1. Adventsonntag: Pepparkakor-Pfannkuchen

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Frohen 1. Advent!! Ich bin total baff, dass es schon so weit ist und wie immer etwas hinten mit meiner Planerei… aber was soll’s… zumindest hab‘ ich noch ein Rezept geschafft für heute 😉

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Pfefferkuchen in der Form, in der es sie hier in Schweden gibt, kannte ich nicht, bevor wir rauf gezogen sind. Die sind nämlich ziemlich würzig… eigentlich sogar ein wenig scharf. Pfefferkuchen eben. Die Schärfe kommt aber nicht von Pfeffer, sondern vom Ingwer. Außerdem sind die Dinger hart und dünn, so in etwa wie bei uns der Spekulatius.

Mein Großer könnte diese süße Nascherei ja den ganzen lieben Tag essen, sogar schon zum Frühstück, aber das passt mir wiederum nicht… weil… Kekse zum Frühstück, das geht ja mal schon gar nicht. *hüstel* Nicht, dass ich das nicht auch schon mal gemacht hätte *hüstel* Deshalb gibt es bei uns die etwas gesündere Version in Form von kleinen Pfannkuchen zum Frühstück. Die sind an sich selber ja nicht süß, schmecken aber trotzdem recht weihnachtlich.

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Pepparkakor-Pfannkuchen

Zutaten (für ca. 50 Mini-Pfannkuchen oder ca. 8 große Pfannkuchen)

150 g Mehl
1/2 TL Salz
1 EL Zucker
2 TL gemahlener Zimt
2 TL geriebener Ingwer
10 Gewürznelken, zermörsert
1 TL gemahlener Kardamom
300 ml Milch
2 Eier
25 g Butter

Öl

Zubereitung

Den Ingwer reiben, die Gewürznelken mörsern, die trockenen Zutaten alle dazumischen, dann die Hälfte der Milch und die Eier unterrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Dann erst den Rest der Milch drunter.

Die Butter schmelzen und zum Teig rühren.

Mit etwas Öl in einer Pfanne goldgelb ausbacken.

Schmecken total toll mit Preiselbeermarmelade oder wie ich sie gegessen habe, mit Cranberry-relish.

Kosten pro Person (bei 4 Personen):
– mit Preisen vom 29. Dezember 2015: ca. 0,48 €

Schwedische Küche: Kanelbullar

kanelbullar2Frohen Kanelbullens dag!

Falls ihr es nicht wisst, Kanelbullar sind Zimtschnecken. Und der heutige Tag ist in Schweden ganz diesen köstlichen, zimtigen Gebäcken gewidmet!

Natürlich feiern wir diesen Tag mit… warum auch nicht, wenn man dabei Zimtschnecken essen darf! Und ich wäre nicht ich, wenn ich nicht selber welche gebacken hätte.

Hier also mein etwas abgewandeltes Rezept aus „Das Schweden Kochbuch“ für

Kanelbullar (Zimtschnecken)

Zutaten (für ca. 25 Stück)

100 g Butter
400 ml Milch
50 g Germ
100 g Zucker
1 Prise Salz
ca. 800 g Mehl
Ei zum Bestreichen
Hagelzucker

Füllung

100 g Butter
6 EL Zucker
4 EL Zimt
7 Kapseln Kardamom

evt. Rosinen

Zubereitung

Die Hälfte der Milch in einem Topf mit der Butter erhitzen, sodass die Butter ganz schmilzt. Dann vom Herd nehmen und die restliche kalte Milch dazugeben. (Dann sollte das Milch-Butter-Gemisch lauwarm sein)

Die Germ zur Milch-Butter bröseln und darin auflösen. Dann mit dem Zucker und Salz vermischen und mit dem Mehl zu einem glatten Teig kneten. Ich brauche dazu immer so cirka 800 g Weizenmehl. Am Besten ihr gebt das Mehl Etappenweise dazu. Zuerst mal 500 g, dann 200 g und dann immer 100 g mehr, bis ein glatter, weicherer Teig entstanden ist. Es kommt auf euer Mehl an, wieviel ihr davon braucht. Im Originalrezept steht zum Beispiel 1-1,5 kg, das wäre bei meinem Mehl viiiiiel zu viel!

Ca. 1 Stunde an einem warmen Ort (zum Beispiel auf dem Kühlschrank) gehen lassen.

Dann das Rohr auf 230 Grad Celsius vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Für die Füllung die Butter schmelzen und den Zucker und den Zimt einrühren. Dann den Kardamom aus den Kapseln holen, im Mörser zerkleinern und auch zur Füllung mischen.

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Den Teig in zwei Teile teilen und jeweils auf einem bemehlten Brett rechteckig ausrollen. Mit der Füllung bestreichen, einrollen und in 1,5 cm dicke Teile schneiden. Alle Schnecken auf die vorbereiteten Backbleche setzen, mit dem Ei bestreichen, noch einmal etwas flachpressen und im Rohr bei 230 Grad Celsisus für ca. 8 Minuten backen.

Dann aus dem Rohr nehmen und ganz auskühlen lassen und genießen! Yummie!! (Warm sind sie sehr weich, aber kalt perfekt!)

