Königlich: Drottningsylt

Bei uns hat die Beerensaison letzte Woche so richtig angefangen, da bin ich natürlich gleich losgezogen und hab‘ fleißig gepflückt. Da wir aber einen kurzen Abstecher ins Heimatland machen mussten, bin ich bis gestern nicht zum Einkochen der Beeren gekommen und musste zwischenzeitlich einfrieren. Macht nix. Jetzt hab‘ ich es ja erledigt.

Die „Drottningsylt“, zu Deutsch „Königinnenmarmelade“, ist hier in Schweden natürlich sehr beliebt. Eh klar. Heidelbeeren und Himbeeren gibt es ja wie Sand am Meer und hat fast wirklich jeder im Garten und hinter seinem Haus verfügbar! Und auch ich LIEBE diese Mischung wirklich sehr! Sogar die Farbe gefällt mir außerordentlich gut.

Vielleicht wollt ihr sie ja auch probieren?

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Drottningsylt

Für 4 Gläser á 250 ml

Neumodische Version
500 g Heidelbeeren
500 g Himbeeren
500 g Einkochzucker

Altmodische Version
500 g Heidelbeeren
500 g Himbeeren
500 g Kristallzucker
250 ml Wasser

Zubereitung neumodische Version

Die Heidelbeeren und Himbeeren vermischen, in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dann den Einkochzucker dazugeben und nach Packungsangabe kochen lassen. (Bei mir waren das 5 Minuten) Gelierprobe machen. (1 EL der Mischung auf einen kalten Teller geben und warten, ob es geliert) Es sollte nicht total gelieren, sondern noch halb flüssig sein.

Jetzt kann auch schon in saubere Gläser eingefüllt werden. Gläser zuschrauben, auf den Kopf stellen und erkalten lassen.

Zubereitung altmodische Version

Den Zucker mit dem Wasser zu Läuterzucker kochen, und zwar so lange kochen, bis ein Tropfen des Läuterzuckers in kaltes Wasser getropft eine Kugel bildet und sich nicht gleich auflöst.

Die Beeren in einen großen Topf geben. Wenn die Zuckerlösung fertig ist, könnt ihr diese zu den Beeren gießen und dann so lange weiterköcheln lassen, bis die Marmelade geliert. Das kann relativ lange dauern. Bei mir dauerte es ca. 25 Minuten.
Wenn ihr denkt, dass es so weit sein könnnte, macht ihr die Gelierprobe (1 EL der Mischung auf einen kalten Teller geben und warten, ob es geliert) Es sollte nicht total gelieren, sondern noch halb flüssig sein.

Jetzt könnt ihr auch schon in saubere Gläser einfüllen. Gläser zuschrauben, auf den Kopf stellen und erkalten lassen.

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Kosten pro Glas:
– mit Beeren aus dem Garten und dem Wald
altmodische Version: ca. 0,3 €
neumodische Version: ca. 0,4 €

Preiselbeer-Birnenmarmelade

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Grüße aus dem schwedischen Herbst! Pünktlich am 1. September hat es bei uns abgekühlt, unsere Lindenbäume lassen die Früchte fallen und in der Früh zieht Nebel übers Land! Wahnsinn, wie schnell das jetzt gegangen ist!

Eines der schönsten Dinge des Herbstes sind, wie ich finde, die Heidelbeeren und die Preiselbeeren im Wald. Wir sind in der glücklichen Lage, nur 50 Meter in den Wald hineingehen zu müssen, um mit dem Pflücken beginnen zu können. Aber auch, wenn ihr die Beeren am Markt oder im Supermarkt kauft, lassen sich köstliche Dinge damit zubereiten!

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Hier ein, von der Nachbarin meiner Schwiegereltern inspiriertes, Marmeladerezept. Die Birnen gleichen das „Hantige“ der Preiselbeeren perfekt aus.

Preiselbeer- Birnenmarmelade

Zutaten (für ca. 6 x 250 ml Gläser)

500 g Preiselbeeren
300 g Birnen (geschält und entkernt)
250 g Zucker

Zubereitung

Die zu befüllenden Marmeladegläser waschen und zum Füllen vorbereiten.

Die Preiselbeeren waschen und abtropfen lassen. Die Birnen klein würfeln und mit den Preiselbeeren in einem Topf erhitzen und dabei immer mal wieder umrühren.

Wenn die Beeren und Birnen schön zerkocht sind, den Zucker einrühren und alles nochmal aufkochen lassen.

Jetzt kann man die Marmelade auch schon in die vorbereiteten Gläser füllen, zuschrauben und auf den Deckel gestellt abkühlen lassen!

Schmeckt toll zu Wild, Schnitzel, Köttbullar, Käse… zu was auch immer ihr wollt!

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Kosten pro Glas:
– mir Preisen vom 1. September 2015 (mit Preiselbeeren aus dem Wald): ca. 0,23 €

Marmeladen – Tarte

Wer kennt das nicht? Beim Frühjahrsputz erkennt man voller Schrecken, dass der Marmeladenvorrat im Winter nicht so dezimiert wurde, wie man hoffte. Was soll man nun mit all der Marmelade tun, bevor der Sommer kommt und die Marmeladenzeit wieder anfängt? Ich hab‘ da ein Rezept für euch, das euch zumindest ein bischen helfen kann!

Diese Tarte hab‘ ich schon oft gemacht und sie wird jedes Mal superdupergut! Am schönsten schaut sie natürlich mit roter Marmelade aus, da hebt sich die Farbe der Marmelade besser vom Teig ab!

Marmeladen – Tarte

Zutaten

250 g Mehl
80 g Polenta
2 TL Backpulver
1 TL Salz
150 g Butter
90 g Zucker
1 ganzes Ei
1 getrenntes Ei
450 g Marmelade (oder 1x 250 ml Glas)
2 TL brauner Zucker

Zubereitung

Das Mehl, den Polenta, das Backpulver und das Salz in einer Schüssel zusammenmischen. Dann Butter, Zucker und das ganze Ei und den Eidotter mit dem Handmixer in einer seperaten Schüssel mixen, bis alles schön kombiniert ist. Dann langsam den Mehlmix hinein mixen, bis ein schön glatter Teig entstanden ist.

1/3 des Teiges in eine Rolle formen, und für 15 min in den Tiefkühler geben. Den restlichen Teig in eine vorbereitete Tarte-Form geben und festdrücken. (Diesen Teig braucht man nicht auszurollen, man kann ihn einfach in die Form drücken) Auch die Tarte-Form für ein paar Minuten in den Tiefkühler (oder den Kühlschrank) geben.

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Tarte-Form aus dem Tiefkühler holen und das Glas Marmelade in der Tarte verteilen. Dann die tiefgekühlte Teigrolle holen und in dünne Scheiben schneiden und überlappend auf die Tarte legen.

Das überbleibende Eiweiß mit 1 TL Wasser verquirlen, bis es schön schaumig ist, dann damit die fertig belegte Tarte bestreichen. Mit 2 TL Zucker bestreuen. 30 min backen und auskühlen lassen. Fertig!

Kosten pro Stück
– mit Preisen vom 13. April 2011 bei 8 Stück: 0,36 €