Topinambur-Bohnensuppe

Mein Freund isst zur Zeit nach der Logi-Methode. Da darf man nur wenig Kohlehydrate zu sich nehmen. Blöd, weil ich zur Zeit jegliche Kalorien in mich reinschaufeln muss, um nicht abzunehmen. Naja. Aber das ist Gott sei Dank nicht so das Problem, da ich mir halt einfach Erdäpfeln oder Couscous oder sonst irgend eine Beilage dazu mache, wo er sonst nur das Hauptgericht alleine isst.

Letztens beim Einkaufen hat mein Freund Topinambur entdeckt, und da ich eh schon lange mal Topinambur selbst verkochen wollte, weil’s mir in Restaurants bis jetzt eigentlich immer recht gut geschmeckt hat, ist er in unserem Einkaufskorb gelandet.

Ich muss sagen, diese Suppe ist sehr gut geworden, aber man braucht wirklich einen starken Pürierstab, sonst sind die Topinambur-Flankerl zu grob. (Zumindest für meinen Geschmack)

Hier also das (leicht abgewandelte) Rezept aus „Das Neue grosse Logi Kochbuch“, das ich recht gut und ansprechend finde, für die

Topinambur-Bohnensuppe

Zutaten (für 2 Personen):

1 EL Öl
1 Zwiebel
1/2 TL geriebener Ingwer
2 Knoblauchzehen
ca. 200 g Topinambur (geschält)
250 g Weiße Bohnen
500 ml Gemüsesuppe (oder Wasser + Suppenwürfel)
100 ml Schlagobers
4 Eigelb
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und in grobe Stücke schneiden. Den Topinambur schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Jetzt den Zwiebel und den Knoblauch in einem Topf mit dem Öl leicht anbräunen lassen. Den Ingwer dazugeben und kurz anrösten. Jetzt den Topinambur mitrösten. Wenn er hellbraun geröstet ist, mit Gemüsesuppe ablöschen.

Die Bohnen abtropfen und kurz waschen. Dann zur Suppe geben und mitkochen lassen.

Die Suppe so lange kochen lassen, bis der Topinambur weich gekocht ist. Dann mit dem Pürierstab die Suppe gut durchpürieren.

Die Eigelb mit dem Schlag verquirlen und in die noch heiße Suppe die Eigelb einrühren.

Jetzt nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und es kann auch schon serviert werden!

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 18.03.2013: ca. 1,83 €

Mein Mittagessen: KW 11

Zur Erklärung des Projektes, klicke hier!

Diese Woche leider fast keine Bilder, da ich, ehrlich gesagt, schlicht aufs Fotografieren vergessen habe. Naja. C’est lav ie.

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Montag, 11. März 2013: Gulasch von Vorgestern Abend *mmmh* Das wird echt immer besser!

Dienstag, 12. März: Indische Fisolen in Kokosmilch

Mittwoch, 13. März 2013: Cremespinat, Ei, Rösterdäpfel und Zucchini

Donnerstag, 14. März 2013: Rehragout mit Couscous (Bild ist die Portion meines Sohnes)

Freitag, 15. März 2013: Keine Zeit zu essen, da ich auf der Uni war und nachher Freunde getroffen habe, daher hab‘ ich mir ganz schnell eine Leberkässemmel und eine Schnitzelsemmel gekauft.

Samstag, 16. März 2013: Wir waren bei meinen Eltern. Es gab Rehschulter mit Erdäpfelknödel, Rotkraut, Weißweinbirnen

Sonntag, 17. März 2013: Noch immer bei meinen Eltern gab’s Gans auf ungarische Art mit Nudeln und Salat

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Fazit: Diese Woche war von Fasten bei mir echt keine Rede. *ts* Ich muss mich bessern.

Vergangene Wochen:

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My life in France – Julia Child

In dieser Rubrik stelle ich Bücher vor, die etwas mit Essen oder Kochen zu tun haben, und bewerte sie dann auch.

Die verkocht! Bewertungsskala:

   Wahnsinn! Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet!

            Netter Lesestoff für Zwischendurch

                    Naja, muss man nicht unbedingt gelesen haben

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My life in France – Julia Child

Worum geht’s?

Julia Child ist unglaublich bekannt in den USA wegen ihrer Kochshow „The French Cook“, die eine der ersten Stunde war (anfangs sogar noch in Schwarz-Weiß), ihrem Bestseller-Kochbüchern „Mastering the Art of French Cooking“ Teil1 und 2 und seit neuestem auch bei uns wegen dem Film Julie&Julia.

Das Buch ist eine Art Koch-Biographie und beginnt dort, wo Julia Child beginnt, zu kochen – in Frankreich. Sie kommt erst sehr spät zum Kochen, mit 36, als sie mit ihrem Mann Paul in Paris lebt und eigentlich aus Langeweile einen Kochkurs im „Le Cordon Bleu“ macht, der renommierten Kochschule. Unglaublich natürlich, sympathisch und recht witzig schildert Julia ihre Zeit in Paris und die folgende Kochbuch-Schreiberei von „Mastering the Art of French Cooking“, die wegen Julias (und ihrer Co-Autorin Simone Becks) unglaublichen Genauigkeit Jahre gedauert hat und sie in 3 verschiedene Länder verfolgte.

