuckerfreie Dattelkekse

Zutaten (für 2 Blech Kekse):

150 g Mehl (glattes Weizen – oder Dinkelmehl)
100 g Butter oder Margerine, zimmertemperatur
1 Prise Salz
80 g Datteln (entsteint)
1 Schuss Wasser

Zubereitung

Die Margerine aus dem Kühlschrank geben und auf Zimmertemperatur bringen, dann ist es einfacher damit zu arbeiten. (Beim Backen sollte prinzipiell immer alles auf Zimmertemperatur sein)
Die Datteln in kleine Stückchen schneiden. Dann das Mehl und Salz mit der Margerine mit den Fingern verbröseln  und mit den klein geschnittenen Datteln zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu viel kneten und überarbeiten!

Falls der Teig noch etwas bröselig sein sollte, kann man noch einen kleinen Schuss Wasser unterkneten, dann wird er glatter.

Wenn ein schön glatter Teig entstanden ist, kurz in den Kühlschrank geben, damit er wieder etwas fester wird.
Danach kann man ihn auch schon bearbeiten.

Den Teig mit etwas Mehl ca. 3 – 5 mm dick ausrollen und ausstechen.

Im Rohr für ca. 10 min bei 150°C (mein Rohr ist recht heiß, vielleicht brauchst du bei deinem ja 180°C, das musst du austesten) backen. Auskühlen lassen – fertig!

IMG_3761

Kosten pro Keks (bei 40 Stück):
– mit Bio-Preisen vom 17.12.2012: 0,04 €

Wie die Zeit vergeht: Zuckerfreier (und laktosefreier) Smashcake

smashcake3

Unser Jüngster ist ein Jahr alt! WAS? Ja, genau. Ein. Jahr. Alt. Pfuuuuh… diesmal ist die Zeit extrem schnell vergangen. So kommt es mir zumindest vor!

Um dieses Ereignis gebührend zu feiern, habe ich mich diesmal entschlossen, einen „Smashcake“ zu backen. Also einen Kuchen, den der kleine Babyschwede (er ist zwar kein Schwede, aber ihr wisst ja wie das mit Spitznamen so ist) so essen darf, wie er will. Und das bedeutet bei Einjährigen halt ganz einfach: zermatschen.

Normalerweise und prinzipiell bin ich überhaupt kein Fan von Essensverschwendung und deshalb habe ich einen ganz kleinen Kuchen für diesen Anlass gebacken. Eine einfache Portion sozusagen. Große Smashcakes verstehe ich überhaupt nicht. (Das Beispiel mit Afrika und verhungernden Kindern kommt mir da immer in den Sinn… ehschowissen)

Zuckerfrei sollte der Kuchen auch noch dazu sein. Ich hab ja nicht ein ganzes Jahr aufgepasst, dass das Kind nicht zu viel Zucker bekommt, um ihn dann an seinem ersten Geburtstag einen Zuckerschock zu verpassen, dass er total Hyper wird und seine 5 Zähnchen gleich mal total zerstört. (Vielleicht übertreibe ich wieder mal… aber mittlerweile kennt ihr mich ja schon ein bisschen 😉 ) Ich wollte so eine Art Biskuit machen, aber ohne Zucker ist das natürlich etwas schwierig. Trotzdem ist es mir recht gut gelungen. Etwas speckig war er zwar, aber ich habe die Bananenmenge im Rezept jetzt ein bisschen reduziert, das sollte dem Speck den garaus machen 😉 Er schmeckt auf jeden Fall sehr gut!

Also. Was braucht man nun für dieses ominösen Küchlein?

smashcake1

Zuckerfreier (und laktosefreier) Smashcake

Zutaten

1 große leere, gut ausgewaschene Blechdose als Backform
Öl
Mehl zum Stauben

1 Ei
50 g Mehl
4 Datteln
1/2 Banane
1/5 TL Backpulver

1 Dose gekühlte vollfett Kokosmilch

Zubereitung

Als erstes Mal die Form vorbereiten. Den Boden der Dose mit einem Dosenöffner von der Blechdose schneiden und dann den jetzt offenen Boden mit Alufolie wieder verschließen.
Die Dose gut mit Öl auspinseln und mit etwas Mehl stauben.

Das Rohr auf 180 Grad Celsius vorheizen.

Das Ei in Eigelb und Eiweiß trennen und das Eiweiß gut aufschlagen.

Die Datteln entkernen und mit der halben Banane und dem Eidotter pürieren. Dann das Mehl und das Backpulver dazumischen.

