Fastenvorsatz 2019

So, dieses Jahr wird wieder mal gefastet! Letztes Jahr war es mit der Verletzung meines Mannes zu der Zeit sooo turbulent, dass wir leider überhaupt nicht ans Fasten gedacht haben.

Dieses Jahr aber habe ich Großes vor. Ich werde Zucker fasten. Eigentlich kann ich nicht „werde“ sagen, denn jetzt mache ich es ja schon den zweiten Tag. Wie immer, bin ich spät dran mit der Ankündigung. *seufz*

Alles nicht erlaubt

Ich faste nicht nur Süßigkeiten, sondern wirklich jeglichen zugesetzen Zucker. Das heißt auch keinen Speck, der vorher in Zucker eingerieben wurde, kein halber Teelöffel Zucker in meinen Tee, und auch kein Honig, Ahornsirup oder sonstiger Süßkram ist erlaubt. Das Ziel ist eben, so wenig wie möglich zugesetzten Zucker zu konsumieren. Aber das gilt nur für mich, der Rest der Familie isst ganz normal weiter.

Tja, ich werde euch immer wieder mal von meinen Erfolgen und Schwierigkeiten berichten! Ich bin schon gespannt, wie es mir ergeht!

Fastet ihr? Wenn ja, was denn?

#wmdedgt: Tagebuchbloggen im März 2019

Schon wieder ist es so weit, das Tagebuchbloggen von Frau Brüllen, auch genannt „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ oder auch kurz „wmdedgt“. Aber lest selbst…

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6:00 Uhr: Der Handywecker läutet, ich höre ihn, schalte ihn aus, drehe mich um und schlafe weiter.

7:00 Uhr: Ich höre im Halbschlaf die Kirchenglocken und springe aus dem Bett! Holla die Waldfee, jetzt hab ich doch tatsächlich verschlafen! War ja klar… wenn ich mal alleine bin, ohne Mann und ohne Kinder, fehlen mir die natürlichen Aufwecker! Gut, dass die Kirchenglocke immer so lange läutet um 7!

7:05 Uhr: Ich mache mir Frühstück. Schwarztee und Cornflakes sind es heute.

7:30 Uhr: Ich bin eigentlich fix und fertig, könnte also eigentlich pünktlich das Haus verlassen, aber die Gemüsekiste kommt heute und die kommt normalerweise so zwischen 7 und 8. Ich warte noch ein bisschen, weil es ziemlich windig ist, und ich nicht will, dass es mein Gemüse verweht, wenn es draußen vor der Tür steht.

8:05 Uhr: Das Gemüse ist noch immer nicht da, jetzt muss ich aber echt aufbrechen. Ich schwinge mich aufs Rad und radle durch den vom letzten Nachtwind gebeutelten Wald. Der Wind hat glücklicherweise nachgelassen, aber über die Waldwege lieben Bäume und ich muss mein Rad öfters mal wo drüber heben.

8:30 Uhr: In der Arbeit angekommen! Jetzt wird losgearbeitet!

13:30 Uhr: Unsere Studenten blockieren die Hood, weil sie ihren Messtag haben, also breche ich meine Arbeit ab und mache morgen weiter, wenn das Labor etwas weniger frequentiert ist.

13:35 Uhr: Ich schwinge mich wieder aufs Rad und radle dem wieder aufgefrischten Wind entgegen. Ächz!

14:15 Uhr: Endlich zu Hause! Und das bleibt auch so. Heute geh ich nicht mehr raus, obwohl ich gerne nen Krapfen hätte. Aber wurscht. Es windet mir zu sehr, als dass ich das Rad nochmal betätige heute.
Ich schnappe mir die Gemüsekiste, die endlich vorm Haus steht und esse gleich mal eine Karotte, einen Apfel und eine Banane. HUUUUUNGER!

14:30 Uhr: Jetzt einen Tee machen, Nudeln kochen und die mit einer fertigen Zucchini-Tomatensauce (ich weiß, Foodblogger-Sakrileg! Aber das is mir wurscht, denn wenn es schnell gehen muss, darf es auch mal eine Sauce aus dem Glas sein!) und Käse essen. Noch ein gspritzter Saft dazu und endlich bin ich nicht mehr hungrig. Ich sollte echt anfangen, mir was zum Essen mit in die Arbeit zu nehmen, damit ich nicht immer so extrem ausgehungert nach Hause komme…

15:00 Uhr: Ich komme endlich aus meiner Hungererschöpfung raus und bin wieder einigermaßen Ansprechbar. Geschirrspüler ausräumen steht als nächstes an. Und mit der Family korrespondieren.

