synchronbacken #45: Haferflockenbrot

Leute, die Zeiten sind gerade sehr ungewiss. Wir dürfen hier in Pennsylania zwar noch raus, aber der Virus rückt leider näher (in unserem County sind jetzt auch schon Fälle) und wir praktizieren das #socialdistancing, oder auch „sozialen Abstand“, und die Selbstisolierung eigentlich seit Wochen. Ich brauch‘ Ablenkung von den schrecklichen Nachrichten.

Haferflockenbrot3

Da bietet sich das virtuelle Synchronbacken geradezu an, oder nicht? Diese Aktion war (und ist!) schon immer eine der besten, wie ich finde und das ist ganz allein Zorra vom Kochtopf und Sandra von fromsnuggskitchen zu verdanken. Für mich Expat ist sowas natürlich super, ich kann mich in meiner Muttersprache austauschen, kann Rezepte ausprobieren und sowieso ist sowas für mich eher introvertiertem Menschen ideal. Ich mache jetzt zum fünften Mal mit. Vielleicht seid ihr ja beim nächsten Mal auch mit dabei?

Dieses Mal war die Auswal des Rezeptes nicht ganz einfach, da man aus Zorras Rezeptbuch mit 24 Rezepten auswählen konnte. Nach etwas Recherche und Durchsicht durch unsere noch nicht sonderlich gut gefüllten Regale (wir sind ja erst seit 7 Wochen da) habe ich mich für das Haferflockenbrot entschieden.

 

Im Vorhinein habe ich mir viele Gedanken gemacht darüber, ob das amerikanische Mehl passt, wieviel Trockenhefe ich wohl nehmen soll und ob das chlorierte Wasser durch unseren Wasserfilter wohl genug gefiltert wird und falls nicht, das Chlor die Hefe schon vorm Backen killt. Fragen über Fragen!

Im Nachhinein war eigentlich nix ein Problem. Schlussrechnen kann ich ja, das Wasser war gefiltert und wie die Konsistenz eines Teiges so circa sein soll, weiß ich auch und ich könnte die Wassermenge gegebenenfalls ja ändern, falls das Mehl mehr oder weniger braucht. Also alles paletti.

 

Das Backen war super leicht, das Rezept ist idiotensicher und außer dass das Brot dann im Ofen zerrissen ist wie nur was und dann im Endeffekt ziemlich freakig ausgesehen hat, war alles super!

Geschmeckt hat das Brot auch megamäßig lecker, es war sofort weg und ich kann euch sagen, dass ich am gleichen Tag noch das nächste Brot aus Zorras Rezeptesammlung angefangen habe zu backen. Ich werde berichten, wie es gelaufen ist!

Haferflockenbrot2

 

Und hier die Links zu meinen MitbäckerInnen:
(und jetzt auch mit ALLEN, anscheinend kann ich nicht mehr kopieren *facepalm*)

1x umrühren bitte aka kochtopf
Backmaedchen 1967
Küchentraum & Purzelbaum
Küchenmomente
Salamico
Vive la Réduction!
Jenny is baking
Obers trifft Sahne
Dagmar brotecke
teigliebe
zimtkringel
MP Cooking
Backen mit Leidenschaft
Food for Angels and Devils
Linal’s Backhimmel
Cakes, Cookies and more
Kaffeebohne
Soni-Cooking with love
Volkermampft
Lecker mit Geri
Verena`s Blog Schöne Dinge
Julia´s Sweet Bakery
Bake my day – glutenfrei
evchenkocht
From-Snuggs-Kitchen
Bei Freunden
ELBCUISINE

Synchronbacken #13: Haferle

Ich hatte wieder Zeit (okay, Zeit nicht wirklich – was man an den schnell-schnell-Fotos sieht, aber Lust hatte ich 😉 )zum Synchronbacken diesen November und als Sandra und Zorra dann verkündeten, dass diesmal Haferweckerl (Brötchen) gebacken werden, war ich natürlich gleich dabei!

Das Rezept kam diesmal vom Brotdoc und ich glaub‘, da muss ich öfter mal was backen von der Site… ich fand‘ die Haferle supergut!

anhang-71

Wie war das Backen?

Diesmal habe ich aber SOWAS von improvisiert! Da wir in der nächsten Woche international umziehen, verbrauchen wir natürlich schon seit Wochen unsere Lebensmittel, so gut es geht. Ich hatte also noch Weizenkleie, (aufs Gramm genau!!) die habe ich statt der Haferkleie im Vorteig verwendet. Und anstatt dem Leinsamenschrot im Teig habe ich eine Mischung aus Mohn, Sesam und Flohsamen genommen. Ich war mir nicht sicher, ob das so gemeint war, aber ich dachte mir „So what?“ und hab‘ einfach ‚mal gemacht.

Der Vorteig ist mir relativ fest vorgekommen, dafür war dann der Hauptteig etwas zu weich. Hm. Lag das vielleicht am Mehl? Wir werden es nie erfahren.

