Rindereintopf mit Most und Birnen

Ich komme aus einer großen Familie. Und wenn ich so drüber nachdenke, waren fast alle meine Vorfahren Bauern. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass noch immer einige meiner Onkel und Tanten selber Bauernhöfe haben und so köstliche Dinge wie Lamm, Gans, StyriaBeef, Mangalitzaspeck, Dirndlschnaps, Topfen, Eier etc. produzieren! Unter anderem macht ein Onkel supergute Säfte und Most.

Diesen Most hab‘ ich nun ein einem Eintopf verarbeitet, inklusive Birnen und Rindfleisch. Angelehnt ist die Zubereitung des Eintopfes an ein „Stew“-Rezept von Delia Smith aus ihrem Buch „Delia’s complete cookery course“.

Für mich das perfekte Herbst/Winteressen!

Rinder- Birnenmosteintopf

Zutaten (für 4 Personen)

2 EL Schmalz
1 kg Gulaschfleisch
2 Zwiebel
2 Karotten
2 Pastinaken
2 Peterwurzen
2 Birnen
1 EL Mehl
250 ml Birnenmost
250 ml Suppe (oder 1/2 Suppenwürfel + 250 ml Wasser)
etwas Thymian
1 Lorbeerblatt
5 Pfefferkörner
Salz

Zubereitung

Das Fleisch in ca. 2×2 cm große Würfel schneiden.
Das Gemüse waschen, schälen und in daumendicke Würfel schneiden. (Oder so, wie ihr wollt. Ich habe die Pastinaken zum Beispiel in längliche Stifte geschnitten) Zur Seite stellen. Die Birnen schälen, entkernen und auch in Stücke schneiden.

Das Schmalz in einem großen Topf erhitzen und dann das Fleisch portionsweise schön dunkelbraun darin anbraten. Nicht zu viel Fleisch auf einmal anbraten, sonst dünstet es so vor sich hin und es soll bei diesem Schritt wirklich, wenn geht, schön bräunen. Sonst hat der Eintopf nachher keine so schöne Farbe.
Jede Portion nach dem Anbraten auf einem Teller rasten lassen.

Wenn alles Fleisch angebraten wurde, den geschnittenen Zwiebel anrösten lassen, dann das Wurzelgemüse dazugeben und auch ein paar Minuten mitrösten lassen.

Wenn alles schön hellbraun geworden ist, mit 1 EL Mehl stäuben, gut umrühren, sodass das Mehl kurz mitrösten kann, dann mit dem Most aufgießen. Kurz aufkochen lassen, dann die Suppe dazuleeren, die Gewürze und Kräuter dazugeben (alles außer Salz), die Birnen und das Fleisch auch in den Topf geben, umrühren, Deckel drauf und für 2-3 Stunden unter gelegentlichem rühren köcheln lassen.

Wenn nach 2-3 Stunden das Fleisch schön mürbe geworden ist, den Eintopf nach Geschmack mit Salz würzen.

Nun kann auch schön serviert werden! Schmeckt supergut mit Kräuterspätzle! Guten Appetit!

 

P.S.: Wenn man möchte, kann man den Saft separat in einem Kännchen servieren.

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 8.10.2013: ca. 1,87 €

Türkisch kochen: Gözleme

Vor einigen Wochen habe ich im Internet die Show „Masterchef Australia“ entdeckt, eine unglaublich nette Kochshow, bei der niemand angeschrien oder niedergemacht wird. Bei dieser Show ist mir schon einige Male dieses Gericht aufgefallen – Gözleme sind türkische, gefüllte Teigtaschen. Ich erhebe natürlich keinen Anspruch auf Authentizität, da ich sie noch nie vorher gegessen habe, aber sie sind sehr gut geworden! Da mein Freund endlich wieder mal etwas mit Fleisch haben wollte, sind sie mit Faschiertem gefüllt.

