Aus dem Garten: Löwenzahnhonig und -gelee

Ich weiß, ich weiß – bei euch in Mitteleuropa hat die Löwenzahnzeit schon vor Wochen begonnen, hier in Schweden sind die Löwenzähne aber gerade erst so richtig losgestartet! Und da wir jetzt auch einen riesigen Garten benutzen können, wo auch so einiges an Löwenzahn wächst, musste ich natürlich sofort ein paar Dinge damit ausprobieren! So auch Löwenzahnhonig und Löwenzahngelee.

Das Gelee schmeckt herrlich würzig nach Löwenzahn und kühlt unglaublich toll im Mund. Echt, das hätt‘ ich nicht gedacht! Der Löwenzahnhonig ist nicht weniger würzig und ich persönlich kenne keinen Unterschied zum „normalen“ Honig. (Aber vielleicht haben andere Menschen bessere Geschmacksknospen als ich, wer weiß?) Für veganer sind dieser Honig (eigentlich is es ja ein Sirup) und natürlich auch das Gelee perfekt!

Die Zubereitung ist, wie man bei uns so schön sagt, watscheneinfach! Die ersten Schritte beider Rezepte sind genau gleich, nur der Zucker ist dann ein anderer bzw. kocht man den Löwenzahn viel länger als das Gelee. Okay, jetzt aber ab zu den Rezepten!

Löwenzahngelee

Zutaten (für ca. 1 Liter)

250 g Löwenzahnblüten (ihr könnt natürlich gerne auch mehr verwenden, dann wird das Gelee umso intensiver!)
1 Liter Wasser
500 g Einkochzucker mit Pektin (bei mir war das 1:2 Zucker)

Zubereitung

Die Blüten sammeln und mit einer Schere so viel vom Blütenboden (das Grüne) wegschneiden, wie möglich. Dann die Blüten in einen großen Topf oder in eine große Schüssel geben und das Wasser dazugeben. Das ganze ein paar Stunden stehen lassen.

Dann die Mischung für ca. 10 Minuten auf dem Herd aufkochen lassen. Abkühlen lassen und gut zugedeckt an einem kühlen Ort über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag das Wasser in einen Kochtopf abseihen. Die Blüten können jetzt weggeschmissen werden.

Nun das Löwenzahnwasser mit dem Gelierzucker aufkochen lassen. (Auf die Beschreibung des Gelierzuckers achten – bei mir waren das 5-10 Minuten köcheln lassen)

Tja, und dann kann das Gelee auch schon in die vorbereiteten Gläser abgefüllt werden! Wenn es gut geliert ist, kann man es auch schon am Brot genießen! Mmmmh! Lecker! Schmeckt total nach Frühling!

 

Löwenzahnhonig

Zutaten (für ca. 300 ml)

250 g Löwenzahnblüten (ihr könnt natürlich gerne auch mehr verwenden, dann wird der Honig umso intensiver!)
1 Liter Wasser
1 kg Zucker

Zubereitung

Die Blüten sammeln und mit einer Schere so viel vom Blütenboden (das Grüne) wegschneiden, wie möglich. Dann die Blüten in einen großen Topf oder in eine große Schüssel geben und das Wasser dazugeben. Das ganze ein paar Stunden stehen lassen.

Dann die Mischung für ca. 10 Minuten auf dem Herd aufkochen lassen. Abkühlen lassen und gut zugedeckt an einem kühlen Ort über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag das Wasser in einen Kochtopf abseihen. Die Blüten können jetzt weggeschmissen werden.

Nun das Löwenzahnwasser mit dem Zucker aufkochen lassen und so lange bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit eine honigartige Konistenz bekommen hat. (Es wird nicht ganz so dick wie Honig, aber wenn ihr euch einen ein bisschen flüssigeren Honig vorstellt, dann seid ihr bei der richtigen Konsistenzt) Das kann ganz schön dauern, also nicht die Geduld verlieren!

Wenn der Sirup die gewünschte Konsistenz erreicht hat, könnt ihr ihn auch schon in das vorbereitete Glas abfüllen, abkühlen lassen und genießen!

Schmeckt herrlich nach Frühling!

Kosten pro 250 ml Glas:
– mit Preisen vom 20. Mai 2014:
Löwenzahngelee: ca. 0,5 €
Löwenzahnhonig: ca. 1,5 €

Selbst gemacht: Eingelegte Chilis

Freunde sind etwas wunderbares! Und wenn man noch dazu Freundinnen hat, die sich Partner suchen, die auch noch kochen können und sich dazu bereit erklären, Gastposts für den Blog zu schreiben, hat man als Foodbloggerin den Jackpot geknackt!

Thomas, von dem im Absatz oben die Rede ist, ist ein leidenschaftlicher „Chili-am-Fensterbankerl-und-am-Balkon-und-Garten“-Züchter, der mit seinen Züchtungen noch dazu echt traumhaft gute Gerichte zaubert! Seine eingelegten Chilis sind toll, einfach so zum „Jausnen“ oder als „Scharfmacher“ verschiedenster Speisen. DANKE, lieber Thomas, dass du deine Einlegemethode mit uns teilst!

Hier geht’s zum Rezept: Weiterlesen

Very Berry: Thymian-Erdbeer-Fruchtikus

Am Samstag hab‘ ich euch ja schon mal das Paket gezeigt, dass ich Christina, meiner Tauschpartnerin bei der Post aus meiner Küche – Aktion, geschickt habe.

Nun – heute folgt das erste Rezept von den Dingen, die ich geschickt habe – nämlich vom Thymian-Erdbeer-Fruchtikus, der noch dazu Zuckerfrei ist. Ich weiß, die Kombination von Thymian und Erdbeere hört sich gewöhnungsbedürftig an, schmeckt aber wirklich supergut! Da müsst ihr mir einfach vertrauen.

Thymian-Erdbeer-Fruchtikus

Zutaten (für 1 Glas à 250 ml Fruchtikus)

300 g Erdbeeren („entgrünt“, gewaschen und geschnitten)
150 g Honig
Saft von 1/2 Zitrone
3 Stängel Thymian

Zubereitung

Das Marmeladeglas vorbereiten. (Ich koche meine Marmeladegläser vorher immer aus… aber macht es einfach so, wie ihr es gewohnt seid.)

Die Erdbeeren (wie oben beschrieben) waschen, vom Stielansatz befreien und in Viertel schneiden. Dann den Honig und den Zitronensaft dazugeben und gut umrühren, bis sich der Honig schön aufgelöst hat.

Dann das Ganze in einem Topf mit dem abgerebeltem Thymian zum Kochen bringen und für ca. 15 min köcheln lassen, bis die Flüssigkeit eindickt.

Tja, das war’s auch schon! Jetzt müsst ihr den heißen Fruchtikus nur mehr ins vorbereitete Marmeladeglas füllen, den Deckel zumachen und abkühlen lassen. Dann könnt ihr den Fruchtikus auch schon im Joghurt (oder ganz normal als Marmelade auf Brot) genießen!

Hält sich ca. 4 Wochen (oder länger) im Kühlschrank!

Kosten pro Glas:
– mit Bio-Preisen vom 18.06.2012: ca. 2,3 €