synchronbacken #46: Bialy

Habt ihr schon mal von Bialy gehört? Nein? Da seid ihr nicht allein, weil ich kannte das vor diesem #synchronbacken nämlich überhaupt nicht.

Bialy ist eine polnische, jüdische Backware, normalerweise mit geschmorten Zwiebeln gefüllt. Es hat was von einem Bagel, aber sie werden anders zubereitet und sehen in ihrem kurzen Leben kein kochendes Wasser. Bei Hefeteig kann ich ja NIE „Nein“ sagen, also hab ich eben wieder beim Synchronbacken, das Zorra und Sandra schon seit Jahren ausrichten, mitgemacht.

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Das Originalrezept für die Bialy findet ihr hier – KLICK – auf Zorras Homepage. Diesmal hab ich es für mich ein biiiiischen abgeändert, zum Beispiel hab ich Sauerteig dazugegeben und die Hefemenge drastisch reduziert. Außerdem wollte ich keine herzhaften Bialy und hab daher eine Erdbeer-Sauerrahmfüllung gemacht. Da das Rezept vom Grundrezept abweicht, hab ich es euch diesmal aufgeschrieben:

Sauerteig Bialy mit Erdbeersauerrahmfüllung

Zutaten (für 12 Stück)

Teig

3 cups (500g) Vollkornmehl
4 cups (530g) Weizenmehl glatt
1 TL Salz
1,5 g Trockenhefe
2 1/4 cups (500g) Wasser
1/4 cup (50g) Sauerteigstarter

Füllung

50 g Butter
1 Eidotter
50 g Staubzucker
250 g Sauerrahm
10 g Stärkemehl
5 Erdbeeren

Zubereitung

Mehl, Salz, Hefe, Sauerteig und Wasser bei kleinster Stufe 1 bis 2 Minuten in der Küchenmaschine rühren bis der Teig gerade so zusammenkommt. (Falls der Teig euch zu trocken vorkommt, gebt nochmal einen Schuss Wasser dazu) Schüssel zudecken und den Teig 20 Minuten ruhen lassen. Danach den Teig bei Stufe 1 oder 2 für 8 Minuten oder solange kneten lassen bis er glatt und elastisch ist.

Den Teig in einer Schüssel zugedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Am nächsten Tag den Teig in 12 gleich grosse Stücke teilen und diese rund formen. Mein Teig war relativ fest, das war nicht ganz einfach. Ich habe daher die Teigstücke nochmal geknetet und dann ging’s besser.

Teigkugeln bei Raumtemperatur ca. 1 Stunde gehen lassen.

Ofen auf 250°C aufheizen.

Währenddessen Füllung vorbereiten.

Die Butter mit dem Zucker und dem Eidotter flaumig rühren. Dann den Sauerrahm  und das Stärkemehl unterrühren. Die Erdbeeren waschen, trocken tupfen und klein schneiden und auch zur Fülle geben.

Weiter geht’s mit dem Teig.

2 Backbleche mit Backpapier belegen. In jede Teigkugel in der Mitte ein großes Loch drücken. Das ging bei meinem festen Teig unglaublich gut. Falls ihr weicheren Teig habt, solltet ihr Bagel-ähnliche 15 cm grosse Rondellen ziehen, dabei darauf achten, dass sich nur eine Mulde und kein Loch in der Mitte bildet. So ähnlich wie Pizza mit dickem Rand.

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Die so geformten Rondellen auf den zwei Blechen verteilen und in jede Mulde 1 EL Sauerrahmfülle geben.

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10-12 Minuten backen oder solange bis sie leicht goldig braun sind. Bialys noch warm servieren. Auf keinen Fall im Kühlschrank aufbewahren, da werden sie hart.

Diese Dinger schmecken super gut, sind sehr sättigend und da sie sehr einfach sind, werde ich sie sicher wieder mal machen! Vielleicht probier ich sie ja sogar mal im Original mit Zwiebel gefüllt!

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Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 21. April 2020: ca. 0,29 €

Vielen Dank nochmal an Zorra und Sandra fürs Organisieren und alle Teilnehmer würden sich freuen, wenn ihr auch bei ihnen vorbeischauen würdet!

