Blog Action Day 2011: Food/Nahrung

Es ist wieder soweit, der Blog Action Day, an dem viele Blogger über ein vorher gewähltes Thema schreiben, ist da!

Heuer geht es um die Nahrung. Was würde besser passen für den Welternährungstag und meinen Kochblog? 😉

Das Thema, das mir schon länger im Kopf herumgeistert, ist, wie man es schafft, weniger Essen wegzuschmeißen. Pro Kopf und pro Jahr landet in Österreich ca. 100 Euro Essen im Müll, und da sind die Abfälle nicht dabei, die Supermärkte, Restaurants etc. jeden Abend wegschmeißen. In der Statistik geht es nicht um verschimmeltes Brot oder vergammeltes Obst, nein, das sind einwandfreie Lebensmittel, die da weggeschmissen werden! Für meinen Haushalt wären das statistisch gesehen 200 Euro pro Jahr, pfuh, das kann ich mir nicht leisten… vom ökologischen und ethischen Problemen gar nicht zu reden! Und ich bin sicher nicht die Einzige, die so denkt.

Na gut, die Fakten sind jetzt also allen klar, was kann man nun tun, um dieses Problem wenigstens etwas zu lindern?

1.) Wochenplan erstellen: Wenn man seine Mahlzeiten schon im Vorhinein plant, kauft man dann später viel weniger ein, beziehungsweise nur die Dinge, die man wirklich braucht!

2.) Listen schreiben: Ja, ich weiß, manche Leute mögen keine Listen. Aber nur wenn man vor dem Einkauf in seinen Kühlschrank, in den Vorratsschrank oder die Speisekammer schaut, weiß man, was man wirklich braucht! Und ganz wichtig dabei ist, dass man sich an seine Einkaufsliste hält! Es nützt gar nichts, wenn man eine Liste mit hat, dann aber wiederum mit 10 zusätzlichen Dingen nach Hause kommt. Also – hart bleiben und den inneren Schweinehund überlisten!

3.) Nicht hungrig einkaufen gehen: Wenn man hungrig ist, kauft man viel mehr und unglaublich unnütze Sachen! Ich spreche aus Erfahrung.

4.) Bar zahlen beim Einkaufen: Merkwürdiger Tipp, ich weiß, aber hier geht es um die Psychologie. Wenn man mit der Kreditkarte oder Bankomatkarte zahlt beim Einkaufen, wird einem nicht so richtig bewusst, wieviel man gerade ausgibt. Wenn man der Kassierin jedoch einen 50 € Schein in die Hand drückt, schluckt man schon erstmal, da wird die Spendierwut dann erst so richtig greifbar und man überlegt sich beim nächsten Mal vielleicht, ob man wirklich 10 mit E-Nummern versetzte Fruchtjoghurts kaufen muss.

5.) Ablaufdatum: Nur weil ein Joghurt einen Tag über dem Ablaufdatum ist, heißt das nicht, dass es schlecht ist! Wenn verpackte Nahrungsmittel, auch wenn das Ablaufdatum schon ein paar Tage her ist, noch gut aussehen und riechen, kann man sie problemlos noch verzehren. Aber vorsicht bei Fleisch!
Vor allem trockene Nahrungsmittel wie Mehl, Linsen etc. kann man, wenn sie trocken und gut verschlossen gelagert werden, noch Monate nach dem Ablaufdatum benutzen!

6.) Kleinere Portionen servieren: Natürlich mit dem Verständnis, dass man sich noch etwas nachholen kann. Meistens ist man nämlich schon vorher satt, bevor der riesige Teller leergegessen ist. Die Reste im Topf können dann eingefroren/gekühlt werden und halten so länger.

7.) Reste essen: Plant doch einen Tag in der Woche als „Restl essen“ Tag ein, oder esst die Reste von Mittag am nächsten Tag zum Abendessen. Ich weiß, es macht keinen Spaß, 5 Tage hintereinander das Gleiche zu essen, aber wenn man erst am Übernächsten Tag weiterisst, macht es den meisten Leuten nichts aus, auch mal das Gleiche zu essen.

Quelle

8.) Nicht gleich wegschmeißen: Angeschlagene Früchte kann man verbacken, zu Marmelade verarbeiten oder zu Smoothies machen. Hartes Brot, wenn es nicht schimmelt, kann man auch weiterverwenden! Runzeliges Gemüse kann man zu Cremesuppen pürieren! Es gibt wirklich viele, viele Möglichkeiten, ältere Lebensmittel weiterzuverwenden! Sucht doch mal im Internet nach Rezepten.

