Kochen aus dem Kochbuch #3: Kartoffelbrötchen

Diesmal backe ich aus dem „Brotbackbuch Nr.1“ von Lutz Geißler vom Plötzblog.

Dieses Buch habe ich schon lange zu Hause und ich schaue es mir unglaublich gerne an, ABER ich habe noch nie etwas daraus gebacken. Warum? Weil ich immer irgend eine Zutat nicht zu Hause habe. Aber diesmal wollte ich mich nicht abbringen lassen. Ich hatte zwar ursprünglich keine Erdäpfel zu Hause, aber dieses Problem war schnell zu beseitigen.

Oh, ach ja. Es kann sein, dass ich im Beitrag von Erdäpfelweckerl spreche…so heißen die „Kartoffelbrötchen“ bei uns in Österreich. Lasst euch nicht verwirren 😉

Für die Expats unter uns – ich habe eine supertolle Mehlumwandeltabelle gefunden, die Karin von brotandbread.org erstellt hat, und die mir jetzt schon ein paar Mal geholfen hat! Vielen vielen Dank liebe Karin!!!

Dieses Rezept ist im Buch in der Kategorie Rezepte für den Anfang zu finden, das passt gut für mich 😉
Ich musste es ein bisschen an meine Trockenhefe anpassen, da es hier im Umkreis in den Supermärkten noch immer keine Frischhefe gibt. (Trockenhefe aber schon, keine Sorge!)

Kartoffelbrötchen

Zutaten

10 g Salz
15 g Olivenöl
365 g gekochte und geschälte, mehlige Erdäpfel (USA: „gold potatoes“)
140 g Roggenvollkornmehl (USA: Whole Rye)
210 g Weizenmehl 550 (AT: 700; USA: All-Purpose)
60 g Wasser
3,3 g Trockenhefe

Zubereitung

Falls noch nicht geschehen, die Kartoffeln in der Schale weich kochen, schälen und noch heiß durch die Erdäpfelpresse drücken. Falls ihr keine Presse habt, einfach mit der Gabel zerdrücken.

Wenn die Kartoffeln abgekühlt sind, mit dem Olivenöl und dem Salz vermischen. Anschließend die restlichen Zutaten dazu geben und für 10 Minuten auf niedrigester Stufe mit der Küchenmaschine oder dem Mixer mit Knethaken verkneten. (Wer viel Muskelschmalz hat, kann sicher auch mit der Hand kneten, aber da hab ich keine Erfahrung damit.)

Lutz schreibt dazu: Der Teig ist anfangs recht trocken, wird aber nach 2-3 Minuten dank der Kartoffeln zunehmend feuchter. Gegen Ende des Knetvorgangs klebt der Teig noch etwas am Schüsselboden. Seine Konsistenz ist mittelfest, elastisch-locker und nicht klebend.

Und genau so war es auch! – sogar mit meinen amerikanischen Mehlen.

Den Teig in einer Schüssel bei 6°C (unterstes Kühlschrankfach) für 9 Stunden (oder so wie ich über Nacht) gehen lassen. Der Teig sollte danach größer geworden sein.

Den Teig einmal kräftig kneten, nachdem ihr ihn aus dem Kühlschrank genommen habt.

Teig in 8 gleichmäßige Teile teilen (abwiegen!), rundformen, in Roggenmehl wälzen und mit dem Schluss nach unten noch eine Stunde gehen lassen.

Rohr auf 230°C vorheizen und Schwaden (ich nehme immer eine niedrige Metall-Pieform ein Drittel gefüllt mit heißem Wasser) in den Ofen.

Die Weckerl 10 Minuten backen, dann Ofentür auf, Schwaden raus, Temperatur auf 200 Grad senken und nochmal 5 Minuten backen. Dann die Ofentür einen Spal aufmachen und nochmal 5 Minuten backen. (Also insgesamt sind die Weckerl 20 Minuten im Ofen)

Die Weckerl auf einem Gitterrost auskühlen lassen. Fertig!! Sie schmecken wirklich köööööstlich!

Mir gefiel das Rezept sehr gut, es war auch wirklich recht einfach und das Ergebnis lässt sich sehen – genau so sehen sie am Bild im Buch aus und die Kruste cruncht auch wirklich toll! Danke Lutz, für dieses Rezept!

Kosten pro Weckerl (bei 8 Weckerl):
– mit Preisen vom 14. Oktober 2020: ca. 0,18 €

Synchronbacken #13: Haferle

Ich hatte wieder Zeit (okay, Zeit nicht wirklich – was man an den schnell-schnell-Fotos sieht, aber Lust hatte ich 😉 )zum Synchronbacken diesen November und als Sandra und Zorra dann verkündeten, dass diesmal Haferweckerl (Brötchen) gebacken werden, war ich natürlich gleich dabei!

