Ein Kochbuch auf Reisen: Cucina Vegana

Vielleicht haben die Blogger unter meinen Lesern schon von der Aktion Ein Kochbuch auf Reisen gehört, die LaGusterina gestartet hat! Ein Kochbuch wird von Blogger zu Blogger geschickt und mit dem Einverständnis des Verlags kocht jede/r zwei Rezepte nach, von denen er eines genau, das zweite nur grob verbloggt. Da musste ich natürlich gleich mitmachen!

Ausgesucht hat LaGusterina das Buch „Cucina Vegana – Vegan genießen auf italienische Art„, was ich sehr spannend finde, weil man bei der italienischen Küche ja nicht unbedingt vegan erwartet. Die Rezepte im Buch sind recht einfach und kommen ohne Bilder aus. (Es gibt aber herzige Zeichnungen) Bilder braucht man aber auch nicht, da Heike Kügler-Anger alles recht klar beschreibt. Ein paar Rezepte hab‘ ich mir gemerkt, die werd‘ ich sicher noch nachkochen!

Ich hab‘ mir für die Aktion die Rezepte für Toskanische Rosmarinbrötchen (genaues Rezept) und Gefüllte Birnen (grobes Rezept) ausgesucht, weil man dafür die Zutaten auch ohne Probleme im Winter bekommt. (Paradeiser im Winter schmecken einfach nicht… und kommen wer weiß wo her).

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Gefüllte Birnen

Man braucht: Birnen, Öl, tockenen Weißwein, gemahlene Mandeln, Semmelbrösel, süßer Marsalawein oder Sherry, Olivenöl, Kakaopulver und Bittermandelaroma

Zubereitung: Die vom Kerngehäuse befreiten Birnen werden mit Birnenstücken und den restlichen Zutaten gefüllt und im Backofen in einer Auflaufform mit dem Weißwein gegart. Man serviert sie heiß.

Schwierigkeit: sehr einfach
Geschmack: SUPERLECKER! Die Überraschung des Tages! Birnig-Schokoladig-Mandelig-Weißweinig-Gut! Das gibt’s sicher das nächste Mal mit Vanilleeis wenn wir Leute zum Essen eingeladen haben.
Rezeptverständlichkeit: super erklärt
Anlass(tauglichkeit): Als einfache, aber unglaublich leckere Nachspeise bei einer Dinnerparty.

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 25.03.2013: ca. 1,12 €

Für die Brötchen hab‘ ich das Rezept 1 zu 1 vom Buch übernommen und am Ende könnt ihr dann meine Anmerkungen dazu nachlesen.

Toskanische Rosmarinbrötchen

Zutaten (für 8 Brötchen)

Für den Vorteig

1 Würfel Germ
1 EL Roh-Rohrzucker*
50 ml lauwarmes Wasser
6 EL Weizenmehl (Type 1050)

Für den Teig

150 g Rosinen
350 g Weizenmehl (Type 1050)*
150 g Weizenvollkornmehl*
1 TL Meersalz
4 EL Olivenöl
1-2 TL fein gehackter Rosmairn
etwa 200 ml lauwarmes Wasser
etwas grobes Meersalz

Zubereitung

– Für den Vorteig die Germ in einer Schüssel zerkrümeln und mit dem Zucker überstreuen.
– Das Wasser hinzufügen und so lange rühren, bis sich die Germ und der Zucker komplett aufgelöst haben.
– Das Mehl unterrühren und den Vorteig abgedeckt an einem warmen Ort 15-20 Minuten gehen lassen.*

– Für den Teig die Rosinen kurz abspülen und gründlich abtropfen lassen.
– Das Mehl mit dem Salz, dem Olivenöl und Rosmarin vermischen.
– In die Mitte des Mehls eine Mulde ausformen und den Vorteig sowie das Wasser hineingießen.
– Alles kurz vermischen, dann die Rosinen hinzufügen.
– Den Teig so lange kneten, bis er geschmeidig ist und nicht mehr am Schüsselboden oder – rand klebt.*
– Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 90 Minuten gehen lassen.
– Den Teig nach dem Gehen in 8 Portionen aufteilen und diese zu runden Brötchen ausformen.
– Die Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit etwas groben Meersalz überstreuen.
– Die Brötchen nochmals 20 Minuten gehen lassen.*
– Dann im Backofen bei 180°C etwa 20 Minuten backen.
– Noch lauwarm oder abgekühlt genießen.*

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* Anmerkungen:
– Ich habe statt Roh-Rohrzucker, den ich nicht hatte, Bio-Rohrzucker verwendet.
– Ich hatte diese Mehlsorten nicht daheim und hab‘ ganz normales glattes Weizenmehl Typ W 480 benutzt. Ist auch supergut geworden.
– Keine Ahnung wieso, aber ich hab‘ anscheinend Turbo-Germ erwischt, weil mein Teig immer nur die halbe Gehzeit gebraucht hat.
– Ich musste recht lange kneten, bis der Teig eine annehmbare Konsistenz hatte, vielleicht lag das an meiner Turbogerm?
– Die Weckerl schmecken noch warm aus dem Ofen am Besten, also schnell wegessen!

