Alltagsrepertoire

Jetzt blogge ich ja schon recht lange hier auf meinem kleinen, aber wie ich finde, feinen, Blog und ich habe auch schon ein „paar“ Rezepte online gestellt. Natürlich ist es eher so, dass man als Foodblogger öfter etwas Neues ausprobiert, als dass man Rezepte öfter wiederholt, aber es gibt doch ein paar Schmankerl, die waren so gut, dass sie den Weg ins Alltagsrepertoire finden!

Hier also 5 meiner verbloggten Rezepte, die ich schon ganz oft gemacht habe und auch wirklich regelmäßig mache (die Auswahl war uuuunglaublich schwierig, ich denke, ich werde bald wieder einen Alltagsrepertoire-Eintrag machen müssen!):

 

Rosmarinkuchen

Dinkel-Rosmarinkuchen

Interessante Paarung – Dinkel, Rosmarin und Schokolade. Aber funktioniert wirklich sehr gut!!

 

Blutwurst- Nektarinenpizza

Blutwurst-Nektarinenpizza

Klingt merkwürdig, ist aber wirklich suuuuperlecker!! Haben wir schon mindestens 5 Mal gemacht!

 

Fertiger Kuchen

 

Rhabarber-Blechkuchen

Rezept von meiner Schwiegermutter. Ein Klassiker! Kommt bei uns ca. alle 2 Wochen in den verschiedensten Varianten zum Einsatz.

 

erbsensuppe1_klein

Erbsensuppe mit Speck

Wir wohnen in Schweden… gibt’s fast jede Woche mal. Da muss ich gar nicht mehr dazu sagen, oder?

 

Sweet Chili Sauce

Sweet Chili Sauce

Unglaublich gut zu allem panierten und gebackenen Gemüse, Fleisch oder Fisch!

 

Nicht alltäglich: Rhabarber-Käsekuchen

Frohen Schwedischen Nationalfeiertag wünsche ich euch allen! Wir sind heute an der Ostsee! Bin schon gespannt, wie’s wird, ist nämlich das erste Mal, dass wir es schaffen ans Meer zu fahren, seit wir hier wohnen!

Wir können ja jetzt einen riesigen Garten benutzen und bei einem Gewächs, dass ich gleich ziemlich am Anfang, als der Schnee endlich weg war, entdeckt habe, hätt ich in die Luft springen können vor Freude: Rhabarber.

Ich muss glaub ich nicht dazu sagen, dass wir bis jetzt unseren eigenen Rhabarber aber sowas von ausgenutzt haben. Und ich werde jedes Grämmchen davon verkochen. Wenn ich schon keinen Bärlauch bekomme, dann wird wenigstens der Rhabarber „vergenusszwergelt“. So hab‘ ich auch diesen Kuchen ausprobiert. Schmeckt ungewöhnlich, sieht ungewöhnlich aus (eine Freundin hat ihn sogar als „hässlich“ bezeichnet) – ist aber sehr sehr lecker!

Das Originalrezept stammt aus dem Lea Heft „Backen nach Bildern“ Ausgabe 1/2014. Ein cooles Heft, muss ich sagen. Da sind viele tolle Backideen drinnen!

Hier also das Rezept:

Rhabarber-Käsekuchen

Zutaten

2 Bananen
½ Zitrone
85 g Knäckebrot
70 g Butter
50 g Mandelmehl
200 ml Sahne
50 g weiße Schokolade
5 g Kokosfett
5 Blatt Gelatine
300 g Frischkäse
200 ml Joghurt
1 Pck. Vanillezucker
6 EL Zucker
500 g Rhabarber
1 TL Speisestärke
1 TL Rote-Grütze-Pulver (Himbeergeschmack) Anmerkung: Das hatte ich nicht. Ich hab‘ dafür Tortengelee nach Packungsanweisung verwendet!

 

Zubereitung

Eine ø26 cm Springform vorbereiten, indem man sie mit Backpapier auslegt.

Die Bananen schälen und die Zitrone auspressen. Miteinander in einem höheren Gefäß pürieren.

Das Knäckebrot zerbröseln (ich mach‘ das immer mit einem Nudelholz). Die Butter bei mittlerer Temperatur verflüssigen und nach und nach die geriebenen Mandeln und die Knäckebrotbrösel dazugeben. Das Ganze auf den Boden der Springform gleichmäßig verteilen und andrücken. Danach in den Kühlschrank stellen.

Den Schlagobers steif schlagen und auch kühlen.

Die Schokolade mit dem Kokosett über Wasserbad schmelzen. Dann auf den Kuchenboden gießen und verteilen. Dann wieder in den Kühlschrank stellen.

Die Gelatine nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen.

