Unser Kalifornien Roadtrip – Woche 2

Soundrack zu diesem Eintrag: I can make your hands clap von DJ Handclap

Die zweite Woche unseres Urlaubs war geprägt von Wüste… und es hat natürlich – wie immer wenn ich in der Wüste bin – geregnet. Nennt mich Regenbringerin. Den Eintrag für die erste Woche findet ihr hier – KLICK.

Tag 8: San DiegoAnza Borrego State Park

Mit einer Warnung unserer Vermieterin in San Diego, dass einige schwere Stürme im Anmarsch sind und wir vorsichtig sein sollen in den Bergen, sind wir nochmal zum Strand, um das schöne Wetter auszunutzen, und dann Richtung Wüste abgerauscht. Vorher aber haben wir noch kurz bei Trader Joe’s proviantisiert und ab ging es nach Nordosten.

Die Landschaft in Kalifornien ändert sich irgendwie so schnell. Eine halbe Stunde Autofahrt und schon hat man das Gefühl, man ist in einem ganz anderen Land. Nach 2 Stunden waren wir auch schon in den Bergen am Culp Valley Primitive Campground. Wir haben uns noch ein bisserl umgesehen, dann fing es auch schon an zu regnen und der Wind heulte. Der erste Sturm war also angekommen. Ich hab dann im Regen gekocht, aber nach dem Abendessen wurde es auch schon finster und es war schlafenszeit.

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Culp Valley Campground im Anza Borrego State Park

Tag 9: Anza Borrego State ParkJoshua Tree National Park

Durch das schlechte Wetter konnten wir uns den Park leider nicht ansehen. Normalerweise macht uns Regen ja nichts aus, aber in den Bergen mit Wind war es leider nicht so toll. Daher entschieden wir uns, dem Wetter auszuweichen und gleich weiter Richtung Joshua Tree zu fahren.

Was wir beim Durchfahren des Anza Borrego State Parks gesehen haben, hat uns wirklich sehr gefallen. Mit Kakteen und verrückten Pflanzen bedeckte Berge begeistern mich einfach immer! Das kleine Örtchen Borrego Springs sieht übrigens aus, wie aus einem Wild West Film 😉

Die Fahrt führte uns ans Ufer des Salton Seas, der anscheinend als Wasserreservoir für viele viele Bauern dient. Massenproduktion von Orangen, Palmöl (?) und diversen anderen Obst steht dort an der Tagesordnung. Die Gegend ist nicht sonderlich schön und lädt nicht zum Verweilen ein. Außerdem stinkt der See.

Am Nachmittag sind wir dann am Joshua Tree Nationalpark angekommen und nach einer Fikapaus kurz vor dem Eingang haben wir uns entschieden, gleich im Park zu Campen. Also haben wir den Eintrit bezahlt und sind erstmal zum Cholla Cactus Garden gefahren.

Die Kakteen haben mich sehr beeindruckt, aber man muss extrem auf die Kinder aufpassen, damit sie nicht versehentlich einen berühren!

Dann haben wir haben uns einen Platz am Belle Campground gesucht. Nach der Selbstregistrierung haben wir die Gegend erkundet und sind auf den genialen Felsen herumgeklettert.

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Suchbild: Wo bin ich?

Dann gab’s Abendessen und vor dem Schlafengehen haben wir uns noch die Sterne angesehen. Ich habe NOCH NIE sooooo viele Sterne gesehen. Das war unglaublich schön!

Wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter, denn in der nächsten Nacht hätten wir keine Sterne gesehen.

Tag 10: Joshua Tree NationalparkMojave National Preserve

Der nächste Tag war leider bewölkt und relativ kalt. Wir haben uns trotzdem früh aufgemacht, um uns den Nationalpark anzusehen. Dafür braucht man auch relativ lang, weil er einfach RIESIG ist! Wenn man von Süden her in den Park fährt, ist man zuerst in der Colorado Wüste und im nordwestlichen Teil fängt dann die Mojave Wüste an, wo dann auch die Joshua Trees zu finden sind. Ich war unglaublich begeistert.

Nach einem kurzen Stop am Skull Rock und einer Wanderung am Barker Dam kamen wir am frühen Nachmittag am Joshua Tree Visitor Centre an, wo es zu schütten begann. Und siehe da, 10 Minuten später waren die Straßen auch schon überschwemmt. Unglaublich, wie schnell das in der Wüste geht!

