Synchronbacken #10: Bagels

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Backen und Kochen ist meine Therapie und da ich gerade viel zu verarbeiten habe, passte es genau, dass letzten Sonntag wieder ein Synchronbacken stattfand.

#Synchronbacken 10 Zorra und Sandra haben sich diesmal das Thema Bagels ausgesucht. PERFEKT für mich, da ich schon eeeewiglich Bagels selber machen wollte. Ich liebe ja Bagels, aber sie sind mir ganz ehrlich gesagt, zu teuer zum Kaufen. Und es kommt sowieso niemals ein Bagel an DEN BAGEL heran, den ich damals in London hatte. Falls ihr mal in East London seid – bitte kauft euch welche (und ich benutze die Mehrzahl ganz bewusst) bei Beigel Bake. DIE. BESTEN. BAGELS. DER. WELT! Das ist mein „default“ Bagel. So müssen sie schmecken und alles andere wird nicht als guter Bagel akzeptiert. 😉

Auf jeden Fall habe ich diesmal wieder mitgemacht beim #synchronbacken! Und es hat wieder irre Spaß gemacht. Ich weiß nicht, was es ist, aber wenn man weiß, dass auch andere Leute gleichzeitig das Gleiche backen, macht es gleich nochmal so viel Spaß!

Das ausgesuchte Rezept findet ihr auf der Homepage von Williams-Sonoma.

Ich habe mich im Großen und Ganzen an das Rezept gehalten, das mache ich immer, wenn ich etwas zum allerersten Mal koche oder backe. Erst beim zweiten Mal traue ich mich, von der Vorgabe abzuweichen. Das Einzige, dass ich anders gemacht habe, war, dass ich frische Hefe verwendet habe und keine Trockenhefe.

Tipps zum Rezept

Ihr solltet genau lesen! Es sind 500 g Erdäpfel, also 2 Erdäpfel mit je 250 Gramm. Da hätt ich mich fast vertan. Und das Backpapier wirklich mit Öl einstreichen, da gehen die Bagels wirklich viel besser runter dann!
Auch habe ich 230 g Mehl weniger gebrauch, als im Rezept angegeben. Da also bitte etwas aufpassen.

Was werde ich beim nächsten Mal anders machen?

Was ich beim nächsten Mal beim Teilen des Teiges machen werde, ist, die Einzelstücke abzuwiegen. Ich hatte zum Teil extrem unterschiedlich große Bagels zum Schluss.

Auch werde ich die Bagels anders formen, will heißen, ich werde sie das nächste Mal Rund wirken und dann mit dem Stiel eines Kochlöffels die Löcher reinmachen. Bei der im Rezept angegebenen Methode werden die Bagels einfach nicht so schön. Und das wäre mir persönlich eigentlich auch wichtig.

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Ich war recht zufrieden mit dem Rezept und auch den Bagels, die ich produziert habe. Sie schmecken wirklich sehr gut, sind mir aber eine Spur zu fluffig. Ein bisschen mehr Biss könnten sie schon haben. So, wie sie jetzt sind, sind sie leider nur zu 75%, wie meine „default“ Bagels. 😉

Vielen Dank liebe Sandra und Zorra für die Organisation! Ich hoffe, ich habe das Nächste Mal wieder Zeit! Es macht mir nämlich großen Spaß, synchron mit euch zu backen!

 

Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 23. April 2016: ca. 0,36 €

 


Hier die Links zu meinen Synchronbackkolleginnen:

Birgit D von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Anja von Anjandrozeitlos
Ingrid von auchwas
Franziska von nur mal kosten
Karin von Food for Angels and Devils
Christina von The Apricot Lady
Dagmar von Dagmars Brotecke
Sarah von Kinder, kommt essen!
Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Ina von Applethree
Birgit von Backen mit Leidenschaft
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
S-Küche von S-Küche
Caro & Tobi von foodwerk.ch
Caro von Caro in the Kitchen
Anikó von Paprika meets Kardamom
Tamara von Cakes, Cookies and more

Ostereier färben mit Zwiebelschalen

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Seit ich mich erinnern kann, färben wir in meiner Familie die Ostereier mit dieser Technik. Auch meine Mormor (Oma mütterlicherseits) färbt die Eier so und falls ich nicht ganz falsch liege, hat meine Mormorsmor (Oma meiner Mama mütterlicherseits) die Eier auch so gefärbt. Ob ihre Mama das auch so gemacht hat? Wer weiß? Möglich ist es auf jeden Fall, weil auch damals schon alle Zutaten für diese Färbemethode da waren. Nur haben sie damals statt Nylonstrümpfen halt Leinensackerl genommen.

