4. Türchen: Raffaellokugeln

Foodblogger-Advent-Kalender

Herzlich Willkommen beim 4. Türchen des Foodblogger-Adventkalenders! Ich freue mich sehr, dass sich Janneke und Ulli die Zeit genommen und diesen Kalender organisiert haben – da musste ich natürlich einfach mitmachen!

Bei mir gibt’s heute ein Rezept für Leute, die nicht stundenlang in der Küche stehen wollen (oder können) um Kekse zu backen, aber trotzdem eine süße Kleinigkeit auftischen möchten!

Meine Mama bäckt zu Weihnachten immer unglaublich viele Sorten Kekse. Und (leider) ist jede Sorte unglaublich köstlich. Daher ist es sehr sehr schwer, aus dieser leckeren Menge meine Lieblingskekse herauszupicken. Diese mandeligen, kokosigen Kugeln sind aber in meiner Keks-Hitliste ganz  weit oben angesiedelt. Sie schmecken super gut, sind relativ einfach herzustellen, das Backrohr bleibt kalt, sie sind und sie sehen aus wie kleine Schneebälle! Sogar als gestresste Jungmama kann man diese Kugeln ganz leicht herstellen! Was will man mehr?

Raffaellokugeln

Zutaten (für viele Kugeln!)

250 ml Schlagobers
400 g weiße Schokolade (oder Kuvertüre)
100 g Ceres (Kokosfett)
1 TL Vanillezucker
1 TL Rum
250 g Kokosett

200 g Mandeln
Kokosett zum Wälzen

Zubereitung

Die Schokolade etwas zerkleinern.
Den Schlagobers in einem Topf aufkochen lassen und alle restlichen Zutaten außer dem Kokosett  so lange einrühren, bis sich alles im Schlagobers aufgelöst hat. Dann das Ganze vom Herd nehmen und das Kokosett einrühren. Jetzt die Masse über Nacht kalt stellen.

Am nächsten Tag die Mandeln enthäuten, in dem ihr sie kurz in Wasser aufkochen lasst, abgießt und dann die Haut ganz einfach herunterschieben könnt.

Dann mit einem Teelöffel etwas von der über Nacht kühl gestellten Masse ausstechen, und immer rund um eine Mandel daraus eine Kugel formen. Dann die Kugel im Kokosett wälzen und fertig ist die Raffaellokugel! Mmmh lecker!

Kosten pro Kugel:
– mit Preisen vom 31.11.2013: ca. 0,089 €

Selbst gemacht: Eingelegte Chilis

Freunde sind etwas wunderbares! Und wenn man noch dazu Freundinnen hat, die sich Partner suchen, die auch noch kochen können und sich dazu bereit erklären, Gastposts für den Blog zu schreiben, hat man als Foodbloggerin den Jackpot geknackt!

Thomas, von dem im Absatz oben die Rede ist, ist ein leidenschaftlicher „Chili-am-Fensterbankerl-und-am-Balkon-und-Garten“-Züchter, der mit seinen Züchtungen noch dazu echt traumhaft gute Gerichte zaubert! Seine eingelegten Chilis sind toll, einfach so zum „Jausnen“ oder als „Scharfmacher“ verschiedenster Speisen. DANKE, lieber Thomas, dass du deine Einlegemethode mit uns teilst!

Hier geht’s zum Rezept: Weiterlesen

Selbst gemacht: Basilikumöl

Heute scheint bei uns die Sonne. Nach einer Woche Regenwetter scheint endlich wieder die Sonne! Es ist zwar noch kalt, aber das wird schon noch werden. Bald kann ich auch alle frostempflindlichen Gemüsesorten in den Garten aussetzen und ihnen beim Wachsen zusehen.

Leider hat mein Basilikumstrauch nach einem dreiviertel Jahr in der Wohnung den Geist aufgegeben. Bevor er den letzten Lebenshauch von sich gegeben hat, habe ich ihn noch schnell abgeerntet. Aber was mache ich damit? Hm… Pesto wäre eine Möglichkeit gewesen, aber ich hatte keine richtige Lust drauf. Also machte ich mich auf Ideensuche und fand in meinem Kräuterbuch ein Rezept für Kräuteröle. Und ich hätte nicht gedacht, dass das „Selber machen“ von Ölen so einfach ist!

Schade, dess es noch kein „Duft-Internet“ gibt, denn dann würden alle sich sofort aufmachen und Basilikumöl machen. Es duftet sooo gut nach Sommer!

Basilikumöl

Zutaten

2 Tassen Olivenöl
1 Tasse Kräuter (in meinem Fall Basilikum und ein paar Blättchen Oregano)

Zubereitung

Die Kräuter im Olivenöl gut durchpürieren und in einem Topf kurz auf dem Herd erwärmen – ABER NICHT AUFKOCHEN! Wirklich nur erwärmen! Dann absieben und abfüllen. Man kann danach das Öl nochmal durch Kaffeefilter sieben, aber mir war das Öl auch so schon genug gefiltert. Ein paar Basilikumstückchen waren mir egal. Das Öl hat eine leicht hellgrüne Färbung und schmeckt traumhaft nach Sonne, Sommer und Meer!

