Zuckerfasten: Woche 1

Wie geht es euch beim Fasten? Mir geht es ganz gut, obwohl ich sicher schon einige Verstöße gegen meine, zugegebenermaßen recht strengen, Regeln habe. Was ich gegessen habe, ist im Text fett markiert und verstöße gegen die Regeln sind im Text Rot gekennzeichnet!

So, hier also die Zusammenfassung meiner ersten Fastenwoche ohne (naja…lest selbst) zugesetzten Zucker:

 

Tag 1: Aschermittwoch

Der Tag beginnt ganz gut. Ich bin noch immer Strohwitwe und mache mir ein Joghurt mit Früchten zum Frühstück.
Zum Mittagessen ist meine Familie wieder da und ich esse den von meiner Mutter mitgebrachten Heringsalat. Ich denke mal, dass da kein Zucker drin ist. Genau sagen kann ich es nicht… er ist auf keinen Fall süß. Dazu esse ich Knäckebrot und trinke Wasser und einen Schwarztee mit Milch.
Zum Abendessen mache ich Nudeln mit Pesto oder wahlweise Tomatensauce.

Tag 2: Donnerstag

Ein fast normaler Tag! Ich mache zwei große Portionen Eierspeis. Zwei deshalb, weil ich beim Lesen der Zutaten vom Speck gesehen habe, dass da Zucker drin ist… also gibt’s für mich halt diesen Speck nicht. Eine Banane esse ich auch noch.
Zum Mittagessen mache ich mir einen Bohnensalat mit Mozzarella und Kresse. Als ich die Bohnendose wegschmeißen will, fällt mir ins Auge, dass die Bohnen in Zucker-Salzwasser eingelegt waren. Pfuuuuuh… das Ganze ist echt schwieriger als gedacht!
Beim Abendessen probiere ich mal was Neues aus. Ich mache Spinat-Topfennockerl mit Erdäpfeln, Vogerlsalat und Chicoree. War sehr lecker, auch wenn die Kinder nur die Erdäpfeln und den Salat gegessen haben.

Tag 3: Freitag

Gleich in der Früh passiert mir was Blödes. Total ohne zu denken gebe ich einen halben Teelöffel Zucker in meinen Tee. Ich überlege kurz, ihn wegzuschmeißen, dann entscheide ich mich aber um und rühre einfach nicht um. Ich schmecke den Zucker dann glücklicherweise gar nicht und trinke einfach den letzten Zentimeter im Heferl nicht aus. Ich mache mir dann Griechischen Joghurt mit Banane und Hanfsamen. Sehr lecker und füllt recht lange!
Zum Mittagessen gibt’s dann Spaghetti Aglio e Olio für mich und den Kleinen. Der Große will Pesto ausm Glas dazu. Ein Salat mit Kernöl und Knoblauch dazu und schon sind wir satt.
Am Abend mach ich dann Linsensuppe mit Zucchini. Die war auch sehr sehr gut! Besser als gedacht! Als Nachtisch mache ich mir eine Bananenmilch, von der mir dann leider den ganzen Abend schlecht ist.
Leider habe ich viel zu wenig an diesem Tag getrunken. Da muss ich echt mehr dahinter sein 😦

Tag 4: Samstag

Ich musste mit den Kids in der Früh aus dem Haus um keinen zu Wecken, also bin ich kurz entschlossen ins Kaffeehaus.
Ich bestelle mir im Café einen Schwarztee (der dann ein Grüntee war, den ich viel zu lange ziehen habe lassen, weil ich eben dachte, es wäre ein Schwarztee, und dann EXTREM bitter war!) und ein Glas Caprese (Tomate, Mozzarella). Die Kids essen neben mir Croissant und eine Himbeertorte, trinken Kakao und Orangensaft. Unglaublicherweise habe ich gar keine Lust auf die süßen Sachen! Yes!
Wieder zu Hause habe ich Semmeln und Kornspitz mitgebracht. Ich bereite das zweite Frühstück für uns, also das erste Frühstück für unseren Gast vor. Ich esse Semmel mit Frischkäse und Räucherlachs, 2 hart gekochte Eier und trinke endlich einen richtigen Schwarztee mit Milch. (Ich habe extra in der Bäckerei nachgefragt, ob sie Zucker für die Semmeln und den Kornspitz verwenden – die Antwort „nein“, habe ich dann auch auf der Homepage bestätigt bekommen. Supi!)
Zum Mittagessen gibt’s schon wieder Nudeln. Diesmal Penne mit selbst gemachter Tomatensauce. Dazu Vogerlsalat mit Eiern und Kernöl.