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Britta von Backmaedchen 1967
Dominik von Salamico
Tina von Küchenmomente
Dani von Leberkassemmel und mehr
Simone von zimtkringel
Martha von Bunte Küchenabenteuer
Amber von Kuchennymi Drzwiami
Volker von Volkermampft
Tamara von Cakes, Cookies and more
Conny von Mein wunderbares Chaos
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Tanja von Miss Golosinas
Andrea von Aprilmädchen
Manuela von Vive la réduction!
Yvonne von Rezepttagebuch
Bettina von homemade & baked
Geri von Lecker mit Geri

#kochenausdemkochbuch No.1 : Krautfleckerl

Wie ich in meinem letzten Beitrag angekündigt habe, möchte ich mehr aus meinen Kochbüchern kochen und da das doch ein paar sind, will ich keine Zeit verlieren und fange gleich mal an. (Übrigens habe ich mein Kochbuchregal im Jahre 2014 schon einmal vorgestellt, falls ihr da auch mal nachlesen möchtet – KLICK. Jetzt sieht es etwas anders aus 😉 )

Diesmal ein Rezept aus dem St. Martiner Kochbuch, dass ich von meinen Schwiegereltern bekommen habe. Dieses Kochbuch ist ein Allround Kochbuch, würde ich sagen, mit allen wichtigen Rezepten, die man in Österreich und genauer in der Steiermark so kennt und brauchen kann.

Ich hab das Rezept ausgesucht, weil’s zur Fastenzeit passt und ein recht billiges Rezept ist und zur Zeit können wir alle nur vom Sparen profitieren. Kraut ist „saubillig“ und „gibt super aus“. (Heute hab‘ ich’s mit den österreichischen Ausdrücken 😉

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Hier also mein etwas abgewandeltes Rezept, weil ich’s gerne vegetarisch oder sogar vegan wollte, aus dem St. Martiner Kochbuch für:

Krautfleckerl

Zutaten (für 4 Personen)

3 EL Öl
1 TL Zucker
1/2 kg Weißkraut
1 Zwiebel
Schuss Gemüsebrühe (oder Wasser + Suppenwürfel)
Salz
Pfeffer
Kümmel

300 g Fleckerlnudeln (gut sind auch Farfalle, falls ihr keine Fleckerl bekommt)

Zubereitung

Das Kraut fein schneiden oder „hacheln“, wie die Tätigkeit des Schneidens mit dem Küchenhobel bei uns in Österreich genannt wird. (Ich hachle das Kraut immer, schneiden ist mir zu aufwändig. Manche mögen das Kraut etwas gröber, dann schneidet es einfach. Ich bin fan vom nudelig-kleinen Kraut 😉 )

Zwiebel schneiden und mit dem Zucker und etwas Kümmel im Fett anbraten, bis die Zwiebelstückchen leicht bräunlich geworden sind. Dann das Kraut dazugeben, anschwitzen lassen, mit einem Schuss Gemüsebrühe (oder Wasser+Suppenwürfel) angießen, mit Salz, Pfeffer und noch mehr Kümmel würzen und dünsten lassen, bis das Kraut weich geworden ist und die meiste Flüssigkeit verdampft ist.

Die Fleckerl (das sind flächige, rautenförmige Nudeln…ich hab euch mal den Wikipedia Eintrag dazu verlinkt – KLICK! )  in Salzwasser nach Packungsangabe al dente kochen, das Wasser abgießen, kurz ein bisschen ausdampfen lassen und zum Kraut geben und vermischen.

Das Ganze großzügig salzen, kurz durchziehen lassen – fertig sind eure Krautfleckerl! Als Kinder haben wir davon immer kiloweise gegessen! (Meine armen Eltern…)

Krautfleckerl3

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 29.März 2020: ca. 0,56 €

Ein neuer Vorsatz

Ich hatte leider am Anfang des Jahres nicht mal irgendwie Zeit, mir einen Vorsatz fürs neue Jahr zu überlegen. Aber jetzt habe ich ja leider massenhaft Zeit, um mir Gedanken und Sorgen zu machen und ja, auch um mir Vorsätze zu überlegen!

Beim Umzug ist mir mal wieder vor Augen geführt worden, wie viele Kochbücher ich besitze. Ich habe zwar Einige, die ich nie benutzt habe und die noch in sehr gutem Zustand waren, verkauft, aber von vielen will ich mich einfach nicht trennen und deshalb habe ich jetzt zwar nicht mehr ganz soviele, aber noch immer ein ganzes Regal voller Kochbücher herumstehen. Ich sage deshalb „herumstehen“, weil ich meine Kochbücher leider viel zu selten benutze.

