Kürbis-Apfelkuchen mit Knusperkruste

Die vielen Kürbisse in meinem Kühlschrank wollen aufgebraucht werden. Und ganz ehrlich – wir haben schon ein bisserl zu viel Kürbissuppe gegessen dieses Jahr. Langsam reicht’s. Es gibt schlimmere Probleme, die man haben kann, ich weiß – ABER aus diesem Grund musste ich andere Verarbeitungsweisen für unsere Kürbisse finden.

Ich habe ja einige süße Kürbisrezepte auf dem Blog, die Kürbisschnitten vom letzten Post zum Beispiel, dann die süßen Apfel-Kürbistaschen vom letzten Jahr und die Kürbismuffins aus dem Jahr 2011, um nur einige zu nennen.
Aber so einen richtigen Kürbiskuchen hatte ich noch nicht gebacken. Nach einiger Webrecherche wurde ich auf der lecker Seite fündig. (Keine Werbung, aber ganz einfache Verlinkung 😉 ) Es hat zwei Versuche gebraucht, bis ich das Rezept verstanden habe und es mit meinem Herd und meinen Zutaten funktioniert hat. Das heißt ich musste es etwas umschreiben. Aber es funktioniert jetzt 😉

Hier meine Version des

Kürbis-Apfelkuchen mit Knusperkruste

Zutaten

Für die Knusperkruste

125 g Mehl
100 g Mandelkerne
50 g Zucker
1 TL Zimt, gemahlen
75 g Butter
2 EL Honig

Für den Teig und die Füllung

125 g Mehl
100 g Zucker
125 g Butter
200 g geriebener Kürbis (Hokkaido, Delicata oder Kabocha eignen sich gut)
2 Eier (Größe L)
75 g Speisestärke
2 TL Backpulver

Für die Apfelschicht

750 g Äpfel
2 EL Zitronensaft

Salz, Öl

Zubereitung

Falls noch nicht geschehen, Kürbis schälen, Kerne ausschaben und das Kürbisfleisch reiben. Wir brauchen 200 g davon.

Eine Springform mit Backpapier auslegen oder befetten und bemehlen.

Rohr auf 150°C Umluft vorheizen.

Für die Apfelschicht: Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, in Spalten schneiden, mit Zitronensaft beträufeln, umrühren und kurz zur Seite stellen.

Für die Knusperkruste: Die Mandeln klein hacken. Dann die Butter bei mittlerer Hitze in einem Topf auf dem Herd schmelzen lassen und 2 EL Honig dazugeben. Dann mit den Mandeln, dem Zucker und dem Mehl vermischen und so lange rühren, bis eine Art Crumble/Brösel enstanden ist. Zur Seite stellen.

Für den Teig: Die Butter mit dem Zucker flaumig rühren. Dann nacheinander die Eier einrühren bis die Masse schön cremig ist.
Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver vermischen.
Das Butter-Zucker-Ei mit der Mehl-Backpulver-Stärke und dem geriebenen Kürbis glattrühren.

Die Masse in die Springform füllen und glatt streichen. Die Äpfel darauf schichten und schlussendlich die Knusperkruste drauf verteilen.

Für 50-60 min im Rohr backen. (Vorsicht, dass die Knusperkruste nicht anbrennt!) Da die Apfelschicht natürlich schön weich und saftig ist, ist die Stäbchenprobe etwas schwierig, funktioniert natürlich aber dennoch.

Auskühlen lassen und genießen! Ich liiiiiebe die Knusperkruste! Das ist die Beste, die ich je gegessen habe!

Kosten pro Stück (bei 12 Stück):
– mit Preisen vom 28.Oktober 2020: ca. 0,45 €

Leise backen: Graham-Apfelkuchen mit Spekulatius

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Habt ihr schon mal mit Grahammehl gebacken? Nein? Ich eigentlich bevor ich nach Schweden gekommen bin auch nicht. Aber da die Mehlsituation hier oben ganz anders ist als bei uns in Österreich, (Hier gibt’s keine Typen, ich musste mich durch alles durchprobieren) hab‘ ich einfach nach und nach alles ausprobiert, was es so im Angebot gibt. Und da es in meinem Supermarkt (der ein RIESIGER Supermarkt ist) nur ein einziges Vollkornmehl gibt (Waaaaaaas?) hab‘ ich natürlich auch Grahammehl ausprobiert. Warum ich das in Österreich nie gekauft hab‘, weiß ich nicht, ich mag es auf jeden Fall recht gerne!

Grahammehl ist eigentlich Vollweizenschrot und wie der Name „Schrot“ schon sagt, ist es ein recht grobes Mehl. Ich mische meisten Grahammehl und Weizenmehl oder ein anderes Mehl, aber bei diesem Kuchen hab‘ ich 100% Grahammehl verwendet, und es schmeckt „Bombe“, wie mein Bruder, der ja in Berlin lebt, zu sagen pflegt 😉 Und das Spekulatiusgewürz bringt noch eine winterliche Note dazu. Super!

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Hier also mein Rezept für

Graham-Apfelkuchen

Zutaten (für eine Kastenform)

250 g Grahammehl
200 g Zucker
1 TL Backpulver
½ TL Salz
1 TL Zimt
1 TL Spekulatiusgewürz

60 g Öl
2 Eier
130 Apfelmus
2 Äpfel

Zubereitung

Das Rohr auf 180°C vorheizen und eine Kastenform entweder befetten und bemehlen oder mit Backpapier auslegen.

Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.

Die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver und Gewürze) in einer Schüssel mit einem Schneebesen verrühren und nach und nach die feuchten Zutaten untermischen. Wenn eine schön homogene Masse entstanden ist, die Äpfel unterheben und alles in die Form füllen.

Bei 180°C ca. 45 min im Rohr backen.

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Kosten pro Kuchen:
– mit Preisen vom 23.09.2014: ca. 2,83

Kindheitserinnerungen: Gedeckter Apfelkuchen

Meine Mama ist eine unglaublich gute Köchin. Nicht nur, dass sie ohne Probleme um 6 Uhr in der Früh für uns (und meine beste Freundin) als Schuljause frische Schnitzelsemmeln gemacht hat, hat sie auch so ziemlich jede Woche gebacken. Die köstlichsten Süßspeisen kamen (und kommen) aus unserer Küche. Von Cremeschnitten über Schaumrollen, Sachertorte, Biskuitrouladen, Bananenschnitten, Erdbeercharlotte… ja, das alles durften wir essen! (Sie hat zwar immer um 20:15, genau zum Hauptabendprogramm, zu Mixen begonnen, aber wer wird denn auf sowas herumreiten)

Unter anderem hat sie auch öfter, zur Apfelverwertung, einen gedeckten Apfelkuchen gebacken. Und der ist es, den ich mir zum Verschicken für die Post aus meiner Küche-Aktion ausgesucht habe. Natürlich hat meine Mama immer gleich ein ganzes Blech gebacken und nicht so kleine Küchleins wie ich, aber ich find‘, die schauen total süß aus und sind, wie schon gesagt, eben leichter zu verschicken!

Gedeckter Apfelkuchen

Zutaten für 6 kleine Kuchen

Für den Teig

0,3 kg Mehl
12,5 dag Staubzucker
15 dag Butter
2 kleine Eier
0,5 Vanillezucker
0,5 Backpulver

Für die Fülle

ca. 3-4 Äpfel
1 EL Zucker
1/2 Zitrone

6 TL Vanillezucker
6 TL geriebene Mandeln

Zubereitung

Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse ausstechen und in dünne Scheiben schneiden. Dann in Wasser mit 1 EL Zucker und Zitrone weichdünsten. Wenn die Apfelscheiben weich sind, aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen.

Das Mehl und den Staubzucker in eine Schüssel sieben. Dann die Butter hinzugeben und mit den Fingern so lange bearbeiten, bis eine feinbröselige Masse entstanden ist. Jetzt mit einem Mixer die Eier und das Backpulver dazumischen, bis ein weicher, aber homogener Teig entstanden ist. Im Kühlschrank oder Gefrierschrank für einige Zeit rasten lassen.

Die Formen buttern oder einölen und mit Mehl stauben.

Den Teig aus dem Kühlschrank  nehmen und dünn ausrollen. Dann die 6 Formen füllen und 6 Deckel ausstechen. (Der Boden sollte dicker als der Deckel sein)

Die Teige mit den weich gekochten Apfelscheiben füllen, je 1 TL Vanillezucker und 1 TL geriebene Mandeln daraufstreuen, mit einem Deckel schließen und gut andrücken. Den Teigdeckel mit einer Gabel einige Male einstechen und mit Eigelb bestreichen.

Bei 150-180°C für 30 min im Rohr backen.

Kosten pro Stück:
– mit Bio-Preisen vom 02.04.2013: ca. 0,64 €

Russischer Apfelkuchen

Wenn ich eine Reise mache, dann informiere ich mich exzessiv. Ich recherchiere über die Natur, die Kultur, das Essen etc. so lange, bis ich ein klares Bild davon habe, wie es an meinem Reiseziel ungefähr aussieht.

Nun ja, mittlerweile mache ich das auch schon, wenn jemand aus meinem direkten Umfeld irgendwo hin reist. Und da mein Freund bald für längere Zeit in Russland sein wird, beschäftige ich mich zur Zeit intensivst mit diesem riesigen, wunderschönen Land.

Dieser Apfel – Rührkuchen, auf russisch „Scharlotka s jablokami„, ist ein einfacher, aber nichts desto trotz sehr fluffiger und schmackhafter Kuchen zum Tee oder Kaffee. Auch ein sehr guter Weg, um Äpfel aufzubrauchen!

Zutaten:

4 Eier
150 g Zucker (ich verwende Feinkristallzucker)
4 EL Apfelmus
200 g Mehl
450 g Äpfel (geschält und Kerngehäuse entfernt)

Zubereitung:

Die Äpfel schälen und das Kerngehäuse entfernen. Dann die Äpfel in kleine Stücke schneiden.

Die Kuchenform vorbereiten indem man sie entweder einfettet und mit Semmelbrösel bestreut oder indem man sie mit Backpapier auslegt. Das Rohr auf 180°C vorheizen.

Die Eier mit dem Mixer (ich verwende bei diesem Kuchen die höchste Stufe meines Mixers) schaumig rühren. Dann nach und nach den Zucker einrühren, sodass eine schön cremige Masse entsteht. Dann Löffel für Löffel das Apfelmus unterrühren.
Danach Löffel für Löffel das Mehl einrühren. Wenn das alles geschehen ist, die geschnittenen Äpfel mit einem Löffel unterrühren.

Die Masse in die Form füllen und bei 150°C für ca. 1 Stunde backen. Falls der Kuchen zu braun werden sollte, einfach mit Alufolie abdecken und weiterbacken lassen.