Schwedische Küche: Kanelbullar

kanelbullar2Frohen Kanelbullens dag!

Falls ihr es nicht wisst, Kanelbullar sind Zimtschnecken. Und der heutige Tag ist in Schweden ganz diesen köstlichen, zimtigen Gebäcken gewidmet!

Natürlich feiern wir diesen Tag mit… warum auch nicht, wenn man dabei Zimtschnecken essen darf! Und ich wäre nicht ich, wenn ich nicht selber welche gebacken hätte.

Hier also mein etwas abgewandeltes Rezept aus „Das Schweden Kochbuch“ für

Kanelbullar (Zimtschnecken)

Zutaten (für ca. 25 Stück)

100 g Butter
400 ml Milch
50 g Germ
100 g Zucker
1 Prise Salz
ca. 800 g Mehl
Ei zum Bestreichen
Hagelzucker

Füllung

100 g Butter
6 EL Zucker
4 EL Zimt
7 Kapseln Kardamom

evt. Rosinen

Zubereitung

Die Hälfte der Milch in einem Topf mit der Butter erhitzen, sodass die Butter ganz schmilzt. Dann vom Herd nehmen und die restliche kalte Milch dazugeben. (Dann sollte das Milch-Butter-Gemisch lauwarm sein)

Die Germ zur Milch-Butter bröseln und darin auflösen. Dann mit dem Zucker und Salz vermischen und mit dem Mehl zu einem glatten Teig kneten. Ich brauche dazu immer so cirka 800 g Weizenmehl. Am Besten ihr gebt das Mehl Etappenweise dazu. Zuerst mal 500 g, dann 200 g und dann immer 100 g mehr, bis ein glatter, weicherer Teig entstanden ist. Es kommt auf euer Mehl an, wieviel ihr davon braucht. Im Originalrezept steht zum Beispiel 1-1,5 kg, das wäre bei meinem Mehl viiiiiel zu viel!

Ca. 1 Stunde an einem warmen Ort (zum Beispiel auf dem Kühlschrank) gehen lassen.

Dann das Rohr auf 230 Grad Celsius vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Für die Füllung die Butter schmelzen und den Zucker und den Zimt einrühren. Dann den Kardamom aus den Kapseln holen, im Mörser zerkleinern und auch zur Füllung mischen.

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Den Teig in zwei Teile teilen und jeweils auf einem bemehlten Brett rechteckig ausrollen. Mit der Füllung bestreichen, einrollen und in 1,5 cm dicke Teile schneiden. Alle Schnecken auf die vorbereiteten Backbleche setzen, mit dem Ei bestreichen, noch einmal etwas flachpressen und im Rohr bei 230 Grad Celsisus für ca. 8 Minuten backen.

Dann aus dem Rohr nehmen und ganz auskühlen lassen und genießen! Yummie!! (Warm sind sie sehr weich, aber kalt perfekt!)

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Kosten pro Stück (bei 25 Stück):
– mit Preisen vom 03.10.2015: ca. 0,14 €

Mein erstes Synchronbacken: Buttermilch-Toastbrot

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Vielleicht kennt ihr es, ich habe es auf jeden Fall schon öfter verfolgt, aber noch nie selbst Zeit gehabt, mitzumachen: Das Synchronbacken, das Zorra vom Kochtopf und Sandra von from-snuggs-kitchen organisieren. (Ich bin wieder mal spät dran, da mein Internet seit Montag nicht funktioniert hat, das Backen fand am Freitag/Samstag statt.)

synchronbacken September 2015Im Prinzip funktioniert die Aktion so, dass die beiden Damen ein Brotrezept aussuchen, ein Termin festgelegt wird und dann alle, die Teilnehmen möchten, zur gleichen Zeit dieses Rezept in der Originalform oder abgewandelt backen. Das ist sehr praktisch, da man so immer über die social media Kanäle unter dem Hashtag „synchronbacken“ Fragen stellen kann und auch nachsehen kann, wie der Teig etc. aussehen sollte und wie es den anderen denn so geht. Seeeehr praktisch!

Das diesmalige Rezept stammte von Zorra selbst und ist ein Buttermilch-Toastbrot. Mein allererstes Toastbrot, obwohl ich schon oft selber eines backen wollte, weil mir die blöde Toastbrotkauferei auf den Wecker geht. Das ist erstens immer total wabrig und zweitens wird’s total schnell schlecht und steinhart. Naja. Da kam mir das Synchronbacken natürlich grade recht!

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Ich hatte eigentlich keinerlei Probleme mit dem Rezept und das Brot ist großartig geworden! Wir hatten Besuch und haben es getoastet zu Lachs gegessen – ein Traum! Wird bald wieder gebacken!

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{schwedisch} Västerbottenpaj

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Ende August, Anfang September feiern die Schweden „Kräftskiva“, zu Deutsch „Krebsenfest“. Da werden Signalkrebse gegessen, gesungen, getrunken und einfach gefeiert. Zu der Zeit deshalb, weil man früher Krebse nur ab Mitte August fangen durfte. Und zu diesem Fest gehört eben auch der Västerbottenpaj, eine Tarte mit schwedischen Käse aus der Provinz Västerbotten. Dieser Käse, den ich bei meinem letzten Eintrag schon erwähnt habe, ist ähnlich dem Parmesan ein würziger Hartkäse, der einen einzigeartigen Geschmack hat, aber den meine Familie einfach wie Parmesan verwendet. Das funktioniert sehr gut!

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Wo war ich? Ach ja. Beim Västerbottenpaj. Diese Tarte ist sehr einfach und gehört zu jedem Kräftskiva dazu.

