„Und was vermisst ihr so an Schweden?“

Wir wohnen jetzt schon ein Jahr hier in Bayern und werden natürlich (noch) immer gefragt: „Und was vermisst ihr so an Schweden?“

Ich möchte die Frage heute auf Koch- Essens- und Küchenbezogene Themen beantworten UND euch erzählen, war wir NICHT vermissen.

Was wir vermissen

1.) Packungsgrößen.

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Wir sind eine Familie, die gerne nur einmal in der Woche einkaufen geht. Das haben wir uns in Schweden durch die Entfernung vom Supermarkt so angewöhnt und da macht es für uns natürlich Sinn, wenn die Packungen etwas größer sind. 5 kg Mehl, 2 kg Zucker, 2 Liter Milchpackungen, 200 g Packung Backpulver… gibt es hier in Bayern wo wir sind irgendwie nicht. Das vermisse ich wirklich sehr.

2.) Unseren großen Garten mit den Apfelbäumen, den Heidel- und Preiselbeeren hinterm Haus und den Pilzen im Wald und am allermeisten unsere Hühner

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Wir haben gaaaaaaaanz gaaaaaaanz viel Apfelsaft gepresst, mussten dadurch kaum Saft kaufen, haben Saft verschenkt etc. etc. Ein Garten ist was ziemlich großartiges. Leider ist ein Garten hier im Süden Münchens finanziell nicht möglich für uns.

Auch war es super praktisch, gleich hinterm Haus den Wald mit trilliarden von Heidel- und Preiselbeeren zu haben. Und Pilze waren da auch zuhauf. Tja. Wird sicher wieder mal kommen.

Und leider sind wir erst im letzten Jahr drauf gekommen, Hühner zu halten. SO. TOLL! Würde ich immer wieder so machen.

3.) Die großartigen Secondhand Shops in Uppsala mit den tollen Küchengeräten, Geschirr etc.

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Wirklich. Das war spitze. Riesige Geschäfte mit gespendetem Zeug, dass nicht viel kostet, aber in tadellosem Zustand war. Gut für die Umwelt und gut fürs Börserl.

4.) Kardamom

Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es echt blöd, wenn nicht überall mehr Kardamom drin ist. Zimtschnecken ohne Kardamom geht bei mir irgendwie nicht mehr.

5.) Fisch und Meeresfrüchte

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Fisch ist in Schweden super einfach zu bekommen und ist eines der wenigen Lebensmittel, dass bei gleichem oder sogar niedrigerem Preis in besserer Qualität zu bekommen ist in Schweden. Truly missed.

6.) Unseren Herd

Er war nichts besonderes, aber er hatte Power – und alles hat funktioniert! Hier habe ich nur Ober- und Unterhitze, da die Umluft nicht funktioniert. Naja. Vielleicht schaffe ich mir noch einen anderen an… vielleicht auch nicht.

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Was wir nicht vermissen

1.) Die Restaurantkultur in Uppsala

Uppsala (und Schweden generell… gilt eventuell nicht für Stockholm) ist restaurantmäßig und kulinarisch sehr unterentwickelt. Und die Restaurants, die es gibt, sind superteuer und das Essen schmeckt nicht sonderlich toll. Es gibt natürlich Ausnahmen – auch wir haben unsere Lieblingsrestaurants – aber generell verpasst man nichts, wenn man in Uppsala nicht Essen geht.

2.) Die Preise

Unser Lebensmittelbudget hat sich um ein Drittel reduziert seit wir in Bayern leben. Und es könnte noch niedriger sein, wenn wir so kochen würden, wie in Schweden. Hier kaufen wir auch mal Fleisch ein und sparen nicht ganz so viel (leider).

In Schweden hatten wir ja nur ein (Doktoranten!)Gehalt, unsere Ausgaben für Lebensmittel war aber ca. bei 500 Euro im Monat. Ich muss nicht dazusagen, dass uns da nicht sonderlich viel übrig geblieben ist im Monat für spezielle Ausgaben. Und Essen gegangen sind wir natürlich deshalb auch nicht sonderlich oft, da Restaurants auch nicht billig sind in Schweden. Wobei ich es sehr empfehlen kann, Mittagessen zu gehen, die meisten Restaurants haben ein preiswertes Lunch-Menu, wo auch Kaffee/Tee und eine Nachspeise dabei ist! Abendessen war uns eigentlich immer zu teuer, oder sagen wir besser, einfach nicht in unserem spärlichen Budget.

