Altbrot recycled: Russischer Brotkwass

Die Russen haben wirklich interessante Gerichte! Von Bortschtsch über Blinis bis hin zum Kwass… da gibt es für mich noch viel zum Ausprobieren.

Kwass ist ein Hefe-Brotgetränk. Die Russen trinken es anscheinend sehr sehr gerne im Sommer, weil es schön prickelt und erfrischt, es nahrhaft ist und wegen dem recht niedrigen Alkoholgehalt. Mein Fall ist es nicht wirklich, aber nur, weil ich den Hefegeschmack nicht wirklich mag. Sei es wie es sei, ausprobiert habe ich es auf jeden Fall und es ist nicht schlecht, aber ich würde es nicht jeden Tag trinken wollen.

Kwass

Zutaten (für 2 Liter)

3 Scheiben Roggenbrot (ca. 200-250 g)
100 g Zucker
25 g Hefe (frische)
2 l Wasser
wenn gewünscht: eine handvoll Rosinen

Zubereitung

Das Roggenbrot im Ofen trocknen (oder schon bereits trockenes Roggenbrot verwenden) Wenn es trocken ist, in kleine Stücke brechen, in einen Topf geben und mit 2 l kochendem Wasser übergießen und zugedeckt ca. 6 Stunden ziehen lassen. Dann die Hefe in ein wenig lauwarmen Wasser auflösen und mit dem Zucker vermischen. Das Brotgemisch abseihen und die Flüssigkeit in einem Topf oder Krug auffangen. Mit Wasser wieder auf 2 l auffüllen, da das Brot sehr viel vom Wasser aufsaugt. Das Hefegemisch dazugeben und ca. 12 Stunden an einem warmen Platz gären lassen.

Dann den fertigen Kwass in Flaschen füllen und kühl stellen. Nach etwa 4 Tagen ist der Kwass fertig.

Ich werde das Getränk noch einmal nach einem anderen Rezept versuchen und halte euch auf dem Laufenden, ob es mir besser geschmeckt hat.

Kosten pro Liter:
– mit Preisen vom 30.03.2011: 0,30 €

Meine Lieblingstasse

Oooooh, diese Aktion gefällt mir so gut, dass ich natürlich darüber berichten muss!

Vielleicht hat ja schon jemand das kleine Bildchen meiner Lieblingstasse rechts ->
in der Navigationsleiste gesehen? Nein? Na dann zeig ich’s euch jetzt halt noch einmal!

Eigentlich gehört sie ja meinem Freund, aber ich habe sie vor ein paar Jahren „gekidnapped“ sozusagen. Sie war ein Geschenk meiner „Schwiegermutter“, die uns immer total tolle Sachen schenkt!

Dieses bunte „Heferl“, wie man bei uns in Österreich sagt, muntert mich jeden Tag auf, auch wenn es draußen kalt und grau ist. Blauer Himmel, Bäume, Häuser, Kinder und Fische – da ist gute Laune vorprogrammiert! Sogar auf der Innenseite schwimmen ein paar lustige Fische herum!

Da ich fast nie Kaffee trinke, kommt in diese Tasse eigentlich nur Tee. Am liebsten Schwarztee, Kräutertees bin ich jedoch auch nicht abgeneigt.

Warum erzähl ich euch das alles? Nun, bei Peggy Schatz auf multikulinarisch.es gibt es etwas zu gewinnen wenn man ein Bild seiner Lieblingstasse einschickt! Macht doch mit, ich finde das eine wirklich sehr herzige Aktion!

Karelische Piroggen – Karjalaanpiirakka

Ich habe schon einmal von meinem Schüleraustausch nach Finnland erzählt. Ich kann mich an nicht mehr recht viel erinnern, als ans Essen und die ein oder andere Sehenswürdigkeit. Die Gerichte, die mir in Erinnerung blieben, waren die Fischsuppe, Elchlasagne, Pulla, Rentiergulasch, Moltebeerenmarmelade und diese Piroggen. Ich habe lange nach dem Rezept gesucht, da mir der Name nicht mehr eingefallen ist (und ich dämlicherweise die Rezepte nicht mehr finde) Aber jetzt habe ich es eeeeeendlich gefunden! Lustigerweise steht das Rezept sogar auf Wikipedia… zwar mit sehr merkwürdigen Angaben (300°C?????)… aber es ist dort einzusehen.

