Gutes für zwei: Muskatkürbis-Spalterbsendhal mit Staudenselleriegrün

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Ich wohne ja leider nicht mehr in Graz, fühle mich aber auch nach über einem Jahr in Schweden noch den Steirer FoodbloggerInnen zugehörig. Und eine davon, nämlich die Mitzia von cooknroll.at, bekommt nächstes Jahr Nachwuchs! Da freu‘ ich mich natürlich sehr darüber, weil ein Baby ist einfach immer eine wahnsinnig tolle Nachricht!!! Und da die Mitzia eine ganz Liebe ist, hat sie gleich ein Blogevent ausgerichtet. Ich wollte bei dem Event unbedingt mitmachen und habe aber erstmal sowas von spektakulär die Frist verpasst. Und dann – hat die Mitzi doch wirklich und wahrhaftig die Deadline nach hinten verschoben! Ja gibt’s denn sowas? Jetzt kann ich auch noch mitmachen!!!

Sie will schnelle Gerichte, durchaus ungewöhnlich gewürzt, mit Zutaten, die sie als Schwangere auch essen darf. Eh klar, oder? (Ich persönlich hab‘ mich ja nicht an alles gehalten, was da so empfohlen wird, aber das kann ja jede so halten wie sie will)

Also machte ich mich auf die Suche nach Rezepten und Inspiration und als ich letztens dann beim Kastl räumen auf Spalterbsen stieß und ich mir überlegt hab‘, was ich denn eigentlich daraus machen soll, kam mir die Idee mit dem „Dhal“. Dhal besteht ja eigentlich aus Linsen… aber als in Schweden lebende Österreicherin, darf ich mir so ein Sakrileg am Dhal hoffentlich erlauben.

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Hier also mein Rezept für

Muskatkürbis-Spalterbsendhal mit Staudenselleriegrün

(Einen längeren Namen hätte ich mir nicht mehr einfallen lassen können…)

Zutaten (für 2 Personen)

Öl
(Butter) Veganer lassen die natürlich weg 😉
1 Zwiebel
Ingwer (1 cm)
1 TL Koriandersamen
3 Kardamomkapseln
1 TL gemahlener Kurkuma
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Harissa
500 g Muskatkürbis
1 Dose Kokosmilch (300 ml)
200 g Spalterbsen
2 EL Erdnussbutter
Wasser
1 TL Salz (oder mehr)

Staudenselleriegrün (halt die Enden des Staudenselleries)
Sesam zur Dekoration

 

Zubereitung

Den Kürbis schälen, entkernen, in kleine Stücke schneiden. Den Zwiebel und den Ingwer schälen und ebenfalls klein schneiden. Dann Zwiebel und Ingwer in etwas Butter und Öl anbraten, die Koriander- und Kardamomsamen dazugeben und anschwitzen lassen. Dann den Kürbis dazu, umrühren, die gemahlenen Gewürze dazu und mit der Kokosmilch aufgießen. Aufkochen lassen.

Dann die Spalterbsen dazugeben und für ca. 20 Minuten köcheln lassen. Etwas Wasser dazugießen, falls das Dhal zu dick wird und die Erbsen noch nicht durch sind.

Wenn die Erbsen einigermaßen weich gekocht sind, aber noch einen leichten Biss haben (al dente halt), die Erdnussbutter unterrühren und das Ganze ausreichend salzen. (wirklich – dieser Dhal ist durch den Kürbis und die Kokosmilch eher auf der süßeren Seite, der ghört gscheit gsalzen!)

Ja und dann kann auch schon serviert werden! Noch geschwind das Staudenselleriegrün hacken und auf den Dhal streuen, eventuell noch ein paar Sesamsamen draufstreuen und ihr könnt auch schon essen! Supergut! Und falls ihr es noch schärfer mögt, könnt ihr noch mehr Harissa reinrühren oder streuen… kommt drauf an in welcher Form ihr es daheim habt.

 

Ich serviere Dhal meist mit Reis oder Couscous. Aber auch jegliches andere Getreide (oder Pseudogetreide) würde sich gut machen… nächstes Mal probier ich es mal mit Bulgur oder Buchweizen. Ach ja! Und da die Mitzia anscheinend auch so einen Mann wie meinen zu Hause hat – vermutlich wird ihm das als Hauptspeise nicht reichen. (Das heißt, satt ist er danach schon, aber zufrieden noch nicht) Machst ihm halt danach dann noch Palatschinken oder sowas… 😉

Tja, das war’s dann von mir – frohes „Baby-growing“ liebe Mitzia!

