Linsenpörkölt und Semmelauflauf

Vor ein paar Jahren gab’s mal die Kochbuchserie „Österreich kocht, die Bibliothek der grossen Köche“ einmal die Woche zu einer Zeitung dazu und da mein Bruder damals schon kochverrückt war, MUSSTE er natürlich jedes dieser Büchlein haben.

Im Band 2 geht’s um Österreichs Klassiker, diese werden interpretiert von Helmut Österreicher.

Letztens, bei einer meiner Kochbuchrecherchen, bin ich genau in diesem Buch auf das Rezept von Linsenpörkölt (Pörkölt = landläufig in Österreich als Gulasch bekannt) gestoßen, und da das Bild aber ein soooowas von köstlich aussehendes Pörkölt zeigte, kamen die Zutaten natürlich gleich auf unsere Einkaufsliste.

Ich hab‘ das Rezept ein klitzekleines bisschen abwandeln müssen, weil die Konsistenz nicht ganz so war, wie wir uns das vorgestellt haben und uns eine Zutat gefehlt hat, aber der Geschmack ist wirklich super!! Und der Semmelauflauf passt auch super dazu!

Hier also das Rezept zu

Linsenpörkölt und Semmelauflauf

Zutaten (für 4 Personen)

Für das Pörkölt

300 g Linsen, trocken
2 Zwiebeln
100 g Speck
Öl
4 EL Paprikapulver
4 EL Ketchup
250 ml Wasser (oder Rindsuppe)
4 Thymianzweige
500 g passierte Tomaten
Salz
Pfeffer

Für den Semmelauflauf

1 Zwiebel
Butter
200 ml Milch
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
3 Eier
4 EL Petersilie
200 g Semmelwürfel

Zubereitung

3 Tage vorher die Linsen in viel Wasser einweichen. (Ich hab‘ das Wasser jeden Tag ausgetauscht, da ich nicht wollte, dass irgend etwas zu gären oder stinken beginnt.)

Am Tag des Servierens
Für das Pörkölt die Zwiebel schälen und, so wie den Speck, in kleine Stücke schneiden. Dann mit Öl in einem Topf anbraten. Wenn der Zwiebel leicht bräunlich geworden ist, das Paprikapulver und das Ketchup hineingeben und mit dem Wasser (oder der Suppe) aufgießen und kurz köcheln lassen.

Die Linsen abgießen und einmal gut durchwaschen, dann mit den Thymian zum Zwiebel-Paprika-Wasser geben und zugedeckt für ca. 40 min köcheln lassen. (oder so lange, bis die Linsen durchgegart sind) Dann die passierten Tomaten dazuleeren und nochmal für ein paar Minuten weiterköcheln lassen. Jetzt mit Salz und Pfeffer würzen und nochmal kurz durchziehen lassen. Dann kann auch schon serviert werden!

Für den Semmelauflauf den Zwiebel schälen und klein schneiden. In einem kleinen Topf mit etwas Öl anbraten und wenn der Zwiebel glasig geworden ist, mit der Milch löschen. Mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen und abkühlen lassen.

Das Rohr auf 200°C vorheizen.

Die Eier, Petersilie und Zwiebel-Milch-Mischung versprudeln und über die Semmelwürfel gießen. Alles gut vermischen, dann die Masse leicht zusammendrücken und ein Weilchen ziehen lassen, bis alle Semmelwürfel gut durchfeuchted sind. 6 Ragout fin Schälchen oder Kaffeetassen mit Öl oder Butter ausstreichen und die Semmelmasse locker einfüllen (nicht andrücken). Dann eine Auflaufform (oder Wanne) 2 cm hoch mit kochendem Wasser füllen und die gefüllten Schälchen ins Wasser stellen. Jetzt die Auflaufform ins Rohr stellen und bei 200°C für ca. 15 min backen lassen.

Wenn die Semmelmasse schön hellbraun geworden ist, aus dem Rohr nehmen, die Aufläufe aus den Förmchen stürzen (Falls die Masse etwas anklebt, mit einem Messer am Rand entlang schneiden) und mit dem Pörkölt servieren. Sehr lecker!