Karelische Piroggen sind nicht sonderlich stark gewürzt, da sie wie Brot genutzt werden und erst das Dazugegessene wirklich den Geschmack bringt. Man isst traditionell dazu Eiaufstrich (oder was euch beliebt). Gefüllt sind sie entweder mit Reis oder mit Kartoffeln. Hier verwende ich Reis, denn so habe ich sie auch in Finnland bekommen. Wir haben sie damals in lauwarme Milch getunkt… das kommt mir zwar heute sehr merkwürdig vor, aber so wurde es uns erklärt!

Hier also das Rezept für

Karjalaanpiirakka

Zutaten

Teig
150 g Roggenmehl
100 g Weizenmehl
200 ml Wasser
1 TL Salz

Reisfülle
1 Tasse Reis
1 Tasse Milch
1 Tasse Wasser
1 TL Salz

Anstrich
25 g Margerine
1 Schuss Wasser

Eiaufstrich
2 Eier
1 EL Mayonnaise
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Eier hart kochen.

Den Reis mit der Milch, dem Wasser und dem Salz so lange köcheln lassen, bis alle Flüssigkeit vom Reis aufgenommen worden ist. Dann ausschalten und noch etwas ziehen lassen. Währenddessen das Roggenmehl mit dem Weizenmehl, dem Wasser und dem Salz zu einem festen Teig verkneten und kurz rasten lassen. Nun ein Backblech mit Backpapier belegen und das Rohr auf 180°C vorheizen lassen. Den Teig in 8 gleiche Stücke teilen. Nun alle Stücke in dünne, ovale Scheiben ausrollen und je 1,5 EL Reis in die Mitte setzen. Dann die Piroggen wie im Bild gezeigt fertig formen. Die Margerine mit dem Schuss Wasser erwärmen, bis sie geschmolzen ist und dann mit dem Margerine-Wasser-Mix den Teig der Piroggen bestreichen und den Rest der Flüssigkeit über die Reisfülle träufeln/gießen. Dann ins Rohr geben und mit 180°C für 15 Minuten backen lassen.

Die Eier schälen und klein hacken. Mit der Mayonnaise mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dieser Aufstrich wird zu den Karelischen Piroggen gereicht.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass diese Piroggen auch gut mit süßen Reis schmecken, oder wenn man sie mit Käse überbäckt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Kosten pro Stück:
– mit Preisen vom 24. März 2011 bei 8 Stück: 0,18 €

Kokos- Zitronenmuffins

Was tut man, wenn durch einen Misserfolg die Pläne für die nächste Zeit alle flach fallen, zusätzlich der Freund für 3 Monate in ein anderes Land geht und man auf einmal ganz allein mit seinen Gedanken in seiner Wohnung sitzt?

Genau – man bäckt! Auch wenn jetzt gerade Fastenzeit ist. Es sind ja eh nur kleine Muffins…

Ich will ehrlich sein. Ich bin kein großer Fan von Kokosraspeln. Die mag ich eigentlich gar nicht. Das Gefühl beim Reinbeißen in die Dinger… *schüttel* und dass sie immer zwischen den Zähnen hängen bleiben… nein, sie sind wirklich nicht mein Fall. In diesen Muffins stören sie mich jedoch überhaupt nicht! Die Zitrone macht irgendwie alles besser!

Kokos- Zitronenmuffins

Zutaten

150 g Mehl
1 TL Backpulver
90 g Kokosraspeln
125 g Margerine
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Eier
1 Bio-Zitrone (Saft und Schale davon)

Zubereitung

Das Rohr auf 150°C vorheizen und das Muffinblech entweder mit Papierformen auslegen oder Buttern und bemehlen.
Die Margerine in einem Topf auf niedriger Stufe erwärmen und verflüssigen. Dann abkühlen lassen.
Das Mehl, die Kokosraspeln und das Backpulver in einer Schüssel vermischen. In einer anderen Rührschüssel die verflüssigte Margerine mit dem Zucker, Vanillezucker, den Eiern, dem ausgepressten Saft und der abgeriebenen Schale der Zitrone gut vermixen, bis eine homogene, cremige Masse entstanden ist. Dann den Mehlmix dazumixen.
Den Teig danach sofort in die Form füllen und 30-35 Minuten bei 150°C im Rohr backen.

Preis pro Stück
– mit Biopreisen vom 22.März 2011 für 12 Stück: 0,25 €