Karelische Piroggen – Karjalaanpiirakka

Ich habe schon einmal von meinem Schüleraustausch nach Finnland erzählt. Ich kann mich an nicht mehr recht viel erinnern, als ans Essen und die ein oder andere Sehenswürdigkeit. Die Gerichte, die mir in Erinnerung blieben, waren die Fischsuppe, Elchlasagne, Pulla, Rentiergulasch, Moltebeerenmarmelade und diese Piroggen. Ich habe lange nach dem Rezept gesucht, da mir der Name nicht mehr eingefallen ist (und ich dämlicherweise die Rezepte nicht mehr finde) Aber jetzt habe ich es eeeeeendlich gefunden! Lustigerweise steht das Rezept sogar auf Wikipedia… zwar mit sehr merkwürdigen Angaben (300°C?????)… aber es ist dort einzusehen.

Karelische Piroggen sind nicht sonderlich stark gewürzt, da sie wie Brot genutzt werden und erst das Dazugegessene wirklich den Geschmack bringt. Man isst traditionell dazu Eiaufstrich (oder was euch beliebt). Gefüllt sind sie entweder mit Reis oder mit Kartoffeln. Hier verwende ich Reis, denn so habe ich sie auch in Finnland bekommen. Wir haben sie damals in lauwarme Milch getunkt… das kommt mir zwar heute sehr merkwürdig vor, aber so wurde es uns erklärt!

Hier also das Rezept für

Karjalaanpiirakka

Zutaten

Teig
150 g Roggenmehl
100 g Weizenmehl
200 ml Wasser
1 TL Salz

Reisfülle
1 Tasse Reis
1 Tasse Milch
1 Tasse Wasser
1 TL Salz

Anstrich
25 g Margerine
1 Schuss Wasser

Eiaufstrich
2 Eier
1 EL Mayonnaise
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Eier hart kochen.

Den Reis mit der Milch, dem Wasser und dem Salz so lange köcheln lassen, bis alle Flüssigkeit vom Reis aufgenommen worden ist. Dann ausschalten und noch etwas ziehen lassen. Währenddessen das Roggenmehl mit dem Weizenmehl, dem Wasser und dem Salz zu einem festen Teig verkneten und kurz rasten lassen. Nun ein Backblech mit Backpapier belegen und das Rohr auf 180°C vorheizen lassen. Den Teig in 8 gleiche Stücke teilen. Nun alle Stücke in dünne, ovale Scheiben ausrollen und je 1,5 EL Reis in die Mitte setzen. Dann die Piroggen wie im Bild gezeigt fertig formen. Die Margerine mit dem Schuss Wasser erwärmen, bis sie geschmolzen ist und dann mit dem Margerine-Wasser-Mix den Teig der Piroggen bestreichen und den Rest der Flüssigkeit über die Reisfülle träufeln/gießen. Dann ins Rohr geben und mit 180°C für 15 Minuten backen lassen.

Die Eier schälen und klein hacken. Mit der Mayonnaise mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dieser Aufstrich wird zu den Karelischen Piroggen gereicht.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass diese Piroggen auch gut mit süßen Reis schmecken, oder wenn man sie mit Käse überbäckt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 24. März 2011 bei 8 Stück: 0,18 €

Kokos- Zitronenmuffins

Was tut man, wenn durch einen Misserfolg die Pläne für die nächste Zeit alle flach fallen, zusätzlich der Freund für 3 Monate in ein anderes Land geht und man auf einmal ganz allein mit seinen Gedanken in seiner Wohnung sitzt?

Genau – man bäckt! Auch wenn jetzt gerade Fastenzeit ist. Es sind ja eh nur kleine Muffins…

Ich will ehrlich sein. Ich bin kein großer Fan von Kokosraspeln. Die mag ich eigentlich gar nicht. Das Gefühl beim Reinbeißen in die Dinger… *schüttel* und dass sie immer zwischen den Zähnen hängen bleiben… nein, sie sind wirklich nicht mein Fall. In diesen Muffins stören sie mich jedoch überhaupt nicht! Die Zitrone macht irgendwie alles besser!

Kokos- Zitronenmuffins

Zutaten

150 g Mehl
1 TL Backpulver
90 g Kokosraspeln
125 g Margerine
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Eier
1 Bio-Zitrone (Saft und Schale davon)

Zubereitung

Das Rohr auf 150°C vorheizen und das Muffinblech entweder mit Papierformen auslegen oder Buttern und bemehlen.
Die Margerine in einem Topf auf niedriger Stufe erwärmen und verflüssigen. Dann abkühlen lassen.
Das Mehl, die Kokosraspeln und das Backpulver in einer Schüssel vermischen. In einer anderen Rührschüssel die verflüssigte Margerine mit dem Zucker, Vanillezucker, den Eiern, dem ausgepressten Saft und der abgeriebenen Schale der Zitrone gut vermixen, bis eine homogene, cremige Masse entstanden ist. Dann den Mehlmix dazumixen.
Den Teig danach sofort in die Form füllen und 30-35 Minuten bei 150°C im Rohr backen.

