Sauerteigzimtschnecken

In den letzten Wochen war bei uns Einiges los. Ich war zwei Mal krank, wir waren auf Kurzurlaub, den wir abbrechen mussten, der Ehemann war krank, die Kinder waren krank, der Kindergarten hat wieder anfgefangen, wir hatten andauernd Besuch, waren mal kurz in Österreich etc. etc. Kurz – ich hatte nicht sehr viel Zeit, um viel mit meinem Sauerteig zu machen (oder auch nur auf den Blog zu schauen!).

Seit ich meine Ebba zu Hause habe und versorge (ja, Sauerteig ist ein bisschen wie ein Haustier 😉 ) backe ich ja regelmäßig Brot und Pancakes. Mein Brot wird jedes Mal etwas besser, weil ich einfach jetzt mehr Übung habe und schon weiß, was ich beim Backen beachten muss. Die Pancakes sind jetzt auch schon spitzenmäßig und ich werde bald das Rezept updaten, da ich doch ein paar Dinge jetzt anders mache als am Anfang.

Nun sind gerade meine Schwiegereltern zu Besuch und da mein Schwiegervater unglaublich gerne Zimtschnecken isst, wollte ich gerne welche backen. Nur hatte ich keine Germ mehr zu Hause, um die gewohnten Kanelbullar zu backen, und meine Kinder waren grad schlecht drauf und ich wollte mit zwei Zornpinkerl das Haus (und unseren großen Garten, in den ich sie schicken kann) eigentlich nicht verlassen. Aber Sauerteig, ja Sauerteig habe ich ja immer zu Hause! Und Zeit hatte ich auch! Eine perfekte Kombination also, um zu versuchen, die Zimtschnecken aus Sauerteig zu machen!

UND SIE SIND PERFEKT GEWORDEN!

Ich habe sie mittlerweile schon 3 Tage hintereinander gemacht und sie werden jedes Mal wieder unglaublich gut! Tja. *miraufdieschulterklopf* Langsam geht’s ja, das Backen mit Sauerteig!

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Sauerteigzimtschnecken

Zutaten (für 9 Stück)

Für den Teig:
150 g Weizensauerteig
200 ml Milch
40 g gesalzene Butter (ihr könnt natürlich auch ungesalzene Butter + ¼ TL Salz nehmen)
1 Ei (groß)
50 g Zucker
450 g Mehl

Für die Fülle:
100 g gesalzene Butter (ihr könnt natürlich auch ungesalzene Butter + ½ TL Salz nehmen)
6 EL Zimt
6 EL Zucker

Anmerkung zum zeitlichen Ablauf
Wenn ihr die Zimtschnecken zum Frühstück haben wollt, ist es am Besten, ihr füttert euren Sauerteig am Vortag zu Mittag an. (50 g Sauerteig + 50 g Mehl + 50 g Wasser) Dann habt ihr am späten Nachmittag/Abend dann den perfekten Sauerteig, um damit den Teig zu machen.
Am späten Abend/Nachmittag wird dann der Teig geknetet, um ihn dann 4-5 Stunden an einem warmen Ort gehen zu lassen. Er sollte seine Größe dann ungefähr verdoppelt haben.
Vor dem Schlafen gehen (bei mir ist das so um 11) wird der Teig ausgerollt, gefüllt, geschnitten und aufs Blech gesetzt.
Dann rastet der Teig über Nacht am Blech im Kühlschrank.
Am Morgen wird dann gebacken.

Zubereitung

Die Zubereitung der Zimtschnecken dauert bei mir ca. 18 Stunden vom Anfüttern des Sauerteigs bis zum Rausnehmen aus dem Ofen.

Schritt 1 – Stunde 0
Anfüttern des Sauerteigs. 50 g Sauerteig + 50 g Mehl + 50 g Wasser. An einem waren Platz rasten und sich für 5 bis 6 Stunden entwickeln lassen.

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Schritt 2 – Stunde 5/6:
Butter schmelzen, zur Seite stellen und kurz abkühlen lassen.
In eine große Rührschüssel oder die Schüssel der Küchenmaschine das Mehl, das Ei, Zucker und die 150 g Sauerteig geben. Mit dem Handmixer oder eben der Küchenmaschine kneten und langsam die Milch einlaufen lassen. So lange kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist. (2-3 Minuten) An einem waren Platz für ca. 5 bis 6 STunde rasten lassen.

Schritt 3 – Stunde 11/12:

Die Fülle zubereiten, indem man die Butter schmilzt, vom Herd nimmt und einfach Zimt und Zucker einrührt. Zur Seite stellen.

