Als erstes möchte ich sagen, dass natürlich jeder sein Baby so füttern kann, wie er oder sie möchte. Hier erkläre ich nur die Methode, die wir verwenden und beschreibe, was für unsere Familie funktioniert.
———-

Ich habe lang‘ darüber nachgedacht, was ich meinem Sohn als erstes probieren lasse, wenn wir mit der Beikost anfangen. Nun ja, alles Planen war irgendwie umsonst, weil er sich selber einfach ein Mandarinenstück geschnappt hat und angefangen hat, daran herumzunuckeln. Sein Gesicht war göttlich! „Angeekelt-interessiert“ triffts wahrscheinlich am Besten… und es war unmöglich, ihm die Mandarine wieder wegzunehmen.
Natürlich ist Mandarine eigentlich keine Frucht, die man einem Baby als erstes Essen gibt (erst so mit 8-10 Monaten), aber es war halt so und jetzt kann ich auch nichts mehr daran ändern.
Tja, aber was kann man seinem Baby als erstes geben? Prinzipiell gilt hier, wie auch bei allen anderen Dingen, dass man auf sein Bauchgefühl hören sollte. Nach der Mandarine hab‘ ich unserem Sohn gedünstete Karotten zu probieren gegeben, und er war relativ begeistert! Im BLW-Buch steht zwar, dass man dem Baby alles geben kann, solange die Ernährung ausgewogen ist, aber in dem Fall glaube ich unserem Arzt schon, dass ein kleines Baby keine Milchprodukte, Nüsse oder Honig essen sollte bis es 1 Jahr alt ist.
Beim BLW sollte es ja eigentlich so sein, dass das Baby beim Essen der Erwachsenen mitisst, aber anfangs geht das noch nicht so ohne weiteres, außerdem esse ich relativ selten gedüstetes Gemüse 😉 Die ersten zwei Monate hat unser Sohn eigentlich nur Gemüse oder Früchte bekommen, so lange, bis er sich ans Essen gewöhnt hatte. Beim BLW muss man nicht, so wie beim Brei, eine Woche dieses Gemüse, dann die nächste Woche das andere Gemüse geben, sondern kann wechseln und seinem Kind durchaus auch verschiedene Dinge beim Essen anbieten. (Mein Sohn entscheidet sich, wenn er Karotten und Bananen vor sich liegen hat, immer für die Banane 😉 Wobei er, wenn keine Banane mehr da ist, auch die Karotte isst)
Man schneidet die Früchte oder das Gemüse in längliche Stücke, gerade so groß, dass ein Teil noch aus der Faust des Babies herausschaut, wenn es das Stück in seiner Faust hält. Dinge, bei denen es sein kann, dass das Baby die Schale ablutscht (wie zB. bei Banane oder Melone) bitte die Schale vorher waschen. Banane ist für das Baby besser zu halten, wenn man die Schale dran lässt und wie unten im Bild, nur einen kleinen Teil schält. Falls das Baby schon Zähne hat und auch Teile der Schale abbeißen könnte (mein Sohn hatte recht früh Zähne also war das von Anfang an zu beachten) aufpassen, dass es sich daran nicht verschluckt. Aber prinzipiell wird die Schale eh ausgespuckt… schmeckt ja auch nicht gut.

Hier ein paar Beispiele, was anfangs möglich ist.
Früchte
– wenn die Früchte sehr hart sind (kommt fast nie vor), dünstet man sie vorher am Besten etwas, damit sich das Baby an keinen harten Teilen verschlucken kann. Aber nicht zu viel dünsten, sonst kann das Baby die Stücke nicht mehr angreifen!
- Banane
- Avocado
- Melone
- Birne
- Pfirsich
- Erdbeeren
- Apfel
Gemüse
– hier gilt das gleiche Prinzip wie bei den Früchten. Wenn hart oder bei manchem rohen Gemüse, vorher dünsten!
- Karotten
- Brokkoli
- Kürbis
- Süßkartoffel
- Erdäpfel (Kartoffel)
- Pastinake
- Zucchini
- Karfiol (Blumenkohl)
- Spargel

Hier findet ihr noch weitere Artikel zu dem Thema:
BLW – Einführung
BLW – Wann anfangen? und Regeln
BLW – Was das Baby anfangs isst
BLW – Brei und Suppe
——
Psssst… habt ihr gewusst, dass es Verkocht! auch auf facebook gibt?
Nein? Na dann schnell auf diesen link geklickt!
Gefällt mir Wird geladen …