Frühstück Ahoi: Arme Ritter

Für viele, viele Jahre habe ich nicht wirklich regelmäßig gefrühstückt. Ich hatte einfach keinen Appetit am frühen Morgen und habe wirklich nichts runtergebracht. Ich meine, wer kann schon um 6 Uhr in der Früh wirklich etwas essen? Aaaaber, wie das Leben so spielt habe ich herausgefunden, dass es nur um die Gewohnheit geht! Man muss sich einfach langsam an das Frühstücken herantasten, dann funktioniert es irgendwann einmal! Prinzipiell kann ich nur Cornflakes oder Süßes essen am Morgen (außer ich habe einen Kater, aber darüber sprechen wir ja jetzt nicht *ähäm*) und deshalb bin ich immer auf der Suche nach Abwechslung am Frühstückstisch.

Hier nun eine sehr leckere, einfache, schnelle und warme Frühstücks-Idee, die man in vielen Filmen unter dem Namen „French Toast“ sieht, bei uns heißt es jedoch

Arme Ritter

Zutaten (für 2 Personen)

4 Scheiben Weißbrot
150 ml Milch
1 Ei
2 EL Öl
Ahornsirup, Honig etc. zum Süßen
Früchte für die Vitamine ;o)

Zubereitung

Milch und Ei in einem weiten Gefäß verquirlen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Eine Scheibe des Weißbrotes kurz in die Ei-Milch-Mixtur tunken, abtropfen lassen und in der Pfanne auf beiden Seiten goldbraun braten. Mit Früchten und Ahornsirup (oder Süßungsmittel deiner Wahl) anrichten und genießen. Mmmmhhh!

Kosten pro Stück Brot
– mit Preisen vom 28.Mai 2011: 0,23 €

Veganes Avocado- Schokomousse

Die Idee für dieses Mousse hatten, wie so oft, die Leute von theKitchn.com, eine Seite, die ich wirklich oft besuche. Sie tragen verschiedenste Rezepte, Ideen etc. für die Küche zusammen, sodass man eigentlich gar nicht mehr alle Blogs lesen müsste, weil eh schon so viel Inhalt auf dieser einen Seite ist. Nun ja, theKitchn.com ist zwar Pflichtprogramm bei mir, dennoch lese ich meine Lieblingsblogs weiter.

Dieses Rezept habe ich nur ein klitzekleines bisschen abgeändert, weil ich diese „fancy“ Zutaten einfach nicht kaufen will, außerdem kann man das Rezept mit ganz einfachen Mitteln auch nachmachen.

Veganes Avocado- Schokomousse

Zutaten (für 2 Personen)

2 reife Avocados
150 ml Kokosnussmilch
4 TL ungesüßtes Kakopulver
Ahornsirup, Staubzucker oder Agavendicksaft nach Geschmack

Zubereitung

Avocados entkernen und schälen. Alle Zutaten mit dem Zauberstab oder im Standmixer pürieren bis eine homogene, cremige Masse entstanden ist. Falls die Masse noch zu grün ist, noch etwas Kakaopulver hinzufügen – aber Vorsicht! Nicht zu viel vom Pulver nehmen, sonst wird die Masse bitter. Mit Ahornsirup nach Geschmack süßen. Fertig!

Am Besten ist dieses Mousse, wenn man es über Nacht im  Kühlschrank noch etwas durchziehen lässt, dann verbinden sich die Geschmäcker besser.

Von der Konsistenz her wirkt dieses Mousse wie ein normales Schokomousse – schmecken tut es neben Schokolade ein bisschen auch nach Avocado und Kokos, es ist aber wirklich wirklich sehr gut! Durch die Avocados ist das Mousse natürlich sehr sättigend, daher braucht man pro Person nicht sonderlich viel davon!


Kosten pro Person
– mit Preisen vom 25.Mai 2011: 1,16 €

Selbst gemacht: Holunderblütensirup

Da ich letztes Jahr viel zu spät dran war mit dem Holunderblütensirup, habe ich heuer die ersten Blüten gepflückt, die ich gesehen habe und mich sofort an die Arbeit gemacht. Von den Säften zum Verdünnen ist mir der Holundersaft der Liebste. Ich meine, ich mag auch den Ribiselsaft oder den Himbeersaft… aber Holundersaft gewinnt bei mir immer Haushoch!