Der Teig sollte seine Größe jetzt ungefähr verdoppelt haben. Vorsichtig aus der Rührschüssel nehmen und auf einem bemehlten Brett zu einem Rechteck ausrollen. Die Fülle darauf verstreichen und den Teig aufrollen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Teigrolle in 9 Teile schneiden und auf das Backpapier setzen. Flach drücken.

Ihr könntet sie jetzt auch schon backen, aber wenn ihr sie erst am nächsten Tag backen wollt, müsst ihr sie über Nacht in den Kühlschrank stellen! Falls ihr euer Blech nicht in den Kühlschrank bekommt (das geht bei mir, oh ja!), müsst ihr sie entweder noch als Rolle kühlen oder vielleicht auf einem Teller reinstellen und am nächsten morgen aufs Blech setzen. Einfacher ist aber, gleich aufs Blech.

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Schritt 4 – Stunde 17/18:

Rohr auf 200 Grad vorheizen. Die Zimtschnecken aus dem Kühlschrank nehmen.

Ein Ei in einer kleinen Schüssel verquirlen und damit die Zimtschnecken bestreichen.

Dann die Zimtschnecken ins Rohr schieben und für ca. 15 Minuten backen lassen. Dann rausnehmen, abkühlen lassen (zumindest bis sie lauwarm sind) und genießen!

SO. GUT!!!

Kosten pro Stück:
– mir Preisen vom 22. August 2016: ca. 0,34 €

Königlich: Drottningsylt

Bei uns hat die Beerensaison letzte Woche so richtig angefangen, da bin ich natürlich gleich losgezogen und hab‘ fleißig gepflückt. Da wir aber einen kurzen Abstecher ins Heimatland machen mussten, bin ich bis gestern nicht zum Einkochen der Beeren gekommen und musste zwischenzeitlich einfrieren. Macht nix. Jetzt hab‘ ich es ja erledigt.

Die „Drottningsylt“, zu Deutsch „Königinnenmarmelade“, ist hier in Schweden natürlich sehr beliebt. Eh klar. Heidelbeeren und Himbeeren gibt es ja wie Sand am Meer und hat fast wirklich jeder im Garten und hinter seinem Haus verfügbar! Und auch ich LIEBE diese Mischung wirklich sehr! Sogar die Farbe gefällt mir außerordentlich gut.

Vielleicht wollt ihr sie ja auch probieren?

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Drottningsylt

Für 4 Gläser á 250 ml

Neumodische Version
500 g Heidelbeeren
500 g Himbeeren
500 g Einkochzucker

Altmodische Version
500 g Heidelbeeren
500 g Himbeeren
500 g Kristallzucker
250 ml Wasser

Zubereitung neumodische Version

Die Heidelbeeren und Himbeeren vermischen, in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dann den Einkochzucker dazugeben und nach Packungsangabe kochen lassen. (Bei mir waren das 5 Minuten) Gelierprobe machen. (1 EL der Mischung auf einen kalten Teller geben und warten, ob es geliert) Es sollte nicht total gelieren, sondern noch halb flüssig sein.

Jetzt kann auch schon in saubere Gläser eingefüllt werden. Gläser zuschrauben, auf den Kopf stellen und erkalten lassen.

Zubereitung altmodische Version

Den Zucker mit dem Wasser zu Läuterzucker kochen, und zwar so lange kochen, bis ein Tropfen des Läuterzuckers in kaltes Wasser getropft eine Kugel bildet und sich nicht gleich auflöst.

Die Beeren in einen großen Topf geben. Wenn die Zuckerlösung fertig ist, könnt ihr diese zu den Beeren gießen und dann so lange weiterköcheln lassen, bis die Marmelade geliert. Das kann relativ lange dauern. Bei mir dauerte es ca. 25 Minuten.
Wenn ihr denkt, dass es so weit sein könnnte, macht ihr die Gelierprobe (1 EL der Mischung auf einen kalten Teller geben und warten, ob es geliert) Es sollte nicht total gelieren, sondern noch halb flüssig sein.

Jetzt könnt ihr auch schon in saubere Gläser einfüllen. Gläser zuschrauben, auf den Kopf stellen und erkalten lassen.

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Kosten pro Glas:
– mit Beeren aus dem Garten und dem Wald
altmodische Version: ca. 0,3 €
neumodische Version: ca. 0,4 €

Schwedisch: Köttbullar

Köttbullar (gesprochen „Schöttbullar“) sind wohl DAS schwedische Gericht, gleich nach den Kanelbullar (Zimtschnecken), das jeder kennt. Jeder, der schon mal beim Möbelschweden war, hat sie wohl gegessen und obwohl sie dort nicht so besonders sind, habe ich noch nie jemanden getroffen, der sie nicht mag.