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Kosten pro Stück (bei 25 Stück):
– mit Preisen vom 03.10.2015: ca. 0,14 €

{schwedisch} Västerbottenpaj

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Ende August, Anfang September feiern die Schweden „Kräftskiva“, zu Deutsch „Krebsenfest“. Da werden Signalkrebse gegessen, gesungen, getrunken und einfach gefeiert. Zu der Zeit deshalb, weil man früher Krebse nur ab Mitte August fangen durfte. Und zu diesem Fest gehört eben auch der Västerbottenpaj, eine Tarte mit schwedischen Käse aus der Provinz Västerbotten. Dieser Käse, den ich bei meinem letzten Eintrag schon erwähnt habe, ist ähnlich dem Parmesan ein würziger Hartkäse, der einen einzigeartigen Geschmack hat, aber den meine Familie einfach wie Parmesan verwendet. Das funktioniert sehr gut!

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Wo war ich? Ach ja. Beim Västerbottenpaj. Diese Tarte ist sehr einfach und gehört zu jedem Kräftskiva dazu.

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Das Rezept stammt aus „Das Schweden Kochbuch“ von Margareta Schildt Landgren

Västerbottenpaj

Für eine Tarteform mit 24 cm Durchmesser

Zutaten

120 g Mehl
100 g Butter
150 g Västerbottenkäse
3 Eier
200 g Schlagobers
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Rohr auf 230 Grad vorheizen.

Das Mehl mit der zimmerwarmen Butter zu einem Teig kneten. Kurz im Kühlschrank rasten lassen, dann ausrollen und in die Tarteform legen. Im Rohr für ca. 10 Minuten blind backen. Aus dem Rohr nehmen und etwas auskühlen lassen.

Den Käse reiben und mit den Eiern und dem Schlagobers vermengen. Etwas salzen und pfeffern und dann in den blind gebackenen Teig gießen.

Das Ganze noch mal für ca. 20 Minuten im Rohr backen lassen, so lange, bis die Oberseite schon mittelbraun geworden ist! (Das hätte ich fast übersehen!)

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Kosten pro Stück (bei 8 Stück)
mit Preisen vom 5.9.2015: ca. 0,38 €

Immer wieder donnerstags: Erbsensuppe mit Speck

Ich bin wieder da! Wir haben den Umzug gut überstanden, das Haus füllt sich langsam aber sicher mit Möbelstücken, jedes Ding findet seinen Platz und auch an meine „neue“ Küche gewöhne ich mich langsam! (Ich hab‘ jetzt einen Geschirrspüler!!! *yippiiiiieh*) Kurz – ich kann wieder anfangen, zu bloggen! Ich freue mich sehr, dass ich es wirklich schaffe, meine mir selbst gesetzte Deadline – den 1. Februar – einzuhalten!
Vielleicht schaffe ich es ja sogar, zumindest einmal in der Woche im Februar zu posten… schau‘ ma mal! Es wird sich zeigen…

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In Schweden ist es Brauch, dass man am Donnerstag zu Mittag Erbsensuppe mit Speck und Palatschinken mit Schlagobers und Erdbeermarmelade zu Mittag ist. Find ich nicht blöd, mag ich beides – wenn es gut zubereitet ist.

Die Suppe jedoch, die wir in der Uni-Mensa im Dezember bekommen haben, war nicht so mein Fall. Sie war einfach zu dünn, zu schlabberig, hatte eine undefinierbare Farbe (auch wenn sie mit gelben Erbsen gemacht wurde, kann sie meiner Meinung nach eine ansprechende Farbe haben) und einen undefinierbaren Geschmack. Und die Pfannkuchen waren mir einfach zu dick. Gut, ich bin die Palatschinken meines Schwiegervaters gewöhnt, die sind unglaublich dünn, knusprig und superlecker, daher bin ich in der Hinsicht auf jeden Fall verwöhnt – aber zumindest Erbsensuppe kann man nicht verhauen… eigentlich.

Obwohl heute nicht Donnerstag ist 😉 hier also meine unglaublich einfache und leckere, österreichifizierte Version für

Erbsensuppe mit Speck

Zutaten (für 4 Personen)

150 g Speck
1 Zwiebel
600 g tiefgefrorene Erbsen
Wasser
1 Schuss Schlagobers
Salz, Pfeffer
evt. 1 EL Öl

Zubereitung

Den Speck in kleine Würfel schneiden und in einem Topf knusprig braten. (Es kommt darauf an, wie Fett der Speck ist, ob ihr Öl zum Braten nehmen müsst oder nicht) Dann aus dem Topf nehmen und im Bratensatz den kleingeschnittenen Zwiebel glasig braten. Dann die Erbsen dazugeben und mit soviel Wasser aufgießen, dass es gerade über die Erbsen reicht.

Das Ganze für ein paar Minuten köcheln lassen. Wenn die Erbsen aufgetaut und weich sind, mit dem Stabmixer so lange pürieren, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz erreicht hat. (Ich mag es, wenn man die Erbsen beim Essen noch spürt, daher sind meine Erbsensuppen immer etwas dicker als andere 😉 ) Dann einen Schuss Schlagobers dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und es kann auch schon serviert werden!

Jetzt noch den knusprigen Speck darüberstreuen und Voilá – Fertig ist ein superschnelles Donnerstagsessen, das auch mein Kind ohne weiteres isst!

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 31.01.2014: ca. 0,73 €