Steirische Schmankerl: Kernölschmölzi

Als Kind mochte ich keine Oliven und kein Kürbiskernöl. Beides gab es immer, wenn wir zu unseren Verwandten nach Graz gefahren sind. Aber da sich Geschmäcker im Laufe des Lebens ja Gott sei Dank verändern, bin ich zum unglaublichen Kürbiskernöl-Fan mutiert! (Schon allein durch meinen Freund, bei dem ohne Kürbiskernöl ja gar nix geht!) Am liebsten würde ich es zu jedem Gericht dazugeben! Und Salat ohne dieses leicht nussig schmeckende Öl geht ja sowieso einmal überhaupt gar nicht. Man kann aber damit natürlich auch backen, oder braten, tunken und träufeln… der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Nicht nur die Farbe ist cool, auch die gesundheitlichen Vorteile sprechen für sich, denn es ist reich an Antioxidantien, die diese lästigen freien Radikalen im Körper unschädlich macht. Überzeugt? Tja dann ab ins Geschäft und Kürbiskernöl gekauft, damit ihr damit kochen könnt. Wie wär’s zum Beispiel für den Anfang mit einem

Kernölschmölzi

Zutaten (für 2 Personen)

3 EL Kürbiskernöl
1 Zwiebel
6 Eier
handvoll Kräuter

Zubereitung

Prinzipiell ist Kernölschmölzi einfach eine Eierspeise mit Kernöl und Kräutern.

Die Zwiebel klein schneiden und im Kürbiskernöl bei mittlerer Hitze anrösten. Dann die Eier mit den klein geschnittenen Kräutern (bei mir war’s Schnittlauch, Schnittknoblauch, Petersilie) und 1 EL Kürbiskernöl verquirlen und in die Pfanne leeren. So lange braten und immer wieder umrühren, bis die Eimasse gestockt ist. Dann salzen, pfeffern und mit Bauernbrot servieren!

Kosten pro Person
– mit Biopreisen vom 30.Mai 2011: 1,42 €

Tipp:
Kürbiskernöl hinterlässt grüne Flecken auf der Kleidung. Aber keine Angst, wenn man die angepatzten Stücke in die Sonne hängt, bleicht der Fleck sofort wieder aus!

Selbst gemacht: Basilikumöl

Heute scheint bei uns die Sonne. Nach einer Woche Regenwetter scheint endlich wieder die Sonne! Es ist zwar noch kalt, aber das wird schon noch werden. Bald kann ich auch alle frostempflindlichen Gemüsesorten in den Garten aussetzen und ihnen beim Wachsen zusehen.

Leider hat mein Basilikumstrauch nach einem dreiviertel Jahr in der Wohnung den Geist aufgegeben. Bevor er den letzten Lebenshauch von sich gegeben hat, habe ich ihn noch schnell abgeerntet. Aber was mache ich damit? Hm… Pesto wäre eine Möglichkeit gewesen, aber ich hatte keine richtige Lust drauf. Also machte ich mich auf Ideensuche und fand in meinem Kräuterbuch ein Rezept für Kräuteröle. Und ich hätte nicht gedacht, dass das „Selber machen“ von Ölen so einfach ist!

Schade, dess es noch kein „Duft-Internet“ gibt, denn dann würden alle sich sofort aufmachen und Basilikumöl machen. Es duftet sooo gut nach Sommer!

Basilikumöl

Zutaten

2 Tassen Olivenöl
1 Tasse Kräuter (in meinem Fall Basilikum und ein paar Blättchen Oregano)

Zubereitung

Die Kräuter im Olivenöl gut durchpürieren und in einem Topf kurz auf dem Herd erwärmen – ABER NICHT AUFKOCHEN! Wirklich nur erwärmen! Dann absieben und abfüllen. Man kann danach das Öl nochmal durch Kaffeefilter sieben, aber mir war das Öl auch so schon genug gefiltert. Ein paar Basilikumstückchen waren mir egal. Das Öl hat eine leicht hellgrüne Färbung und schmeckt traumhaft nach Sonne, Sommer und Meer!