Jetzt den Eischnee unterheben und schlussendlich alles in die Form füllen. Ein bisschen anklopfen und ins Rohr geben.

Den Kuchen für ca. 30 Minuten im Rohr backen lassen.

Währenddessen kann man das feste Kokosmilchfett (die Flüssigkeit bleibt in der Dose!) aus der Dose löffeln und mit dem Mixer etwas aufschlagen.

Wenn der Kuchen abgekühlt ist, schmiert drapiert man dann einfach die Kokosmilchcreme auf das Törtchen, stellt die Kerze rauf und voilá – fertig ist der Smashcake!

zufreismacake

 

Kosten pro Küchlein:
– mit Preisen vom 16.02.2016: ca. 1,32 €

Baby led weaning – Fortsetzung & Brokkolikroketten

Heute melde ich mich mal wieder von der Beikostfront! Ja, es war so weit und wir haben ‚mal wieder mit Baby-led weaning gestartet und diesmal läuft das wirklich etwas anders ab! War ja eh klar, da kein Kind wie das andere ist, aber dass mein zweiter Sohn wie ein kleiner Staubsauger is(s)t, hätte ich nicht gedacht. Recht viel unterschiedlicher als beim letzten Mal könnte es echt nicht ablaufen! Wobei… man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben. Vielleicht überlegt er es sich ja anders und entscheidet sich plötzlich, dass Essen doch blöd ist. Ich halte euch auf dem Laufenden 😉 Über den schwierigen Start beim Essen meines älteren Sohnes habe ich ja schon geschrieben, auch die Regeln des BLW habe ich erklärt und was man in den ersten Monaten geben kann.

Diesmal bin ich viel lockerer, der Kleine isst das ungewürzte Essen mit, das wir (in gewürzter Form) auch essen und was er halten kann. Teilweise mach‘ ich ihm, so wie beim ersten Mal auch schon, Gemüsesticks oder er bekommt Obst, (Hier nachzulesen – KLICK) oder ich drück‘ ihm einen selbst gemachten Squooshi in die Hand.

brokkolikroketten3

Heute bekommt ihr mal ein BLW-spezifisches Rezept von mir. Wie ihr wisst, müsstet ihr ja nix spezielles kochen für eure Kleinen, wenn ihr BLW praktiziert, aber naja… man ist halt doch Mama und will seinem kleinen Wonneproppen was Eigenes machen. (Ich hatte mich zum Beispiel in der ersten Schwangerschaft schon TOTAL aufs Brei kochen gefreut, bevor ich auf BLW gestoßen bin. *seufz* Es kommt halt immer anders, als man denkt)

Prinzipiell ist Brokkoli ja eh ein extrem tolles BLW-freundliches Gemüse. Mein Großer hat die „Bäume“ geliebt, aber trotzdem kann man ihn auch in anderer Form servieren. Die Kroketten sind auch eine super Beilage für Erwachsene! 😉

brokkolikroketten2

Hier also nun mein Rezept für Große und Kleine Esser:

Brokkoli- Kroketten

Zutaten (für ca. 15 Stück)

1 kg Brokkoli (TK oder frisch)
1 Ei
Semmelbrösel
Salz
evt. Gewürze und Kräuter

Zubereitung

Frischen Brokkoli kurz blanchieren, dann in kleine Stückchen hacken. Wenn ihr Tiefkühl-Brokkoli verwendet, auftauen lassen, das Wasser etwas rausdrücken und dann in kleine Stücke hacken.

Das Ei und eine Prise Salz dazugeben und mit so viel Semmelbrösel vermischen, dass man gut Kroketten daraus formen kann. (Ich habe ziemlich viele Semmelbrösel gebraucht, weil mein TK-Brokkoli recht feucht war!)

Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und im Rohr bei 200°C für ca. 25 Minuten backen. Fertig!

brokkolikroketten1

Preis pro Stück
– mit Preisen vom 25. Oktober 2015: 0,18 €

_____________________________________

Hier findet ihr noch weitere Artikel zu dem Thema:

BLW – Einführung
BLW – Wann anfangen? und Regeln
BLW – Was das Baby anfangs isst
BLW – Brei und Suppe
BLW – Unsere Erfahrungen
BLW- Fortsetzung und Brokkolikroketten

 

——

Psssst… habt ihr gewusst, dass es Verkocht! auch auf facebook gibt?
Nein? Na dann schnell auf diesen link geklickt!