 

15:30 Uhr: Ich fange an, diesen Eintrag zu tippen.

16:00 Uhr: Ich liebe meine Handtasche abgöttisch, aber sie ist leider am Wochenende durch die Kinder NOCH schmutziger geworden, als sie schon vorher war. Ehrlich gesagt, war das Waschen schon lange nötig, aber erst jetzt komme ich dazu.

Ich räume die Tasche also aus und weiche sie in warmen Seifenwasser ein. Die Ledergriffe versuche ich, so gut es geht, aus dem Wasser rauszulassen. Mit einer weichen Bürste schrubbe ich die Tasche, dann abbrausen und kurz bei niedriger Drehzahl in der Maschine schleudern.

16:30 Uhr: Ich nehme die Handtasche aus der Waschmaschine und schalte gleich die nächste Wäsche ein. Jetzt schaut die Tasche besser aus, ist aber noch immer nicht ganz sauber! Ich bin gespannt, wie sie aussieht, wenn sie getrocknet ist.
Die Wäsche von vorhin muss ich auch noch aufhängen.

17:00 Uhr: Die schrecklichste Hausarbeit steht an… Wäsche zusammenlegen. Aber irgendwann muss das auch gemacht werden, nicht wahr? Daneben schaue ich eine Serie und nasche ein bisserl Schokolade.

19:00 Uhr: Ich telefoniere mit meiner Familie und flöze derweil auf der Couch.

19:20 Uhr: Ich stelle nochmal den Geschirrspüler an und schalte das heißeste Programm ein, um ihn mal so richtig durchzuwaschen.

19:30 Uhr: Eine weitere Ladung Wäsche wandert in die Waschmaschine. Normalerweise wasche ich so spät keine Wäsche, weil ich nicht will, dass wir so spät noch Lärm machen (Schleudergang), aber da unser Nachbar von unten da auch eigentlich keinerlei Skrupel hat, mache ich das heute auch mal. Außerdem sind die Jungs nicht da, also kann ich noch spät schleudern.

20:00 Uhr: Ich sitze vor dem Laptop und schreibe an diesem Eintrag. Ich will eigentlich nen Film oder ne Serie schauen, finde aber nichts, was mich interessiert oder nicht total verschreckt, deshalb werde ich dann doch lieber lesen. Eigentlich muss ich noch Wäsche verräumen. Vielleicht mache ich das noch gschwind vorher.

22:50 Uhr: Die Wäsche ist verräumt, ich habe gelesen und ein paar Rezept aus Zeitschriften rausgesucht, während ich wieder einen neuen, interessanten Podcast gefunden habe. Jetzt schlafen. Gute Nacht!

Im letzten Monat {Januar 2019}

Das neue Jahr hat eigentlich recht gut angefangen! Wir verbrachten Silvester noch auf der Hütte und fuhren dann am 3. Januar (unserem Hochzeitstag…irgendwie sind wir immer lange Zeit im Auto an unserem Hochzeitstag…) wieder zurück nach Bayern.

Der Arbeits- und Schulalltag hatte uns dann in der zweiten Januarwoche wieder voll im Griff bis… die Schneemassen kamen. Der Straßendienst kam nicht mehr mit dem Räumen nach, sodass der Schulweg für die Schulkinder zu gefährlich war. Das heißt: Schneefrei. In meinen 4+4+5 Jahren Schule hatte ich KEINEN EINZIGEN TAG Schneefrei und mein Sohn hatte in seinem ersten Jahr schon 3 Tage! Das hieß wieder mal Improvisieren mit der Arbeitszeit und Abwechseln mit dem Ehemann. Gott sei Dank hat er seine Doktorarbeit schon vor den Schneemassen abgegeben, sodass er da wieder etwas mehr Spielraum hatte.

Leider wurden dann die Kinder gleich auch abwechselnd krank, sodass der Alltag auch nicht „alltäglicher“ wurde, nachdem „schneefrei“ aufgehoben wurde.