Preis pro Stück
– mit Biopreisen vom 22.März 2011 für 12 Stück: 0,25 €

Guinness – Schokoladenkuchen

Happy St.Patrick’s Day! Ich hab‘ heute, so wie viele viele Iren, eine Fastenpause eingelegt, und zur Feier des Tages gebacken. Und zwar untypischerweise nichts grünes, jedoch trotzdem etwas irisch-inspiriertes. Dieser Schokoladenkuchen mit seiner weißen Frischkäsehaube sieht aus wie ein Guinness und enthält auch Guinness, das irischste aller Biere. Das ursprüngliche Rezept stammt von Nigella Lawson und hat mich ungemein fasziniert, daher musste ich es natürlich gleich für diesen Anlass nachbacken.

Dieser Kuchen ist unglaublich. Er bäckt wunderschön gleichmäßig, hat eine saftige, weiche Konsistenz und einen leichten Bier-Nachgeschmack. Und er ist, obwohl wirklich viel Zucker darin enthalten ist, nicht sonderlich süß. Ich denke, dass der viele Zucker einfach das bittere Bier ausgleicht.

Na dann Cheers!

Guinness – Schokoladenkuchen

Zutaten

250 ml Guinness
250 g Butter
40 g Kakao (ungesüßter Backkakao)
35 g Kakao
400 g Zucker
2 Eier
150 g Sauerrahm
1 EL Vanillezucker
300 g Mehl
2,5 EL Speisesoda oder Natron

1/8 l Schlagobers
50 g Staubzucker
200 g Frischkäse natur

Zubereitung

Das Rohr auf 150°C vorheizen und eine Springform mit 24 cm Durchmesser vorbereiten.

Das Guinness in einen Kochtopf leeren und die Butter in groben Stücken hineingeben. Am Herd leicht erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Dann den Kakao und den Zucker unterrühren und vom Herd nehmen.
Die Eier mit dem Sauerrahm und einem EL Vanillezucker schaumig rühren und in die Guinness-Masse rühren. Dann erst das Mehl und das Soda gut unterrühren und sofort in die Form füllen. (Der Teig ist relativ flüssig!) Bei 150°C für eine Stunde backen. Dann aus dem Rohr nehmen und ganz auskühlen lassen, bevor man weiter fortfährt.

Den Frischkäse mit dem Zucker mixen. Den Schlagobers steif schlagen und unterheben und mit dieser Creme den Kuchen verzieren. Wenn man des Frischkäsegeschmack nicht mag, kann man natürlich auch nur mit Schlagobers verzieren.

Mmmmmh!

Kleiner Tipp: Dieser Kuchen lässt sich sehr gut einfrieren und schmeckt nach dem Auftauen noch immer genau so fluffig wie vorher!

Kosten pro Stück:
– mit Bio-Preisen vom 15.März 2011 bei 12 Stück: 0,66 €

Bananen- Walnussmuffins

Langsam geht mir der Winter auf die Nerven. Okay, ich mag Schnee zu Weihnachten und ich hab‘ auch nichts gegen Kälte. Was mich jedoch wirklich stört, ist, dass die vielen Sommerfrüchte noch in weiter Ferne sind! Pflaumen, Kirschen, Pfirsiche *mmmh*, sie alle vermisse ich am Meisten. Natürlich haben Äpfel und Birnen auch einiges für sich, versteht mich nicht falsch, aber die Saison für frische Früchte ist eben kurz, da freut man sich dann umso mehr drauf!

Bananen jedoch werden das ganze Jahr importiert, und wenn ich Bio und Fair Trade kaufe, habe ich nicht soooo das extrem schlechte Gewissen wegen den CO2-Werten. Und die Kombination von Bananen und Walnüssen ist einfach ein Traum. Und wenn der Süß-Gusto wieder ‚mal zuschlägt muss man eben kreativ werden. Daher gab’s heute Bananen- Walnussmuffins.

Bananen-Walnussmuffins

Zutaten

3 Bananen
75 g Margerine (weich)
1 Ei
1 EL Vanillezucker
150 g Zucker
1 TL Backpulver
190 g Mehl
100 g Walnüsse (grob gehackt)
1 Prise Salz

Zubereitung

Das Backrohr auf 180°C vorheizen und das Muffinblech entweder einfetten und bemehlen oder mit Papierförmchen auslegen.

Die Bananen, das Ei, den Vanillezucker und die weiche Margerine mit dem Mixer zu einer flüssigen Masse vermengen. Dann die trockenen Zutaten einrühren.

Den Teig in die Muffinformen füllen und im Rohr für 30 min backen. (Oder so lange bis ein hineingepiekster Zahnstocher wieder sauber herauskommt und keine Teigklümpchen mehr dranhängen.)

Kosten pro Stück:
– mit Biopreisen vom 19.02.2011 bei 12 Stück: 0,36€