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Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 7.10.2015: ca. 2,4 €

Vegan: {Mango-Kokos-Schnitte}

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Mein Sohn ist am Wochenende 3 Jahre alt geworden! Huuui! Wie genau ist das passiert und wo ist die Zeit hingekommen?

Auf jeden Fall hab‘ ich ihn schon vor längerer Zeit gefragt, welchen Kuchen er denn zum Geburtstag haben möchte und er hat JEDES MAL über Wochen hinweg „Einen Kuchen mit Mango!“ geantwortet. Tja. Damit hab‘ ich ja erstmal gar nicht gerechnet. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass irgendetwas mit Schokolade gewünscht wird. Okaaaaaaay. Was mit Mango also. Hm.

Die ersten Mangotorten für die Geburtstagsparty waren nicht vegan und sind leider beim ersten Versuch nicht ganz so fest geworden wie gewünscht. (überarbeitetes Rezept folgt) Der zweite Kuchen, den ich an seinem eigentlichen Geburtstag machen wollte, musste aber vegan sein, da wir vegan lebende Gäste erwarteten. Da ist mir eingefallen, dass in dem vegetarischen Restaurant, in dem ich früher im Service gearbeitet habe, die Mango-Kokos-Schnitte immer DER Renner war. Leider kenne ich da halt das Rezept nicht (und auch wenn ich es kennen würde, dürfte ich es nicht verraten) aber ich hab‘ versucht, mich irgendwie an das Original heranzutasten. (Was schwierig ist, weil dort unglaublich gut vegan gebacken wird!!!)

Meine Version schmeckt zwar etwas anders, aber ich finde, sie ist mir dennoch sehr gut gelungen!

Mango-Kokos-Schnitte

Zutaten

Kuchenboden

etwas Pflanzenöl

250 g Mehl
200 g Zucker
200 ml kaltes Wasser
75 ml Pflanzenöl
4 EL gehäuft, Backkakao
2 TL Backpulver
1 TL Salz
1 Dose/Packung Kichererbsen, das Abtropfwasser davon

Kokosmasse

300 ml Kokosmilch
200 ml Hafermilch
3 EL Zucker
350 g Kokosett

500 ml Hafermilch
40 g Stärkemehl

Mangospiegel

Agar Agar (meines war für 500 ml Flüssigkeit)
600 ml Mangosaft

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Zubereitung

Kuchenboden

Das Rohr auf 180°C vorheizen und eine feuerfeste Backform (meine ist aus Glas, das geht dann gut zum Schneiden) mit Pflanzenöl auspinseln.

Das Kichererbsenwasser auffangen und mit 1 EL Zucker für ein paar Minuten mit der Küchenmaschine oder dem Mixer aufschlagen. (Wird ein bisschen weniger fest als Eischnee)

Alle Zutaten für den Kuchen zusammenmischen, gut verrühren, sodass eine homogene Masse entsteht und dann den Kichererbsenschnee drunterziehen. Schnell in die vorbereitete Kuchenform füllen und für ca. 1 Stunde backen.

Dann aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Kokosmasse

Die Kokosmilch mit der Hafermilch und 3 EL Zucker erhitzen, dann das Kokosett einrühren und so lange köcheln bzw. ziehen lassen, bis die Masse fester geworden ist.

Dann in einem anderen Topf 400 ml der Hafermilch erhitzen. Die anderen 100 ml mit dem Stärkemehl glatt rühren und dann in die heiße Hafermilch einrühren und so lange köcheln lassen, bis ein schön dicklicher Pudding entstanden ist. (Aber bitte nicht anbrennen lassen!)

Wenn der Pudding fertig ist, unter die Kokosettmasse ziehen und dann das Ganze auf dem Kuchenboden verteilen. Schön glatt streichen und den Kuchen kühl stellen.

Mangospiegel

Wenn der Kuchen einigermaßen abgekühlt ist, kann man mit dem Mangospiegel beginnen.

Dafür ganz einfach den Agar Agar mit 500 ml des Mangosaft vermischen, mindestens 2 Minuten lang in einem Kochtopf aufkochen lassen (Das ist wichtig, damit der Agar Agar schmilzt und sich mit dem Saft vermischt. Durch die 2 Minuten Kochzeit wird sicher gestellt, dass ihr die für das Schmelzen benötigten 95°C erreicht. Sonst habt ihr dann nachher Saft auf dem Kuchen), die restlichen 100 ml Saft dazuleeren, vorsichtig auf den kühlen Kuchen leeren und kühl stellen.