Nach dem unvermeidlichen Souvenirkauf entschieden wir uns wegen dem Wetterberichts, nicht noch eine Nacht zu bleiben, sondern in die Mojave Wüste weiterzufahren.

Also ging es über kleine Sträßchen Richtung Norden und plötzlich waren wir auf der Route 66! Zwar nur für 2 Kilometer oder so, aber zumindest hab ich sie gesehen 😉

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Route 66

Kurz vor der Dämmerung kamen wir an unserem Ziel (ein Standplatz neben einem Sendemasten) an. Es war unglaublich neblig, es regnete und stürmte um uns herum und wir waren froh, als wir nach dem Abendessen (Mac and Cheese) schlafen gehen konnten.

Tag 11: Mojave National Preserve

Als wir aufwachten, hatte sich der Sturm verzogen und es war der wunderschönste Tag!
Wir fuhren einfach mal weiter und entdeckten so die Kelso Sand Dunes. Wir hatten dort viel Spaß und verbrachten den halben Tag auf den Dünen.

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Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Norden und stoppten auf dem Weg immer mal wieder um uns die Beine zu vertreten oder kleine Spaziergänge in der Wüste oder an Vulkankegeln zu machen.

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Irgendwie rannte uns die Zeit davon und als wir am späten Nachmittag noch nicht wussten, wo wir am Abend parken würden, fuhren wir nach Zyzzyx, wo das Wüstenforschungsinstitut ist, um herauszufinden, ob wir dort vielleicht bleiben könnten. Bis jetzt wissen wir nicht, ob es legal war, dort am Besucherparkplatz über Nacht zu parken, aber wir haben es gemacht und wir hatten keinerlei Probleme.

Tag 12: Mojave National PreserveVisalia

Autofahrtag. Als es in der Früh wieder zu regnen begann, machten wir uns wieder sehr früh (5 Uhr) auf den Weg, weil wir befürchteten, dass aus der schon halb überschwemmten Zufahrtstraße eine total überschwemmte Straße wird. Unser Ziel an dem Tag: Ein AirBnB in Visalia. Wir wollten gerne Redwoods sehen.

Die Fahrt war laaaaaaaang und relativ fad. Wir mussten über einen Pass, auf dem Schnee lang, ansonsten war das „Valley“ unglaublich unsehenswert. Nur flach und von massenproduzierender Landwirtschaft geprägt. So viele in Reihen gepflanzte Bäume und zusammengepferchte Kühe habe ich noch nie gesehen. Es regnete immer wieder mal.

Zu Mittag kamen wir in Visalia an und nach einer Dusche, einem Burger im BT’s Buns and Torts (sehr empfehlenswert) und einkaufen in der Mall, waren wir wieder in unserem AirBnb und ließen die Kinder spielen.

Tag 13: Visalia – Davis

Eigentlich wollten wir uns ja Redwoods ansehen, ABER durch die vielen Stürme hatte es im Sequoia Nationalpark -15 Grad Celsius und viel viel Schnee… und mit den Sommerreifen am Van war das nicht so ideal, also entschieden wir uns kurzerhand, das auszulassen.

In Davis hatte mein Mann dann ein paar Besprechungen an der Uni. Ich hab mir kurzerhand die Buben geschnappt und bin zum Arboretum gefahren. Eine kleine Warnung an alle, die nach Davis wollen – Parkplätze sind dort sehr sehr schwer zu finden! Das ist eine Radfahrerstadt und keine Autostadt.

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Am Abend waren wir dann Pizza essen mit einer Wissenschafterin und ihrer Familie und als sie uns dann anbot, dass wir bei ihrem Haus parken dürften und ihre Dusche und Waschmaschine benutzen, nahmen wir das natürlich an und schliefen dort wirklich sehr gut!

Tag 14: Davis – Point Reyes

In der Früh hatte mein Mann dann noch ein Meeting und dann ging es ab Richtung Küste! Wir fuhren über Napa Valley, Sonoma, Santa Maria nach Point Reyes National Seashore. Nach den Tagen in der Wüste waren die grünen Hügel im Napa Valley und dann die extrem buschigen, grünen Bäume an der Küste etwas gewöhnungsbedürftig für uns!