Zum Abendessen haben wir dann die restlichen Nudeln aufgegessen und die Kinder haben gejausnet. Ein Apfel noch als Nachtisch und schluss für den Tag!

Tag 5: Sonntag

Ich frühstücke ganz normal Joghurt mit Banane und Schwarztee mit Milch.
Dann machen wir uns auf den Weg zum Zoo.
Zu Mittag essen wir im Affenhaus unsere mitgebrachte Jause. Ich esse davon ein Weckerl (aus der Bäckerei von gestern!) mit Erzherzog Johann Käse (mein Lieblingskäse!) und Apfel. Der Rest der Familie isst auch Essiggurkerl, Würstl, Croissant etc. dazu.
Zum Abendessen macht mein Mann eine supergute Thai-Kokosnuss Garnelensuppe mit Reis! Die war sehr sehr sehr lecker!

Tag 6: Montag

Zum Frühstück wieder Joghurt mit Banane und Apfel. Schwarztee mit Milch.

Zum Mittagessen esse ich den Rest der Garnelensuppe vom Vortag noch in der Uni, weil mein Mann mir etwas übrig gelassen hat und nach der Radtour nach Hause mache ich mir ein geniales Omelette mit Champignons und Schnittlauch. Ist mir ganz okay gelungen, für mein erstes Mal!

Zwischendurch esse ich eine Banane und einen Apfel.

Zum Abendessen mache ich uns Veganes Szegediner Gulasch und Salat mit Kernöldressing. War sehr gut!

Tag 7: Dienstag

Frühstück fiel irgendwie aus, weil wir etwas gesucht haben, was unsere gesamte Morgenzeit in Anspruch genommen hat. Deshalb sind mein Mann und ich am Weg zur Uni noch schnell in ein Café frühstücken gegangen. Ich hatte Körndlbrot mit Avocado-Frischkäse und Ruccola und einen Darjeeling. Mein Mann hat ein Chia Joghurt und will unbedingt, dass ich koste, also probiere ich kurz. Wow – das war wirklich sehr süß für mich! Obwohl mein Mann meint, dass es gar nicht so süß war. Cool, wie das Zuckerfasten schon wirkt!

Zum Mittagessen habe ich dann Reste vom Gulasch gegessen und danach eine kleine Banane.

Am Abend habe ich dann eine wunderbare Curry-Mangosuppe mit Garnelen gemacht!

Es ging eigentlich recht gut! Ich bin gespannt, wie die nächste Woche wird!

Wie geht es euch beim Fasten?

 

Spinat-Topfennockerl mit Käse

Mein Zuckerfasten habe ich gleich zum Anlass genommen, wieder mal neue Rezepte auszuprobieren und vielleicht das ein- oder andere auch sogar zu verbloggen! Und Leute, es macht echt Spaß, wieder mal etwas anderes zu kochen, als immer nur das Alltagszeugs! Und es ist gut, dass ich wieder mal ein Rezept blogge, weil das Fotografieren muss ich erst wieder lernen. Na gut, das Licht war nicht sonderlich gnädig mit mir, aber trotzdem. Das geht noch viel viel besser. Aber bis dahin müsst ihr mit den Bildern vorlieb nehmen, die ich habe.