9. Schlichten: Wenn ihr neue Sachen kauft und nach Hause bringt, rückt die älteren Lebensmittel im Kühlschrank/Schrank nach vorne und stellt die neuen Sachen nach hinten. So verhindert ihr, dass etwas schimmlig oder schlecht wird, bevor ihr es essen könnt. Diese Methode nennt man auch die „First in, first out“ Methode.

10.) Einfrieren: Scheut euch nicht, zu viel gekochtes oder zu viel gekauftes, einfach einzufrieren. Brot ist da ein gutes Beispiel. Wenn ma zu viel gekauft hat, aber nur einen kleinen Teil essen kann, friert man es einfach Scheibenweise ein und nimmt, so viel man braucht, ein paar Stunden vor dem Verzehr wieder aus dem Tiefkühlfach.

11.) Selber kochen/machen: Hört sich merkwürdig an, aber ist wahr! Wenn man selber kocht, schätzt man das Essen viel mehr, man weiß, wie lange die Rindsuppe am Herd gestanden ist und wie viel Arbeit die Weihnachtskekse waren. Ich koche 5 Tage die Woche (die restlichen zwei Tage arbeite ich in einem Restaurant) und bei uns ist es schon ein halber Weltuntergang, wenn mal Brot schlecht wird – weil ich es eben selber herstelle.

Indisches Naan-Brot

Blog-Event LXXI - Rezepte mit N (Einsendeschluss 15. September 2011)
Wow, was hab ich mir schwer getan mit diesem Blog-Event. Astrid, von Arthurs Tochter Kocht, hat mich ziemlich gefordert mit ihrem Thema. Außerdem habe ich schon ein Rezept mit N auf meinem Blog. Eines ist doch genug? Nein? Na gut…

Diesmal wollte ich unbedingt mitmachen, habe ich doch schon die letzten Blog-Events ausgelassen aus Zeitmangel. Diesmal musste ich also etwas finden! Aber außer Rezepte mit Nüssen und Nudeln… oder das ein oder andere Nierengericht, wollte mir nichts einfallen. Ich hatte mich also schon damit abgefunden, diesmal wieder nicht mitzumachen – da kam sie, die zündende Idee!

Warum nicht einfach Naan Brot!!!?

Hier also mein Rezept für dieses köstliche indische Brot:
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Lauchnockerl

Die Fastenzeit hat letzten Mittwoch bei mir mit dem Herings- Salat begonnen und geht natürlich jetzt auch noch weiter! Bis Ostersonntag (die Sonntage sind bei mir nicht ausgeschlossen) werde ich diesmal auf Softdrinks und Alkohol verzichten. Fleisch esse ich sowieso nicht allzu viel, da werde ich also einfach so weiter machen.

Mir persönlich gefällt die Fastenzeit gut, als Start in ein neues Jahr. Man versucht, schlechte Gewohnheiten abzulegen und sich gute anzueignen. (Gesundes) Fasten hat noch keinem geschadet!

Blog-Event LXV - Verzicht mit Genuss - Kulinarisch durch die Fastenzeit (Einsendeschluss 15. März 2011)

Dieses Rezept passt super zum neuen Blog-Event von Julia von German Abendbrot. Es ist einfach, fleischlos, man braucht nicht viele Zutaten, und es ist inspiriert von einem Kloster- Fastenrezept.

Lauchnockerl

Zutaten (für 2 Personen)

1 Stange Lauch
4 EL Mehl
8 EL Semmelbrösel
4 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung

Den Lauch der Länge nach Vierteln und dann in kleine Streifen schneiden. Das Mehl, die Semmelbrösel und die Gewürze zugeben und vermengen.

Die Eier trennen, die Eidotter zur Lauch-Masse geben und das Eiklar separat steif schlagen. Dann den Schnee unter die Lauchmenge heben und gut verrühren. (Aber nicht so fest, dass der Schnee wieder zusammenfällt!)

Öl in einer Pfanne erhitzen. Nockerl aus der Masse stechen und in der Pfanne für ca. 5 Minuten braten. Die Pfanne nicht zu heiß werden lassen, sonst brennen sie an!

Diese Nockerl schmecken sehr gut mit Knoblauch- Kräutertopfen.