Den Frischkäse mit dem Joghurt, dem Vanillezucker, 3 EL Zucker un der Hälfte vom Bananenpüree verrühren. Die Gelatine nach Packungsanleitung auflösen, in das restliche Bananenpüree rühren, dann unter die fertige Creme ziehen. Den geschlagenen Schlagobers unterheben.

Die Creme in die Springform füllen, anklopfen und alles 4 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Inzwischen den Rhabarber waschen, schälen und in gleichmäßig große Stücke schneiden. 250 ml Wasser mit 3 EL Zucker aufkochen und darin den Rhabarber für ein paar Minuten köcheln lassen. Dann abschöpfen.

Stärke, Rote-Grütze-Pulver und 2 EL Wasser verrühren, zum Rhabarbersud gießen und aufkochen. Auf lauwarm abkühlen lassen. Den Rhabarber unterheben. Anmerkung: Wie oben schon erwähnt, hatte ich kein Rote-Grütze-Pulver und habe dafür klares Tortengelee nach Packungsanweisung verwendet.

Vor dem Servieren auf den aus der Ringform gelösten Käsekuchen verteilen.

Kosten pro Stück (bei 12 Stück und Rhabarber aus dem Garten)
– mit Preisen vom 4. Juni 2014: ca. 0,54 €

Joghurt Panna Cotta mit Rhabarber

Ich liiiehiiiiebe die Rhabarberzeit. Und da es jetzt auch endlich am Bauernmarkt heimischen Rhabarber in Hülle und Fülle gibt, (Ich hab‘ kein Problem damit, ein paar Wochen auf österreichische Produkte zu warten – Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste Freude! 🙂 ) gab’s bei uns in der letzten Woche auch schon die bewährten Rezepte vom Rhabarbercrumble und Rhabarberkompott. Natürlich musste auch was Neues her, und geworden ist es eine superleckere Joghurt Panna Cotta. Mit Joghurt deshalb, weil’s dadurch einfach leichter wird, das Ganze.

Hier also mein Rezept für

Joghurt Panna Cotta mit Rhabarber

Zutaten (für 4 Desserts)

4-5 Stangen Rhabarber
3 EL Zucker
etwas Wasser

250 ml Schlagobers
500 ml Joghurt
5 Blatt Gelatine
6 gehäufte EL Zucker
1 Vanillestange

Zubereitung

Den Rhabarber schälen, in Stücke schneiden und mit dem Zucker und etwas Wasser in einem Topf weich dünsten, aus dem Wasser nehmen und auf 4 Dessertschalen aufteilen. (Man kann den Rhabarber natürlich auch mit etwas von dem Dünstwasser pürieren, wenn man keine Stücke haben möchte)

Den Schlagobers in einem anderen Topf mit dem Zucker und der aufgeschlitzten Vanilleschote aufkochen lassen und dann vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen. Während dessen die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen. Wenn sie weich sind, das Wasser mit den Fingern vorsichtig aus den Gelatineblättern ausdrücken und in den noch warmen Schlagobers rühren. Dann das Joghurt unterheben, gut umrühren, sodass sich die Gelatine überall verteilt und die Schlagobers-Joghurt-Gelatinemasse auf die Dessertschalen aufteilen.

Jetzt über Nacht kühl stellen und am nächsten Tag als Nachtisch servieren! Mmmmh – lecker!

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 4. Mai 2013: ca. 1,53 €

Rhabarber Crumble

Als Erstes möchte ich mir einmal die Zeit nehmen und meine neuen Leser begrüßen, da in der letzten Woche meine  Statistik, warum auch immer, etwas nach oben geschnellt ist. (Und das, obwohl mein Freund meint, ich verfolge die Werbestrategie eines russischen Automobilkonzerns *hihi* Dazu kann ich nur sagen – was für eine Werbestrategie? Ich mach‘ das doch nur zum Spaß!)

Hallo alle zusammen! Seid gegrüßt! Viel Spaß beim Mitlesen! So – aber jetzt ab‘ zum eigentlichen Artikel!

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Zum Glück ist die Rhabarberzeit noch nicht vorrüber und es gibt davon noch Massen im Garten und am Markt. *yippiiieh* Und da meine Schwägerin mich letztens auf „Crumbles“ aufmerksam gemacht hat, musste ich natürlich gleich wieder mal einmal eines machen. In England bekommt man diese Nachspeise ja recht oft zu essen, vor allem auch weil’s extremst einfach und schnell zuzubereiten ist. Man kann „crumbles“, was soviel heißt wie „Krümel“ mit allem möglichen Obst machen – Äpfel, Birnen, Kirschen, Pfirsich, etc. – schmeckt alles unglaublich lecker! Die Kinder, auf die ich in England aufgepasst habe, haben immer jeden letzten Rest von den Tellern geschleckt *hihi* Wenn man möchte, kann man einen Crumble sogar am Vortag vorbereiten und im Kühlschrank über Nacht aufbewahren. Am nächsten Tag einfach in den Ofen schieben – fertig! Es ist zwar nicht die hübscheste aller Nachspeisen, aber dafür eine extrem leckere!