3.) Die Würste

Leute, schwedische Wurst ist eklig. Kauft euch bitte keinen Hotdog da oben. Außer beim schwedischen Möbelriesen, die hat noch im entferntesten Sinne war mit Wurst zu tun.

Man muss schon etwas suchen, um eine einigermaßen „normale“ Wurst zu finden da oben, die auch knackt beim Reinbeißen.

Grillwürste gehen noch am Ehesten, obwohl ihr da auch gut daran tut, deutsche Wurst zu kaufen. Wirklich. Vertraut mir da einfach.

 

Tjo, ich denke, das war alles. Falls ihr noch fragen habt, immer her damit in den Kommentaren!

 

 

Sauerteigzimtschnecken

In den letzten Wochen war bei uns Einiges los. Ich war zwei Mal krank, wir waren auf Kurzurlaub, den wir abbrechen mussten, der Ehemann war krank, die Kinder waren krank, der Kindergarten hat wieder anfgefangen, wir hatten andauernd Besuch, waren mal kurz in Österreich etc. etc. Kurz – ich hatte nicht sehr viel Zeit, um viel mit meinem Sauerteig zu machen (oder auch nur auf den Blog zu schauen!).

Seit ich meine Ebba zu Hause habe und versorge (ja, Sauerteig ist ein bisschen wie ein Haustier 😉 ) backe ich ja regelmäßig Brot und Pancakes. Mein Brot wird jedes Mal etwas besser, weil ich einfach jetzt mehr Übung habe und schon weiß, was ich beim Backen beachten muss. Die Pancakes sind jetzt auch schon spitzenmäßig und ich werde bald das Rezept updaten, da ich doch ein paar Dinge jetzt anders mache als am Anfang.

Nun sind gerade meine Schwiegereltern zu Besuch und da mein Schwiegervater unglaublich gerne Zimtschnecken isst, wollte ich gerne welche backen. Nur hatte ich keine Germ mehr zu Hause, um die gewohnten Kanelbullar zu backen, und meine Kinder waren grad schlecht drauf und ich wollte mit zwei Zornpinkerl das Haus (und unseren großen Garten, in den ich sie schicken kann) eigentlich nicht verlassen. Aber Sauerteig, ja Sauerteig habe ich ja immer zu Hause! Und Zeit hatte ich auch! Eine perfekte Kombination also, um zu versuchen, die Zimtschnecken aus Sauerteig zu machen!

UND SIE SIND PERFEKT GEWORDEN!

Ich habe sie mittlerweile schon 3 Tage hintereinander gemacht und sie werden jedes Mal wieder unglaublich gut! Tja. *miraufdieschulterklopf* Langsam geht’s ja, das Backen mit Sauerteig!

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Sauerteigzimtschnecken

Zutaten (für 9 Stück)

Für den Teig:
150 g Weizensauerteig
200 ml Milch
40 g gesalzene Butter (ihr könnt natürlich auch ungesalzene Butter + ¼ TL Salz nehmen)
1 Ei (groß)
50 g Zucker
450 g Mehl

Für die Fülle:
100 g gesalzene Butter (ihr könnt natürlich auch ungesalzene Butter + ½ TL Salz nehmen)
6 EL Zimt
6 EL Zucker

Anmerkung zum zeitlichen Ablauf
Wenn ihr die Zimtschnecken zum Frühstück haben wollt, ist es am Besten, ihr füttert euren Sauerteig am Vortag zu Mittag an. (50 g Sauerteig + 50 g Mehl + 50 g Wasser) Dann habt ihr am späten Nachmittag/Abend dann den perfekten Sauerteig, um damit den Teig zu machen.
Am späten Abend/Nachmittag wird dann der Teig geknetet, um ihn dann 4-5 Stunden an einem warmen Ort gehen zu lassen. Er sollte seine Größe dann ungefähr verdoppelt haben.
Vor dem Schlafen gehen (bei mir ist das so um 11) wird der Teig ausgerollt, gefüllt, geschnitten und aufs Blech gesetzt.
Dann rastet der Teig über Nacht am Blech im Kühlschrank.
Am Morgen wird dann gebacken.