Kosten pro Person:
– mit Preisen vom 25.03.2013: ca. 1,34 €

Erdäpfel-Sauerkraut-Auflauf

Jede 2. Woche bekommen wir unsere Gemüsekiste. Frisch vom Bauern, regional, saisonal. Im Winter ist da fast jedes Mal, neben Suppengemüse, Äpfeln und Vogerlsalat auch noch ein Säckchen Sauerkraut dabei. Ich mag Sauerkraut, versteht mich nicht falsch, aber nach ein paar Wochen war ich dann doch etwas ideenlos, was das Verkochen anging.

Letzte Woche hab‘ ich mich dann beim Moser (großes Buchgeschäft in Graz) in das essen&trinken spezial Heft verliebt. Die Rezepte kamen mir gut durchdacht vor, es werden total viele Themen behandelt und die Bilder zeigen meiner Meinung nach auch wirklich das, was im Rezept drin steht.

Fast ganz hinten im Heft hab‘ ich dann ein Rezept eben für diesen Erdäpfel-Sauerkraut-Auflauf entdeckt und mir gedacht „Warum nicht?“ Ich konnte mir zwar nicht vorstellen, dass das besonders gut schmeckt, aber einen Versuch war’s wert, weil wir nicht noch ein weiteres Mal Würstl mit Sauerkraut essen wollten.

Ich sag’s euch – der Auflauf ist soooo gut!!! Wir konnten es echt nicht glauben, aber in kürzester Zeit war er weg. Tja, der wird jetzt sicher öfter gemacht!

Hier also das (etwas abgeänderte) Rezept aus essen& trinken SPEZIAL für den

Erdäpfel-Sauerkraut-Auflauf Weiterlesen

Pizza al taglio: Spinaci e pignoli

Pizza essen wir eigentlich recht häufig. Am Liebsten haben wir selbst gemachte Pizza Hawaii, aber Abwechslung muss sein, und da ich diese Woche noch kein neues Rezept aus einem meiner Kochbücher gemacht habe, haben wir uns für diese Pizza entschieden.

Street Food - Clare FergusonDas ursprüngliche Rezept, das ich abgewandelt habe, stammt aus dem Buch „street food – Köstliches aus aller Welt“ von Clare Ferguson. Natürlich ist das Buch wieder hier erhältlich.

„Pizza al taglio“ heißt eigentlich „Pizza am Stück“ oder „geschnittene Pizza“ und passt wirklich gut zum Thema „street food“, aber es bedeutet halt nicht „Spinatpizza mit Pinienkernen“. *seufz* Die Amerikaner und Fremdsprachen…

Die Rezepte klingen beim Durchlesen eigentlich okay und prinzipiell funktionieren die Rezepte auch… aber es hat schon Gründe, warum man aus manchen Kochbüchern fast jedes Rezept nachkocht und andere wiederum niemals aufmacht.

Die Pizza ist mit meinen Änderungen sehr gut geworden und ganz leicht vegan zu machen, wenn man einfach den Mozzarella weglässt!

Pizza al taglio: Spinaci e pignoli (Pizza mit Spinat und Pinienkernen)

Zutaten (Für 2 Personen)

Für den Teig

250 g Mehl
1/2 TL Salz
1 Päckchen Trockenhefe
180 ml lauwarmes Wasser
4 EL Olivenöl

Für den Belag

250 g Spinat
50 g Pinienkerne
3 EL Olivenöl
5 Knoblauchzehen
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
1 Büffelmozzarella

Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel sieben und die Hefe und das Salz zugeben. Wasser und Olivenöl dazuleeren, kurz mit dem Kochlöffel umrühren und dann den Teig mit der Hand kurz kräftig durchkneten.Den Teig dabei mehrmals hart auf die Arbeitsfläche klatschen lassen, das stärkt das Teiggerüst (steht so im Buch). Die Teigkugel einölen und zugedeckt oder in einer Germteigschüssel an einem warmen Ort gehen lassen. (Falls der Teig zu weich ist, noch etwas Mehl hinzufügen, falls er zu hart ist, noch etwas Wasser dazugeben.)

