Fondue bourguignonne

Weil mich viele danach fragen – hier der von mir schon am 8. Januar 2010 gepostete Artikel über Fondue Bourguignonne, das Fettfondue. Ich habe den Artikel etwas upgedated, aber er ist noch immer total aktuell! Viel Erfolg mit eurem Fondue!

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Seit 22 Jahren gibt es in meiner Familie am 24. Dezember am Heiligen Abend Fondue. Ich weiß, dass es in anderen Familien kalte Platte oder Würstel gibt weil’s praktisch ist und nicht viel Aufwand – aber Fondue ist eigentlich auch kein Aufwand. Man muss nur die Zutaten zerschneiden und ein paar Saucen zubereiten. Et voilá – fertig ist ein  festliches Abendessen, das man nicht hinunterschlingt und bei dem man auch Konversation treiben kann, ohne dass man dauernd den Mund voll hat! Ich finde, es ist auch durchaus für Wintergeburtstage geeignet!

Da wir in meiner Familie eben jedes Jahr zu Weihnachten Fondue haben und manchmal eine Woche später zu Silvester noch einmal, haben wir natürlich einen großen Erfahrungsschatz, den ich hiermit weitergeben möchte. Mein Vater hat zum Beispiel schon eine Liste von ca. 80 Saucenrezepten (von denen er aber immer nur 6 macht)


Was man für das Fondue bourguignonne (Fett-Fondue) braucht:

1 Fondue-set
1 l Pflanzenöl

Mögliche Zutaten (der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!):

  • Rindslungenbraten
  • Schweinsfilet
  • Putenbrust
  • Hühnchenbrust
  • Champignons
  • Brokkoli (vorher blanchieren)
  • Frankfurter Würstchen
  • Gouda
  • Camembert
  • Mehl
  • Ei mit etwas Milch verquirlt
  • Semmelbrösel
  • viel viel Baguette
  • Saucen


Wir schneiden alle Zutaten in gleich große Stücke (ca. 2×2 cm) und stellen noch 3 Schälchen mit Mehl, Ei und Brösel zum Panieren dazu, dann kann jeder der mag auch panieren – denn eigentlich ist Fondue bourguignonne nix anderes als eine Tisch-Fritteuse! Das Baguette wird natürlich in Scheiben geschnitten und zum Fondue gereicht. Wir brauchen immer sehr viel Brot und Saucen!

Was sich in den letzten Jahren auch bewährt hat, ist, selbst gemachtes Knoblauchbrot dazu zu servieren. Yummie!

Wie viel braucht man pro Person?

Ich würde sagen, so ca. 250 g Fleisch pro Person, wobei das wirklich viel gerechnet ist, da wir ja immer auch noch Gemüse, Käse, Brot etc. dazu reicht!

 

 

Und hier drei unserer vielfach erprobten Fondue-Saucen:

Knoblauchsauce

0,25 kg Topfen (kein Bröseltopfen, sondern der glatt gerührte!)
3 EL ungesüßter Schlagobers
Prise Zucker, etwas Salz, Pfeffer

3-4 Knoblauchzehen (kommt drauf an, wie knoblauchig man es gerne mag!)
Schnittlauch

Den Topfen, flüssigen Schlagobers und die Gewürze cremig rühren und danach die gepressten oder fein geschnittenen Knoblauchzehen und den fein geschnittenen Schnittlauch dazugeben. Nochmal nachwürzen – fertig!

Schinkensauce

0,25 l Sauerrahm
1 EL ÖL
1 EL Senf
Prise Zucker, etwas Salz und Pfeffer

15 dag Schinken
2 EL Ketchup
etwas Petersilie

Den Sauerrahm mit dem Öl, Senf und den Gewürzen cremig rühren. Danach den Schinken klein schneiden und mit dem Ketchup und den restlichen Zutaten dazumischen. Noch einmal abschmecken und fertig ist die Sauce!

Cocktailsauce

0,25 l Mayonnaise (vorzugsweise Kuner, die ist einfach die Beste)
4 EL Ketchup
1 kleiner Zwiebel
Pfeffer

Den Zwiebel fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermengen. Bei Bedarf noch mehr Ketchup dazumischen, umrühren und fertig!

Zum Schluss noch ein paar Tipps!

  • Obwohl eigentlich jedes Fondue-set für 6 Personen gemacht ist, finde ich, dass nur 4 Personen pro Set essen sollten, ansonsten kommt es zum Gabel-Kampf im Topf! Auch ist es recht nützlich, wenn jede Person 2 oder sogar 3 Fonduegabeln bekommt! Aber das bleibt natürlich jedem selbst überlassen!
  • Damit ihr am Anfang nicht alle vor hunger sterbt, weil das Fett sich vom Rechaud nicht so schnell erhitzt – den Topf mit Öl vorher einfach auf dem Herd erhitzen und dann erst auf den Rechaud stellen!

 

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Was war also drin in der Schwedenbox?

Sie ist angekommen, die Schwedenbox, die ich zum 6. Bloggeburtstag verlost hatte.

Es hat etwas gedauert, bis ich alles zusammen hatte und zu guter Letzt habe ich dann noch etwas länger mit dem Verschicken gewartet, nämlich bis meine Eltern da waren. Die paar Tage waren auch schon egal. Sie haben nämlich die Box mit nach Österreich genommen und liebenswürdigerweise von dort verschickt – wir sind nämlich leider nicht Dagobert Duck und von Österreich aus ist Päckchen verschicken nämlich um die Hälfte billiger!

Letzte Woche hat mir Alexander dann geschrieben, dass er die Box bekommen hat! Noch vor Weihnachten – Juhuu!