Da ich auch keine Haferkleie zu Hause hatte, aber TONNEN von Haferflocken, hab‘ ich die einfach ein paar Haferflocken gemahlen und zum darin Wälzen genommen. War super!

Beim Rezept steht, dass man daraus 19 Brötchen machen kann, ich habe 6 große Brötchen und ein Brot daraus gemacht. Ging auch gut.

Außerdem gibt es in unserem Haus kein Lochblech oder anderen Schnickschnack zum Brot backen, das hab‘ ich also auch weggelassen und meine sehr weichen Teilchen dann einfach gleich direkt auf dem mit Backpapier belegten Backblech über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. (Ja, in unseren Kühlschrank bekomme ich ganz leicht unser Backblech hinein.) Mit Umdrehen und Einschneiden war durch den weichen Teig auch nix. Also ganz einfach so gebacken.

Was werde ich beim nächsten Mal anders machen?

Nächstes Mal werde ich auf jeden Fall versuchen, den Teig nicht mehr so weich zu führen. Aber nächstes Mal bin ich dann aber auch schon in Deutschland und habe nicht mehr die Probleme mit den nicht-existierenden Mehltypen.

Vielen Dank liebe Sandra und Zorra für die Organisation! Ich hoffe, ich habe das Nächste Mal wieder Zeit! Es macht mir nämlich großen Spaß, synchron mit euch zu backen!

Kosten pro Stück (mit meinen Änderungen und 19 Stück)): ca. 0,11 € pro Stück


Hier die Links zu meinen Synchronbackkolleginnen:

Chiliblüten
auchwas
Alexa 089
evchenkocht
Dagmars Brotecke
Backen Mit Leidenschaft
From-Snuggs-Kitchen
Herbs & Chocolate
gourmandises végétariennes
Küchenkunstwerk
1x umrühren bitte aka kochtopf
Verkocht!
Katha-kocht!

Merken

Mein erstes Synchronbacken: Buttermilch-Toastbrot

toastbrot1

Vielleicht kennt ihr es, ich habe es auf jeden Fall schon öfter verfolgt, aber noch nie selbst Zeit gehabt, mitzumachen: Das Synchronbacken, das Zorra vom Kochtopf und Sandra von from-snuggs-kitchen organisieren. (Ich bin wieder mal spät dran, da mein Internet seit Montag nicht funktioniert hat, das Backen fand am Freitag/Samstag statt.)

synchronbacken September 2015Im Prinzip funktioniert die Aktion so, dass die beiden Damen ein Brotrezept aussuchen, ein Termin festgelegt wird und dann alle, die Teilnehmen möchten, zur gleichen Zeit dieses Rezept in der Originalform oder abgewandelt backen. Das ist sehr praktisch, da man so immer über die social media Kanäle unter dem Hashtag „synchronbacken“ Fragen stellen kann und auch nachsehen kann, wie der Teig etc. aussehen sollte und wie es den anderen denn so geht. Seeeehr praktisch!

Das diesmalige Rezept stammte von Zorra selbst und ist ein Buttermilch-Toastbrot. Mein allererstes Toastbrot, obwohl ich schon oft selber eines backen wollte, weil mir die blöde Toastbrotkauferei auf den Wecker geht. Das ist erstens immer total wabrig und zweitens wird’s total schnell schlecht und steinhart. Naja. Da kam mir das Synchronbacken natürlich grade recht!

toastbrot2

Ich hatte eigentlich keinerlei Probleme mit dem Rezept und das Brot ist großartig geworden! Wir hatten Besuch und haben es getoastet zu Lachs gegessen – ein Traum! Wird bald wieder gebacken!

synchronbacken1

 

Ein Kochbuch auf Reisen: Cucina Vegana

Vielleicht haben die Blogger unter meinen Lesern schon von der Aktion Ein Kochbuch auf Reisen gehört, die LaGusterina gestartet hat! Ein Kochbuch wird von Blogger zu Blogger geschickt und mit dem Einverständnis des Verlags kocht jede/r zwei Rezepte nach, von denen er eines genau, das zweite nur grob verbloggt. Da musste ich natürlich gleich mitmachen!

Ausgesucht hat LaGusterina das Buch „Cucina Vegana – Vegan genießen auf italienische Art„, was ich sehr spannend finde, weil man bei der italienischen Küche ja nicht unbedingt vegan erwartet. Die Rezepte im Buch sind recht einfach und kommen ohne Bilder aus. (Es gibt aber herzige Zeichnungen) Bilder braucht man aber auch nicht, da Heike Kügler-Anger alles recht klar beschreibt. Ein paar Rezepte hab‘ ich mir gemerkt, die werd‘ ich sicher noch nachkochen!