Wenn die Pinienkerne noch nicht geröstet sind, in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten, bis sie leicht hellbraun geworden sind. (Das dauert nicht lange, also nicht weggehen, sondern beim Herd bleiben, bis die Pinienkerne geröstet sind)

In der Zwischenzeit den Spinat waschen und in einem Topf mit 2 zerdrücktem oder klein geschnittenen Knoblauchzehen bei mittlerer Temperatur so lange garen lassen, bis der Spinat bissfest, aber noch nicht ganz zusammengefallen ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Teig nochmals kneten und und in die gewünschte Form ausrollen.

Die restlichen Knoblauchzehen pressen und dann mit 3 EL Olivenöl vermischen. Die Olivenöl-Knoblauchmixtur auf dem Teig verteilen. (Geht gut mit einem Esslöffel) Den abgetropften Spinat auf dem Teig verteilen, dann die angerösteten Pinienkerne darauf verstreuen und den Mozzarella in kleine Stücke zupfen und darauflegen.

Auf Backpapier bei 180° etwa 20-30 Minuten backen, bis die Pizza eine schön hellbraune Kruste hat. (Kommt auf dein Rohr an, immer im Auge behalten, ob der Teig wohl eh nicht zu braun und kross wird!) Dann herausnehmen, etwas abkühlen lassen und servieren!

Preis pro Person:
– mit Preisen vom 30. Januar 2013: ca. 2,50 €

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Psssst… habt ihr gewusst, dass es Verkocht! auch auf facebook gibt?
Nein? Na dann schnell auf diesen link geklickt!

Mac and Cheese

Wer kennt sie nicht, die Mikrowellen-Makkaroni mit Käse, für die sich Kevin aus Kevin allein zu Haus‘ beim Tischgebet bedankt. Nun ja, in der Mikrowelle sind meine „Mac and Cheese“, auf Deutsch eben Makkaroni mit Käse, nicht gemacht, dafür sind sie viiiiiiiiiiiel besser als die aus der Packung!

Mac and Cheese

Zutaten (für 4 Personen)

500 g Makkaroni

1 Zwiebel
100 g Butter
4 EL Mehl
250 ml Milch
250 ml Wasser
Salz, Pfeffer

250 g Käse (z.B.: Gouda, Cheddar oder ein anderer, intensiver schmeckender Käse, der gut schmilzt)

Zubereitung

Den Käse reiben.

Die Makkaroni al dente (bissfest) kochen.

Während die Makkaroni kochen, den Zwiebel klein würfelig schneiden und anbraten. Dann aus dem Topf nehmen und Beiseite stellen. In dem Topf die Butter schmelzen lassen und wenn die Butter flüssig ist, das Mehl hineingeben, mit Kochlöffel umrühren und etwas mitrösten lassen. (Aber nicht bräunen) Wenn eine art Mehl-Butterpaste entstanden ist, unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen die Milch aufgießen. Weiter kochen lassen. Die Klümpchen sollten sich durchs dauernde Umrühren schnell auflösen und die Flüssigkeit wird nach kurzer Zeit wieder dicker. Wenn sie wieder dicker geworden ist, das Wasser dazugeben und weiterrühren. Wenn die Sauce die gewünschte Konsistenz erreicht hat, vom Herd nehmen und beiseite stellen. Jetzt den vorher angebratenen Zwiebel und den geriebenen Käse darunterrühren und wenn er geschmolzen ist, mit Salz und Pfeffer nach Geschmack nachwürzen.

Wenn die Nudeln gekocht sind, vom Herd nehmen, das Wasser abgießen, abtropfen lassen und gleich direkt zur Käsesauce geben. Jetzt nur noch umrühren, damit sich die Sauce gleichmäßig auf den Nudeln verteilt und servieren! Wir streuen meistens noch ein paar italienische Kräuter drauf. Mmmmmh! Käääsig!

Preis pro Person:
– mit Preisen vom 10.Oktober 2012: ca. 1,08 €