Baby-led weaning: Unsere Erfahrungen

Als erstes möchte ich sagen, dass natürlich jeder sein Baby so füttern kann, wie er oder sie möchte. Hier erkläre ich nur die Methode, die wir verwenden und beschreibe, was für unsere Familie funktioniert.
———-

IMG_6475

Das wird vorerst mein letzter BLW Eintrag sein. Ich dachte eigentlich, dass ich dieses Kapitel schon früher abschließen kann, aber mein Sohn hat mich eines besseren belehrt. Diesmal werde ich euch unsere Erfahrungen schildern 😉

Wie ist es uns ergangen?

Prinzipiell hat die Methode recht gut funktioniert. Ich war anfangs recht verunsichert, weil sich mein Sohn öfters verschluckt hat, aber genau wie im Buch beschrieben, hat er ganz schnell gelernt, nicht so große Stücke abzubeißen oder er hat einfach alles wieder ausgespuckt. Am Anfang hat er sowieso alles immer wieder ausgespuckt. Geschluckt wurde bei uns extrem lange kein Essen!

Ich glaube, ich muss sowieso mal erklären, dass unser Sohn ein recht fauler Esser ist. Er hat erst Anfang dieses Jahr angefangen, so richtig erwähnenswerte Mengen zu essen – und da war er schon 1,5  Jahre alt! Ich scherze immer, dass er halt einfach auf eine gerade Jahreszahl warten wollte. (Ich hab‘ das aber eigentlich gar nicht so lustig gefunden *seufz*)

Wenn er denn mal essen wollte, hat er alles recht brav selber gegessen. Aber natürlich habe ich, als unglaublich ungeduldiger Mensch, ihn auch das ein oder andere Mal gefüttert. Manchmal hatte ich echt genug von seiner Widerspenstigkeit dem Essen gegenüber.

IMG_20131011_100755

Was einem keiner vorher erzähl

Ich wusste nicht, dass es auch sehr lange dauern kann, bis das Kind wirklich selber essen will! Ich habe immer nur gelesen, dass die Kinder „wie ein Staubsauger“ alles Essen in sich hineinstopfen, „gar nicht mehr aufhören wollen“ zu essen und alles Neue begeistert aufnehmen. Tja. Bei uns war das nicht der Fall. Unser Sohn war überhaupt nicht daran interessiert, manche Dinge auch nur zu kosten!

20140325-151037.jpg

Probleme

Die Probleme beim BLW sind/waren eigentlich nur in meinem Kopf. „Mein Kind isst nicht genug“, oder „Oh mein Gott, X Y und Z essen schon sooo viel, er isst noch immer fast gar nichts“, oder „Die Leute reagieren schon komisch, weil mein 1jähriges Kind noch immer fast ausschließlich stillen will“. Prinzipiell sind das keine Probleme, weil solange das Kind zunimmt und alles passt, kann das Kind stillen, so lange es mag! Wie das Umfeld darauf reagiert, ist natürlich abhängig von 1.) eurer eigenen Reaktion und 2.) wie „alternativ“ eure Freunde, Bekannten, Familie eingestellt sind.

Wir bekamen auf der einen Seite recht viel Unterstützung, auf der anderen Seite wurden wir ganz oft erstaunt und besorgt gefragt, warum er denn noch immer nichts isst. Am liebsten wollte ich immer „Weil ich mein Kind nicht stopfen will.“ geantwortet. Echt, manchmal regt sich die trotzige 15jährige in mir doch noch sehr stark. Manchmal hätte ich am liebsten mit dem Fuß aufgestampft und die Leute gefragt, was sie eigentlich die Essgewohnheiten meines Sohnes überhaupt angehen. Ob wir noch Stillen oder nicht, ist echt unsere eigene Entscheidung und solange ich nicht mit meinen Brüsten in der Gegend herumwedle kann es doch jedem egal sein, ob wir noch stillen oder nicht.

Welchen Rat würde ich Eltern mitgeben, die BLW probieren möchten

– Lasst euch nicht von gutmeinenden Außenstehenden Verunsichern. Bleibt auf eurem Kurs, das Kind wird schon anfangen zu essen – garantiert!
– Lest auf jeden Fall ein BLW Buch vorher, ich finde vor allem den medizinischen Aspekt wichtig, die Nährstoffversorgung der Kinder muss gewährt sein und die Gefahren des Verschluckens müssen den Eltern klar sein. (Ich hab einen Erste Hilfe Kurs gemacht und mir Baby-Wiederbelebungs Videos auf youtube angeschaut. Nur für den Fall)
– Keine rohe Apfelstücke geben, echt – mein Kind kann das noch immer nicht und verschluckt sich noch immer daran. Birne ist okay, Apfel geht einfach nicht.