Diese Nockerl sind mir beim Durchblättern von meinen alten Kochzeitschriften ins Auge gesprungen. Ich fand es in einem alten Gusto von März 2016. Es ist nicht nur viel Spinat drin, sondern auch viel Käse – das hat mich natürlich gleich verlockt, sie auszuprobieren!

spinatnockerl2

Hier also meine leichte Abwandlung vom Rezept der

Spinat-Topfennockerl

Zutaten (für 4 Personen)

800 g Spinat
1 Zwiebel
100 g Butter
150 g Topfen
100 g Bergkäse
2 mittlere Eier
1 Eidotter
200 g glattes Mehl

Zubereitung

Die dicken Strünke des Spinat entfernen, danach gut waschen. Es soll kein Sand mehr in den Blättern sein! Dann bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne zusammenfallen lassen. Etwas abkühlen lassen und dann die Flüssigkeit aus den Blättern drücken. (Wenn noch zu viel Flüssigkeit im Spinat ist, braucht man viel mehr Mehl und dann werden die Nockerl so komisch mehlig) Den ausgedrückten Spinat fein hacken.

Den Zwiebel klein schneiden und mit der Hälfte der Butter braun anschwitzen lassen. Dann den Spinat unterrühren und wieder auskühlen lassen.

Den Bergkäse reiben und die Hälfte davon zur Spinatmasse geben. Dann den Topfen und die Eier darunter rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann das Mehl nach und nach unterrühren bis ein glatter Teig entstanden ist. Ich habe wirklich die ganzen 200 g Mehl dazu gebraucht, aber schaut, ob ihr vielleicht nicht doch mit weniger auskommt.

In einem großen Topf Wasser aufkochen lassen, aus dem Teig Nockerl ausstechen und ca. 10 Minuten im siedenden Wasser (nicht wallen!) ziehen lassen.

Das Rohr vorheizen. Die Nockerl aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und in eine gebutterte Auflaufform geben. Dann den restlichen Käse darüber streuen und die restliche Butter drauf geben und im Rohr kurz überbacken.

Kosten pro Person:
– mit Bio Preisen vom 6.3.2019: ca. 2,3 €

spinatnockerl

Fastenvorsatz 2019

So, dieses Jahr wird wieder mal gefastet! Letztes Jahr war es mit der Verletzung meines Mannes zu der Zeit sooo turbulent, dass wir leider überhaupt nicht ans Fasten gedacht haben.

Dieses Jahr aber habe ich Großes vor. Ich werde Zucker fasten. Eigentlich kann ich nicht „werde“ sagen, denn jetzt mache ich es ja schon den zweiten Tag. Wie immer, bin ich spät dran mit der Ankündigung. *seufz*

Alles nicht erlaubt

Ich faste nicht nur Süßigkeiten, sondern wirklich jeglichen zugesetzen Zucker. Das heißt auch keinen Speck, der vorher in Zucker eingerieben wurde, kein halber Teelöffel Zucker in meinen Tee, und auch kein Honig, Ahornsirup oder sonstiger Süßkram ist erlaubt. Das Ziel ist eben, so wenig wie möglich zugesetzten Zucker zu konsumieren. Aber das gilt nur für mich, der Rest der Familie isst ganz normal weiter.

Tja, ich werde euch immer wieder mal von meinen Erfolgen und Schwierigkeiten berichten! Ich bin schon gespannt, wie es mir ergeht!

Fastet ihr? Wenn ja, was denn?

#wmdedgt: Tagebuchbloggen im März 2019

Schon wieder ist es so weit, das Tagebuchbloggen von Frau Brüllen, auch genannt „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ oder auch kurz „wmdedgt“. Aber lest selbst…

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6:00 Uhr: Der Handywecker läutet, ich höre ihn, schalte ihn aus, drehe mich um und schlafe weiter.

7:00 Uhr: Ich höre im Halbschlaf die Kirchenglocken und springe aus dem Bett! Holla die Waldfee, jetzt hab ich doch tatsächlich verschlafen! War ja klar… wenn ich mal alleine bin, ohne Mann und ohne Kinder, fehlen mir die natürlichen Aufwecker! Gut, dass die Kirchenglocke immer so lange läutet um 7!

7:05 Uhr: Ich mache mir Frühstück. Schwarztee und Cornflakes sind es heute.

7:30 Uhr: Ich bin eigentlich fix und fertig, könnte also eigentlich pünktlich das Haus verlassen, aber die Gemüsekiste kommt heute und die kommt normalerweise so zwischen 7 und 8. Ich warte noch ein bisschen, weil es ziemlich windig ist, und ich nicht will, dass es mein Gemüse verweht, wenn es draußen vor der Tür steht.