Wir beginnen meistens nach Weihnachten, alle trockenen, äußeren Zwiebelschalen zu sammeln, damit wir dann zu Ostern genug beisammen haben, um unsere Eier damit zu färben. Es ist total egal, ob ihr rote oder weiße Zwiebelschalen sammelt, sie färben alle ein dunkles „Orangerotbraun“. Eine unglaublich tolle Farbe, wie ich finde. Es macht auch überhaupt keinen Unterschied, ob ihr weiße oder braune Eier verwendet. Die Zwiebelschalen färben beide Eierschalenfarben eine schöne durchdringende Farbe.

Um das schöne Blumenmuster auf die Eier zu bekommen, müsst ihr natürlich nach draußen gehen und ein paar Blümchen, Blättchen, Flechten etc. sammeln. Nehmt, was euch gefällt, was ein schönes Muster erzeugen könnte und am Besten nur ungiftige Pflanzen. Falls es wieder mal ein Jahr ist, wo Schnee zu Ostern liegt, könnt ihr natürlich auch zu Ruccola und Co greifen. Funktioniert auch sehr gut!

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Aber genug der langen Worte, was braucht man also dafür?

Ostereier gefärbt mit Zwiebeltechnik

Zutaten

Großer Topf
Zwiebelschalen, die trocken ungefähr die Hälfte des Topfes füllen
Eier
Wasser
alte Nylonstrumpfhosen
Zwirn
Schere

Blüten, Blätter, Flechten etc.

Zubereitung

Die Zwiebelschalen in den Topf geben und mit Wasser füllen, und zwar so viel, dass das Wasser ein bisschen über den Zwiebelschalen steht.

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Die Blüten, Blätter oder Flechten befeuchten, dann halten sie besser auf den Eiern.

Einen Fußteil des Nylonstrumpfes aufkrempeln und eine Blüte/Blatt/Flechte hineinlegen. Das Ei daraufgeben, noch eine Blüte/Blatt/Flechte auf der anderen Seite draufgeben und den Strumpf fest am Ei anliegend mit dem Zwirn zubinden. Ich mache meistens nicht mal einen Knopf, sondern drehe den Zwirn einfach nur fest um den Strumpf. Dann das Strumpfei vom Strumpf schneiden.

Den Strumpfstumpf (ist das ein Wort?) unten zubinden, wieder aufkrempeln und das nächste Ei mit Blüten/Blättern/Flechten einbinden. Und so weiter, und so fort. Bis ihr alle Eier eingebunden habt.

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Natürlich könnt ihr es auch einfacher machen und so wie am Bild unten einfach eine Eierwurst machen 😉

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Dann das Zwiebelwasser aufkochen lassen, die Eier vorsichtig hineinlegen, unter die Zwiebel mischen und 10 Minuten leicht wallend kochen lassen. Dann den Topf von der heißen Platte nehmen und mit den Eiern im Wasser erkalten lassen.

Am Besten wird das Farbergebnis, wenn man sie über Nacht im Wasser ziehen lässt. Oder vergisst. Weil das ist mir ja überhaupt noch nie passiert. *hüstel*

Wenn das Wasser im Topf und die Eier kalt sind, nimmt man sie raus und schneidet die Strümpfe auf. Dann wischt man mit einem feuchten Tuch die Blüten/Blätter/Flechten von den Eiern und lässt sie trocknen.

Damit die Eier schön glänzen, kann man sie danach noch mit einer fetten Speckschwarte glänzend machen und mit einem Tuch nachpolieren. Fertig!

 

Kosten pro Ei (gerechnet mit 20 gefärbten Bio-Freilandeiern):
– mit Preisen vom 20. März 2016: ca. 0,41 €

 

Preiselbeer-Birnenmarmelade

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Grüße aus dem schwedischen Herbst! Pünktlich am 1. September hat es bei uns abgekühlt, unsere Lindenbäume lassen die Früchte fallen und in der Früh zieht Nebel übers Land! Wahnsinn, wie schnell das jetzt gegangen ist!