Zu guter Letzt

Mein Sohn isst mittlerweile alles. Und das ist so ziemlich plötzlich von einem Tag auf den anderen Tag zustatten gegangen.

Er ist ein normales Kind, das mal an einem Tag alles hinunterschlingt, was man ihm vorsetzt und am nächsten Tag dann wiederum gar nichts mag. Echt, das ist gaaaanz normal und das hat jedes Kind!

Außer wenn er krank ist oder Zahnschmerzen hat, isst er echt alles. Von scharfen thailändischen Speisen angefangen über Schnitzel, Tofu, Suppe bis hin zur Schokolade mag er alles gern. Und da bin ich echt erleichtert.

IMG_20131011_201650

Würden wir es wieder so machen?

Obwohl es uns unser Sohn wirklich nicht leicht gemacht hat, kann ich auf die Frage mit einem ganz klaren „JA!“ antworten! Auch wenn wir uns nicht immer 100%ig an die BLW-Regeln gehalten haben, bin ich davon überzeugt, dass ein Kind selber entscheiden können muss, WANN es wirklich zu essen anfangen will. Und das war bei unserem Sohn eben erst mit 1,5.

Außerdem ist BLW eine sehr relaxte Methode, bei der man nicht aufpassen muss, wieviel das Kind isst. Echt, das hätte mich gerade bei meinem Kind sehr gestresst.

 

So, ich hoffe, ich konnte mit meinen BLW-Artikeln ein wenig helfen und bin noch immer offen für Fragen und Anmerkungen!
Danke für’s lesen!

20140325-150907.jpg
Hier findet ihr noch weitere Artikel zu dem Thema:
BLW – Einführung
BLW – Wann anfangen? und Regeln
BLW – Was das Baby anfangs isst
BLW – Brei und Suppe

Baby-led weaning: Brei und Suppe

Als erstes möchte ich sagen, dass natürlich jeder sein Baby so füttern kann, wie er oder sie möchte. Hier erkläre ich nur die Methode, die wir verwenden und beschreibe, was für unsere Familie funktioniert.
———-

Baby-led weaning: Brei

Jetzt werdet ihr sicher sagen „Waaaas? Jetzt hat sie uns erzählt, dass beim BLW kein Brei gefüttert werden muss, und jetzt gibt’s gleich einen ganzen Artikel darüber?“
Worauf ich antworte „Naja, es gibt ja auch breiige Nahrungsmittel für Erwachsene!“

Wenn das Baby sich selber füttert, wie macht man das dann mit Cremespinat, Kartoffelbrei, Apfelmus, Suppe etc.?

Ganz einfach: Man gibt dem Baby den gefüllten Löffel in die Hand und hofft, dass es weiß, was es zu tun hat. Funktioniert besser, als es klingt! Da Babies ja prinzipiell alles in den Mund stecken, realisiert es recht schnell, dass da was auf dem Löffel drauf ist, was nach was schmeckt und lutscht dann auch den Brei runter. Suppe ist natürlich schwieriger als zB. Kartoffelbrei, aber das Baby lernt relativ schnell, darauf zu achten, dass nix vom Löffel runterfällt, oder findet einen anderen Weg, die Flüssigkeit in den Mund zu bekommen. Mein Sohn ist bei Brei und Suppe leider relativ faul und will nach einigen selbst gefütterten Löffeln lieber gefüttert werden. *seufz* Er sitzt dann einfach da wie ein Vogerl, sperrt den Mund ganz weit auf und will den Löffel einfach nicht mehr nehmen. BLW-Fail kann ich da nur sagen 😉

Aber es gibt auch speziell für Babies und Kleinkinder entwickelte wiederbefüllbare Tüten, die sie ganz leicht austrinken können. Solche zum Beispiel. Dann erspart man sich das Füttern, wenn man partout seinem Kind keinen Löffel in den Mund stecken und sich ganz 100%ig an das BLW-Prinzip halten möchte.

Was man auch machen kann, ist, dem Baby Dinge zum Dippen anzubieten. Ein Stückchen Brot kann das Baby sehr leicht in die Suppe dippen zum Beispiel, oder man verwendet den Cremespinat einfach als (relativ flüssigen) Brotaufstrich und gibt dem Baby dann das Brot zu essen.