Tipp: Umso mehr Kräuter, umso grüner und umso gehaltvoller wird das Öl. Ich habe 2:1 gemixt, ihr könnt natürlich die Relationen nehmen, die ihr wollt. Bei stark schmeckenden Kräutern wie Oregano, Rosmarin etc. würde ich etwas weniger Kräuter pro Tassen Öl nehmen.

Kosten für 400 ml:
– mit Preisen vom 5. Mai 2011: 4,50 €

Haselnuss-Basilikum-Pesto

So, genug pausiert, jetzt ist es wieder ‚mal Zeit, ein Rezept zu posten! Da ich einen unglaublich großen Basilikumstrauch habe und nicht weiß, wohin damit, habe ich Pesto zubereitet. Diesmal mit Haselnüssen, da mir, ganz ehrlich, die Pinienkerne zur Zeit zu teuer sind und das Pesto mit Haselnüssen auch köstlich schmeckt!

Das Wort „Pesto“ kommt vom italienischen Wort „pestare“, was soviel heißt wie „zerstampfen“, da ursprünglicherweise die Zutaten für Pesto im Mörser mit dem „Pistill“ zerstampft/zerrieben wurden. Heutzutage kann man es natürlich auch noch immer so machen, mit dem Stabmixer oder dem Standmixer geht es jedoch schneller und einfacher. (Hier muss man jedoch darauf achten, dass sich die Zutaten während dem Mixen nicht erhitzen!)

Haselnuss-Basilikum-Pesto

Zutaten:

200 g Basilikum
8 Knoblauchzehen
50 g Grana Padano
200 ml Olivenöl
80 g Haselnüsse
1 TL Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten mit Mörser, Stabmixer oder Standmixer mixen, mit dem Salz nach belieben würzen und in Gläser füllen (füllt ca. drei 250 ml Gläser) und kalt stellen. Sollte ca. 6 Monate im Kühlschrank halten. (Ich übernehme jedoch keine Gewähr!)

Ein, zwei Esslöffel von dem Pesto auf eine Portion gekochter Nudeln verteilt und schon hat man ein tolles Mittagessen! Bon appétit!

Dinkel – Rosmarinkuchen

Als ich bei 101 cookbooks die Wörter „Dinkel“, „Rosmarin“ und „Kuchen“ in einem Satz gelesen habe, musste ich das Rezept einfach ausprobieren. Außerdem liege ich meinem Freund schon seit einer Woche in den Ohren, dass wir nie etwas mit unserem (wirklich schon riesigem) Rosmarin machen. Dass man mit Rosmarin auch backen kann, das war mir neu. Hier also meine Version des
Dinkel-Rosmarinkuchens:

Zutaten:

300 g Dinkelmehl
125 g Zucker
1 1/2 TL Backpulver
3/4 TL Salz

3 Eier
250 ml Olivenöl
180 ml Milch
1 1/2 EL Rosmarin, gehackt
140 g Schokolade, grob gehackt

1 Kastenform, in die ca. 500 ml passen.

Zubereitung:

Das Backrohr auf 175°C vorheizen. Alle trockenen Zutaten, außer der Schokolade, zusammenmischen. Dann die Eier trennen und die Eiklar steif schlagen. Danach die Eidotter mit dem Olivenöl und der Milch mixen. Feuchte Zutaten mit den trockenen Zutaten vermengen und ca. 3/4 der Schokolade dazumischen. Schnee unterheben. Den Teig in die vorbereitete Kastenform leeren und den Rest der Schokolade darüberstreuen. Ca. 50 min im Rohr backen (Und erst herausnehmen, wenn die Nadel sauber aus dem Kuchen kommt)

Ergibt einen sehr schokoladigen, saftigen, dennoch fluffigen Kuchen mit leichtem Rosmaringeschmack. Wirklich toll!