Man serviert sie normalerweise mit Kartoffeln (entweder als Püree oder als Bratkartoffeln), Erbsen, brauner Sauce und Preiselbeermarmelade.

Sie sind sehr einfach zuzubereiten, und schmecken selbst gemacht um 100 Mal besser als gekauft. (Die gekaufte Konsistenz ist einfach SO merkwürdig!) Beim Möbelschweden bekommt man 12 Stück, aber bei den selbst gemachten reichen 8 pro Person völlig. Außer ihr seid sehr große Esser, dann schafft ihr 12 auch 😉

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Jetzt aber zum Rezept

Köttbullar (schwedische Fleischbällchen) mit Sauce

Zutaten (für ca. 32 Stück, das reicht für 4 Personen)

500 g faschiertes Schweinefleisch
500 g faschiertes Rindfleisch
1 Zwiebel
Salz, Pfeffer

1 Zwiebel
Mehl
1/4 l Wasser und Suppenwürze, oder 1/4 l Rinderfond
1/8 l Schlagobers
Salz

Zubereitung

Das Fleisch in eine Schüssel geben. Den Zwiebel dazureiben (reiben, oder vorher pürieren und dann dazugeben… macht keinen Unterschied) und mit genug Salz (ich gebe einen halben Esslöffel dazu) und Pfeffer würzen. Dann gut durchkneten. Entweder per Hand oder mit den Teighaken des Handmixers. So lange kneten/mixen, bis ein relativ homogener Fleischteig entstanden ist.

Dann mit einem Esslöffel kleine Portionen vom Teig abstechen. Wenn der Teig aufgeteilt ist, die Portiönchen mit der nassen Hand zu festen Kugeln formen.

Die fertigen Bällchen in einer eingeölten Pfanne von jeder Seite braun anbraten, dann aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller rasten lassen.

Für die Sauce den Zwiebel in der Pfanne anbraten, wenn er gebräunt ist, mit 2-3 EL Mehl stauben, gut umrühren, anschwitzen lassen und dann mit 1/4 l Wasser aufgießen. Mit dem Schneebesen das Mehl gut ins Wasser einrühren. Die Sauce sollte jetzt etwas eindicken. Jetzt die Sauce würzen und Schlagobers dazu. Wenn ihr Zwiebelstückchen in der Sauce mögt, dann könnt ihr sie jetzt auch schon so lassen, ansonsten macht ihr es so wie ich und püriert die Sauce nochmal schnell durch.

Die fertige Sauce nochmal aufkochen lassen – falls sie zu dick ist, noch etwas Wasser dazugeben und die Köttbullar darin fertig garen lassen. Bei mir dauert das meistens so 10-15 Minuten.

Dann kann auch schon mit Püree, Erbsen und Lingonsylt (Preiselbeermarmelade) serviert werden! Guten Appetit!

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Kosten pro Person:
– mir Preisen vom 14.07.2016: ca. 2,05 €

Seelenfutter: Milchreis mit Zimt

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Ich bin extrem erstaunt und auch etwas enttäuscht von mir selbst, dass ich im Februar nur 2 mikrige Blogeinträge geschafft habe. Aber es ist eigentlich immer so bei mir. Wenn wir Besuch haben, dann denke ich immer, dass ich mehr Zeit haben werde für meinen Blog, weil ich ja theoretisch eine Bespaßung für die Kinder hätte, aber im Endeffekt habe ich natürlich viel weniger Zeit für Alles. Erwartung und Realität klafft halt ganz oft weit auseinander. So ist das Leben eben.

Nachdem wir seit Januar eigentlich immer „Action Action Action“ hatten, hat sich unser Leben jetzt endlich wieder beruhigt. Gut für die Kinder und auch gut für uns Erwachsene – jetzt können wir wieder etwas Normalität in unseren Alltag bringen. Vor allem in unser Essverhalten 😉 Deshalb gibt es heute mal ein einfaches Rezept von mir.

Letzte Woche, am ersten Tag an dem wir keinen Besuch hatten, hat sich der kleine Herr gleich nach dem Aufwachen zum Frühstück „Milchreis“ gewünscht und natürlich haben wir ihm seinen Wunsch erfüllt. Und was soll ich sagen, es war ein wirklich köstliches Familienfrühstück – nur zu Viert!