Wir bekamen dann Besuch, ich hätte fast meine Ebba umgebracht und wir waren für unsere Verhältnisse oft Auswärts essen. Der Schnee schmolz wieder und ich bestellte schonmal die Faschingskostüme für die Kinder

Wir waren recht brav mit unserem Vorsatz, großteils vegan zu kochen und jetzt am Ende des Monats wurden der Liebste und ich wieder mal gemeinsam krank. *seufz* Naja. Aber wir sind am Weg der Besserung.

Ich bin gespannt, was der Februar für uns Bereit hält!

#wmdedgt: Tagebuchbloggen im Dezember 2018

Heute wieder, schon fast Tradition, Tagebuchbloggen von Frau Brüllen. Wieder schaffe ich nur das und keinen normalen Blogartikel. Naja. Zumindest bin ich noch da 😉

Ich muss auch diesen Eintrag mit Werbung kennzeichnen, da man ja heutzutage nicht mal mehr Dinge erwähnen kann oder ein Foto von Dingen posten kann, ohne dass es als Werbung gilt. Also ACHTUNG, hier gibt es UNBEZAHLTE, UNGEWOLLTE und UNGLAUBLICH UNABSICHTLICHE WERBUNG!

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6:05 – Der Wecker klingelt, die Kinder sind eeeendlich mal nicht vor dem Wecker aufgestanden und sind wieder im normalen Rhythmus, aus dem sie durch die Adventkalenderaufregung geworfen worden sind.
Wir schälen uns aus dem Bett.

6:10 – Die Kinder wollen gleich Frühstück, da sie natürlich ihre Adventkalender öffnen wollen und es bei uns die Regel „Adventkalender werden erst nachdem alle mit dem Frühstück fertig sind, geöffnet“, gibt. Sie warten verzweifelt, bis Papa mit seiner Wim Hof Atmung fertig ist.

6:30 – Die Kinder haben ihr Frühstück inhaliert, gewartet bis wir mit unserem Frühstück fertig waren und dann ihre Adventkalender geöffnet. Jetzt kann der ruhige Teil des Morgens beginnen.

7:05 – Die Kinder sind angezogen, ich dusche und wasche und föhne mir noch schnell die Haare.

7:18 – Ich schnappe mir die Kinder und bringe den großen zum Bus.

7:30 – Ich bringe den Kleinen in den Kindergarten.

7:45 – Heut läuft ja alles wie am Schnürchen! Ich ziehe mir meine Radlhose an und los geht es heute wieder mit dem Trailer im Schlepptau in die Arbeit.

8:15 – Angekommen in der Arbeit. Ich bin von Kopf bis Fuß mit Dreck bespritzt. Die Freuden des Radfahrens im Winter sind endlos. Aber… der Arbeitstag kann los gehen!

12:15 – Hungerkopfweh plagt mich, da kommt die Nachricht meines Mannes gerade recht, dass vom Mittagessen was übrig ist. Also gehe ich ausnahmsweise mal kurz Mittag essen, was ich normalerweise vermeide, weil ich ja nur Arbeiten kann wenn die Kinder betreut sind und ich natürlich auch meine Stunden abarbeiten will. Aber heute geht es nicht anders. Ich esse veggie Chili mit Reis und Salat. Dazu Wasser. Ich trinke immer viel viel viel zu wenig. Vermutlich kommt daher das Kopfweh. Nach 10 Minuten geht es wieder zurück ins Labor.

13:20 – Ich sprinte zum Rad und fahre noch schnell zum Bankomat, um das Geld für das Essen in der Mittagsbetreuung zu holen. MANNOMETER, der Bankomat funktioniert nicht wegen „Verbindungsproblemen“. Gut, muss ich halt nächste Woche zahlen. Dann hetze ich in die Mittagsbetreuung.

13:45 – Ich übernehme den Großen in der Mittagsbetreuung, erzähle meine Bankomatgeschichte, stopfe (nicht übertrieben) den Großen in den Anhänger (er ist echt schon zu groß dafür) und los düsen wir Richtung Kindergarten.