Das Rezept kam diesmal vom Brotdoc und ich glaub‘, da muss ich öfter mal was backen von der Site… ich fand‘ die Haferle supergut!

anhang-71

Wie war das Backen?

Diesmal habe ich aber SOWAS von improvisiert! Da wir in der nächsten Woche international umziehen, verbrauchen wir natürlich schon seit Wochen unsere Lebensmittel, so gut es geht. Ich hatte also noch Weizenkleie, (aufs Gramm genau!!) die habe ich statt der Haferkleie im Vorteig verwendet. Und anstatt dem Leinsamenschrot im Teig habe ich eine Mischung aus Mohn, Sesam und Flohsamen genommen. Ich war mir nicht sicher, ob das so gemeint war, aber ich dachte mir „So what?“ und hab‘ einfach ‚mal gemacht.

Der Vorteig ist mir relativ fest vorgekommen, dafür war dann der Hauptteig etwas zu weich. Hm. Lag das vielleicht am Mehl? Wir werden es nie erfahren.

Da ich auch keine Haferkleie zu Hause hatte, aber TONNEN von Haferflocken, hab‘ ich die einfach ein paar Haferflocken gemahlen und zum darin Wälzen genommen. War super!

Beim Rezept steht, dass man daraus 19 Brötchen machen kann, ich habe 6 große Brötchen und ein Brot daraus gemacht. Ging auch gut.

Außerdem gibt es in unserem Haus kein Lochblech oder anderen Schnickschnack zum Brot backen, das hab‘ ich also auch weggelassen und meine sehr weichen Teilchen dann einfach gleich direkt auf dem mit Backpapier belegten Backblech über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. (Ja, in unseren Kühlschrank bekomme ich ganz leicht unser Backblech hinein.) Mit Umdrehen und Einschneiden war durch den weichen Teig auch nix. Also ganz einfach so gebacken.

Was werde ich beim nächsten Mal anders machen?

Nächstes Mal werde ich auf jeden Fall versuchen, den Teig nicht mehr so weich zu führen. Aber nächstes Mal bin ich dann aber auch schon in Deutschland und habe nicht mehr die Probleme mit den nicht-existierenden Mehltypen.

Vielen Dank liebe Sandra und Zorra für die Organisation! Ich hoffe, ich habe das Nächste Mal wieder Zeit! Es macht mir nämlich großen Spaß, synchron mit euch zu backen!

Kosten pro Stück (mit meinen Änderungen und 19 Stück)): ca. 0,11 € pro Stück


Hier die Links zu meinen Synchronbackkolleginnen:

Chiliblüten
auchwas
Alexa 089
evchenkocht
Dagmars Brotecke
Backen Mit Leidenschaft
From-Snuggs-Kitchen
Herbs & Chocolate
gourmandises végétariennes
Küchenkunstwerk
1x umrühren bitte aka kochtopf
Verkocht!
Katha-kocht!

Merken

Für den M.Sc. : Belegte Brötchen

Mein Freund ist seit ein paar Wochen Master of Science (Früher war das mal der Magister 😉 ) und bei uns auf der Uni ist es so Brauch, dass man nach der Prüfung Brötchen und Sekt für alle Zuhörer und Prüfer zur Verfügung stellt.

Der Prüfling wollte nichts Ausgefallenes und wir wollten auch keine sündteuren Brötchen bestellen, wenn ich eh ohne Probleme Brötchen selber belegen kann, deshalb hab‘ ich mich am Morgen der Prüfung an die Arbeit gemacht und innerhalb einer Stunde die Brötchen schnell schnell zusammengezimmert.

Prinzipiell kann man ja Brötchen mit allem Belegen, was man gerne möchte. Ich war leider nicht sonderlich kreativ an dem Tag, weil ich nervöser als mein Freund war, aber zumindest hab‘ ich 4 verschieden Arten von Brötchen Zuwege gebracht, 2 vegetarische und 2 Wurstige.

1.) Mayonnaise-Schinken-Cherrytomate
2.) Kräutertopfen-Basilikum
3.) Kräutertopfen-Spezial Polnische-Cherrytomate
4.) Mayonnaise-Käse-Essiggurkerl-Mayonnaise

Als Brot hab ich einfach selbst aufbackbare Baguettes gekauft, am Morgen im Rohr aufgebacken und dann in Scheiben geschnitten. Für 40 Brötchen hab‘ ich 5 Baguettes gebraucht.

Man muss wirklich kein Genie sein, um Brötchen einigermaßen schön selber zu belegen, man muss sich nur aufraffen und die Zutaten besorgen.

Habt ihr schonmal Brötchen für einen besonderen Anlass selber belegt?