Das soll sich mit diesem Vorsatz ändern! Ich will nämlich ab jetzt aus jedem Kochbuch und jeder Kochzeitschrift mindestens 1 Rezept nachkochen. Wenn ich mich nicht verzählt habe und keines irgendwo anders herumliegt, habe ich 152 Kochbücher und Kochzeitschriften, aus denen ich was kochen muss.

Natürlich kann ich das nicht in diesem Jahr schaffen, also wird sich das vermutlich noch auf nächstes Jahr ausdehnen. Ich bin gespannt, wie lange es dauert! Drückt mir die Daumen!

Und vielleicht macht ja jemand von euch mit? #kochenausdemkochbuch

synchronbacken #45: Haferflockenbrot

Leute, die Zeiten sind gerade sehr ungewiss. Wir dürfen hier in Pennsylania zwar noch raus, aber der Virus rückt leider näher (in unserem County sind jetzt auch schon Fälle) und wir praktizieren das #socialdistancing, oder auch „sozialen Abstand“, und die Selbstisolierung eigentlich seit Wochen. Ich brauch‘ Ablenkung von den schrecklichen Nachrichten.

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Da bietet sich das virtuelle Synchronbacken geradezu an, oder nicht? Diese Aktion war (und ist!) schon immer eine der besten, wie ich finde und das ist ganz allein Zorra vom Kochtopf und Sandra von fromsnuggskitchen zu verdanken. Für mich Expat ist sowas natürlich super, ich kann mich in meiner Muttersprache austauschen, kann Rezepte ausprobieren und sowieso ist sowas für mich eher introvertiertem Menschen ideal. Ich mache jetzt zum fünften Mal mit. Vielleicht seid ihr ja beim nächsten Mal auch mit dabei?

Dieses Mal war die Auswal des Rezeptes nicht ganz einfach, da man aus Zorras Rezeptbuch mit 24 Rezepten auswählen konnte. Nach etwas Recherche und Durchsicht durch unsere noch nicht sonderlich gut gefüllten Regale (wir sind ja erst seit 7 Wochen da) habe ich mich für das Haferflockenbrot entschieden.

 

Im Vorhinein habe ich mir viele Gedanken gemacht darüber, ob das amerikanische Mehl passt, wieviel Trockenhefe ich wohl nehmen soll und ob das chlorierte Wasser durch unseren Wasserfilter wohl genug gefiltert wird und falls nicht, das Chlor die Hefe schon vorm Backen killt. Fragen über Fragen!

Im Nachhinein war eigentlich nix ein Problem. Schlussrechnen kann ich ja, das Wasser war gefiltert und wie die Konsistenz eines Teiges so circa sein soll, weiß ich auch und ich könnte die Wassermenge gegebenenfalls ja ändern, falls das Mehl mehr oder weniger braucht. Also alles paletti.

 

Das Backen war super leicht, das Rezept ist idiotensicher und außer dass das Brot dann im Ofen zerrissen ist wie nur was und dann im Endeffekt ziemlich freakig ausgesehen hat, war alles super!

Geschmeckt hat das Brot auch megamäßig lecker, es war sofort weg und ich kann euch sagen, dass ich am gleichen Tag noch das nächste Brot aus Zorras Rezeptesammlung angefangen habe zu backen. Ich werde berichten, wie es gelaufen ist!

Haferflockenbrot2

 

Und hier die Links zu meinen MitbäckerInnen:
(und jetzt auch mit ALLEN, anscheinend kann ich nicht mehr kopieren *facepalm*)

1x umrühren bitte aka kochtopf
Backmaedchen 1967
Küchentraum & Purzelbaum
Küchenmomente
Salamico
Vive la Réduction!
Jenny is baking
Obers trifft Sahne
Dagmar brotecke
teigliebe
zimtkringel
MP Cooking
Backen mit Leidenschaft
Food for Angels and Devils
Linal’s Backhimmel
Cakes, Cookies and more
Kaffeebohne
Soni-Cooking with love
Volkermampft
Lecker mit Geri
Verena`s Blog Schöne Dinge
Julia´s Sweet Bakery
Bake my day – glutenfrei
evchenkocht
From-Snuggs-Kitchen
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