14:20 – Pfuh, noch rechtzeitig angekommen im Kindergarten. Die Knie haben mich heute geplagt… musste sogar mal absteigen und ein kleines Stück schieben, um es zu entlasten. Die Hose hat auch aufs Knie gedrückt…weiß nicht, ob ich die nochmal anziehen mag, solange das Knie streikt.
Der Mini ist auf jeden Fall von der ersten Sekunde an untröstlich. Er war heute nicht dran beim Adventkalender im Kindergarten… tja. 3 Jahre sein ist halt schon schwer, vor allem das mit der Geduld ist echt was Schwieriges. Ich hab das mit 33 noch nicht ganz drauf.

14:30 – Endlich zu Hause, nachdem ich dem Mini versprochen habe, dass wir zu Hause gleich mal Kekssterne backen. Ich habe mir aber vorher noch ein gscheites Mittagessen erkämpft. Diesmal eine ordentliche Portion Chili mit Reis und einem riesen Glas Wasser.

15:00 – Gut, dass ich den Teig schon vorgestern gemacht habe, also brauchten der Mini und ich nur noch ausrollen und die Sterne ins Rohr geben.

15:15 – VERDAMMT! Ich muss die Kekse aus dem Rohr holen… naja… das bisschen Schwarz kann man ja abkratzen, oder Kinder? Der Mini isst den Keks mit dem wenigsten Schwarzanteil.

15:20 – Ich muss mich ranhalten und einen Kuchen backen für das Adventfest in der Schule.

15:30 – Der Kuchen ist im Rohr. Schnelle Rührkuchen for the win! Die Kinder tanzen derweil zum Angry Birds Soundtrack durch die Wohnung

16:00 – Manno, der Kuchen ist noch immer flüssig… WIESO NUR, WIESO!!???

16:10 – Wir müssen fahren. Der Kuchen wird nicht mehr fertig. Rohr aus und ab ins Auto. Scheiß drauf, habe ich halt keinen Kuchen heute. Mein Backkarma ist heute irgendwie nicht so gut. Hoffentlich ging es den anderen Eltern nicht auch so.

16:30 – Pünktlich holen wir den Mann von der Arbeit ab.

16:55 – Sogar 5 Minuten vor Beginn sind wir da! Strike! Und die anderen Eltern haben sich selbst übertroffen! Alles sieht super aus und alle (außer mir) waren super. Der Große rennt gleich auf die Bühne, der Mini setzt sich selbstständig auf die Geschwisterpolster vor der Bühne und wir können ganz gechillt hinten stehen.

18:15 – Die Aufführung war supersüß, das Buffet war lecker (nicht, dass ich etwas beigesteuert hätte) und wir sind am Weg um einzukaufen. Wieder mal kaufen wir willinilli alles, was wir so sehen… das passiert immer, wenn wir mit Hunger einkaufen gehen. Keine gute Taktik.

19:30 – Endlich zu Hause. Es gibt Toast mit Lachs und Mozzarella, Wurst, SChinken-Käse-Toast…jeder bekommt, was er mag.

19:45 – Die Kinder werden in ihre Pyjamas gestopft, Zähne putzen und ab ins…oha, wir müssen noch die Stiefel für den Nikolaus putzen und vor die Tür stellen…dann ab ins Bett.

19:50 – Da Papa Schlafentag ist, setze ich mich hin, um den Text hier zu schreiben.

20:05 – Der Mann hat die Kids ins Traumland befördert und fängt auch gleich auf der Couch zu arbeiten an.

20:15 – Oha, der Große schläft doch noch nicht und muss nochmal ins Bett befördert werden.

Dann verpempere ich die Zeit am Laptop, zeige dem Nikolo die Stiefel, schalten nochmal die Spülmaschine ein und gehe dann endlich schlafen. Was bin ich heute müde *gähn*

mde

 

 

Weitere Tagebucheinträge könnt ihr bei Frau Brüllen ganz unten bei ihrem Artikel finden. Einfach -hier- geklickt!

 

 

#wmdedgt: Tagebuchbloggen im Oktober 2018

Heute habe ich mich mal dazu entschlossen, das erste Mal bei „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (Kurz „wmdedgt“) von Frau Brüllen mitzumachen. Ich wollte ja schon länger mal mitmachen, aber irgendwie ist mir immer die Zeit davongelaufen. Naja. Aber heute.