Tja, und wenn der Agar Agar dann fest geworden ist (bei 45°C wird er fest) kann man den Kuchen auch schon servieren! Schmeckt echt lecker!

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Kosten pro Stück (bei 20 Stück):
– mit Preisen vom 19.06.2015: ca. 0,40 €

Rezepte mit Herz: Avocado-Kokos „Mess“

So, nun aber das letzte Rezept mit Herz für die Aktion von This is what we love – nämlich das Dessert.

Die Nachspeise zu „finden“ war für mich schon etwas schwieriger… lange hab‘ ich überlegt, ob ich vielleicht doch noch Paprikastückchen karamellisieren soll. Aber letzten Endes habe ich mich dann dagegenenschieden, da bittere Paprikastückchen in Karamell glaub ich nicht so das Wahre wären. Deshalb hab ich dann schweren Herzens den Paprika beim Dessert weggelassen.

Ich mag Avocado-Kakaocremen sehr gerne, (ich hab‘ auch schon mal eine verblogt) aber als kleine Warnung möchte ich vorher sagen, dass nicht jeder den Geschmack mag – also vielleicht vorher ausprobieren, bevor man seinen Liebling damit verköstigt!

Hier also mein Rezept für das

Avocado-Kokos „Mess“

Zutaten ( für 2 Personen)

Butterkekse
1 Avocado
1 EL Kakaopulver
1/2 Dose Kokosmilch
3 EL Zucker (oder nach Belieben)

Zubereitung

Die Avocado mit der Kokosmilch und dem Zucker pürieren und danach das Kakaopulver unterrühren. Dann abwechselnd mit zerbrochenen Keksen in ein Glas füllen, mit etwas fester Kokosmilch (im Kühlschrank wird sie hart!) garnieren und es kann auch schon serviert werden! Easy-peasy!

Kosten pro Person:
– mir Preisen vom 14. Februar 2014: ca. 0,86 €

Rezepte mit Herz: Schlipfkrapfen gefüllt mit Avocado-Hähnchenfüllung in Kokosmilchsauce

Die Hauptspeise für die Aktion Rezepte mit Herz von This is what we love war für mich am Schwierigsten zu entwickeln, da mir außer Curries nichts einfallen wollte. Aber JEDER kann mit diesen Zutaten ein Curry kochen, das ist echt keine Herausforderung. Nein, ich wollt etwas ganz anderes damit machen – und nach einiger Zeit ist mir auch etwas eingefallen! Das Teigrezept habe ich mir von „Österreich Vegetarisch“ (ein großartiges Buch!) ausgeborgt.

Hier also mein Rezept für

Schlipfkrapfen gefüllt mit Avocado-Hähnchenfüllung in Kokosmilchsauce

Zutaten (für 8-10 Schlipfkrapfen)

Teig

125 g Roggenmehl
125 g Weizenmehl
1 TL Salz
75 ml Wasser
1 Ei
2 EL Pflanzenöl
Mehl und Wasser

Füllung

2 Hühnerbrüste (ca. 300 g)
1 Hass-Avocado
1 TL Salz
1 TL Zitronensaft

Sauce
1/2 Zwiebel
2 Knoblauchzehen

1/2 Dose Kokosmilch
Salz, Pfeffer
1/2 roter Paprika

Zubereitung

Für den Teig alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und zugedeckt für ca. 30 min im Kühlschrank rasten lassen.

Für die Füllung die Hühnerbrust in kleine Stücke schneiden und die Avocado aufschneiden, entkernen und das Fruchtfleisch herauslöffeln. Das Fleisch mit der Avocado und dem Salz und dem Zitronensaft so lange pürieren, bis man eine schöne Farce püriert hat.

Wenn der Teig gerastet hat, dünn ausrollen (ca. 1,5 mm dick) und mit einem runden Ausstecher (ca. 10 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Dann in jeden Kreis einen großzügigen Esslöffel der Füllung setzen, den Rand mit Wasser bestreichen und zumachen.

Wenn alle Täschchen gefüllt sind, in wallenden, gesalztem Wasser für ca. 15 Minuten kochen.

Währenddessen für die Sauce den Zwiebel in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne anbraten. Die Knoblauchzehen in die Pfanne pressen und auch mitbraten. Wenn alles schön goldbraun geworden ist, mit der Kokosmilch aufgießen und mit genügend Salz würzen.
Kurz vor dem Servieren noch den Paprika waschen und in kleine Stücke schneiden und in die warme Sauce geben.