8:05 Uhr: Das Gemüse ist noch immer nicht da, jetzt muss ich aber echt aufbrechen. Ich schwinge mich aufs Rad und radle durch den vom letzten Nachtwind gebeutelten Wald. Der Wind hat glücklicherweise nachgelassen, aber über die Waldwege lieben Bäume und ich muss mein Rad öfters mal wo drüber heben.

8:30 Uhr: In der Arbeit angekommen! Jetzt wird losgearbeitet!

13:30 Uhr: Unsere Studenten blockieren die Hood, weil sie ihren Messtag haben, also breche ich meine Arbeit ab und mache morgen weiter, wenn das Labor etwas weniger frequentiert ist.

13:35 Uhr: Ich schwinge mich wieder aufs Rad und radle dem wieder aufgefrischten Wind entgegen. Ächz!

14:15 Uhr: Endlich zu Hause! Und das bleibt auch so. Heute geh ich nicht mehr raus, obwohl ich gerne nen Krapfen hätte. Aber wurscht. Es windet mir zu sehr, als dass ich das Rad nochmal betätige heute.
Ich schnappe mir die Gemüsekiste, die endlich vorm Haus steht und esse gleich mal eine Karotte, einen Apfel und eine Banane. HUUUUUNGER!

14:30 Uhr: Jetzt einen Tee machen, Nudeln kochen und die mit einer fertigen Zucchini-Tomatensauce (ich weiß, Foodblogger-Sakrileg! Aber das is mir wurscht, denn wenn es schnell gehen muss, darf es auch mal eine Sauce aus dem Glas sein!) und Käse essen. Noch ein gspritzter Saft dazu und endlich bin ich nicht mehr hungrig. Ich sollte echt anfangen, mir was zum Essen mit in die Arbeit zu nehmen, damit ich nicht immer so extrem ausgehungert nach Hause komme…

15:00 Uhr: Ich komme endlich aus meiner Hungererschöpfung raus und bin wieder einigermaßen Ansprechbar. Geschirrspüler ausräumen steht als nächstes an. Und mit der Family korrespondieren.

 

15:30 Uhr: Ich fange an, diesen Eintrag zu tippen.

16:00 Uhr: Ich liebe meine Handtasche abgöttisch, aber sie ist leider am Wochenende durch die Kinder NOCH schmutziger geworden, als sie schon vorher war. Ehrlich gesagt, war das Waschen schon lange nötig, aber erst jetzt komme ich dazu.

Ich räume die Tasche also aus und weiche sie in warmen Seifenwasser ein. Die Ledergriffe versuche ich, so gut es geht, aus dem Wasser rauszulassen. Mit einer weichen Bürste schrubbe ich die Tasche, dann abbrausen und kurz bei niedriger Drehzahl in der Maschine schleudern.

16:30 Uhr: Ich nehme die Handtasche aus der Waschmaschine und schalte gleich die nächste Wäsche ein. Jetzt schaut die Tasche besser aus, ist aber noch immer nicht ganz sauber! Ich bin gespannt, wie sie aussieht, wenn sie getrocknet ist.
Die Wäsche von vorhin muss ich auch noch aufhängen.

17:00 Uhr: Die schrecklichste Hausarbeit steht an… Wäsche zusammenlegen. Aber irgendwann muss das auch gemacht werden, nicht wahr? Daneben schaue ich eine Serie und nasche ein bisserl Schokolade.

19:00 Uhr: Ich telefoniere mit meiner Familie und flöze derweil auf der Couch.

19:20 Uhr: Ich stelle nochmal den Geschirrspüler an und schalte das heißeste Programm ein, um ihn mal so richtig durchzuwaschen.

19:30 Uhr: Eine weitere Ladung Wäsche wandert in die Waschmaschine. Normalerweise wasche ich so spät keine Wäsche, weil ich nicht will, dass wir so spät noch Lärm machen (Schleudergang), aber da unser Nachbar von unten da auch eigentlich keinerlei Skrupel hat, mache ich das heute auch mal. Außerdem sind die Jungs nicht da, also kann ich noch spät schleudern.