Ich mache unseren Milchreis nur mehr nach dem schwedischen Rezept aus meinem Schwedenkochbuch. Da wird er nämlich supergut!

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Milchreis mit Zimt

Zutaten (für 4 Personen)

150 g Rundkornreis
1 Prise Salz
300 ml Wasser
700 ml Milch
1 TL Zimt
2 EL Zucker

Zubereitung

Den Reis mit dem Salz und dem Wasser in einem Topf aufkochen lassen und für ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen.

Dann die Milch, den Zimt und den Zucker dazugeben, gut umrühren und für cirka 30 Minuten köcheln lassen. Die Platte nicht zu heiß einschalten und immer wieder mal umrühren, denn der Milchreis brennt leicht an!

Tja, und wenn die Reiskörner die Flüssigkeit gut aufgesogen haben und nicht mehr hart sind, ist der Milchreis auch schon fertig!

Supergut schmeckt es, wenn man dann noch ein paar säuerliche, gefrorene Ribisel draufstreut, wie wir es im Bild gemacht haben.

Kosten pro Person:
– mir Preisen vom 1. März 2016: ca. 0,43 €

 

4. Adventsonntag: Knäck

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Eigentlich hatte ich heute etwas Aufwändigeres und weniger Schwedisches geplant. ABER. Erstens kommt es Anders. Und zweitens ist mein Geschirrspüler kaputt. Na gut… ich bin mir nicht sicher, ob er wirklich kaputt ist, aber er macht auf jeden Fall nicht mehr das, was er soll. *AAAAAAAAH* Das hat meinen ganzen Abend durcheinander gebracht. Und das Licht zum Fotografieren kann man zur Zeit auch vergessen… Aber genug von meinen Problemchen.

Es musste auf jeden Fall ein schnelles Rezept her. Und dieses schnelle Rezept ist eben „Knäck“. Knäck ist einfaches Karamell, (hier oben Kola genannt) das in kleine Förmchen gefüllt wird. Aus. Mehr is es nicht. Man kann allerhand ins Karamell geben. Nüsse, Schokolade, Gewürze. Alles ist erlaubt. Aber klassisch ist das Knäck ganz ohne alles. Ich habe zur Hälfte der Knäck gehackte Mandeln gegeben.

Das Einzige, das beim Knäck etwas dauert, ist, das Karamell auf Temperatur zu bringen. Aber wenn man das weiß, ist das ja auch kein Problem.

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Knäck

Zutaten (für ca. 60 Stück)

200 g Zucker
200 ml Schlagobers
200 ml heller Zuckersirup
1 EL Butter

Zubereitung

Alle Zutaten, außer der Butter, in einem relativ großen und dickwandigen Topf vermischen und so lange bei gelegentlichem Umrühren kochen lassen, bis die Masse 125 Grad erreicht hat. (Das kann, ganz nach Herd und Topf, ziemlich lange dauern!) Dann die Butter einrühren und in die Förmchen füllen. Abkühlen lassen.

Falls ihr kein Thermometer habt, könnt ihr die Kugelprobe machen. Wenn ihr glaubt, dass das Karamell schon so weit ist (Nach 30 Minuten ungefähr könnt ihr mal probieren, aber vermutlich braucht es nochmal 20 Minuten 😉 ) gießt ihr einen Esslöffel der Masse in ein kleines Schüsserl mit kaltem Wasser. Wenn die Masse Kügelchen im Wasser bildet, ist es fertig. Wenn sie sich auflöst, nicht.

Nach dem Abkühlen sollte das Knäck nicht allzu weich sein und es sollte durch die dazugegebene Butter auch leicht aus der Form gehen. Hält sich angeblich 3 Monate lang… aber naja… so lange kann ich mir nicht vorstellen, dass irgend jemand Knäck aufbewahrt 😉

Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 20.12.2015: 0,04 €

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3. Adventsonntag: Lussebullar

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Es geht weiter mit Safran, schwedischer Küche und Germteiggebäck. Ich verspreche, es gibt auch bald wieder mal nichtschwedische Rezepte, aber solange wir hier heroben wohnen, muss ich einfach alles Schwedische ausprobieren!

Heute ist Luciatag, da gibt es in ganz Schweden Luciasingen, es wird mit der Familie gefeiert und ganz klassisch gibt es da zur Fika die Lussebullar, die auch Lussekatter (Luciakatzen) genannt werden – das sind kleine gelbe S-förmige Germteiggebäcke, die eben zu Lucia gebacken werden.