Die Schlipfkrapfen aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und mit ein paar Löffeln Sauce servieren! Superlecker!

Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 12.02.2014: ca. 0,54 €

Rezepte mit Herz: Ruccolasalat mit Paprika und Avocado-Kokosmilchdressing

Wie gestern versprochen beginne ich heute mal mit dem ersten Rezept für die Aktion Rezepte mit Herz von This is what we love, meinem

Ruccolasalat mi Paprika und Avocado-Kokosmilchdressing Weiterlesen

Geburtstagsküchlein: Kirschmuffins

Als richtiges Winterkind find‘ ich es natürlich suuuper, dass mein Sohn seinen Geburtstag im Sommer hat! Endlich können wir bei warmen, schönen Wetter Geburtstag feiern!

Zum 1. Geburtstag habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, ihm etwas zu backen. Nicht zu süß, handlich, wenn geht laktosefrei und mit Kirschen sollte es sein (facebook-fans wissen, dass das mit dem Apfel nicht geklappt hat *seufz*) Diese Kombi war überhaupt kein Problem und nach 5 Minuten waren die Muffins im Rohr und sie sind großartig geworden! Leider gibt’s keine Fotos von den Muffins außer dem Bild unten – ich war etwas abgelenkt von meinem von der Flamme faszinierten Kind 🙂 und dann waren die Muffins auch schon aufgegessen!

Die Kerze ist viel interessanter als der Muffin 😉

Hier also das Rezept für die Kirschmuffins zum 1. Geburtstag meines Sohnes

Kirsch- Kokosmuffins

Zutaten (für 12 Stück)

200 g entkerne Kirschen
250 g Kokosmilch
250 g Mehl
2 TL Backpulver
2 Eier
75 ml Öl
100 g Zucker

Zubereitung

Das Muffinblech mit Muffinformen auslegen oder buttern und bemehlen. Das Rohr auf 150°C vorheizen.

Die Kirschen waschen und entsteinen. (Wenn ihr die Muffins Kleinkindern füttert, bitte extra aufpassen, dass JA KEINE KERNE MEHR in den Kirschen sind!) Ich hab‘ sie danach noch ein bisschen kleiner geschnitten, damit auch ja wirklich in jedem Muffin genügend Kirschen drin sind.  Alle Zutaten in einer Schüssel mit einem Schneebesen gut verrühren und die Kirschen darunterheben. (Easy-peasy, nicht?)

Zu guter letzt den Teig in die Muffinformen füllen und für 20-25 min bei 150°C im Rohr backen lassen. Aus dem Rohr nehmen, auskühlen lassen und genießen! Mmmmh!

Kosten pro Stück (bei 12 Stück):
– mit Preisen vom 21.06.2013: ca. 0,42 €

Erbsen – Kokosmilchsuppe

Zum heutigen 189. Geburtstag von Gregor Mendel, dem Pionier und Gründer der Vererbungslehre und Genetik, musste ich natürlich, als Biologin, etwas mit Erbsen kochen.

Seine Vererbungsversuche machte der Lehrer, Pfarrer, Studierte ja mit Erbsen und durch die Farben der Blüten stellte er dann seine Theorie auf.

Ich habe heuer auch Erbsen angepflanzt, nur leider haben es die Früchte nicht bis in den Kochtopf geschafft… sie waren einfach zu gut und landeten gleich im Mund.

Hier nun also meine sommerlich angehauchte Erbsensuppen-Version. Das passt heute auch ganz gut zum Wetter (Regen, Wolken, Wind…)

Erbsen- Kokosmilchsuppe

Zutaten (für ca. 2l)

2 EL Pflanzenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 kg tiefgekühlte oder frische Erbsen
250 ml Wasser
1 Dose (300 ml) Kokosmilch
Salz

Zubereitung

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und klein schneiden. Dann im Öl in einem Topf hellbraun anbraten. Danach die Hälfte der Erbsen dazugeben und leicht anschwitzen lassen. Mit Kokosmilch und Wasser aufgießen und so lange kochen lassen, bis die Erbsen durch sind. (Das dauert nicht sehr lange) Nun alles gut pürieren.

Jetzt die andere Hälfte der Erbsen dazugeben und nochmal aufkochen lassen. Gut umrühren, salzen und servieren!!

Kosten pro Person (bei 8 Teller)
– mit Biopreisen vom 20. Juli 2011: 1,05 €