20:00 Uhr: Ich sitze vor dem Laptop und schreibe an diesem Eintrag. Ich will eigentlich nen Film oder ne Serie schauen, finde aber nichts, was mich interessiert oder nicht total verschreckt, deshalb werde ich dann doch lieber lesen. Eigentlich muss ich noch Wäsche verräumen. Vielleicht mache ich das noch gschwind vorher.

22:50 Uhr: Die Wäsche ist verräumt, ich habe gelesen und ein paar Rezept aus Zeitschriften rausgesucht, während ich wieder einen neuen, interessanten Podcast gefunden habe. Jetzt schlafen. Gute Nacht!

Im letzten Monat {Januar 2019}

Das neue Jahr hat eigentlich recht gut angefangen! Wir verbrachten Silvester noch auf der Hütte und fuhren dann am 3. Januar (unserem Hochzeitstag…irgendwie sind wir immer lange Zeit im Auto an unserem Hochzeitstag…) wieder zurück nach Bayern.

Der Arbeits- und Schulalltag hatte uns dann in der zweiten Januarwoche wieder voll im Griff bis… die Schneemassen kamen. Der Straßendienst kam nicht mehr mit dem Räumen nach, sodass der Schulweg für die Schulkinder zu gefährlich war. Das heißt: Schneefrei. In meinen 4+4+5 Jahren Schule hatte ich KEINEN EINZIGEN TAG Schneefrei und mein Sohn hatte in seinem ersten Jahr schon 3 Tage! Das hieß wieder mal Improvisieren mit der Arbeitszeit und Abwechseln mit dem Ehemann. Gott sei Dank hat er seine Doktorarbeit schon vor den Schneemassen abgegeben, sodass er da wieder etwas mehr Spielraum hatte.

Leider wurden dann die Kinder gleich auch abwechselnd krank, sodass der Alltag auch nicht „alltäglicher“ wurde, nachdem „schneefrei“ aufgehoben wurde.

Wir bekamen dann Besuch, ich hätte fast meine Ebba umgebracht und wir waren für unsere Verhältnisse oft Auswärts essen. Der Schnee schmolz wieder und ich bestellte schonmal die Faschingskostüme für die Kinder

Wir waren recht brav mit unserem Vorsatz, großteils vegan zu kochen und jetzt am Ende des Monats wurden der Liebste und ich wieder mal gemeinsam krank. *seufz* Naja. Aber wir sind am Weg der Besserung.

Ich bin gespannt, was der Februar für uns Bereit hält!

Vorsätze fürs neue Bloggerjahr

Nun ist der Januar schon fast zur Hälfte vorbei und ich komme erst jetzt dazu, meine Neujahrsvorsätze aufzuschreiben.
Normalerweise mache ich keine Vorsätze, weil ich versuche mir auch unterm Jahr immer Dinge vorzunehmen, aber letztes Jahr ist durch die Verletzung meines Mannes gleich am Anfang des Jahres alles so durcheinander geraten, dass ich an Vorsätze gar nie gedacht habe.

Das Jahr 2019 soll für mich einfach gesünder werden. Ich muss etwas mehr auf mich achten, möchte endlich wieder etwas Sport machen, vielleicht ein Hobby finden und einfach wieder mal ein paar Mal was nur für mich machen.

Für den Blog bedeutet das, dass es mehr vegetarische und vegane Gerichte geben wird und ich werde auch manchmal ein paar persönliche Dinge posten. Wir werden sehen, wie viel Einblick in unser Leben ich geben möchte, aber ein bisschen was wird es schon zu sehen/lesen geben von uns. Wenn schon nichts anderes, möchte ich zumindest so weit möglich bei „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ an jedem 5. mitmachen.

Ich muss auch langsam wieder anfangen, unseren Hausrat und Küchenzeugs zu reduzieren und auch dazu werde ich wohl ein bisschen was zu sagen haben. Es bleibt auch hier spannend.

Über unser zweites, internationale Umziehen habe ich auch noch immer nicht geschrieben und der 3. Eintrag von unserer Reise nach Kalifornien fehlt auch noch! Pffuh… na da ist eh noch einiges zu tun! Ein paar Tipps für den Campingurlaub in Südfrankreich hätte ich auch noch parat.

Viele Rezepte am und mit dem Kamado Joe wären auch noch zu posten! Und andere Rezepte und Versuche stehen auch an.