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Den Nachmittag verbrachten wir dann am Stinson Beach und als wir am späten Nachmittag dann wieder mal nicht wussten, wo wir die Nacht verbringen sollten, stellten wir uns einfach in eine große Ausweiche. Dort hab‘ ich dann gekocht, wir haben fotografiert, da man von dort auch schon nach San Francisco sehen konnte und da der Highway 1 nach Muir Beach wegen Landslides gesperrt war, verbrachten wir dort eine ruhige Nacht ohne jeglichen vorbeifahrenden Verkehr.

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Kosten:
Culp Valley primitive Campground: gratis
Eintritt Joshua Tree Nationalpark: 25 $
Belle Campground: 15 $
Standplatz Mojave: gratis
Übernachtung Zyzzyx: gratis
AirBnb Visalia: 50 $
Übernachtung Davis: gratis
Übernachtung Point Reyes: gratis

 

Hier könnt ihr die erste Woche in Kalifornien nachlesen

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Unser Kalifornien Roadtrip – Woche 1

Soundtrack für diesen Eintrag: I feel it coming von The Weeknd & Daft Punk (Vergesst nicht, den Bass aufzudrehen)

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Wir flogen in stürmischen Zeiten nach Kalifornien. Nicht nur politisch ist die Lage in den USA ja, wie ihr sicher alle wisst, gerade ewas angespannt, sondern in den drei Wochen Urlaub, die wir dort hatten, zogen auch noch 3 gewaltige Stürme über Kalifornien.

Aber zurück zum Anfang.

Die Planung

Mein Mann hatte eine Konferenz in San Diego und da der Mini noch keine 2 Jahre alt ist und somit fast nix zahlt, haben wir uns gedacht, tja, wenn wir nur 2 Flugtickets zahlen müssen, dann fliegen wir halt alle und hängen gleich Urlaub an die Konferenz dran! So günstig wird das nicht mehr werden! Yay!

Geplant haben wir eine Rundreise, am Besten im Campervan, weil wir uns 3 Wochen in Hotels/Motels/BnB’s plus Fahrzeug einfach nicht leisten können und so ein Campervan nicht sehr viel mehr als ein normales Mietauto kostet. Ziemlich bald stießen wir auf escape campervans. Kurz zweifelte ich, ob wir wohl cool genug sein würden für so einen genial bemalten Camper, aber nur kurz, denn preislich war es einfach das beste Angebot!

Die Route war durch die Konferenz und unser Budget ziemlich vorgegeben. Ich wollte Wüste und Meer sehen, mein Mann wollte auf jeden Fall Redwoods/Sequoias und Vögel sehen.
Das ergab eine Rundreise mit Start in L.A. und die erste Woche in San Diego. Dann über die Wüste nach Norden bis nach Davis, dort hatte mein Mann ein Meeting an der Uni, dann an der Küste über Santa Cruz runter wieder nach L.A. Schlafen wollten wir haupsächlich im Van und hauptsächlich an kostenlosen Stellen oder auf Campingplätzen.

Flug und erste Woche in San Diego

Ich bin krank in die USA geflogen. Natürlich hat mich die Verkühlung, die den Rest meiner Familie glücklicherweise noch VOR unserem Urlaub (über Weihnachten) heimgesucht hat, genau zum Abflug erwischt. Meine Nebenhöhlen waren zu und meine Ohren wohl ein bisschen entzündet.

Das hieß für mich also, wir gehen es langsam an.

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Falls jemand noch denkt, es wäre nicht zu warm in Grönland für die Jahreszeit…

Nachdem wir die Flüge, trotz Null Schlaf, gut überstanden hatten, holten wir nach den elendslangen Einreiseprozeduren in die USA gleich mal unseren Van ab. Wir haben uns natürlich einen mit Vögeln bemalten ausgesucht 😉 Der „Bluebird“ sollte also unser Heim für mindestens 2 der 3 Wochen in Kalifornien werden.