Schwierigkeit: einfach bis mittel (je nachdem, ob man schon einmal Brot gebacken hat oder nicht)
Geschmack: Hat die Konsistenz von einem Striezel und der Geschmack ist eine witzige Kombination von süß (durch die Rosinen) und pikant (durch das Meersalz und den Rosmarin) Sind warm sehr fluffig, abgekühlt werden sie recht schnell hart. Also im Plastiksackerl aufbewahren!
Rezeptverständlichkeit: super erklärt
Anlass(tauglichkeit): Zum Frühstück, als Brotbeilage zur Gemüsesuppe, was auch immer beliebt oder schmeckt! (Und was ihr euch traut!)

Ohne den Rosmarin und das Salz wären die Weckerl auch total gut als
veganes Osterbrot geeignet!

Kosten pro Brötchen:
– mit Preisen vom 25.03.2013: ca. 0,24 €

Altbrot recycled: Freisinger Brotsuppe

Mir wird sehr selten Brot schimmlig. Erstens wird unser Brot in Leinensäcken aufbewahrt (wird daher nur hart und nicht schimmlig) und zweitens schafft es ein Brot relativ selten, so lang bei uns zu überleben.

Dafür wird bei uns manchmal das letzte Stückchen vom Brot hart. Vielleicht habe ich schon ein neues gebacken, weil ja nur noch so wenig da war, oder wir waren gerade nicht in Brotlaune… auf jeden Fall ist das Brot jetzt hart. Na super… was machen wir jetzt damit? Enten füttern gehen? Okay, könnten wir auch, aber Enten sind gesünder, wenn sie naturgetreue Nahrung zu sich nehmen. Also was tun?

Als mir dieses Rezept in die Hände gefallen ist, habe ich mich ungemein gefreut. Erstens, weil ich die Zeitschrift sehr sehr mag und zweitens, weil ein ganzes Kapitel darin ist, was man mit altem Brot so machen kann!

Hier also meine adaptierte Version des Rezeptes aus Kraut und Rüben für

Freisinger Brotsuppe

Zutaten (für 4 Personen):

60 g Butter
1 Zwiebel
3 Karotten
1/4 Knolle Knollensellerie
1/2 Knolle Kohlrabi
100 g altes, trockenes Brot
2 EL Mehl
1 l Gemüsebrühe (oder Wasser + Suppenwürfel)
1/8 l Milch (oder die)
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung:

Das Gemüse waschen, putzen und schneiden.

Die Butter in einem Suppentopf schmelzen und das geschnittene Gemüse darin anrösten. Das Brot zerbrechen und kurz mitrösten lassen. Dann mit dem Mehl stauben, kurz umrühren und mit der Gemüsebrühe aufgießen.

Das ganze 20-30 min leicht köcheln lassen, bis das Gemüse und das Brot weich geworden sind. Dann mit dem Pürierstab pürieren, die Milch dazugeben und nachwürzen.

Fertig!

Kosten pro Person:
– mit Bio-Preisen vom 24.02.2011: 0,34 €

Kürbisbrot

Heute einmal ein Brotrezept, wofür man wiederum Kürbismus braucht. Man kann natürlich jede beliebige Kürbissorte benutzen, aber mit Hokkaido wird die Farbe genial gelb-orange!

Kürbisbrot

300 g Hokkaido-Kürbismus (Raumtemperatur)
125 ml Milch (Handwarm)
1 EL Öl
500 g Mehl
2 EL Zucker
1 TL Salz
1 Pckg. Trockenhefe

Kürbis, Milch, Öl, Zucker und Salz zusammenmischen. Dann Mehl und Hefe einkneten. Wenn ein schöner, glatter Teig entstanden ist, in einer Kastenform für ca. 30 min gehen lassen. Danach in den kalten Ofen stellen und erst dann den Ofen auf 150°C aufdrehen. Für ca. 1 Stunde backen lassen. Wenn das Brot nach einer Stunde im Rohr hohl klingt, herausnehmen und abkühlen lassen.

Schmeckt hervorragend einfach nur mit Butter oder mit verschiedensten Marmeladen.

Das einfachste Weißbrot der Welt

Normalerweise poste ich kein Rezept, dass ich erst einmal gemacht habe. Ich probiere und probiere, und dann probiere ich noch einmal. Und dann vielleeeeeeeicht einmal wird das Rezept gepostet, aber erst, wenn es auf Herz und Nieren hin getestet wurde.

Dieses Rezept ist jedoch so lächerlich einfach, dass ich mich traue, es ohne weitere Testdurchgänge zu posten.

Einfaches Weißbrot

Zutaten:

1 kg Weizenmehl
2 Päckchen Trockenhefe
4 TL Salz
1 TL Zucker
650 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem Teig vermengen und zugedeckt an einem (nicht zugigen) warmen Ort für eine Stunde rasten lassen. Dann einen Laib formen, etwas einschneiden und bei 150° für 1 Stunde im Rohr backen. Wenn das Brot beim Draufklopfen hohl klingt herausnehmen, abkühlen lassen – fertig!