Was würdet ihr denn gerne lesen? Ich würde mich wirklich WIRKLICH sehr über feedback freuen!

#wmdedgt: Tagebuchbloggen im Januar 2019

Schon wieder ist es so weit, das Tagebuchbloggen von Frau Brüllen. Das vierte Mal mache ich nun schon mit! Vielleicht schaff ich es ja noch öfters. Wäre cool!

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7:24 – Ich schaue auf die Uhr. WAAS? Wow, ich habe bis nach 7 schlafen dürfen? Exzellent! Der Kleine ist noch an mich geschmiegt… okay!? Der Große ist mit dem Papa aufgestanden und die Zwei haben anscheinend schon ein Bummerl geschnapst. Tja. So kann ein Tag anfangen!

Ein Blick aus dem Fenster verrät mir, dass es in der Nacht noch weiterhin fleißig geschneit hat und freue mich sehr sehr sehr!!! (Ich bin mir aber auch bewusst, dass ich in einer sehr privilegierten Position bin, dass ich mich über Schnee freuen kann und er für mich nicht Hunger, Kälte, Not und Verzweiflung bedeutet.) Ich liiiiiebe nämlich den Winter. Den RICHTIGEN Winter. So mit Schnee, Eis und Kälte. Hach. Wiiinter!

mde

Ich ziehe den mittlerweile auch aufgewachten Kleinen an bzw. händige ihm seine Kleidung. Dem Großen gebe ich auch seine Kleidung bzw. erinnere ihn ans Anziehen 😉 Natürlich werfe ich mir selber auch was über 😉

Dann setze ich mich zum Computer um einige Überweisungen zu tätigen, Finanzen zu checken etc. Das ist in unserem Weihnachtsurlaub zu kurz gekommen. (Bzw war das Internet einfach zu schlecht dafür)

8:15 – Ich setze mich zum fix und fertig vom Ehemann gemachten Lieblingstee, den die Lieblingsschwägerin uns wieder besorgt hat! DANKE JULIA!!! (Assam CTC Broken, falls es jemanden interessiert) Wir hatten schon lange vor Weihnachten keinen mehr und jeder, der schon mal keinen Kaffee mehr zu Hause hatte und sich dann Instant Kaffee machen musste, oder anderen minderwertigen Kaffee, weiß ungefähr, wie wir uns ohne unseren Tee gefühlt haben die letzten paar Monate. Wir fanden einfach keinen adäquaten Ersatz!

8:20 – Ich frage die Kinder, was sie denn gefrühstückt haben und bekomme als Antwort „nichts!“, also mache ich jedem Joghurt mit Grütze und Wahlweise Müsli rein. Wir essen friedlich. Der Mann macht sich mit dem Rad auf in die Arbeit – durchs Schneegestöber. Dazu muss man sagen, dass mein Mann durch unsere Zeit in Schweden einiges gewohnt ist und er Spikes hat, eine superstarke Lampe und kältemäßig ziemlich abgehärtet ist.

8:22 – Meine Mama ruft an und wir vertratschen die nächsten 15 Minuten, während die Kinder erst mal in Frieden essen und dann in unfrieden Streiten 😉

8:40 – Ich erinnere mich mit Schrecken an den Bausparer meines Sohnes, der bald ausläuft und den wir vor 2 Ländern abgeschlossen haben. Die haben keine Adresse von uns geschweige denn eine Kontonummer, um das Geld hin zu überweisen. Meine Güte. Das darf ich nicht vergessen, dass ich das nächste Woche regeln muss. Ich suche panisch das E-Mail, dass ich schon mal vor einem Jahr geschrieben habe. Aaaah, da ist es ja! Glück gehabt!

9:00 – Der Große beschwatzt mich, ihn Handy spielen zu lassen. „Es ist Samstag Mama!!!!“ Na guuut, 15 Minuten Handy spielen ist in Ordnung. Dann will natürlich auch der Kleine spielen. Na guuut, 10 Minuten Handy spielen für den Kleinen. Mann o Mann. Der Große mischt sich natürlich immer ein beim Kleinen, was der Kleine natürlich nicht so gut findet. Pfft. Handy spielen heißt in unserem Haushalt eigentlich immer Spannung und teilweise Streit. Ich überlege jedes Mal wieder, ob es die 5 Minuten Ruhe überhaupt Wert sind, sich das anzutun.