Ich hab‘ mir für die Aktion die Rezepte für Toskanische Rosmarinbrötchen (genaues Rezept) und Gefüllte Birnen (grobes Rezept) ausgesucht, weil man dafür die Zutaten auch ohne Probleme im Winter bekommt. (Paradeiser im Winter schmecken einfach nicht… und kommen wer weiß wo her).

birne1

Gefüllte Birnen

Man braucht: Birnen, Öl, tockenen Weißwein, gemahlene Mandeln, Semmelbrösel, süßer Marsalawein oder Sherry, Olivenöl, Kakaopulver und Bittermandelaroma

Zubereitung: Die vom Kerngehäuse befreiten Birnen werden mit Birnenstücken und den restlichen Zutaten gefüllt und im Backofen in einer Auflaufform mit dem Weißwein gegart. Man serviert sie heiß.

Schwierigkeit: sehr einfach
Geschmack: SUPERLECKER! Die Überraschung des Tages! Birnig-Schokoladig-Mandelig-Weißweinig-Gut! Das gibt’s sicher das nächste Mal mit Vanilleeis wenn wir Leute zum Essen eingeladen haben.
Rezeptverständlichkeit: super erklärt
Anlass(tauglichkeit): Als einfache, aber unglaublich leckere Nachspeise bei einer Dinnerparty.

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 25.03.2013: ca. 1,12 €

Für die Brötchen hab‘ ich das Rezept 1 zu 1 vom Buch übernommen und am Ende könnt ihr dann meine Anmerkungen dazu nachlesen.

Toskanische Rosmarinbrötchen

Zutaten (für 8 Brötchen)

Für den Vorteig

1 Würfel Germ
1 EL Roh-Rohrzucker*
50 ml lauwarmes Wasser
6 EL Weizenmehl (Type 1050)

Für den Teig

150 g Rosinen
350 g Weizenmehl (Type 1050)*
150 g Weizenvollkornmehl*
1 TL Meersalz
4 EL Olivenöl
1-2 TL fein gehackter Rosmairn
etwa 200 ml lauwarmes Wasser
etwas grobes Meersalz

Zubereitung

– Für den Vorteig die Germ in einer Schüssel zerkrümeln und mit dem Zucker überstreuen.
– Das Wasser hinzufügen und so lange rühren, bis sich die Germ und der Zucker komplett aufgelöst haben.
– Das Mehl unterrühren und den Vorteig abgedeckt an einem warmen Ort 15-20 Minuten gehen lassen.*

– Für den Teig die Rosinen kurz abspülen und gründlich abtropfen lassen.
– Das Mehl mit dem Salz, dem Olivenöl und Rosmarin vermischen.
– In die Mitte des Mehls eine Mulde ausformen und den Vorteig sowie das Wasser hineingießen.
– Alles kurz vermischen, dann die Rosinen hinzufügen.
– Den Teig so lange kneten, bis er geschmeidig ist und nicht mehr am Schüsselboden oder – rand klebt.*
– Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 90 Minuten gehen lassen.
– Den Teig nach dem Gehen in 8 Portionen aufteilen und diese zu runden Brötchen ausformen.
– Die Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit etwas groben Meersalz überstreuen.
– Die Brötchen nochmals 20 Minuten gehen lassen.*
– Dann im Backofen bei 180°C etwa 20 Minuten backen.
– Noch lauwarm oder abgekühlt genießen.*

rosm_broetch3

* Anmerkungen:
– Ich habe statt Roh-Rohrzucker, den ich nicht hatte, Bio-Rohrzucker verwendet.
– Ich hatte diese Mehlsorten nicht daheim und hab‘ ganz normales glattes Weizenmehl Typ W 480 benutzt. Ist auch supergut geworden.
– Keine Ahnung wieso, aber ich hab‘ anscheinend Turbo-Germ erwischt, weil mein Teig immer nur die halbe Gehzeit gebraucht hat.
– Ich musste recht lange kneten, bis der Teig eine annehmbare Konsistenz hatte, vielleicht lag das an meiner Turbogerm?
– Die Weckerl schmecken noch warm aus dem Ofen am Besten, also schnell wegessen!

Schwierigkeit: einfach bis mittel (je nachdem, ob man schon einmal Brot gebacken hat oder nicht)
Geschmack: Hat die Konsistenz von einem Striezel und der Geschmack ist eine witzige Kombination von süß (durch die Rosinen) und pikant (durch das Meersalz und den Rosmarin) Sind warm sehr fluffig, abgekühlt werden sie recht schnell hart. Also im Plastiksackerl aufbewahren!
Rezeptverständlichkeit: super erklärt
Anlass(tauglichkeit): Zum Frühstück, als Brotbeilage zur Gemüsesuppe, was auch immer beliebt oder schmeckt! (Und was ihr euch traut!)

Ohne den Rosmarin und das Salz wären die Weckerl auch total gut als
veganes Osterbrot geeignet!

Kosten pro Brötchen:
– mit Preisen vom 25.03.2013: ca. 0,24 €