 

Aber jetzt zum Inhalt. Was hat der liebe Alexander also bekommen?

schwedenboxVon der linken oberen Ecke im Uhrzeigersinn:

1. Knäckebrot: Klar, das muss in einem Paket aus Schweden einfach drin sein!

2. Mandelmassa: Damit wird unheimlich viel gebacken in Schweden! Ähnlich Marzipan, aber nicht das Selbe!

3. Mandel-Pepparkakor: Zu Weihnachten sind Pepparkakor einfach ein Muss hier in Schweden.

4. Julmust: Pfuuh. Dieses Getränk spaltet die Expat-Gemeinde. Manche mögen es, die meisten hassen es. Schmeckt wie eine Mischung aus Malzbier und Cola. Gewöhnungsbedürftig. Aber für Schweden zu Weihnachten unbedingt nötig! (Gibt’s auch zu Ostern, da hat es aber eine andere Verpackung 😉 )

5. Fiskbullar: Ganz ehrlich, ich weiß gar nicht, wie die schmecken, aber ich habe diese Fischbällchen schon oft in anderen Einkaufswägen gesehen.

6. Lindvalls Kaffe: Dieser Kaffee wird hier in Uppsala geröstet und wenn man südlich vom Bahnhof vorbei geht, muss man unweigerlich durch eine Kaffeeduftwolke durch. Die Schweden trinken unheimlich viel Kaffee!

7. Lördagsgodis: Die Kinder dürfen hier in Schweden nur samstags naschen. Und dann naschen sie solches Zeugs.

8. selbstgemachte Preiselbeer-Birnenmarmelade: Von Lingon aus dem Lunsen, neben unserem Haus.

9. Kardamom: Damit wird überraschenderweise EXTREM viel gebacken hier. Überall ist Kardamom drin! Echt jetzt!

10. Zimt: Das weiß jedes Kind, denke ich, dass die Schweden Zimt lieben.

11. Himbeermarmelade: Muss auch sein, nämlich zu Plätt und Pannkakor!

 

Alexander hat sich, so klang es zumindest in seinem Mail, sehr über das Paket gefreut und ich freu‘ mich schon, wenn ich das nächste Mal wieder etwas verlosen kann!

Hej då!

Fröhliche Weihnachten!

Weihnachten2015

Meine Familie und ich wünschen der besten Leserschaft der Welt (zwar etwas verspätet, aber doch)

Fröhliche Weihnachten!

Küchenoptimierung – Der Plan

Lasst euch von meiner „neuen“ Küche erzählen. Naja. Sie ist weder für mich noch für das 250 Jahre alte Haus, in dem wir leben, neu – aber ihr habt sie noch nicht so wirklich gesehen, also ist sie für euch halt noch „neu“. Wo war ich? Ach ja…

Lasst euch also von meiner Küche erzählen. (…das wird jetzt ein bisserl länger 😉 )

Diese Küche ist etwas größer als die in unserer Grazer Mietwohnung. Diesmal haben wir ungefähr 20 Mal so viel Raumgröße, die Küche wirkt alles in allem viel größer und wir haben Platz für einen großen Esstisch, aber Stauraum haben wir weniger. Außerdem ist die Küche auch unser Eingangsbereich, deshalb muss eine Garderobe Platz finden darin. Tja. Das ist leider so und machen kann ich auch nix dagegen, aber manche andere Sachen gehen mir sehr auf den Wecker in dieser Küche und die werden jetzt endlich geändert. Ratzfatz.
Eigentlich habe ich das schon seit ein paar Monaten geplant (die ersten Fotos für diesen Artikel entstanden im September!) aber ich brauch‘ für solche Dinge immer ewig, da ich bei jeder Tätigkeit, die ich anfange, ca. drei Trilliarden mal von meinen Kindern unterbrochen werde, aber das ist auch sowas, was man halt nicht ändern kann… wo war ich? Ach ja. Der Geschirrspüler war verstopft, also mussten wir die halbe Küche zerlegen und das war sozusagen der Startschuss für die Küchenoptimierung.

So. Jetzt seht euch aber erstmal eine unserer Problemzonen an. Damit ihr wisst, wovon ich überhaupt spreche. Zum Beispiel die Arbeitsflächen-Fenstersituation, die ihr im Bild unten bewundern könnt:

optimierung1

optimierung2

Oder die Arbeitsflächen, die anscheinend niemals gewachst oder sonstwie behandelt wurden. (Unser Vermieter hat unseren Teil des Hauses anscheinend als Werkstatt benutzt oder was weiß ich)

 

Was genau will ich also machen/ändern?

  • Ein Brett vor das Fenster montieren, damit nichts mehr runterfallen kann
  • Eine Möglichkeit finden, unsere Geschirrtücher aufzuhängen
  • Die Küchenarbeitsfläche abschleifen und einlassen
  • Den Küchentisch schleifen und streichen
  • Ein Mülltrennsystem schaffen
  • Den Kühlschrank ordnen und ein Ordnungssystem finden
  • Einen schmalen Schrank finden für das Eck neben dem Kamin
  • eventuell neue Griffe für die Küche finden
  • … es finden sich sicher mit der Zeit noch weiter Projekte 😉

 

Ihr seht, ich habe viel vor.  Ein paar Vorhaben habe ich schon begonnen. Ein Brett zugeschnitten habe ich schon und abgeschliffen ist es auch schon. Jetzt muss ich nur noch Zeit zum Streichen finden. (Oder meine Prioritäten einfach anders setzen 😉 ) Haltet mir die Daumen!

 

Gibt’s in eurer Küche Stellen, die ihr gerne ändern möchtet?

 

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