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Das Rezept stammt aus „Das Schweden Kochbuch“ von Margareta Schildt Landgren

Västerbottenpaj

Für eine Tarteform mit 24 cm Durchmesser

Zutaten

120 g Mehl
100 g Butter
150 g Västerbottenkäse
3 Eier
200 g Schlagobers
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Rohr auf 230 Grad vorheizen.

Das Mehl mit der zimmerwarmen Butter zu einem Teig kneten. Kurz im Kühlschrank rasten lassen, dann ausrollen und in die Tarteform legen. Im Rohr für ca. 10 Minuten blind backen. Aus dem Rohr nehmen und etwas auskühlen lassen.

Den Käse reiben und mit den Eiern und dem Schlagobers vermengen. Etwas salzen und pfeffern und dann in den blind gebackenen Teig gießen.

Das Ganze noch mal für ca. 20 Minuten im Rohr backen lassen, so lange, bis die Oberseite schon mittelbraun geworden ist! (Das hätte ich fast übersehen!)

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Kosten pro Stück (bei 8 Stück)
mit Preisen vom 5.9.2015: ca. 0,38 €

Vegan: {Mango-Kokos-Schnitte}

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Mein Sohn ist am Wochenende 3 Jahre alt geworden! Huuui! Wie genau ist das passiert und wo ist die Zeit hingekommen?

Auf jeden Fall hab‘ ich ihn schon vor längerer Zeit gefragt, welchen Kuchen er denn zum Geburtstag haben möchte und er hat JEDES MAL über Wochen hinweg „Einen Kuchen mit Mango!“ geantwortet. Tja. Damit hab‘ ich ja erstmal gar nicht gerechnet. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass irgendetwas mit Schokolade gewünscht wird. Okaaaaaaay. Was mit Mango also. Hm.

Die ersten Mangotorten für die Geburtstagsparty waren nicht vegan und sind leider beim ersten Versuch nicht ganz so fest geworden wie gewünscht. (überarbeitetes Rezept folgt) Der zweite Kuchen, den ich an seinem eigentlichen Geburtstag machen wollte, musste aber vegan sein, da wir vegan lebende Gäste erwarteten. Da ist mir eingefallen, dass in dem vegetarischen Restaurant, in dem ich früher im Service gearbeitet habe, die Mango-Kokos-Schnitte immer DER Renner war. Leider kenne ich da halt das Rezept nicht (und auch wenn ich es kennen würde, dürfte ich es nicht verraten) aber ich hab‘ versucht, mich irgendwie an das Original heranzutasten. (Was schwierig ist, weil dort unglaublich gut vegan gebacken wird!!!)

Meine Version schmeckt zwar etwas anders, aber ich finde, sie ist mir dennoch sehr gut gelungen!

Mango-Kokos-Schnitte

Zutaten

Kuchenboden

etwas Pflanzenöl

250 g Mehl
200 g Zucker
200 ml kaltes Wasser
75 ml Pflanzenöl
4 EL gehäuft, Backkakao
2 TL Backpulver
1 TL Salz
1 Dose/Packung Kichererbsen, das Abtropfwasser davon

Kokosmasse

300 ml Kokosmilch
200 ml Hafermilch
3 EL Zucker
350 g Kokosett

500 ml Hafermilch
40 g Stärkemehl

Mangospiegel

Agar Agar (meines war für 500 ml Flüssigkeit)
600 ml Mangosaft

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Zubereitung

Kuchenboden

Das Rohr auf 180°C vorheizen und eine feuerfeste Backform (meine ist aus Glas, das geht dann gut zum Schneiden) mit Pflanzenöl auspinseln.

Das Kichererbsenwasser auffangen und mit 1 EL Zucker für ein paar Minuten mit der Küchenmaschine oder dem Mixer aufschlagen. (Wird ein bisschen weniger fest als Eischnee)

Alle Zutaten für den Kuchen zusammenmischen, gut verrühren, sodass eine homogene Masse entsteht und dann den Kichererbsenschnee drunterziehen. Schnell in die vorbereitete Kuchenform füllen und für ca. 1 Stunde backen.

Dann aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Kokosmasse

Die Kokosmilch mit der Hafermilch und 3 EL Zucker erhitzen, dann das Kokosett einrühren und so lange köcheln bzw. ziehen lassen, bis die Masse fester geworden ist.

Dann in einem anderen Topf 400 ml der Hafermilch erhitzen. Die anderen 100 ml mit dem Stärkemehl glatt rühren und dann in die heiße Hafermilch einrühren und so lange köcheln lassen, bis ein schön dicklicher Pudding entstanden ist. (Aber bitte nicht anbrennen lassen!)

Wenn der Pudding fertig ist, unter die Kokosettmasse ziehen und dann das Ganze auf dem Kuchenboden verteilen. Schön glatt streichen und den Kuchen kühl stellen.

Mangospiegel

Wenn der Kuchen einigermaßen abgekühlt ist, kann man mit dem Mangospiegel beginnen.

Dafür ganz einfach den Agar Agar mit 500 ml des Mangosaft vermischen, mindestens 2 Minuten lang in einem Kochtopf aufkochen lassen (Das ist wichtig, damit der Agar Agar schmilzt und sich mit dem Saft vermischt. Durch die 2 Minuten Kochzeit wird sicher gestellt, dass ihr die für das Schmelzen benötigten 95°C erreicht. Sonst habt ihr dann nachher Saft auf dem Kuchen), die restlichen 100 ml Saft dazuleeren, vorsichtig auf den kühlen Kuchen leeren und kühl stellen.

Tja, und wenn der Agar Agar dann fest geworden ist (bei 45°C wird er fest) kann man den Kuchen auch schon servieren! Schmeckt echt lecker!

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Kosten pro Stück (bei 20 Stück):
– mit Preisen vom 19.06.2015: ca. 0,40 €