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6:05 – Der Wecker klingelt und die Kinder diskutieren, wer denn nun die Rollos rauf lassen darf. Der Kleine gewinnt heute.

6:15 – Nach kurzer Kuschelrunde stehen wir endlich auf. Ich räume mal gleich den Geschirrspüler aus und die Kinder kuscheln sich (wie eigentlich immer) auf die Couches und lesen Asterix oder schauen irgendein Heft an. Ruhe. Aaaah.

6:30 – Das gewünschte Frühstück ist fertig, heute ist es Grießbrei und Kakao mit Milchschaum. Alle essen, was ich gemacht habe!!! (Denkt euch hier dieses Emoji mit überraschtem, weit geöffnetem Mund)

7:05 – Keine Ahnung wie das gegangen ist, aber plötzlich ist es schon nach 7 und wir müssen uns sputen. Ich treibe den Großen an, der sich dann innerhalb von 5 Minuten anzieht (REKORD!), dann selber seine Zähne putzt (Yeah!) und sich generell fertig macht für die Schule. Ich packe derweilen in Hast seine Brotzeit und sein Wasser in die Schultasche. Der kleine springt immer noch nackig herum, ich ziehe ihn also schnell schnell an.

7:19 – Wir verlassen das Haus und gehen zur Bushaltestelle. Die ist glücklicherweise nur 50 Meter von unserer Wohnung entfernt und wir müssen sogar noch etwas auf den Schulbus warten. Uff. Das haben wir ja super geschafft heute! Trotz langem Frühstück waren wir rechtzeitig mit allem fertig! Success!

7:30 – Wir sind wieder zu Hause, nachdem wir eine Nachbarin am Heimweg getroffen haben (es sind ja, wie gesagt, nur 50 Meter…aber wir wohnen eben im Dorf und da kann man für solche Strecken manchmal schon etwas brauchen!). Der Kleine begibt sich gleich ins Kinderzimmer, um mit den Legos zu spielen. Er hat heute seinen freien Kindergartentag (Freitag sind in unserem Kindergarten nur die ab 4-jährigen und die Vorschulkinder, da darf er noch nicht) Ich schaue kurz auf den Balkon um zu sehen, was für eine Temperatur wir haben, checke unsere Chilis und setze mich dann zum Computer, um unseren Morgen hier reinzutippen 😉

8:20 – Nachdem ich dem Kleinen eine Legoanleitung im Internet herausgesucht habe, (von einem Lego, dass wir in Frankreich gekauft haben und da natürlich gleich die Anleitung nach dem ersten Bauen verloren haben) eine Ladung Wäsche in die Maschine gepackt habe, uns die Zähne geputzt habe und Ausgehfertig gemacht habe, sind wir endlich unterwegs auf die Uni. Eigentlich hätte ich heute meinen freien Tag, aber erstens ist ja heute der Kleine zu Hause, zweitens sind mein Mann (mit dem ich mich Freitags immer mit dem zu Hause bleiben abwechsle) und mein Chef (der die Arbeit erledigt, wenn ich nicht da bin) auf einer Konferenz. Daher muss das Kind halt mit in die Arbeit.

8:40 – Wir sind im Labor, der Weg vom Parkplatz zur Uni hat länger gedauert, weil der Kleine so viel schauen und herumlaufen musste. Ist ja auch ein wunderschöner Weg, so durch Streuobstwiese und Gebüsch.

10:10 – Ich bin fertig mit arbeiten, der Kleine durfte derweilen Peppa Wutz schauen.

10:20 – Wir kaufen noch schnell was ein fürs Wochenende. Der Mini will eine Breze und so ne Hartwurst, die jausnen wir im Auto beim nach Hause fahren.

10:45 – Wir sind Daheim! Ich koche mir einen Tee, schalte den Geschirrspüler ein, hänge die Wäsche auf, schalte noch ne Maschine ein und baue dem Kleinen sein Lego nach dem vorher erwähnten Legoplan auf. Dabei trinke ich meinen Tee und esse ein vorher gekauftes Croissant.