Zubereitung

Die Zubereitung der Zimtschnecken dauert bei mir ca. 18 Stunden vom Anfüttern des Sauerteigs bis zum Rausnehmen aus dem Ofen.

Schritt 1 – Stunde 0
Anfüttern des Sauerteigs. 50 g Sauerteig + 50 g Mehl + 50 g Wasser. An einem waren Platz rasten und sich für 5 bis 6 Stunden entwickeln lassen.

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Schritt 2 – Stunde 5/6:
Butter schmelzen, zur Seite stellen und kurz abkühlen lassen.
In eine große Rührschüssel oder die Schüssel der Küchenmaschine das Mehl, das Ei, Zucker und die 150 g Sauerteig geben. Mit dem Handmixer oder eben der Küchenmaschine kneten und langsam die Milch einlaufen lassen. So lange kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist. (2-3 Minuten) An einem waren Platz für ca. 5 bis 6 STunde rasten lassen.

Schritt 3 – Stunde 11/12:

Die Fülle zubereiten, indem man die Butter schmilzt, vom Herd nimmt und einfach Zimt und Zucker einrührt. Zur Seite stellen.

Der Teig sollte seine Größe jetzt ungefähr verdoppelt haben. Vorsichtig aus der Rührschüssel nehmen und auf einem bemehlten Brett zu einem Rechteck ausrollen. Die Fülle darauf verstreichen und den Teig aufrollen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Teigrolle in 9 Teile schneiden und auf das Backpapier setzen. Flach drücken.

Ihr könntet sie jetzt auch schon backen, aber wenn ihr sie erst am nächsten Tag backen wollt, müsst ihr sie über Nacht in den Kühlschrank stellen! Falls ihr euer Blech nicht in den Kühlschrank bekommt (das geht bei mir, oh ja!), müsst ihr sie entweder noch als Rolle kühlen oder vielleicht auf einem Teller reinstellen und am nächsten morgen aufs Blech setzen. Einfacher ist aber, gleich aufs Blech.

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Schritt 4 – Stunde 17/18:

Rohr auf 200 Grad vorheizen. Die Zimtschnecken aus dem Kühlschrank nehmen.

Ein Ei in einer kleinen Schüssel verquirlen und damit die Zimtschnecken bestreichen.

Dann die Zimtschnecken ins Rohr schieben und für ca. 15 Minuten backen lassen. Dann rausnehmen, abkühlen lassen (zumindest bis sie lauwarm sind) und genießen!

SO. GUT!!!

Kosten pro Stück:
– mir Preisen vom 22. August 2016: ca. 0,34 €

Nachgebacken: Kardamom-Heidelbeermuffins

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Alter Schwede, sind diese Muffins gut! Gefunden habe ich das Rezept für diese Muffins auf swedishfood.com, als ich nach einem Osterrezept gesucht hat. Nun finde ich diese Muffins nicht sonderlich österlich, aber ausprobieren wollte ich sie trotzdem.

Kardamom ist so ein Gewürz, dass die Schweden abgöttisch lieben! Würde man ja nicht denken, ich zumindest hab‘ immer gedacht, dass er eher in Indien verwendet wird. Aber nein, die Schweden haben Kardamom in so ziemlich jedem Gebäck drin und Kardamomschnecken gibt’s sicher ganz genau so oft, wenn nicht sogar häufiger in den Kaffeehäusern zu finden, wie die bekannten Zimtschnecken.

Anfangs ist es etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man den Kardamomgeschmack nicht so gewohnt ist – weil die Schweden sparen wirklich nicht damit!

Die Heidelbeeren in den Muffins geben einen supertollen Früchtekick und mannomann, ich könnte sie echt schon wieder backen! Sie gehen auch extrem gut aus den Papierförmchen raus, weil das HASSE ich, wenn Muffins nicht aus den Förmchen rausgehen!

Verändert habe ich beim Originalrezept nur die Zuckermenge und ich habe es auf eine Muffinform für 12 Muffins aufgerechnet. Außerdem habe ich statt der Limette eine Zitrone verwendet!