Kosten pro Nockerl:
– mit Biopreisen vom 11.März 2011: 0,26

Schokolade- Beerentarte

Ich weiß nicht warum, aber wenn ich an den Valentinstag denke, habe ich immer nur Schokolade im Kopf! Keine Blumen, keinen Schmuck, ich denke dabei immer nur an Schokoladensoufflée, Schokoladenkuchen, Schokoladenpalatschinken und natürlich pure Schokolade.

Deshalb hat es nur den Bruchteil einer Sekunde, nachdem ich den Valentinstags-Blog-Event von Zorra (diesmal gehostet von Alice) entdeckt hatte, gedauert, dass ich mich auf die Suche nach einem Schokolade-Rezept machte. Natürlich musste es eine Tarte sein, denn mein Schatz liebt Tartes über alles! (am Liebsten hat meine Lemon-Tarte) Und so hat er sich mächtig über diese leckere Süßigkeit gefreut und sie war auch ratz-fatz weggegessen.

Blog-Event LXIV - Valentinstag kulinarisch (Einsendeschluss 16. Februar 2011)


Diese Tarte ist abgewandelt von einem Rezept von Michel Roux, einem wunderbaren französischen Patissiér. Das Zusammenspiel der süßen Schokolade, den leicht säuerlichen Beeren und dem knackigen Teig ist genial!

Schokolade – Beerentarte

Zutaten:

– für den Teig:

250 g Mehl
100 g Butter
100 g Staubzucker
1 Prise Salz
2 Eier, mit Raumtemperatur

– für die Füllung:

300 g Beeren (entweder Tiefgekühlter Beerenmix, oder frische Beeren nach Wahl)
250 g Schlagobers
250 g Schokolade (am Besten Kochschokolade verwenden oder Couverture)

Zubereitung:

– Teig:

Das Mehl in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Butter klein würfelig schneiden, zum Mehl geben und mit den Fingerspitzen so lange in das Mehl arbeiten, bis das Mehl und die Butter gemeinsam eine fein bröselige Konsitenz haben. Danach den Staubzucker hineinsieben, eine Prise Salz dazu und gut vermischen. Dann die zwei Eier zufügen und mit den Händen verkneten, bis ein glatter, jedoch sehr weicher, Teig entsteht. Zu einer Kugel rollen, in Frischhaltefolie einwickeln (oder für Umweltbewusste, in einen wiederverwendbaren Behälter geben) und vor der Verwendung ein paar Stunden kaltstellen. (Ich geben den Teig für ca. 20 min in den Tiefkühler, funktioniert genau so gut!).
Nach der Rast den Teig ausrollen, in die Tarte-Form geben und bei 180°C ca. 10 min blind backen.

– Füllung:

Die Beeren auf dem fertig gebackenen und abgekühlten Boden verteilen*. Die Schokolade in Stücke brechen und mit dem Schlagobers kurz aufkochen lassen und so lange umrühren, bis eine schön glatte Schokoladesauce entsteht.** Wenn sie heiß ist, ist sie noch flüssig, sie wird beim Abkühlen jedoch die Konsistenz von schön glattem Pudding erhalten! Jetzt die gesamte, noch flüssige Schokosauce vorsichtig über die Beeren löffeln. Danach die Tarte über Nacht kaltstellen, damit sich die Creme verfestigen kann. Voilá! Fertig ist eine wunderbar cremige, süße, säuerliche, knackige und köstliche Tarte!

* Beim Tiefkühl-Beerenmix die Beeren vorher mit 3 EL Zucker erhitzen und aufkochen lassen. Wenn es zu flüssig wird (die Beeren sollten ca. die Konsistenz von Marmelade haben) 3 EL Maizena dazugeben, umrühren und abkühlen lassen.

** Mein Tipp für die Creme: Die Schokolade und den Schlagobers in ein Mikrowellentaugliches Gefäß geben und ein paar Minuten in der Mikrowelle erhitzen. (Jaaaaa, ich weiß, Mikrowelle ist nicht gut bla bla bla… aber ich verwende meine eigentlich wirklich nur für diese Schokosauce! Und es funktioniert wahnsinnig gut!) Dann umrühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Falls noch Stückchen sichtbar sind, nochmal in die Mikrowelle, nochmal umrühren, bis eine schön glatte Schokosauce entstanden ist! Geht unglaublich schnell und die Creme ist noch jedes Mal etwas geworden!

Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 5.2.2011 bei 8 Stücken: 0,72 €