12:15 – Wir holen den großen vom Bus ab. Wir sind ein bisserl zu früh, daher genießen wir die Sonne sitzend und kuschelnd auf der Bank im Bushütterl

12:30 – Wieder zu Hause, der Große erzählt begeistert von der Schule und ich mache uns Fischstäbchen (für den Kleinen), Bratwürste (für den Großen) und Kartoffelpüree (für alle). Dazu gibt’s Kindersekt, das hat sich der Kleine gewünscht.

13:00 – Der Große hat zwar freitags keine Hausaufgaben, aber da er schon lesen kann, hat er ein Leseaufgabenheft mit nach Hause bekommen, dass er machen kann, wenn er will. Er macht in einem Rutsch schnell 10 Seiten (!!!) und fragt dann, ob er vielleicht, bitte, weil ja schon fast Wochenende ist, bitte, vielleicht, Handy spielen darf? Und schauen, was so auf seiner HayDay Farm los ist? Ich gebe natürlich nach…

13:30 – Ich habe einen gratis Online-Kurs gefunden, bei dem ich ein bisserl Programmieren üben kann, und zu dem habe ich mich jetzt gesetzt. Die Kids spielen HayDay und Alto Odyssee auf meinem Handy.
Dann schreibt der Große eine Geschichte, der Kleine spielt Lego, ich räume den Geschirrspüler aus und dann versandeln wir die Zeit ein bisserl.

16:00 – Huch, ich muss mich beeilen, denn ich habe noch keine Topfensauce für das Kartoffelfest gemacht. Also mach ich schnell einen Knoblauchtopfen und stopfe Besteck, Saft und Becher in ein Stoffsackerl.

16:15 – Auf geht’s zum Kartoffelfeuer unseres Kindergartens. Die Kinder fahren mit ihren Fahrrädern, ich schiebe den Fahrradanhänger mit unseren Sachen.

19:30 – Wir sind wieder zurück vom Fest, es war wirklich supernett, das Wetter war toll und die Kinder hatten großen Spaß. Leider ist es jetzt schon etwas spät für die Kinder, also stecke ich sie schnell in die Badewanne (um den Geruch nach G’selchten loszuwerden), dann noch schnell Zähne putzen und ab geht’s ins Bett.

20:30 – Die Kinder schlafen endlich und ich auch gleich mit ihnen mit!

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Wenn ihr lesen wollt, was die Anderen Teilnehmer an diesem Tag gemacht haben, dann klickt doch mal hier – KLICK – scrollt zum Ende des Posts von Frau Brüllen und lest euch durch die über 60 Tagebucheinträge!

Einige Osterrezepte… aus meinem Archiv

Ich hoffe, ich komme noch dazu, diese Woch ein neues Rezept für Ostern zu posten.
Bis dahin möchte ich euch meine Osterrezepte aus dem Archiv ans Herz legen!

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Zum Beispiel habe ich euch gezeigt, wie ihr eure Ostereier gelb und blau auf natürliche Weise färben könnt:

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Hier findet ihr, wie wir unsere Ostereier schon Jahrzehntelang färben (noch bevor es modern wurde – HA!):

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Oder auch ein Link zum Rezept für diese tollen Osterhasen:

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Diese wunderbaren Kardamom-Blaubeermuffins waren auch für Ostern:

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Vielleicht wollt ihr ja auch diese Wolkeneier ausprobieren?

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Vielleicht ist ja was für euch dabei? Ich wünsche euch auf jeden Fall eine schöne Karwoche!

„Und was vermisst ihr so an Schweden?“

Wir wohnen jetzt schon ein Jahr hier in Bayern und werden natürlich (noch) immer gefragt: „Und was vermisst ihr so an Schweden?“

Ich möchte die Frage heute auf Koch- Essens- und Küchenbezogene Themen beantworten UND euch erzählen, war wir NICHT vermissen.

Was wir vermissen

1.) Packungsgrößen.

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Wir sind eine Familie, die gerne nur einmal in der Woche einkaufen geht. Das haben wir uns in Schweden durch die Entfernung vom Supermarkt so angewöhnt und da macht es für uns natürlich Sinn, wenn die Packungen etwas größer sind. 5 kg Mehl, 2 kg Zucker, 2 Liter Milchpackungen, 200 g Packung Backpulver… gibt es hier in Bayern wo wir sind irgendwie nicht. Das vermisse ich wirklich sehr.