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Kardamom-Heidelbeermuffins

Zutaten (für 12 Stück)

18 Kardamomkapseln (oder 1,5 TL gemahlener Kardamom)

150 g Butter oder Margarine
200 g Zucker
1 Ei
320 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Natron
Salz
320 ml Buttermilch
1 Zitrone, davon Zeste und Saft

100 g gefrorene Heidelbeeren

 

Zubereitung

Das Rohr auf 180 Grad Celsius vorheizen und eine Muffinform mit Papiermuffinförmchen auslegen.

Die Kardamomkapseln leicht mit dem Stößel stoßen, sodass sich die Schalen öffnen, den Kardamom herausholen und gut zermörsern. Es sollte 1,5 TL gemahlener Kardamom übrigbleiben.

Die Butter mit dem Mixer cremig rühren, dann den Zucker und das Ei unterrühren, bis eine schön homogene Masse entstanden ist.

Das Mehl in eine andere Schüssel sieben und mit dem Backpulver, Soda, Salz und 1 TL des gemörserten Kardamom vermischen.

Die Hälfte des Mehlgemisch unter die Butter-Ei-Masse mixen, dann die Hälfte der Buttermilch untermischen, dann den Rest des Mehls und dann den Rest der Buttermilch dazu.

Am Schluss die Zitronenzesten und den Zitronensaft unterheben.

Die Heidelbeeren kurz mit ein bisschen Mehl stauben (dann gehen sie nicht im Teig unter, sondern bleiben obenauf).

Den Teig auf die 12 Muffinformen aufteilen, die Heidelbeeren darauflöffeln, den restlichen Kardamom darauf verteilen und für 30 Minuten im Rohr backen lassen.

Köstlich!

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Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 19. März 2016: ca. 0,38 €

4. Adventsonntag: Knäck

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Eigentlich hatte ich heute etwas Aufwändigeres und weniger Schwedisches geplant. ABER. Erstens kommt es Anders. Und zweitens ist mein Geschirrspüler kaputt. Na gut… ich bin mir nicht sicher, ob er wirklich kaputt ist, aber er macht auf jeden Fall nicht mehr das, was er soll. *AAAAAAAAH* Das hat meinen ganzen Abend durcheinander gebracht. Und das Licht zum Fotografieren kann man zur Zeit auch vergessen… Aber genug von meinen Problemchen.

Es musste auf jeden Fall ein schnelles Rezept her. Und dieses schnelle Rezept ist eben „Knäck“. Knäck ist einfaches Karamell, (hier oben Kola genannt) das in kleine Förmchen gefüllt wird. Aus. Mehr is es nicht. Man kann allerhand ins Karamell geben. Nüsse, Schokolade, Gewürze. Alles ist erlaubt. Aber klassisch ist das Knäck ganz ohne alles. Ich habe zur Hälfte der Knäck gehackte Mandeln gegeben.

Das Einzige, das beim Knäck etwas dauert, ist, das Karamell auf Temperatur zu bringen. Aber wenn man das weiß, ist das ja auch kein Problem.

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Knäck

Zutaten (für ca. 60 Stück)

200 g Zucker
200 ml Schlagobers
200 ml heller Zuckersirup
1 EL Butter

Zubereitung

Alle Zutaten, außer der Butter, in einem relativ großen und dickwandigen Topf vermischen und so lange bei gelegentlichem Umrühren kochen lassen, bis die Masse 125 Grad erreicht hat. (Das kann, ganz nach Herd und Topf, ziemlich lange dauern!) Dann die Butter einrühren und in die Förmchen füllen. Abkühlen lassen.

Falls ihr kein Thermometer habt, könnt ihr die Kugelprobe machen. Wenn ihr glaubt, dass das Karamell schon so weit ist (Nach 30 Minuten ungefähr könnt ihr mal probieren, aber vermutlich braucht es nochmal 20 Minuten 😉 ) gießt ihr einen Esslöffel der Masse in ein kleines Schüsserl mit kaltem Wasser. Wenn die Masse Kügelchen im Wasser bildet, ist es fertig. Wenn sie sich auflöst, nicht.