Tipp: Umso mehr Kräuter, umso grüner und umso gehaltvoller wird das Öl. Ich habe 2:1 gemixt, ihr könnt natürlich die Relationen nehmen, die ihr wollt. Bei stark schmeckenden Kräutern wie Oregano, Rosmarin etc. würde ich etwas weniger Kräuter pro Tassen Öl nehmen.

Kosten für 400 ml:
– mit Preisen vom 5. Mai 2011: 4,50 €

Bauchweh ade! Hafer- und Reismilch selbst gemacht

Alternative Milch, das heißt Reismilch, Hafermilch, Sojamilch, Haselnussmilch etc., kann sehr teuer sein und noch dazu voll von Inhaltsstoffen, die man wirklich nicht in seiner Milch haben will.

E-Nummern? Gentechnisch veränderte Zutaten? Süßstoffe? Nein danke!

Heute zeige ich euch, wie man Reismilch und Hafermilch (die hab‘ ich am Liebsten) selbst herstellt. Es ist kinderleicht und dauert auch nicht so lange wie manch‘ andere Milch. Ich habe lange herumgebastelt, bis ich die Milch für gut befunden habe.

Also ‚ran an die Arbeit!

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Reismilch

Zutaten:

1 Tasse Reis (alles außer Risottoreis)
7 Tassen Wasser (kommt auf die Konsistenz drauf an, die ihr haben wollt)
Prise Salz
Prise Zucker
Sieb
Topf
Flasche/Gefäß zum Abfüllen

Zubereitung:

Den Reis in einem Sieb gründlich waschen und eventuelle dunkle Körner oder Steinchen entfernen, dann in den Topf geben und mit zwei Tassen Wasser und einer Prise Salz und einer Prise Zucker so lange kochen, bis der Reis weich ist und alles Wasser vom Reis aufgesogen oder verdampft ist.

Wenn der Reis weich ist, zwei Tassen warmes Wasser zugeben und entweder mit dem Pürierstab oder im Standmixer zu einem weichen Brei pürieren. Dann nach und nach das weitere Wasser zugeben und weiterpürieren. Es soll wirklich ordentlich püriert sein! Wenn ihr denkt, es ist genug püriert, nochmal 30 Sekunden weiterpürieren!

Jetzt die „Milch“ absieben. Mir persönlich passt die Reismilch nach dem Absieben schon so, wie sie ist, und fülle sie dann gleich in meine Flasche oder in leere Marmeladegläser ab.

Man kann die Milch nach dem Absieben natürlich auch noch etwa 30 Minuten stehen lassen, sodass sich die restlichen festen Bestandteile absetzen und dann die Milch abgießen und den „Satz“ wegleeren. Da sich bei diesem Rezept aber fast kein „Satz“ bildet, und wenn, er sowieso am Boden der Flasche ist, mache ich diesen Schritt nicht.


Hafermilch

Zutaten:

1 Tasse Haferflocken
7 Tassen Wasser (kommt auf die Menge und Konsistenz an, die ihr haben wollt)
Prise Salz
1 EL Zucker
Topf
Geschirrtuch zum Durchpressen
Flasche/Gefäß zum Abfüllen

Zubereitung:

Die Tasse Haferflocken mit 2 Tassen Wasser, dem Zucker und der Prise Salz zu einem Haferschleim kochen. Dann den Schleim mit 3 Tassen Wasser pürieren (siehe Reismilch).

Das sehr gut pürierte Endprodukt durch ein Geschirrtuch seihen und den Haferbrei gut ausdrücken, sodass keine Milch mehr aus dem Tuch gepresst werden kann. Aber das Tuch dabei nicht zerstören ;o)

Es ist nicht sicher, ob Hafermilch wirklich glutenfrei ist. Also vorsicht!

Die ausgedrückte Milch mit den letzten zwei Tassen Wasser verdünnen und abfüllen. Fertig!

Tipp:

Die Reismilch, oder besser gesagt „Reiswasser“, hat eine recht cremige Konsistenz und, ehrlich gesagt, schmeckt sie nach nicht sehr viel. Erst wenn man etwas zusetzt (wie Ahornsirup, Zucker, Honig, Kakao, Früchte, Vanille etc.) wird etwas wirklich schmackhaftes daraus!

Man kann die Reismilch, genauso wie Kuhmilch, zum Kochen und Backen etc. verwenden. (Ich bin kein Fan vom „puren“ Trinkgenuss, da ich die Konsistenz im Mund nicht so mag. Aber zum Kochen und Backen verwende ich sie sehr gerne! Die Hafermilch trinke ich jedoch gerne auch pur!)

Kosten pro Liter:
– Hafermilch mit Bio-Preisen vom 22.2.2011: 0,84€ (nur die Zutaten: 0,34€)
– Reismilch mit Bio-Preisen vom 22.2.2011: 0,95€ (nur die Zutaten: 0,45 €)

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