9:25 – Zähne putzen, Gesicht waschen, allgemeine Morgenhygiene.

9:35 – Morgenhygiene hat so lala geklappt. Duch merkwürdige (und eklige) Umstände kann eine Zahnbürste eines der Jungs nicht verwendet werden, also müssen wir heute doch mal in die Stadt um eine zu besorgen. Ich hatte gedacht, wir könnten uns das heute sparen. Tja. Erstens kommt es anders…

Ich schimpfe so dahin mit meinen Kindern, (Warum gibt es eigentlich Tage, an denen man nichts anderes macht, als zu schimpfen? Und warum muss ich ungefähr tausend Mal am Tag „Geh jetzt endlich von deinem Bruder runter?“ sagen?)

9:40 – Ich muss doch mal meine Haare waschen, damit ich nicht wie der Yeti aussehe.

9:50 – Mit feuchten Haaren und dem Handtuch am Kopf sitze ich da und schreibe und zetere Gleichzeitig die Kinder an. Ich spiele die Daten von meinem Fitnesstracker (Geburstagsgeschenk!) aufs Handy, überweise nochmal was, was ich vorher vergessen hatte und bin leicht genervt, dass wir nachher noch was besorgen MÜSSEN. Hatte mich echt gefreut, heute keinerlei Verpflichtungen zu haben. Naja.
Ich zupfe meine Augenbrauen, nehme die Wäsche (von gestern Abend) aus der Waschmaschine.

10:30 – Allgemeines herumstrawanzen und Buch vorlesen. Dann dürfen die Kinder die Sendung mit der Maus der Vorwoche anschauen.

11:00 – Ich ärgere mich, dass ich wertvolle kinderfreie Zeit auf meinem Handy vergeudet habe und fange endlich an zu kochen und die Küche aufzuräumen. Nebenbei höre ich einen meiner vielen Podcasts.

11:30 – Essen. Ich habe schnelle Spaghetti mit Basilikumpesto und nen gemischten Salat gemacht. Für den Kleinen gibt es das alles ohne Pesto, das mag er nämlich nicht.
Als Nachspeise essen die Beiden ein Joghurt, dass sie sich beim gestrigen Einkauf ausgesucht haben.

 

12:00 – Wir räumen den Tisch ab und die Kinder spielen Lego. Ich räume den Geschirrspüler ein und überlege, was ich gestern vergessen habe zu kaufen. Könnte ich ja nachher dann auch gleich besorgen.

12:30 – Wir machen uns bereit, das Haus zu verlassen. Ein Kind hat noch keine Hose, ein Kind vermisst einen Socken. Aber wir sind recht schnell aus dem Haus… es geschehen doch noch Wunder!

12:40 – An der Bushaltestelle sehe ich, dass der Bus Samstags nur einmal die Stunde fährt und zwar immer um 19 nach. Hrmpf. Also nochmal nach Hause, weil in nem Schneesturm will ich auch nicht im Bushüttel so lange warten.

13:00 – Ich hänge endlich die Wäsche auf, die ich schon am Vormittag aus der Maschine genommen habe. Die Kinder beschäftigen sich leise mit irgendwelchen Dingen.

13:05 – Wir machen uns zum zweiten Mal fertig, das Haus zu verlassen. Wir gehen zum Bus, müssen nur kurz warten, dann kommt auch er auch schon durchs Schneegestöber. Weil heute Samstag ist, fährt er die lange Strecke in die Stadt, also haben wir es 15 Minuten schön warm.

In der Stadt schauen wir zuerst mal, wann der Bus wieder zurück fährt, dann waten wir durch den Schnee und Matsch zum Drogeriemarkt, wo ich vorher genannte Zahnbürste kaufe und noch andere Kleinigkeiten, die wir gestern so vergessen hatten.

Dann haben wir noch viel zu viel Zeit bis zum Bus, also schauen wir noch in einen Kleidungsladen und in den Bioladen. Bibliothek und Bäckerei haben leider schon zu, also kaufe ich den Kindern eine Brezel im Bioladen. Die wären mir sonst verhungert.