Nach dem Abkühlen sollte das Knäck nicht allzu weich sein und es sollte durch die dazugegebene Butter auch leicht aus der Form gehen. Hält sich angeblich 3 Monate lang… aber naja… so lange kann ich mir nicht vorstellen, dass irgend jemand Knäck aufbewahrt 😉

Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 20.12.2015: 0,04 €

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3. Adventsonntag: Lussebullar

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Es geht weiter mit Safran, schwedischer Küche und Germteiggebäck. Ich verspreche, es gibt auch bald wieder mal nichtschwedische Rezepte, aber solange wir hier heroben wohnen, muss ich einfach alles Schwedische ausprobieren!

Heute ist Luciatag, da gibt es in ganz Schweden Luciasingen, es wird mit der Familie gefeiert und ganz klassisch gibt es da zur Fika die Lussebullar, die auch Lussekatter (Luciakatzen) genannt werden – das sind kleine gelbe S-förmige Germteiggebäcke, die eben zu Lucia gebacken werden.

Hier also das Rezept für

Lussebullar

Zutaten (für ca. 50 Stück)

1 g Safran
1 TL Zucker

500 ml Milch
200 g Butter
1 Hefewürfel, frisch
1 Prise Salz
1 Ei
180 g Zucker
900 g Mehl

Rosinen
1 Ei zum Anstreichen

Zubereitung

Den Safran mit dem Zucker zermörsern.

Die Milch auf dem Herd erwärmen (nur Handwarm!!) und die Butter darin schmelzen lassen. (Kleiner Tipp: Ein Drittel der Milch nicht mit erwärmen, falls die andere Milch zu warm werden sollte, kann man sie dann mit der kalten Milch ganz einfach abkühlen) Den Safranzucker darin auflösen und den Hefewürfel hineinbröseln und auflösen.

Dann in der Küchenmaschine mit den restlichen Zutaten für 5 Minuten (per Hand ca. 10 Minuten) kneten lassen, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Für 45 Minuten an einem warmen Ort (auf dem Kühlschrank zum Beispiel) gehen lassen.

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Dann den Teig in ca. 50 Teile teilen, rollen und s-förmig zusammensetzen.

Nochmal eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, dann die Rosinen auf die gerollten Enden setzen und mit Ei bestreichen.

Im Rohr bei 200 Grad 7-10 Minuten backen lassen.

lussebullar1Dann aus dem Rohr nehmen und bis zum Genießen ganz abkühlen lassen.

Schmecken leicht süß, etwas nach Safran und passen super zur Kaffeejause! Gutes Gelingen!

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Kosten pro Stück: (Das kommt natürlich ganz auf die Qualität eures Safrans an!)
– mit Preisen vom 13.12.2015: ca. 0,17 €

2. Adventsonntag: Safranstriezel mit Mandelmassa

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Safran ist hier in Schweden, neben Kardamom und Zimt, ein sehr beliebtes Gewürz. Ganz ehrlich habe ich in Österreich nicht sonderlich viel Safran gegessen… aber hier heroben wird zumindest zu Weihnachten recht viel damit gebacken.

Als ich vor ein paar Monaten von einer persischen Kollegin meines Mannes eine riesen Packung Safran geschenkt bekommen habe, wusste ich natürlich, dass ich damit zu Weihnachten etwas backen muss.

Geworden ist es ein Striezel und ich muss sagen, ich habe mich schon lange nicht mehr so gefreut über einen Germteig wie bei diesem Striezel. Diese gelbe Farbe hat mich soooowas von aufgeheitert, das war schon sehr lustig, diesen Striezel zu backen.

Gefüllt ist er mit Zimt, Kardamom und Mandelmassa. Ich hab‘ die Mandelmassa gerollt, somit hatten wir Mandelmassa-Überraschungs-pockets, aber man kann sie auch einfach draufreiben, dann verteilt sie sich natürlich besser.

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Safranstriezel mit Zimt, Kardamom und Mandelmassa

Zutaten

1/2 g Safran und 1 TL Zucker
250 ml Milch, lauwarm
25 g Germ
1 Prise Salz
50 g Zucker
1 Ei
75 g Butter, Raumtemperatur
6-8 dl Weizenmehl

Füllung

50 g Butter
2 EL Zucker
2 TL geriebener Zimt
1 TL geriebener Kardamom
100 g Mandelmassa (Marzipan)

Zubereitung

Den Safran mit dem Teelöffel Zucker gründlich zermörsern. Dann mit der lauwarmen Milch vermischen. Die Germ in die lauwarme Safranmilch bröseln und darin auflösen lassen. Dann den Rest der Zutaten dazurühren und für einige Minuten kneten.
Teig an einem warmen Ort für 45 Minuten gehen lassen. (Zb auf dem Kühlschrank)

Für die Füllung die Butter schmelzen und den Zucker und den Zimt einrühren. Abkühlen lassen.