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Die erste Nacht verbrachten wir ungeplanterweise in einem typischen Motel. (So eins mit Innenhof, in dem in den Krimiserien immer irgendwelche Morde passieren!) Irgendwie haben wir bei der Planung übersehen, dass man nach 24 Stunden ohne Schlaf den Verkehr in L.A. nicht so ohne Weiteres schaffen kann. Eigentlich wollten wir nämlich die erste Nacht schon am Campingplatz südlich von L.A. verbringen. Aber was soll’s. So konnten wir wenigstens gleich duschen und da die Kinder durch den Jetlag eh schon um 2 in der Früh wach waren, brachen wir um 5 Uhr gleich Richtung San Diego auf. Jetzt wissen wir wenigstens, dass wir nächstes Mal den Van erst für den nächsten Tag buchen.

Die Fahrt nach San Diego war richtig richtig nett. Die Kinder (und wir Eltern natürlich auch) waren vom Van extrem begeistert, das Meer und die Palmen war immer neben uns und das feucht-warme, frühsommerliche Klima tat meinen Nebenhöhlen unglaublich gut!

Natürlich machten wir gleich ein paar Stops an verschiedenen Stränden und kochten auch gleich mal in der Campervanküche, die im Heck des Vans angebracht war.

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In San Diego angekommen suchten wir gleich mal unser airbnb und bezogen es. Wir hatten eine supernette, kleine Wohnung mit zwei Schlafzimmern, kleiner Frühstücksnische und Bad in einer guten Wohngegend ganz für uns allein. Kompliment an meinen Mann, der diesmal alle Unterkünfte gewuppt hat – er hat das die gesamte Reise ganz ausgezeichnet hinbekommen!

Das Wetter in San Diego war ziemlich gut in der ersten Woche. Also bin ich mit den Kindern einfach durch San Diego gecruist. Ich hatte keine Pläne im Vorhinein gemacht und ließ mich irgendwie treiben. So bin ich eigentlich normalerweise gar nicht… ich weiß auf Reisen immer vorher, was ich machen möchte und wohin ich will. Aber diesmal hat mich das Planen überhaupt nicht interessiert. Wir waren am Strand, spazieren, einkaufen, beim Cabrillo Monument, im Balboa Park beim Kaktusgarten und haben uns das naturhistorische Museum angesehen, weil der kleine Herr Dinosaurierknochen sehen wollte und ich etwas über die naturhistorische Geschichte Südkaliforniens wissen wollte. Wenn mein Mann Zeit hatte, machten wir einen Ausflug nach La Jolla zu den Tidepools, haben uns die Innenstadt von San Diego angesehen und wir haben uns eine prepaid Simkarte mit Datenvolumen gekauft. (Bei T-mobile, das ist supereinfach und kostet im Gegensatz zum Roaming einen Pappenstiel!) Das war sehr praktisch, weil wir somit auch gleich eine amerikanische Handynummer hatten und überall (bei Campingplätzen, Restaurants etc.) anrufen konnten, wenn wir wollen.
Den Strand haben wir meinem Mann natürlich auch gezeigt. 😉

Und essen waren wir natürlich auch, einmal in einem Fischrestaurant und einmal Vietnamesisch.

Ich habe natürlich die Küche des Campervans auch in San Diego genutzt. Den Gaskocher hab ich einfach im Garten des Hauses aufgestellt und wenn ich nicht gekocht habe, haben wir einfach Salat, oder belegte Bagels gegessen.

Falls ihr euch fragt: Den Zoo haben wir uns leider nicht angesehen, da mir 50 $ Eintritt pro Person ehrlich gesagt zu viel war und Sea World wollte ich persönlich nicht unterstützten, also sind wir dort auch nicht gewesen.

Nach dieser ersten, ruhigen Woche in San Diego war ich gesundheitlicht einigermaßen wieder hergestellt.

Tja, und dann war die Konferenz, an der mein Mann teilnahm auch schon um und wir machten uns auf den Weg in Richtung Wüste. Blöd war nur, dass ein schwerer Sturm mit richtig argem Wind und Regen angesagt war. Wir hofften inständigst, dass wir dem Sturm Richtung Inland entkommen würden.

Hier geht’s weiter mit Woche 2

Kosten:
Cabrillo Monument: 10 $ pro Auto
Naturhistorisches Museum – theNAT: 19 $ Erwachsener, 12 $ Kind
Prepaid Simkarte mit 10 GIG Datenvolumen: 60 $
Campervan Miete pro Tag: ca. 80 $

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