IMG_4746

Hier findet ihr noch weitere Artikel zu dem Thema:

BLW – Einführung
BLW – Wann anfangen? und Regeln
BLW – Was das Baby anfangs isst
BLW – Brei und Suppe

Baby-led weaning: Was das Baby anfangs isst (6-8 Monate)

Als erstes möchte ich sagen, dass natürlich jeder sein Baby so füttern kann, wie er oder sie möchte. Hier erkläre ich nur die Methode, die wir verwenden und beschreibe, was für unsere Familie funktioniert.
———-

IMG_5023

Ich habe lang‘ darüber nachgedacht, was ich meinem Sohn als erstes probieren lasse, wenn wir mit der Beikost anfangen. Nun ja, alles Planen war irgendwie umsonst, weil er sich selber einfach ein Mandarinenstück geschnappt hat und angefangen hat, daran herumzunuckeln. Sein Gesicht war göttlich! „Angeekelt-interessiert“ triffts wahrscheinlich am Besten… und es war unmöglich, ihm die Mandarine wieder wegzunehmen.

Natürlich ist Mandarine eigentlich keine Frucht, die man einem Baby als erstes Essen gibt (erst so mit 8-10 Monaten), aber es war halt so und jetzt kann ich auch nichts mehr daran ändern.

Tja, aber was kann man seinem Baby als erstes geben? Prinzipiell gilt hier, wie auch bei allen anderen Dingen, dass man auf sein Bauchgefühl hören sollte. Nach der Mandarine hab‘ ich unserem Sohn gedünstete Karotten zu probieren gegeben, und er war relativ begeistert! Im BLW-Buch steht zwar, dass man dem Baby alles geben kann, solange die Ernährung ausgewogen ist, aber in dem Fall glaube ich unserem Arzt schon, dass ein kleines Baby keine Milchprodukte, Nüsse oder Honig essen sollte bis es 1 Jahr alt ist.

Beim BLW sollte es ja eigentlich so sein, dass das Baby beim Essen der Erwachsenen mitisst, aber anfangs geht das noch nicht so ohne weiteres, außerdem esse ich relativ selten gedüstetes Gemüse 😉 Die ersten zwei Monate hat unser Sohn eigentlich nur Gemüse oder Früchte bekommen, so lange, bis er sich ans Essen gewöhnt hatte. Beim BLW muss man nicht, so wie beim Brei, eine Woche dieses Gemüse, dann die nächste Woche das andere Gemüse geben, sondern kann wechseln und seinem Kind durchaus auch verschiedene Dinge beim Essen anbieten. (Mein Sohn entscheidet sich, wenn er Karotten und Bananen vor sich liegen hat, immer für die Banane 😉 Wobei er, wenn keine Banane mehr da ist, auch die  Karotte isst)

Man schneidet die Früchte oder das Gemüse in längliche Stücke, gerade so groß, dass ein Teil noch aus der Faust des Babies herausschaut, wenn es das Stück in seiner Faust hält. Dinge, bei denen es sein kann, dass das Baby die Schale ablutscht (wie zB. bei Banane oder Melone) bitte die Schale vorher waschen. Banane ist für das Baby besser zu halten, wenn man die Schale dran lässt und wie unten im Bild, nur einen kleinen Teil schält. Falls das Baby schon Zähne hat und auch Teile der Schale abbeißen könnte (mein Sohn hatte recht früh Zähne also war das von Anfang an zu beachten) aufpassen, dass es sich daran nicht verschluckt. Aber prinzipiell wird die Schale eh ausgespuckt… schmeckt ja auch nicht gut.

Hier ein paar Beispiele, was anfangs möglich ist.

Früchte

– wenn die Früchte sehr hart sind (kommt fast nie vor), dünstet man sie vorher am Besten etwas, damit sich das Baby an keinen harten Teilen verschlucken kann. Aber nicht zu viel dünsten, sonst kann das Baby die Stücke nicht mehr angreifen!

  • Banane
  • Avocado
  • Melone
  • Birne
  • Pfirsich
  • Erdbeeren
  • Apfel

Gemüse

– hier gilt das gleiche Prinzip wie bei den Früchten. Wenn hart oder bei manchem rohen Gemüse, vorher dünsten!

  • Karotten
  • Brokkoli
  • Kürbis
  • Süßkartoffel
  • Erdäpfel (Kartoffel)
  • Pastinake
  • Zucchini
  • Karfiol (Blumenkohl)
  • Spargel

Hier findet ihr noch weitere Artikel zu dem Thema:

BLW – Einführung
BLW – Wann anfangen? und Regeln
BLW – Was das Baby anfangs isst
BLW – Brei und Suppe

——

Psssst… habt ihr gewusst, dass es Verkocht! auch auf facebook gibt?
Nein? Na dann schnell auf diesen link geklickt!