Eines der schönsten Dinge des Herbstes sind, wie ich finde, die Heidelbeeren und die Preiselbeeren im Wald. Wir sind in der glücklichen Lage, nur 50 Meter in den Wald hineingehen zu müssen, um mit dem Pflücken beginnen zu können. Aber auch, wenn ihr die Beeren am Markt oder im Supermarkt kauft, lassen sich köstliche Dinge damit zubereiten!

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Hier ein, von der Nachbarin meiner Schwiegereltern inspiriertes, Marmeladerezept. Die Birnen gleichen das „Hantige“ der Preiselbeeren perfekt aus.

Preiselbeer- Birnenmarmelade

Zutaten (für ca. 6 x 250 ml Gläser)

500 g Preiselbeeren
300 g Birnen (geschält und entkernt)
250 g Zucker

Zubereitung

Die zu befüllenden Marmeladegläser waschen und zum Füllen vorbereiten.

Die Preiselbeeren waschen und abtropfen lassen. Die Birnen klein würfeln und mit den Preiselbeeren in einem Topf erhitzen und dabei immer mal wieder umrühren.

Wenn die Beeren und Birnen schön zerkocht sind, den Zucker einrühren und alles nochmal aufkochen lassen.

Jetzt kann man die Marmelade auch schon in die vorbereiteten Gläser füllen, zuschrauben und auf den Deckel gestellt abkühlen lassen!

Schmeckt toll zu Wild, Schnitzel, Köttbullar, Käse… zu was auch immer ihr wollt!

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Kosten pro Glas:
– mir Preisen vom 1. September 2015 (mit Preiselbeeren aus dem Wald): ca. 0,23 €

Gusto: Schokopudding

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Okay. Also. Mein Name ist Bernadette und ich habe ein Problem. Ein Schokopuddingproblem. Diese Woche hab‘ ich nämlich schon 4 Mal (und heute ist Donnerstag *ähäm*) Schokopudding gekocht. Tja. Eveeeentuell hab‘ ich zur Zeit große Lust auf Pudding…

Eigentlich mach‘ ich ja nie Pudding. Ich weiß auch nicht, wieso, aber irgendwie komm‘ ich da nicht drauf. Aber als ich letztens zu Bratäpfeln schnell eine Vanillesauce gebraucht hab‘, habe ich unser letztes Puddingpackerl aufgebraucht. Und als ich am nächsten Tag dann dachte „Eigentlich wär‘ Schokopudding ‚mal nicht schlecht“, wollte ich einfach kein Fertigpackerl mehr kaufen. Warum auch? Ich hab‘ ja eigentlich immer alles daheim für Pudding!

Alles, was man dafür braucht ist Milch (welche auch immer), Stärkemehl und Zucker. Fertig. Und man kann das Rezept noch dazu ganz leich veganisieren (einfach vegane Milch und vegane Schoko verwenden)!

Hier also mein „deppensicherer“ ,wie man bei uns so schön sagt,

Schokopudding

Zutaten (für 4 kleine Schüsseln)

500 ml Milch (Kuh-, Soja-, Hafer etc. egal)
100 g Schokolade
2 EL Schokopulver
1 EL Zucker
40 g Stärkemehl (Ich verwende Maizena)

Zubereitung

Die Milch in einem Topf erhitzen.

Während die Milch wärmt, in einer Tasse das Schokopulver, den Zucker und das Stärkemehl zusammenmischen. Dann ein paar Esslöffel der inzwischen lauwarmen Milch in die Tasse geben und gut mit den Pülverchen vermischen, sodass eine klümpchenfreie Flüssigkeit entsteht.

Die Schokolade brechen und in der warmen Milch auflösen. Wenn das geschehen ist, die Pulverflüssigkeit mit einem Schneebesen unterrühren und so lange die gesamte Flüssigkeit weitererhitzen (aber bei nicht zu starker Hitze, sonst brennt alles an) bis der Pudding die gewünschte Dicke erreicht hat.

Dann kann man den Pudding auch schon in die vorbereiteten Schüsselchen füllen, etwas abkühlen lassen und genießen!

Ich weiß leider nicht, ob sich der Pudding stürzen lässt, da er bei uns noch nie so alt geworden ist *ähäm* Ich liebe nämlich lauwarmen Schokopudding. Wie gesagt, ich hab‘ ein großes Puddingproblem…

Kosten pro Schüssel:
– mit Preisen vom 23. Oktober 2014: ca. 0,21 €