Wie ist das Buch geschrieben?

Julia Child’s Großneffe (soweit ich das verstanden habe) hat sie interviewt und die Biographie gemeinsam mit Julia geschrieben. Es ist wirklich unglaublich interessant! Julia erinnert sich an soooo viele Einzelheiten, die mit Essen zu tun haben, echt ein Wahnsinn! Außerdem ist es für mich fast nicht vorstellbar, dass in den USA und auch in Europa so viele Frauen in den 50ern einen Koch oder Köchin hatten. Bitte wer konnte sich das denn leisten?

Kann man aus diesem Buch auch etwas lernen?

Ja, auch hier kann man etwas lernen. Ich hab‘ mir zum Beispiel mitgenommen, mich nie für Essen zu entschuldigen. Man kann aus Fehlern lernen, aber man sollte sich nie schon vorab entschuldigen.

Außerdem ist man nie zu alt, um noch etwas Neues zu lernen und RICHTIG GUT darin zu werden!

Julia Child ist die Art von Person, mit der ich gerne befreundet wäre. Aufgeschlossen, witzig, kochbegeistert und entschlossen.

Kritik

Vegetarier werden mit Julia keine Freude haben, da sie Französisch kocht und die traditionelle französische Küche ja wirklich üüüüberhaupt nicht vegetarisch ist.

Links

Julia Child auf wikipedia
The French Chef Episoden

Bewertung:

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My life in France – Julia Child

Autorin: Alex Prud’Homme und Julia Child
Verlag: Anchor
Kosten: e-book ab 5,70 €, Taschenbuch 11,20 €
ISBN:  978-0307277695

3,14159… oder warum heute viele Pies gebacken werden

Heute ist Tag des π (oder auch Kreiszahl 3,14159…)!  Und da ich eine kleine nerdy Bloggerin bin, feiere ich natürlich gleich mal mit! An diesem „Pi“-Tag werden, vor allem in den USA, viele Pies gebacken. Warum, fragt ihr euch? Na weil Pi (π) und Pie auf Englisch gleich ausgesprochen werden, nämlich /paɪ/ Am 14. März, in den USA 3.14 – daher ist es auch der Pie-Day, werden deshalb unzählige Pies gebacken. Also gibt’s was zu Feiern, und auch wenn es nur eine Zahl ist, mach‘ ich da natürlich mit!

Heute gibt’s einen Apfel-Rosinen Pie, weil es noch immer Winter ist, es zur Zeit leider keine einheimischen Beeren gibt und der wirklich supergut schmeckt.

Okay, langer Rede kurzer Sinn – auf zum Rezept! Happy Pie-Day!

Apfel-Rosinen Pie

Zutaten

Für den Teig

250 g Mehl
100 g Staubzucker
100 g Margerine
1 Prise Salz
2 Eier, mit Raumtemperatur

Für die Apfelfülle

ca. 800 g Äpfel (bei mir waren das 5 Äpfel)
100 g Rosinen
2 EL Inländer Rum
4 EL Semmelbrösel
2 EL Vanillezucker
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlene Muskatnuss

1 Ei, verquirlt (zum Bestreichen)

Zubereitung

Das Mehl und den Staubzucker in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Butter klein würfelig schneiden, zum Mehl geben und mit den Fingerspitzen so lange in das Mehl arbeiten, bis ihr eine fein bröselige Konsitenz habt. Danach die zwei Eier und das Salz zufügen und mit den Handballen kurz verkneten, bis ein glatter, jedoch sehr weicher, Teig entsteht. Zu einer Kugel rollen, in Frischhaltefolie einwickeln (oder für Umweltbewusste, in einen wiederverwendbaren Behälter geben) und ein paar Minuten zum Rasten in den Kühlschrank stellen.

Jetzt das Rohr auf 180°C vorheizen und eure Tarte-Form herrichten.

Die Rosinen mit dem Rum übergießen und ziehen lassen.
Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in Spalten schneiden. Dann mit allen anderen Zutaten vermengen und kurz durchziehen lassen.

Jetzt den Teig in zwei Teile teilen und beide rund mit dem Nudelwalker (Nudelholz) ausrollen. Einen Teil des Teiges jetzt als Boden in die Tarte-Form legen, dann die Apfelfülle einfüllen und mit dem zweiten Teig schließen. Man kann vor dem Schließen auch noch zur Lüftung des Teiges, damit die Füllung beim Backen nicht unkontrolliert herausquillt, mit dem Keksausstecher ein paar Löcher ausstechen, (ich hab‘ eine Vogelform genommen 😉 ) oder man sticht einfach mit der Gabel ein paar Mal in den Teig.

Dann mit etwas verquirltem Ei bestreichen und zuerst für 10 min bei 180°C, dann für weitere 20-30 min bei 150°C im Rohr backen. (Auf die Bräunung des Teiges achten)

Preis pro Stück (bei 12 Stück):
– mit Preisen vom 13.03.2013: ca. 0,31 €