Planwirtschaft in der Küche – Blogevent

Blogevent Speiseplan

Das ist ja mal ein cooles Blog-Event! Normalerweise mach‘ ich ja nicht bei so vielen Events hintereinander mit, aber dieses Thema passt zur Zeit bei mir einfach supergut. Ich muss ehrlich gestehen, dass hier im Hause Verkocht! die Wochenspeiseplanung nämlich in den letzten Monaten extrem schleifen gelassen wurde. Naja, wir haben ja auch nur ca. 50 m bis zum nächsten Supermarkt – trotzdem ist es mir manchmal peinlich, wenn ich zwei Mal am Tag dort aufkreuze, weil ich mir schon wieder nicht aufgeschrieben habe, was wir alles brauchen. *seufz*

Nun hat Peter von Aus meinem Kochtopf dazu aufgerufen, Wochenspeisepläne zu erstellen, die normal berufstätige Hobbyköche auch nach der Arbeit noch locker befolgen können. Und da noch dazu gerade Fastenzeit ist, hab ich mir gedacht, ich geb‘ dem ganzen einen „fastigen“ Kontext, also wenig Fleisch, viel Gemüse, leichte winterlich-frühlingshaft angehauchte Küche. Natürlich müssen die Rezepte auch relativ schnell gehen.

Hier also mein aus dem Archiv zusammengestellter Wochenspeiseplan:

Montag

Bärlauchnudeln

Einkaufsliste (für 2)

400 g Fussili
1 Zwiebel
1 Schuss Weißwein
250 g Schlagobers
2 Bund Bärlauch
Salz, Pfeffer

 

 

 

Dienstag

Knuspriger Tofu in Tomaten-Brokkolisauce

Einkaufsliste (für 3)

300 g Tofu
3 Tomaten
200 g Brokkoli
2 Knoblauchzehen
1 Schalotte
1/2 TL fein gehackter Chili
kleines Stück Ingwer
2 EL Nước mắm
4 EL Sprossen
Salz, Pfeffer, Öl

 

Mittwoch

Lauchnockerl

Einkaufsliste (für 2)

1 Stange Lauch
4 EL Mehl
8 EL Semmelbrösel
4 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat

 

 

 

Donnerstag

Asiatisch gebratenes Rindfleisch mit Spinat

Einkaufsliste (für 1)

200 g Rindslungenbraten
1 EL Sojasauce
1 EL Sesamöl
1 EL Teriyakisauce
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
100 g Spinat
100 g Bambussprossen

 

 

Freitag

Fischsuppe auf finnische Art

Einkaufsliste (für 2)

3 Erdäpfel
3 Karotten
1 Kohlrabi
1 Zwiebel
250 ml Schlagobers
2 Knoblauchzehen
Schuss Weißwein
1/2 Stange Porree
250 g Lachsfilet

Kleeblatt Shake

Happy St. Patrick’s Day! Wahrscheinlich gehen viele von euch heute Abend aus und trinken in den verschiedensten Pubs grünes Bier oder Guinness. Nun ja, heuer ist es mir ja nicht vergönnt, das dunkle, schaumige Zeugs zu genießen – macht aber nix – es gibt ja auch anderes Ungesundes, was man themengerecht in sich reinschütten kann!

Letztes Jahr hab ich ja den wirklich g’schmackigen Guinness-Kuchen gebacken – heuer gibt’s mal ein grünes Rezept. In Amerika bringt der große Konzern mit dem goldenen M pünktlich zum St.Patrick’s Day jedes Jahr einen grünen Milchshake heraus – der von vielen, VIELEN Menschen extrem geliebt wird. Wirklich – die Stürmen die Läden, sobald der Shake wieder im Sortiment ist. Naja. Mir hat die Idee gefallen und da es ja auch im Internet unzählige Nachmach-Rezepte gibt, hab‘ ich mich auch ans Nachmachen gemacht.