Hier also das Rezept für

Lussebullar

Zutaten (für ca. 50 Stück)

1 g Safran
1 TL Zucker

500 ml Milch
200 g Butter
1 Hefewürfel, frisch
1 Prise Salz
1 Ei
180 g Zucker
900 g Mehl

Rosinen
1 Ei zum Anstreichen

Zubereitung

Den Safran mit dem Zucker zermörsern.

Die Milch auf dem Herd erwärmen (nur Handwarm!!) und die Butter darin schmelzen lassen. (Kleiner Tipp: Ein Drittel der Milch nicht mit erwärmen, falls die andere Milch zu warm werden sollte, kann man sie dann mit der kalten Milch ganz einfach abkühlen) Den Safranzucker darin auflösen und den Hefewürfel hineinbröseln und auflösen.

Dann in der Küchenmaschine mit den restlichen Zutaten für 5 Minuten (per Hand ca. 10 Minuten) kneten lassen, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Für 45 Minuten an einem warmen Ort (auf dem Kühlschrank zum Beispiel) gehen lassen.

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Dann den Teig in ca. 50 Teile teilen, rollen und s-förmig zusammensetzen.

Nochmal eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, dann die Rosinen auf die gerollten Enden setzen und mit Ei bestreichen.

Im Rohr bei 200 Grad 7-10 Minuten backen lassen.

lussebullar1Dann aus dem Rohr nehmen und bis zum Genießen ganz abkühlen lassen.

Schmecken leicht süß, etwas nach Safran und passen super zur Kaffeejause! Gutes Gelingen!

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Kosten pro Stück: (Das kommt natürlich ganz auf die Qualität eures Safrans an!)
– mit Preisen vom 13.12.2015: ca. 0,17 €

2. Adventsonntag: Safranstriezel mit Mandelmassa

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Safran ist hier in Schweden, neben Kardamom und Zimt, ein sehr beliebtes Gewürz. Ganz ehrlich habe ich in Österreich nicht sonderlich viel Safran gegessen… aber hier heroben wird zumindest zu Weihnachten recht viel damit gebacken.

Als ich vor ein paar Monaten von einer persischen Kollegin meines Mannes eine riesen Packung Safran geschenkt bekommen habe, wusste ich natürlich, dass ich damit zu Weihnachten etwas backen muss.

Geworden ist es ein Striezel und ich muss sagen, ich habe mich schon lange nicht mehr so gefreut über einen Germteig wie bei diesem Striezel. Diese gelbe Farbe hat mich soooowas von aufgeheitert, das war schon sehr lustig, diesen Striezel zu backen.

Gefüllt ist er mit Zimt, Kardamom und Mandelmassa. Ich hab‘ die Mandelmassa gerollt, somit hatten wir Mandelmassa-Überraschungs-pockets, aber man kann sie auch einfach draufreiben, dann verteilt sie sich natürlich besser.

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Safranstriezel mit Zimt, Kardamom und Mandelmassa

Zutaten

1/2 g Safran und 1 TL Zucker
250 ml Milch, lauwarm
25 g Germ
1 Prise Salz
50 g Zucker
1 Ei
75 g Butter, Raumtemperatur
6-8 dl Weizenmehl

Füllung

50 g Butter
2 EL Zucker
2 TL geriebener Zimt
1 TL geriebener Kardamom
100 g Mandelmassa (Marzipan)

Zubereitung

Den Safran mit dem Teelöffel Zucker gründlich zermörsern. Dann mit der lauwarmen Milch vermischen. Die Germ in die lauwarme Safranmilch bröseln und darin auflösen lassen. Dann den Rest der Zutaten dazurühren und für einige Minuten kneten.
Teig an einem warmen Ort für 45 Minuten gehen lassen. (Zb auf dem Kühlschrank)

Für die Füllung die Butter schmelzen und den Zucker und den Zimt einrühren. Abkühlen lassen.

Dann den Teig in zwei oder drei Teile (kommt drauf an wie ihr den Striezel flechten wollt!) teilen und jeden Teil länglich ausrollen. Mit der Butter-Gewürz-Mischung auf allen Teigen bestreichen. Die Mandelmasse zu langen Würstchen formen und am Rand jeder Teigplatte legen. Dann alle Teige einzeln aufrollen.

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Striezel aus den aufgerollten Teigteilen flechten.

Ei mit Milch versprudeln und den Striezel damit bestreichen.

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Bei 180 Grad für ca. 30 Minuten im Rohr backen lassen.

Kosten:
– mit Preisen vom 3. Dezember 2015: ca. 11,25 € (Dieser Preis hängt natürlich EXTREM von der Qualität eures Safrans ab!)