Dieses Rezept ist auch gut geeignet, um es als Geschenk mitzubringen, daher passt es gut zum Blog-Event im Kochtopf, diesmal gehostet von Klärchen Kompott vom Gourmet-Büdchen.

Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche

Holunderblütensirup

Zutaten (für ca. 5 l Saft)

30 Blüten (Schirmrispen) vom schwarzen Holunder (Sambucus nigra)
4 Zitronen
2 Orangen
50 g Zitronensäure (das sind 5 Päckchen)
3 kg Zucker


Zubereitung

Die Holunderblüten säubern (aber NICHT!! waschen, sonst wäscht man den Geschmack raus! Ich schneide nur die Stängel etwas zurück und klopfe die Insekten, wenn welche drauf sind, ab) und in ein großes Gefäß geben. Die unbehandelten Zitronen waschen, in Scheiben schneiden und dazugeben. Die Orangen auspressen und den Saft zu den Holunderblüten geben. Dann die Zitronensäure hineingeben und das Ganze mit Wasser auffüllen, bis alles von Wasser bedeckt ist. Dann das Gefäß zudecken und an einem dunklen, kühlen Ort für 24 Stunden stehen lassen.

Nach dem Ziehen die Flüssigkeit in einen großen Kochtopf abseihen und mit 3 kg Zucker aufkochen lassen. (Das dauert relativ lange… zumindest bei mir dauert’s lang) Wenn der Saft aufgekocht ist, in gewaschene oder sterilisierte Flaschen abfüllen, zuschrauben und abkühlen lassen! Fertig!! Die gefüllten Flaschen an einem dunklen Ort, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, aufbewaren.

Bei mir hat dieses Rezept ca. 5 Liter Saft ergeben, also bereitet genügend Flaschen vor… damit ihr nicht, so wie ich, die Hälfte des Saftes in Marmeladegläser füllen müsst… *räusper*

Geschenksverpackung
Wenn man schöne Flaschen hat, genügt eigentlich ein Geschenkband, dann ist die Verpackung auch schon fertig! Natürlich könnte man noch eine Blütenrispe vom Holunder auf die Flasche binden, aber das geht natürlich nur, wenn gerade Holunderblütenzeit ist ;o)

Kosten pro Liter
– mit Bio-Preisen vom 25.Mai 2011: 1,68 €

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Nachtrag am 29.Mai 2012: Der Holundersaft hält sich seit einem Jahr wunderbar! Ich bewahre meine Flaschen und Gläser in einem dunklen Schrank auf und es ist noch kein Saft schlecht geworden!

Kiwi

Irgendwann habe ich gelesen, dass Österreich den höchsten Kiwi-Absatz der Welt hat. Natürlich habe ich mich darüber gewundert. Warum sollte ein so kleines Land wie Österreich den höchsten Kiwi-Absatz der Welt haben?

Anscheinend war es so, dass nach dem Zweiten Weltkrieg Vitaminmangel in Österreich herrschte. Darum wurden Kiwis eingeführt. Und weil niemand so recht wusste, wie man diese Früchte isst, wurde mit jeder Kiwi auch ein Löffel dazu verschenkt. Während in anderen Ländern sich die Kiwis nicht so gut verkauften, wurde durch diesen kleinen Marketing-gag die Kiwi eine der beliebtesten Früchte in Österreich. Sehr clever! (Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, wo ich das gelesen habe… daher fehlt der Link dazu)

Ursprünglich kommt die Kiwifrucht ja aus China, woher eine Lehrerin sie circa um 1900 nach Neuseeland brachte. Und von dort aus eroberten Actinidia deliciosa und Actinidia chinensis, so heißen die zwei Kiwiarten auf Latein, die Welt. Unsere Kiwis in Österreich kommen aber hauptsächlich aus Italien. Zu den Inhaltsstoffen der Kiwi zählen unter anderem Vitamin A,B,C und D, Kalium, Eisen und Actinidin (spaltet Protein, deshalb wird Gelatine über rohen Kiwis auch nicht fest)

Kiwisorten im Handel kenne ich persönlich nur 2. Nämlich die ganz normale, stark behaarte Grüne Kiwi (im Bild oben rechts) und die leicht behaarte Golden Kiwi (im Bild oben links).

Verwenden kann man die Kiwi in Fruchtsalaten, Marmeladen, als Torten- oder Kuchenbelag, im Müsli oder zum sofort essen.

Preis pro Stück:
– mit Biopreisen vom 24.Mai 2011: 0,39 €