Mein Kleeblatt Shake – oder Shamrock Shake, wie er im Original heißt – ist wahrscheinlich etwas gesünder als die amerikanischen Varianten, weil ich kein Vanilleeis hinein gebe. Dafür kommt eine typisch steirische Zutat rein. Ein irisch-steirisches Crossover sozusagen! Falls ihr euch nicht sicher seid wegen der Banane-Minz-Combo könnt ihr ja stattdessen doch Vanilleeis nehmen. 1 Kugel pro Glas sollte genügen. Die Minze sollte man aber auf jeden Fall vorschmecken, sonst ist es kein Shamrock-Shake mehr.

Also hier nun endlich zum Rezept

Kleeblatt Shake

Zutaten für 2 Shakes à 200 ml

1 Banane
250 ml Milch
100 ml Joghurt
2 EL Schoko-Minz Kürbiskerne oder 6 (oder mehr) nicht-steirische After Eight
3 Eiswürfel
1 kleiner Schuss Ahornsirup

Optional (nur wenn ihr einen hellgrünen Shake wollt!):
5 Tropfen grüne Lebensmittelfarbe

Zubereitung

Alle Zutaten mit dem Stabmixer oder der Küchenmaschine pürieren, bisserl verzieren – fertig!

Kosten pro Shake:
– mit Preisen vom 16.März 2012: ca. 0,53 €

Borschtsch – борщ

Meine erste richtige und einzige Borschtsch habe ich letztes Jahr bei guten Freunden zur Vorbereitung auf den 3-monatigen Russlandaufenthalt meines Freundes gegessen. Und diese Borschtsch war wirklich ausgezeichnet, wurde sie doch von einer Deutsch-Kasachin zubereitet, die sich bei russischer Küche auskennt!

Seit mein Freund wieder aus Russland zurück ist, haben wir leider nicht sonderlich viel russisches Essen gekocht. Nun ja, er war ja auch im Winter dort, noch dazu an einem extrem abgeschiedenen Ort wo er nicht mal gscheites Gemüse geliefert bekommen hat, geschweige denn von „richtigem“ Fleisch. Seine Ess-Erinnerungen sind demnach nicht sonderlicht ausgeprägt. An was er sich jedoch gut erinnert, ist die Borschtsch, die es auch dort manchmal gab – und diese Erinnerung ist anscheinend wirklich sehr gut!

Daher haben wir sie natürlich nachkochen müssen. Und da am Sonntag das Wetter nicht sonderlich toll war – also Suppentag war – haben wir (okay, „wir“ ist nicht ganz richtig – mein Freund hat die Suppe gekocht) den Vormittag auch dazu genutzt, eine super Borschtsch zu kochen. Das Rezept ist eine adaptiert Version eines Rezeptes aus dem Russisch-Lehrbuch meines Freundes. (MOCT 1) Die Tomaten haben wir jedoch weggelassen – es ist nicht wirklich Tomatenzeit jetzt im März – daher ist diese Suppe wohl eher als österreichische Version zu bezeichnen. Sie ist trotzdem superlecker! Weiterlesen

Frühlingserwachen: Bärlauchnudeln

Samstag ist der Tag, an dem mein Freund und ich (wenn wir Zeit haben und in Graz sind) den Bauernmarkt unsicher machen. Darauf freuen wir uns schon die ganze Woche, weil wir einfach Fans von frischem Gemüse, Obst und Kräutern aus der Umgebung sind. Da muss es dann auch nicht immer Bio sein. Hauptsache frisch und regional. Wir haben sogar schon unsere Stammbauern, bei denen wir Vogerlsalat und Co. einkaufen.

Natürlich waren wir auch gestern wieder am Bauernmarkt, es war ein wuuuunderschöner Vorfrühlingstag und der Bauernmarkt strotzte nur so vor Leuten. Nach einem frisch gepresstem Obst-Gemüsesaft (weil ich noch nix gefrühstückt hatte), entdeckten wir, dass es schon Bärlauch am Markt gibt!!! Da haben wir natürlich gleich zugeschlagen und zum Mittagessen gab es dann ratzfatz

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