Dann den Teig in zwei oder drei Teile (kommt drauf an wie ihr den Striezel flechten wollt!) teilen und jeden Teil länglich ausrollen. Mit der Butter-Gewürz-Mischung auf allen Teigen bestreichen. Die Mandelmasse zu langen Würstchen formen und am Rand jeder Teigplatte legen. Dann alle Teige einzeln aufrollen.

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Striezel aus den aufgerollten Teigteilen flechten.

Ei mit Milch versprudeln und den Striezel damit bestreichen.

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Bei 180 Grad für ca. 30 Minuten im Rohr backen lassen.

Kosten:
– mit Preisen vom 3. Dezember 2015: ca. 11,25 € (Dieser Preis hängt natürlich EXTREM von der Qualität eures Safrans ab!)

Schwedische Küche: Kanelbullar

kanelbullar2Frohen Kanelbullens dag!

Falls ihr es nicht wisst, Kanelbullar sind Zimtschnecken. Und der heutige Tag ist in Schweden ganz diesen köstlichen, zimtigen Gebäcken gewidmet!

Natürlich feiern wir diesen Tag mit… warum auch nicht, wenn man dabei Zimtschnecken essen darf! Und ich wäre nicht ich, wenn ich nicht selber welche gebacken hätte.

Hier also mein etwas abgewandeltes Rezept aus „Das Schweden Kochbuch“ für

Kanelbullar (Zimtschnecken)

Zutaten (für ca. 25 Stück)

100 g Butter
400 ml Milch
50 g Germ
100 g Zucker
1 Prise Salz
ca. 800 g Mehl
Ei zum Bestreichen
Hagelzucker

Füllung

100 g Butter
6 EL Zucker
4 EL Zimt
7 Kapseln Kardamom

evt. Rosinen

Zubereitung

Die Hälfte der Milch in einem Topf mit der Butter erhitzen, sodass die Butter ganz schmilzt. Dann vom Herd nehmen und die restliche kalte Milch dazugeben. (Dann sollte das Milch-Butter-Gemisch lauwarm sein)

Die Germ zur Milch-Butter bröseln und darin auflösen. Dann mit dem Zucker und Salz vermischen und mit dem Mehl zu einem glatten Teig kneten. Ich brauche dazu immer so cirka 800 g Weizenmehl. Am Besten ihr gebt das Mehl Etappenweise dazu. Zuerst mal 500 g, dann 200 g und dann immer 100 g mehr, bis ein glatter, weicherer Teig entstanden ist. Es kommt auf euer Mehl an, wieviel ihr davon braucht. Im Originalrezept steht zum Beispiel 1-1,5 kg, das wäre bei meinem Mehl viiiiiel zu viel!

Ca. 1 Stunde an einem warmen Ort (zum Beispiel auf dem Kühlschrank) gehen lassen.

Dann das Rohr auf 230 Grad Celsius vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Für die Füllung die Butter schmelzen und den Zucker und den Zimt einrühren. Dann den Kardamom aus den Kapseln holen, im Mörser zerkleinern und auch zur Füllung mischen.

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Den Teig in zwei Teile teilen und jeweils auf einem bemehlten Brett rechteckig ausrollen. Mit der Füllung bestreichen, einrollen und in 1,5 cm dicke Teile schneiden. Alle Schnecken auf die vorbereiteten Backbleche setzen, mit dem Ei bestreichen, noch einmal etwas flachpressen und im Rohr bei 230 Grad Celsisus für ca. 8 Minuten backen.

Dann aus dem Rohr nehmen und ganz auskühlen lassen und genießen! Yummie!! (Warm sind sie sehr weich, aber kalt perfekt!)

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Kosten pro Stück (bei 25 Stück):
– mit Preisen vom 03.10.2015: ca. 0,14 €