Hier also das Rezept (abgewandelt aus dem Good Housekeeping Kochbuch von 1978) für

Rhabarber Crumble

Zutaten (für 2 Personen)

Für die Fülle:

300 g Rhabarber
4 EL Wasser
4 EL Vanillezucker oder brauner Zucker

Für die Streusel

100 g Butter, weich
100 g Zucker
150 g Mehl

Zubereitung

Rohr auf 180°C vorheizen.

Den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Dann in eine Auflaufform geben und mit dem Wasser und dem Vanillezucker (oder braunem Zucker) bestreuen.

Die weiche Butter mit dem Zucker und dem Mehl mit den Händen krümelig mixen.

Dann die Streusel einfach über den Rhabarber verteilen und das Ganze 35-45 min im Rohr backen lassen – so lange, bis die Streusel braun sind und der Rhabarber schön blubbert.

Dann aus dem Rohr nehmen, etwas abkühlen lassen und servieren! Schmeckt suuuuper mit Vanilleeis, Vanillesauce oder Vanillepudding!

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 26.05.2012: 0,95 €

Rhabarberkompott

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir als Kinder oft im Frühjahr bei meiner Oma Rhabarberkompott bekommen haben. Das war immer so um die Zeit, wo meine Oma schon nicht mehr genau wusste, wo hin mit dem ganzen Rhabarber, den ihre 4 Rhabarberstauden produziert haben. Aber wir waren ja dankbare Abnehmer der köstlichen Stangen. Und bis heute liiiiiiiieeeebe ich Rhabarber in allen Variationen.

Durch den hohen Gehalt an Oxalsäure sollten Kinder jedoch nicht allzu viel vom Rhabarber essen… das hat uns damals jedoch nicht abgehalten bzw. hat das keiner gewusst und groß sind wir auch geworden, also kann es nicht wirklich so schlimm sein.

Aber genug der Worte, jetzt erst mal das extremst einfache und erfrischende Rezept für

Rhabarberkompott

Zutaten (für 2 Personen)

2 lange Stangen Rhabarber (ca. 150 g)
500 ml Wasser
3 EL Zucker

Zubereitung

Den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Dann in einem Topf (kein Aluminiumtopf!!) mit dem Wasser und dem Zucker ca. 5 min aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und genießen!!

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 9.12.2012 und mit Rhabarber aus dem Garten: 0,25 €

Dinkel-Rhabarber-Topfenmuffins

Morgen ist Muttertag!! Da wünsche ich natürlich allen Müttern, Großmüttern, Urgroßmüttern etc. einen wunderschönen Ehrentag!

Leider kann ich heuer nicht bei meiner Mama sein und sie mit Selbstgebackenem beglücken, aber gebacken habe ich trotzdem etwas. Da ich noch Rhabarber aus dem Garten meiner Mama hatte, musste es natürlich etwas mit Rhabarber sein. (Ich lieeeebe Rhabarber!!!) Und weil ich schon ewig keine Muffins mehr gebacken habe und außerdem noch Topfen daheim hatte, wurden es diesmal

Dinkel-Rhabarber-Topfenmuffins

Zutaten

250 g Dinkelmehl
130 g Zucker
2 TL Backpulver
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
250 g Topfen
100 g Öl
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
ca. 150 g geschnittener Rhabarber (bei mir waren das 3 Stangen)

Zum Bestreuen

3 TL Brauner Zucker
1 TL gemahlener Zimt

Zubereitung

Das Rohr auf 180°C vorheizen. Dann das Muffinblech vorbereiten. (Entweder mit Papierformen auslegen oder mit Öl ausstreichen und dann mit Mehl ausstreuen)

Den Rhabarber schälen und in kleine Scheiben schneiden.

Mehl, Zucker, Backpulver, Zimt, Soda und Salz vermischen. In einer anderen Schüssel den Topfen, Öl, die Eier und Vanilleessenz zu einer cremigen Masse vermixen.

In einer kleinen Schüssel den Zucker und den Zimt mischen und fürs Bestreuen der Muffins vorbereiten.

Nun die Mehlmischung zur Topfenmischung geben und gut mixen. Dann den geschnittenen Rhabarber dazugeben und unterheben. Keine Angst, wenn die Masse zäh wirkt.

Jetzt den Teig in die Muffinformen füllen und abschließend mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.

Für ca. 20 min im Rohr backen lassen bis sie schön braun sind oder bis eine Nadel wieder sauber aus dem Muffin kommt. Jetzt auskühlen lassen und dann genießen! Mmmmh!

Kosten pro Stück (bei 12 Stück):
– mit Bio-Preisen vom 11.05.2012 und Rhabarber aus dem Garten: 0,26 €