2.) Unseren großen Garten mit den Apfelbäumen, den Heidel- und Preiselbeeren hinterm Haus und den Pilzen im Wald und am allermeisten unsere Hühner

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Wir haben gaaaaaaaanz gaaaaaaanz viel Apfelsaft gepresst, mussten dadurch kaum Saft kaufen, haben Saft verschenkt etc. etc. Ein Garten ist was ziemlich großartiges. Leider ist ein Garten hier im Süden Münchens finanziell nicht möglich für uns.

Auch war es super praktisch, gleich hinterm Haus den Wald mit trilliarden von Heidel- und Preiselbeeren zu haben. Und Pilze waren da auch zuhauf. Tja. Wird sicher wieder mal kommen.

Und leider sind wir erst im letzten Jahr drauf gekommen, Hühner zu halten. SO. TOLL! Würde ich immer wieder so machen.

3.) Die großartigen Secondhand Shops in Uppsala mit den tollen Küchengeräten, Geschirr etc.

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Wirklich. Das war spitze. Riesige Geschäfte mit gespendetem Zeug, dass nicht viel kostet, aber in tadellosem Zustand war. Gut für die Umwelt und gut fürs Börserl.

4.) Kardamom

Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es echt blöd, wenn nicht überall mehr Kardamom drin ist. Zimtschnecken ohne Kardamom geht bei mir irgendwie nicht mehr.

5.) Fisch und Meeresfrüchte

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Fisch ist in Schweden super einfach zu bekommen und ist eines der wenigen Lebensmittel, dass bei gleichem oder sogar niedrigerem Preis in besserer Qualität zu bekommen ist in Schweden. Truly missed.

6.) Unseren Herd

Er war nichts besonderes, aber er hatte Power – und alles hat funktioniert! Hier habe ich nur Ober- und Unterhitze, da die Umluft nicht funktioniert. Naja. Vielleicht schaffe ich mir noch einen anderen an… vielleicht auch nicht.

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Was wir nicht vermissen

1.) Die Restaurantkultur in Uppsala

Uppsala (und Schweden generell… gilt eventuell nicht für Stockholm) ist restaurantmäßig und kulinarisch sehr unterentwickelt. Und die Restaurants, die es gibt, sind superteuer und das Essen schmeckt nicht sonderlich toll. Es gibt natürlich Ausnahmen – auch wir haben unsere Lieblingsrestaurants – aber generell verpasst man nichts, wenn man in Uppsala nicht Essen geht.

2.) Die Preise

Unser Lebensmittelbudget hat sich um ein Drittel reduziert seit wir in Bayern leben. Und es könnte noch niedriger sein, wenn wir so kochen würden, wie in Schweden. Hier kaufen wir auch mal Fleisch ein und sparen nicht ganz so viel (leider).

In Schweden hatten wir ja nur ein (Doktoranten!)Gehalt, unsere Ausgaben für Lebensmittel war aber ca. bei 500 Euro im Monat. Ich muss nicht dazusagen, dass uns da nicht sonderlich viel übrig geblieben ist im Monat für spezielle Ausgaben. Und Essen gegangen sind wir natürlich deshalb auch nicht sonderlich oft, da Restaurants auch nicht billig sind in Schweden. Wobei ich es sehr empfehlen kann, Mittagessen zu gehen, die meisten Restaurants haben ein preiswertes Lunch-Menu, wo auch Kaffee/Tee und eine Nachspeise dabei ist! Abendessen war uns eigentlich immer zu teuer, oder sagen wir besser, einfach nicht in unserem spärlichen Budget.

3.) Die Würste

Leute, schwedische Wurst ist eklig. Kauft euch bitte keinen Hotdog da oben. Außer beim schwedischen Möbelriesen, die hat noch im entferntesten Sinne war mit Wurst zu tun.

Man muss schon etwas suchen, um eine einigermaßen „normale“ Wurst zu finden da oben, die auch knackt beim Reinbeißen.

Grillwürste gehen noch am Ehesten, obwohl ihr da auch gut daran tut, deutsche Wurst zu kaufen. Wirklich. Vertraut mir da einfach.

 

Tjo, ich denke, das war alles. Falls ihr noch fragen habt, immer her damit in den Kommentaren!