Kürbisschnitten mit Brauner Butter-Zimtcreme

Hier in Pennsylvania zieht langsam der Herbst ein. Letzte Woche hatten wir schon mal Frost, die Blätter der Bäume verfärben sich graduell und wir sind schon gespannt auf den „Indian Summer“, von dem alle immer so schwärmen.

Natürlich gehören zum Herbst auch Kürbisse. Und klarerweise gibt es hier, in der Heimat der Kürbisse, soooo viele verschiedene Varianten, dass mir schon ganz der Kopf schwirrt! Ich hatte in meinem kleinen Gemüsegarten „sugar pumpkin“ und Butternut angebaut und konnte 14 Stück Kürbis ernten. Ich habe aus dem „sugar pumpkin“ Mus gemacht und dann gleich mal damit ein Kuchenrezept ausprobiert.

Das Rezept kommt aus einem „Taste of Home Pumpkin Cookbook“ Heft. Ich musst es etwas umwandeln und die Creme ist auch eine andere als vom Originalrezept. Aber wenn ich mich mal selber loben darf – der Kuchen ist traumhaft geworden! Hier also meine Version von den

Kürbisschnitten mit Brauner Butter-Zimtcreme

Zutaten

für den Teig:
450 g (oder 500 ml) Kürbismus
350 g Zucker
4 Eier, groß
100 g Öl
250 g Mehl
1/2 TL Salz
3 TL Backpulver
2 TL Zimt, gemahlen
100 g Rosinen

für die Creme:
170 g Butter
350 g Staubzucker
2 TL Zimt, gemahlen
4 bis 6 EL Milch

Zubereitung

Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Eine größere Auflaufform oder rechteckige Kuchenform mit Backpapier auslegen, oder ausfetten und mehlen.

In einer großen Schüssel den Zucker mit dem Kürbismus, dem Öl und den Eiern verrühren. Dann das Mehl, das Backpulver und den Zimt dazugeben und zu einer homogenen Masse verrühren. Zum Schluss die Rosinen unterheben und dann alles in die Form füllen.

Für 30-35 min Backen und dann aus dem Rohr holen, wenn bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Stäbchen kleben bleibt.

Kuchen auskühlen lassen.

Für die Creme die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, bis sie hellbraun ist (Ca 5-7 Minuten). Am Besten ist, wenn man dabei bleibt und öfters umrührt, sonst brennt sie an.
Den Zucker einrühren und so viel Milch dazugeben, bis eine schön glatte Creme entstanden ist.
TIPP: Meine Creme sah am Anfang geronnen aus, aber ich hab sie einfach noch mal auf den Herd gestellt und beim ständigen Rühren nochmal erhitzt und dann war sie perfekt!

Auf dem abgekühlten Kuchen verstreichen, nochmal kurz überkühlen lassen und dann kann man ihn auch schon essen, den wunderbar weichen, kalorienreichen Kürbiskuchen! Er ist wirklich super lecker!

Kosten pro Stück: 0,29 € (bei 20 Stücken)


Kochen aus dem Kochbuch #2: Rosinen-Zimtbagel mit Vollkornmehl

In den USA zu leben ist recht nett, außer wenn es um Brot geht. In einem Land voller Toastbrot findet man nämlich nicht sehr viel „normales“ Brot und wenn, dann ist es wirklich wirklich sehr teuer. Da würde so ziemlich jeder normale Europäer zu backen beginnen. So natürlich auch ich! Zur Zeit gibt es sehr sehr viel selbst gebackenes Sauerteigbrot bei uns und auch Bagel mache ich jetzt selbst. Preis-Leistung passt bei den gekauften einfach nicht zusammen. Und da ich Bagel, vor allem Rosinenbagel sehr gerne mag, war das nächste Rezept für meinen Blog sozusagen eh schon vorgegeben.

Das Rezept für Bagels habe ich aus „The Joy of Cooking“, das in meinem Kochbuchregal steht. Ich habe es etwas abgewandelt, um das Vollkornmehl, die Rosinen und den Zimt unterzubringen und sie sind genau so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe. Ein bisschen kross, mit super Biss und nur sehr leichter Süße, die fast ausschließlich von den Rosinen kommt.

Rosinenbagels2

Ich hab sie noch warm angeschnitten, aber wer kann denn bitte warmen Bagels widerstehen?

 

Aber propiert sie doch selbst!

Rosinen-Zimtbagels mit Vollkornmehl

Zutaten (für 8 Stück)

300-350 ml lauwarmes Wasser
1 tsp (3 g) Trockenhefe
10 g Zucker
dazu:
1 EL geschmolzene Butter
1 3/4 ts (9g) Salz
langsam dazumischen:
50 g Rosinen
1 TL Zimt
270 g Vollkorn Weizenmehl
350 g Weizenmehl type 1050 Deutschland oder W1060 Österreich

Zubereitung

300 ml des lauwarmen Wassers in die Schüssel der Küchenmaschine geben und die Trockenhefe darin auflösen. Den Zucker dazu, umrühren und für 5 Minuten stehen lassen.

Danach die geschmolzene (und etwas abgekühlte) Butter, das Salz und das Mehl dazumischen. Der Teig sollte nicht zu weich sein, eher relativ fest, aber falls er euch wirklich zu trocken vorkommt, gebt nochmal ein bisschen mehr Wasser dazu.

Den Teig für 10 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit in der Küchenmaschine kneten lassen, bis der Teig glatt (so glatt er mit Vollkornmehl eben werden kann) und elastisch ist. Zugedeckt für 40 Minuten gehen lassen.

 


Dann den Teig in 8 gleiche Teile teilen (ich wiege immer ab) und zu runden Bällen formen. Wieder für 10 Minuten gehen lassen.
Jetzt mit dem runden Stiel eines Kochlöffeles Löcher in die Mitte der Bälle stechen und das Loch auf die gewünschte Größe ausweiten.
Nochmal 25 Minuten gehen lassen.

 

 

Den Ofen auf 180 Grad Ober-und Unterhitze vorheizen und einen großen Topf mit Wasser auf den Herd stellen und aufkochen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Wenn das Wasser köchelt, immer jeweils 4 der Bagelringe für 45 Sekunden auf der einen Seite und 45 Sekunden auf der anderen Seite drin köcheln lassen. Die gekochten Begels herausfischen und aufs Backblech legen. Dann die nächsten 4 auf beiden Seiten jeweils 45 Sekunden ins Wasserbad geben.

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Jetzt werden die Bagels für 30 Minuten im Rohr gebacken bis sie goldbraun und knusprig sind.

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Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 11. Mai 2020: 0,24 €