Danach geht es ab zur Bushaltestelle, wo wir noch ein paar Minuten warten müssen.

Pünktlich kommt der Bus und wir sinken in die warmen Sitze.

15:00 – wieder zu Hause. Die Kinder haben Hunger, also mache ich ihnen gleich mal ein Obstteller, gieße Tee ein und dann dürfen sie (schon wieder!) was schauen. Sie sind natürlich sehr zufrieden damit 😉

Ich höre derweilen wieder Podcast und schmökere in meinen Kochbüchern. Wir wollen in den nächsten Monaten weitgehend vegetarisch/vegan essen (also mein Mann und ich, die Kinder können auswärts schon Fleisch und Wurst haben) und da plane ich jetzt gerade vor. Ich weiß aber noch immer nicht, was ich zum Abendessen kochen soll. Hm..

Zwischendurch will der Große was pikantes Essen, also schmiere ich Kürbiskernverhackertes auf ein Brot und reiche das den Herrschaften auf die Couch.

16:00 – Der Große hat sich mit einem neuen Rätselbuch zurückgezogen, der Kleine spielt Lego. Ich schreibe die letzten Stunden auf.

 

16:30 – Ich habe mich gerade über den Kleinen geärgert, der schon wieder ein zusammengebautes Legofahrzeug komplett zerlegt hat, und der jetzt von mir will, dass ich es wieder zusammenbaue. NEIN mein Lieber. NEIN. N.E.I.N!

16:40 – Ich befülle den Reiskocher und schalte ihn ein. Dann fange ich mal ein Curry an. Ich habe einen Karfiol, der weg gehört, also mache ich ein Blumenkohlcurry mit Kartoffeln und Kokosmilch.

17:29 – Der Liebste schreibt, dass er jetzt weg fährt. „Vorsichtig fahren!“ sag‘ ich ihm.

17:40 – Wir fangen an zu Essen. Der Kleine ist begeistert, der Große wie so oft in letzter Zeit, nicht. Kann ein Kind sich beim Essen zurückentwickeln?

17:51 – Der Liebste hat angerufen, es ist fast unmöglich, mit dem Rad durch diesen hohen, pickigen Schnee zu kommen. Ob wir ihn wohl abholen könnten? Natürlich können wir!

18:15 – Wieder Daheim. Uffza. Das Auto abkehren bzw. Scheibe abkratzen hat ganz schön gedauert und auch die Straßen waren ziemlich verschneit beim Hinfahren. Beim zurück fahren war schon geräumt. Das Rad des Liebsten war ein einziges Schneerad.

Ich mache dem Ehemann ein Teller mit Curry und Reis, dass er begeistert isst. Kann nicht so schlecht sein, wie der Große behauptet.

18:30 – Die Kinder haben von unserer lieben Freundin Martina Badebomben bekommen (Danke Martina!) und die wollen sie natürlich jetzt benutzen. Also. Badezeit!
Wir Eltern setzen uns derweilen auf die Couches und lesen bzw. schreiben an diesem Eintrag weiter.

18:50 – Die Badezeit eskaliert durch Spritzattacken beider Kinder. Wie immer halt. Ich greife ein und hole beide raus. Dann abtrocknen, anziehen, pieseln, Zähne putzen und ab ins Bett. Heute ist Papa-Schlafenzeit und natürlich muss er auch noch eine Geschichte vorlesen.

Um 19:09 sind sie alle drei im Bett und lesen vor bzw. hören der Geschichte zu.

Ich setze mich zum Computer, schreibe am Eintrag weiter und entscheide mich dann schlussendlich dazu, einen Film zu schauen. Irgendwann kommt der Liebste dazu, wir brechen den relativ unspannenden Film ab und gehen dann, wie gewohnt, um 22 Uhr schlafen. Ein recht ereignisloser, aber trotzdem angenehmer Tag!

Und wie war es bei euch? Was habt ihr den ganzen Tag so gemacht?

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Weitere Tagebucheinträge könnt ihr bei Frau Brüllen ganz unten bei ihrem Artikel finden. Einfach -hier- geklickt!