Hier also das Rezept für Gözleme, Quelle gibt’s keine, da ich es mir aus ca. 10 verschiedenen Rezepten zusammengeschustert habe. Die Taschen sind seeeehr groß, das heißt, eine genügt für eine Person. (Außer ihr habt RIESEN Hunger)

Gözleme

Zutaten (für 4 Personen)

für den Teig
500 g Mehl
300 g Milch
1/2 TL Salz
150 ml Öl
1 Würfel Germ
100 ml Wasser (lauwarm)

für die Füllung
1 Zwiebel
600 g Faschiertes
1 EL Thymian (gerebelt)
1 EL Petersilie (geschnitten)
2 Tomaten
1 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Öl

Zubereitung

Die Milch erwärmen, bis sie lauwarm ist, dann den Hefewürfel darin auflösen. Danach alle Zutaten zusammenmischen und kurz kneten, bis ein recht öliger, weicher, glatter Teig entstanden ist. An einem warmen Ort für ca. 1/2 Stunde gehen lassen. (Oder so lange, bis die Germteigschüssel aufgegangen ist)

Während der Teig geht, den Zwiebel schälen und klein schneiden. In einer Pfanne goldgelb anbraten, danach das Faschierte dazugeben und würzen. Die Kräuter dazugeben und weiterrösten lassen. Das Tomatenmark hinzugeben und gut umrühren.
Die Tomaten waschen, vom Strunk befreien und in kleine Würfel schneiden – dann auch zum Fleisch geben und so lange rösten lassen, bis das meiste Wasser der Tomaten verdunstet/verkocht ist. Dann nochmal mit Salz und Pfeffer würzen, die Pfanne vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Wenn der Teig aufgegangen ist, nochmal kneten und in 4 Teile teilen (wenn ihr kleinere Taschen wollt, könnt ihr den Teig natürlich auch in mehrere Teile aufteilen), das geht am Besten, wenn man ihn schneidet.

Die einzelnen Teile dann zu einer Kugel formen und mit dem Nudelholz auswalken, bis sie ca. so groß wie ein Fleischteller sind (geht natürlich auch dünner, dann sind die Taschen eben noch größer) Dann mit der Fleischfülle füllen, in die Hälfte falten und die Ränder gut zumachen.

Eine Pfanne mit Öl erhitzen (nicht zu heiß! sonst verbrennen die Taschen außen und innen sind sie noch roh!) und die gefüllten Taschen langsam braten, bis der Teig durch ist (Dauert relativ lange). Natürlich kann man die Teigtaschen auch im Rohr machen, dann das Rohr auf 180°C vorheizen und die Taschen für ca. 30 min backen lassen.

Wenn die Taschen fertig gebraten oder gebacken sind, mit Salat servieren und genießen! Mmmmh!

Kosten pro Stück (bei 4 Stück):
– mit Preisen vom 20.Juli 2012: ca. 1,21 €

Pikant! Salami-Muffins

Also süße Muffins kennt doch wirklich mittlerweile jeder. Man bekommt sie bei Feiern, beim Bäcker, einfach überall und mit jedweder Füllung und Teig zu kaufen.

Pikante Muffins jedoch sind nicht so bekannt. Dabei sind sie ein suuuuper Essen für Picknicks, Reisen, Festivals, oder einfach nur als Snack für Zwischendurch!

Nun gut, heute zeige ich euch mal, wie man Salami-Muffins machen könnte – damit mein Muffinblech auch wieder mal zum Einsatz kommt ;o)

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Neue Inspiration: Blutwurst- Nektarinenpizza

Ich hole mir meine Koch-Ideen aus den verschiedensten Quellen. Gut, zugegeben, das Internet ist eine der größten Ideenquellen, die es gibt, aber auch in meinen vielen Kochbüchern und Zeitschriften finde ich ganz tolle Sachen. Und mindestens genauso oft schwirrt mir einfach irgendwas im Kopf herum, dass ich dann einfach ausprobieren muss.

Die neueste Ideenquelle (für mich zumindest) ist eine Zeitschrift, deren Zielgruppe ich eigentlich gar nicht bin. Beef ist eigentlich ein Kochmagazin für Männer, das mein Freund (und alle Männer, denen man es in die Hand gibt) unglaublich gerne liest. Es ist nicht nur unglaublich witzig geschrieben und nutzt alle Klischees, die es in der Küche gibt, aus, nein, die Redakteure bringen auch noch wirklich pfiffige und manchmal auch recht mutige Rezept-Ideen!

Nun denn, dieses Mal aus Beef 02/2011 (Die Rezepte sind auch online downloadbar – das nenne ich mal ein nettes Magazin!) die

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